Posts by Toni Kasiske

    Dem schließe ich mich auch gerne an und wünsche allen ACTIAS-Mitgliedern ein paar schöne und erholsame Weihnachtstage und einen guten Start in 2026. Auf ein glückliches neues Jahr mit spannenden Beobachtungen, hilfreichen Diskussionen und erfolgreichen Zuchten.

    Beste Grüße, Toni

    Glasflügler sind eine versteckt lebende und unterkartierte Schmetterlingsgruppe. Die Falter bekommt man selten zu Gesicht - aber sie lassen sich trotzdem oft leicht nachweisen: und zwar mit künstlichen Pheromonen, mit denen man die Tiere anlocken kann.
    Ich habe euch hier mal einen etwas ausführlicheren Vortrag aufgezeichnet, in dem ich euch die Artengruppe und Methode zum Nachweis etwas näher vorstelle. Nach einer allgemeinen Einführung in die Gruppe der Glasflügler und möglicher Nachweismethoden gehe ich auch etwas spezifischer auf die Methode der Pheromonfallen ein - welche Pheromone sollte man wann wo und wie für welche Arten ausbringen? Was gibt es zu beachten? Was sind Vor- und Nachteile? Wo kann ich Pheromone erhalten und wie sollte ich Pheromone lagern? Auf diese und ähnliche Fragen werde ich in der halben Stunde etwas näher eingehen...

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    Hallo zusammen,

    dann möchte ich das alte Thema mal wieder hoch holen...

    Denn auch dieses Jahr werde ich zusammen mit der Biologischen Schutzgemeinschaft Göttingen wieder eine kleine Winterexkursion anbieten. Sie findet am 30.11.25 wie gewohnt im Kerstlingeröder Feld bei Göttingen statt (s. https://www.biologische-schutzgemeinschaft.de/files/Programm.pdf). Start ist 10:30 am "Meeresboden Parkplatz" östl. Herberhausen. Ich bin gespannt, was es zu finden gibt, aber mit etwas Glück werden wieder Schillerfalter, Eisvögel, ein paar Zipfelfalter und Glasflügler dabei sein.

    Bei Interesse sagt gerne vorher Bescheid, dass wir uns ungefähr auf die Anzahl der Teilnehmer einstellen können.

    Beste Grüße,
    Toni

    Verwendet bitte keine (ungeprüften) Daten aus dem NLWKN bzw. seit damit sehr vorsichtig!!!!

    Da bleibt uns leider keine Wahl - die Daten vom NLWKN stellen immerhin knapp die Hälfte aller Beobachtungen dar. Aber ja, prüfbar sind sie kaum - auch, da oft keine Ansprechpartner mehr zur Verfügung stehen, da diese zB bei älteren Meldungen oft schon verstorben sind o.Ä.

    Dennoch ein hilfreiches Datenset, allein aufgrund der Menge. Einzelne Fehlbestimmungen sollten so grundsätzlich auch etwas weniger ins Gewicht fallen.

    Kritisch prüfen sollte man natürlich trotzdem und wir werden auch einige Punkte heraus nehmen.

    Ich hoffe, du hast Falschmeldungen damals zurück gemeldet, sodass wenigstens diese annähernd korrigiert sind. Aber wir werden da eh auch nochmal drüber schauen.

    Viele Grüße, Toni

    Hallo zusammen,

    da das Thema gerade in einem anderen Thread schon in eine ähnliche Richtung ging, möchte ich hier noch einmal in einem eigenständigen Beitrag dazu aufrufen, Daten möglichst an öffentlich zugängliche Plattformen (bspw. observation.org) zu melden.

    Darüber hinaus gehend, möchte ich einmal ins Forum fragen, ob unter euch ggf. Leute aus Niedersachsen + Bremen sind, die ihre Beobachtungen von Schmetterlingen dokumentieren, diese Beobachtungen aber noch nicht geteilt haben.

