Hallo Mohammad,
die scheiden sich auf jeden Fall, die Geister. Mal abgesehen davon, dass die Schönheit vergänglich ist und die Falter an der Wand als Deko-Objekte sehr schnell ihren Glanz und ihre Farben verlieren durch den Einfluss des Tageslichts, gehören diese schönen Geschöpfe nicht als schnöde Schmuckobjekte an die Wand gehängt.
Schade um die Tierchen. Das hat nichts mit Entomologie zu tun, aber gut, den Anspruch hattest Du auch nicht angemeldet.
Der Naturschutz wird vielleicht andersherum argumentieren. Dann gibt's keine Sammelgenehmigungen mehr für wissenschaftliche Zwecke, da der Handel mit einheimischen Arten zu kommerziellen Zwecken auf diversen Plattformen blüht. Allein die Argumentation ist schon abenteuerlich. Ich töte Schmetterlinge, um Einnahmen zu generieren von denen dann ein Teil in den Artenschutz fliesst. Was ist das für eine Logik?
Und wie darf ich mir das in praxi vorstellen? Das es einheimische Arten sein sollen, die nicht unter besonderem Schutz stehen, betrifft es Kohlweissling, Tagpfauenauge, Nachtpfauenauge und Co.?
Nicht damit wir uns missverstehen, ich bin Sammler und habe eine Sammlung. Nur habe ich auch behördliche Genehmigungen dafür und darf Belegstücke nehmen und muss dafür die Falter selbstredend töten. Ich überlege mir aber ganz genau, ob das in jedem Falle notwendig ist und in welchem Maß. Bei dem Gedanken, dass kommerziell zu tun, sträuben sich mir die Haare.
Wie Du schon sagst, jeder soll das machen womit er glücklich ist, ich hoffe nur, Du klärst das sauber ab, holst Dir Genehmigungen und dokumentierst jeden Falter genau. Wie bereits erwähnt, als Startkapital fallen Freilandtiere aus.
Viele Grüsse,
Frank