    Konkret geht es darum, dass wir derzeit eine neue Rote Liste erarbeiten und die Gefährdungskategorien auch statistisch berechnen wollen. Für eine realistische Einschätzung der Trends ist jedoch eine umfangreiche Datenbasis unerlässlich. Zwar haben wir schon einige Datensammlungen einfließen lassen, dennoch zeigen sich aber noch ein paar räumliche und auch zeitliche Lücken. Speziell fehlen uns ältere Daten, insbesondere vor 1980, sowie Daten aus dem mittleren und (nord-)westlichen Niedersachsen:

    Solltet ihr daher selbst noch über Datensammlungen verfügen, die ihr noch nicht an das NLWKN oder Plattformen wie observation.org, iNaturalist, Melanargia oder dem Tagfalter-Monitoring Deutschland gemeldet haben, dann wäre das jetzt eure Chance, ggf. noch ein paar Lücken zu füllen und wertvolle Daten der Roten Liste zuzuführen. Die Beobachtungen sollten mindestens Angaben zur Art, Ort (möglichst Koordinaten, aber auch bspw. Messtischblätter oder Quadranten möglich) und Jahr enthalten. Darüber hinaus gehende Informationen sind willkommen. Favorisiert wären digitale Tabellen, zB als Excel oder jegliche andere Formate. Solltet ihr noch analoge Daten herumliegen haben, kommt es ein wenig auf den Umfang, die Aufarbeitungsmöglichkeit und Relevanz an - ggf. können wir Wege bereit stellen, die Daten zu digitalisieren.

    Wenn ihr hier etwas beitragen könnt, schreibt mich gerne einfach an. Wir möchten jedoch die Datenrecherche gerne im Dezember langsam abschließen.

    Beste Grüße,
    Toni

    das steht auf meinem Rechner aber auch nur da.

    Hier kann ich mich dem bereits Gesagten nur anschließen und muss dies ebenfalls kritisieren.

    Wir sind doch alle mit Herzblut Entomologen und faszinieren uns nicht nur für die Tierchen sondern wollen doch (vermutlich) auch alle, dass die Populationen erhalten bleiben und nicht noch weiter zurück gehen.
    Nur: ohne Daten gibt es weder Schutz noch überhaupt Kenntnis über den Zustand der Arten.

    Beispiel Schutz: Bei Genehmigungsverfahren müssen dank beschleunigter Verfahren teils gar keine Kartierungen mehr durchgeführt, sondern nur noch vorliegende Datensammlungen auf mögliche Artenschutzprobleme hin gecheckt werden. Wenn nichts zentral bzw. öffentlich zugänglich vorliegt, gibt es auf dem Papier auch keine Probleme - also freie Fahrt für das Bauvorhaben. Und dann braucht man sich im Nachhinein auch nicht beschweren, dass es dort doch aber dies und das gibt...Wenn man der einzige ist, dem, die Info vorliegt, braucht man sich über die Konsequenzen leider nicht wundern.

    Beispiel Zustand: Wir erarbeiten derzeit eine neue Rote Liste der Schmetterlinge in Niedersachsen. Welche Daten nutzen wir? Logischerweise die für uns zugänglichen Datenbanken. Dabei macht allein observation.org vermutlich etwa 40% der bisher etwas über eine halbe Million Datenpunkte aus; die Landesdatenbank noch einmal ein ähnlicher Umfang. Verlässliche und vergleichbare Gefährdungskategorien lassen sich nur mit einer guten Datenbasis vergeben. Alles andere ist subjektive Pi-mal-Daumen-Schätzung (auf die es in den allermeisten Fällen hinaus läuft). Denn: selbst die halbe Million Datenpunkte sind immernoch wenig, um verlässliche Analysen laufen zu lassen. Daten von vor 1980? Kaum vorhanden (s. Grafik anbei - die Zahl der Meldungen der letzten 100 Jahre in unsrer Datensammlung zu Niedersachsen). Ergebnis: Auf den ersten Blick eine Zunahme der Meldungen aller Arten. Perfekt - den Arten geht's gut. Insektensterben gelöst.


    Leider nicht. Aber umso wichtiger ist es, Daten beizutragen. Va. auch die alten Daten öffentlich zugänglich zu machen. Nur so lässt sich überhaupt abschätzen, wie sich die Arten über längere Zeiträume entwickeln. Und hier ist es deutlich hilfreicher, jeden Tag die 100 vaccinii hochzuladen statt komplett zu verzichten.

    Also: meldet. Und meldet möglichst in öffentlich zugängliche Datenbanken wie observation.org. Bei einer UNB sind die Daten zwar nicht verloren - allerdings in den meisten Fällen trotzdem kaum verwertbar.

    LG,
    Toni

    Wenn bei youtube den Untertitel mit einschaltet

    Achso, die werden ja automatisch erstellt. Sorry für mein ab und an durchkommendes Sächsisch - vermutlich zu schlimm für Youtube :grinning_face_with_smiling_eyes:

    dass Hyles euphorbiae und gallii überhaupt keine fluoreszierende Wirkung zeigt

    Also einerseits finde ich, dass Schwärmer als Gruppe grundsätzlich mit am besten funktionieren. Die, die funktionieren, meist auch direkt von L1 an - bzw. genau genommen selbst als Ei sehr oft sehr stark. Aber wie du schon sagst, gibt's Ausnahmen. Bei vespertilio (ich glaube auch proserpina) fluoreszieren junge Stadien sogar stärker als ältere. Gefühlt fluoreszieren die Arten mit glatter, dünner Haut schwächer und die mit dicker Haut und grober Oberfläche (zB Smerinthus, Laothoe etc) stärker. Bei ligustri und pinastri habe ich es noch nicht getestet, könnte mir vorstellen, dass die auch eher nicht klappen. Bis auf die noch von dir genannten beiden müssten sonst aber eigtl alle heimischen Sphingiden gut fluoreszieren.

    ~Videobeispiele zu fluoreszierenden Raupen~
    .
    Zahlreiche Organismen fluoreszieren unter UV-Licht. Im Video stelle ich euch dazu nun noch einige weitere Beispiele vor:

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    .


    Weitere Informationen zur Methode erfahrt ihr u.a. hier:
    https://www.researchgate.net/publication/395994604_Raupensuche_mit_UV-Licht_Eine_effektive_Nachweismethode_fur_Zipfelfalter
    und hier:
    https://www.researchgate.net/publication/383689613_Praimaginalstadien_von_Schmetterlingen_Lepidoptera_mittels_UV-Licht_suchen

    Hallo zusammen,

    heute ist auch unsere neue Publikation zur Raupensuche mit UV-Licht ist erschienen 🔥

    .
    Einige Schmetterlinge lassen sich ja aufgrund einer versteckten Lebensweise oder kurzen Flugzeit bevorzugt durch die Suche nach Präimaginalstadien (zB Eier und Raupen) nachweisen. So können beispielsweise Zipfelfalter im
    Winter durch die Ei-Suche kartiert werden. Diese Methode erfordert jedoch meist viel Erfahrung, hohe Geduld und ein geschultes Auge. In unserer letzten Publikation (https://www.researchgate.net/publication/38…UV-Licht_suchen) konnten wir schon zeigen, dass viele Schmetterlingsraupen
    unter UV-Licht fluoreszieren und dadurch mit einer UV-Lampe im Dunkeln leicht nachzuweisen sind (siehe auch Beiträge weiter oben).
    In der heute neu veröffentlichten Studie vergleichen wir nun die Nachweisbarkeit aller sieben in Mitteleuropa als Ei überwinternden
    Zipfelfalterarten mit zwei unterschiedlichen Ansätzen: Zum einen anhand der herkömmlichen Suche
    nach Eiern und zum anderen durch die nächtliche Raupensuche mittels UV-Taschenlampen. Dafür suchte ich mit Kollegen zusammen auf 90 Flächen in Deutschland und der Schweiz Eier und Raupen der Zipfelfalter.
    Im Ergebnis zeigte sich, dass sich alle
    untersuchten Zipfelfalter als Raupe mit UV-Licht nachweisen lassen. Im Vergleich zur Ei-Suche konnten von Kleinen Schlehen-Zipfelfalter, dem Pflaumen-Zipfelfalter und Ulmen-Zipfelfalter mit UV-Licht signifikant mehr Nachweise bei gleichem Zeitaufwand erbracht werden.
    Unsere Ergebnisse zeigen, dass die Raupensuche mit UV-Licht eine sinnvolle Ergänzung zu herkömmlichen Methoden darstellen kann. Zudem diskutieren wir potenzielle Einsatzgebiete und Vor- und
    Nachteile der Raupensuche mit UV-Licht.

    Wer mehr über die Details erfahren möchte, kann über folgenden Link einen näheren Blick auf die Publikation werfen (oder diese gedruckt über die Melanargia beziehen):
    https://www.researchgate.net/publication/395994604_Raupensuche_mit_UV-Licht_Eine_effektive_Nachweismethode_fur_Zipfelfalter

    Beste Grüße, Toni

    Servus zusammen,

    ich schreite hier in Form der Moderation ja immer ungern ein, weil ich eigtl darauf setze, dass erwachsene Menschen einigermaßen sachlich beim Thema bleiben können (sollten)... Aber gut...

    Also, um hier nochmal einen Schlussstrich zu ziehen:

    1) Ja, Manfreds Kommentar war wieder etwas fragwürdig. olche Kommentare erinnern mich leider an diverse Foren, die ich ebenfalls betreue und in denen sich einige tausend Laien beteiligen und die bei Bestimmungsanfragen immer nur ihre Vermutung in den Raum werfen, ohne wirklich die Arten(Gruppen) zu kennen - nur um etwas gesagt zu haben. Ja, man kann immer daneben liegen, keine Frage und voll ok. Tun wir alle. Aber ich würde mir für Actias zumindest wünschen, dass wir Antworten möglichst fundiert und begründet abgeben. Es reicht ja schon, wenn man noch eine kurze Begründung dazu schreibt, warum man denkt, dass etwas so ist. Ein Merkmal oder irgendwas - nicht nur ein Gefühl. Wir sind doch hier eigtl ein Expertenforum - und sollten es den anderen sozialen Medien zeigen, wie man es besser macht. Ein paar Leute hier haben ja schon ganz gut ihre Gedanken ausgetauscht - das will ich hier lesen und nichts andres.

    2: Niemand muss hier irgend jemand beweisen, was er alles schon veröffentlicht hat oder in seinem Leben erreicht hat oder wasauchimmer. Für Schwanzvergleiche trefft euch bitte auf ein privates Date - das brauchts hier nicht. Es gibt genügend 1A Experten, die in ihrem Leben nie etwas veröffentlicht oder beschrieben haben. Was man online über eine Person findet, ist kein Qualifikationsmerkmal. Was entscheidet und WIRKLICH Kenntnis unter Beweis stellt, sind qualifizierte Beiträge und Kommentare. Nicht andres ist hier relevant. Also, gebt euch Mühe - und versucht es das nächste Mal besser zu machen.

    3) Unsachliche Diskussion ist das eine - Beleidigungen das andere. Siegfried, auch wenn dich andere Personen noch so sehr nerven, bitte unterlasse hier so einen Ton und seh das mal als Verwarnung an. Solche Kommentare werden von uns gelöscht - und wir behalten uns vor, betreffende Personen auch mal wieder zu sperren, sollte es häufiger vorkommen.

    Insofern, kommt bitte wieder zur Sache und lasst die persönlichen Angriffe. Zeigt, dass ihr Artenkenntnis habt und diskutiert über Merkmale, welche Arten(gruppen) am wahrscheinlichsten wären, was dafür oder dagegen spricht und ggf was für eine bessere Bestimmung nötig wäre - das würde nicht nur für euch sprechen, sondern von solch einem Austausch könnten auch noch junge und unerfahrene Entomologen ohne Veröffentlichungen profitieren.

    Beste Grüße,

    Toni

    Diesmal kein Videobeitrag zur Raupensuche - dafür aber ein, wie ich finde, interessantes, wenn auch tragisches Schauspiel:

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    Die Gruppe der Insekten beherbergt Arten mit unterschiedlichsten Lebensweisen - von reinen Pflanzenfressern bis hin zu Carnivoren. Und auch in dieser oftmals recht verborgenen Welt spielen sich teils grausame Schicksale ab. Insbesondere Parasitoide mögen nach menschlichen Ansichten schreckliche Lebensweisen verfolgen: nachdem sie ihren Wirt bei lebendigem Leibe langsam von innen her auffressen, töten sie ihn zuletzt dann doch ab, um selbst aus seiner verbleibenden Hülle heraus zu schlüpfen. Dies mag für uns Menschen verstörend klingen und umso schlimmer anzusehen sein - und doch sind Parasitoide nicht nur ein wichtiger Teil in der Nahrungskette, sondern auch von extremer Bedeutung für die Stabilität unserer Ökosysteme. Nicht umsonst werden einige Arten auch ganz gezielt in der Landwirtschaft eingesetzt, um "Schädlinge" zu reduzieren und nach unseren Wünschen gering zu halten. Und so funktioniert es in guten Ökosystemen auch ganz von allein: die Parasitoide vermeiden Überpopulationen anderer Arten und führen so zu einem Gleichgewicht der Arten - letztlich auch zu unserem Gunsten.
    Jedoch sind sie aufgrund der häufig sehr extremen Spezialisierung an den jeweiligen Wirt oft auch zahlreichen Gefährdungsursachen ausgesetzt. Wenn wir an das Insektensterben denken, denken wir meist an die schönen großen bunten Arten, die zurück gehen. Doch jede schöne, große und bunte Art hat meist auch einen ganz spezifischen Parasitoiden, der sich ausschließlich von dieser Art ernähren kann (der sog. Wirt). Und sobald der Wirt seltener wird, wird auch der Parasitoid um ein Vielfaches seltener. Denn der Wirt schafft es vielleicht auch mit wenigen Tieren in der Landschaft zu überleben - der Parasitoid hingegen benötigt deutlich mehr Tiere, um sie aufzufinden und sich erfolgreich fortpflanzen zu können. Somit sterben die Parasitoide häufig schneller aus als die Wirtsarten. Still und leise, ohne dass wir es mitbekommen. Und mit ihnen, ein wichtiger Teil des Ökosystems.

    Also: auch die Parasitoide und Parasiten spielen eine extrem wichtige Rolle für unsere Umwelt - auch wenn dies für uns oft grausam erscheinen mag.
    Sie zu schützen, ist mindestens genauso wichtig, wie die schönen großen und bunten Arten zu schützen.

    Übrigens: von der Gruppe der Parasitoide gibt es auch noch viel zu entdecken und es werden sich noch unzählige unbeschriebene Arten darunter befinden. Erst vor einigen Jahren konnte ich eine bis dato unbekannte Schlupfwespe vom Hochalpen-Apollo in der Schweiz auffinden - mittlerweile durch meinen Fund beschrieben als Cotesia parnassii.

    Beste Grüße,
    Toni

    Hi Leo,

    diesen Winter kam ich noch gar nicht zur Suche und kann dazu nichts sagen....letztes Jahr hatte ich allerdings den Eindruck, dass es extrem wenige Eier/Raupen von betulae im Frühjahr gab. Eigtl. hätte ich erwartet, dass es das Jahr darauf (dieses Jahr) dann wieder mehr geben könnte - ich hoffe mal nicht, dass es mit der Abwärtsspirale so weiter geht...

    Wenn ich mal wieder raus komme, werde ich berichten.

    LG,
    Toni

    Weil ich eine Nachfrage zur Bedienung des Skripts erhalten habe, hier vllt. für alle Interessierten noch einmal eine kurze Erläuterung.

    Und zwar ist die Datei oben nur ein Skript mit dem Code. Um ihn auszuführen benötigt ihr noch die entsprechende Software. Und zwar bräuchte man hier einerseits R-Statistics, was man bspw. Hier downloaden kann: https://ftp.gwdg.de/pub/misc/cran/. Dies ist (einfach gesagt) das Programm, das die Berechnungen durchführt. Hinzu kommt noch ein zweites Programm: R-Studio. Dies greift auf R Statistics zurück und gibt einfach eine etwas nutzerfreundlichere Oberfläche. Downloadbar (kostenfreie Version) zB hier: https://posit.co/products/open-source/rstudio/.
    Habt ihr die beiden Programme heruntergeladen, könnt ihr R-Studio öffnen. Im Programm kann man dann oben links irgendwo auf open --> script (oder ähnliches) klicken, zu dem von mir geschriebenen ".R"-Skript navigieren und dieses öffnen. Dann erscheint der Code in einem Fenster. Hier muss man dann noch die gewünschten Pfade zu der Datentabelle und auch zu der Zieldatei anpassen. Ggf. Müssen dann noch Spaltennamen angepasst werden, wenn die Datentabelle mit den Infos zu den Tieren nicht genauso benannt ist wie bei mir.

    Also etwas aufwendig, wenn man es vorher noch nicht genutzt hat - aber ich denke, es könnte trotzdem auch für Laien machbar sein, wenn man ein wenig IT-Verständnis mitbringt :smiling_face:

    Beste Grüße,
    Toni

    Den Drucktest hat es jedenfalls überstanden - so sieht dann das Resultat aus.

    Der Aufwand von der Tabelle zum Etikett für etwa 1000 Tiere beträgt mit dem Code etwa 15 Sekunden - finde ich durchaus ziemlich erträglich. Das motiviert mich definitiv mehr, als zu wissen, dass ich noch für 1000 Tiere händisch alle Daten abtippen muss... :smiling_face_with_smiling_eyes:

    Hallo zusammen,

    ich habe seit Jahren das Problem, dass ich zwar immer schnell ein handschriftliches Etikett zu meinen gefangenen Tieren schreibe, sobald es auf dem Spannbrett liegt - aber das ist meist sehr rudimentär, kann vermutlich sonst keiner lesen und sieht besch...eiden aus. Zwar habe ich eine Excel, in der ich all meine Tiere mit relevanten Daten hinterlege, allerdings bin ich meist zu faul, nochmal alle Daten manuell zB in das Programm von bioform zur Etikettenerstellung einzugeben. Also habe ich mir selbst ein paar Zeilen zurecht geschrieben, die automatisiert aus meiner Excel die gewünschten Etiketten erstellen.

    Grundsätzlich enthalten meine Etiketten meist folgende Angaben: Land, Ort, Zusatz zum Ort (bspw. Koordinaten o.Ä.), Datum, Zusatz zum Datum/der Methode (z.B. "LF" oder ein Pheromon), Sammler und Nummer des Tiers in der Sammlung. Das Problem ist oftmals, dass Angaben fehlen (zB ein genauer Ort, manchmal sogar ein Datum oder Sammler...zB bei alten Sammlungstieren). Manche Angaben (zB Ortsangaben mit Koordinaten) sind zudem extrem lang, andere sehr kurz. Auf dem Etikett sollen später keine leeren Zeilen erscheinen (zB wenn Angaben fehlen) und die Schriftgröße sollte je nach Länge der jeweiligen Zeile automatisch angepasst werden. Mit meinem Code sollte das zumindest so einigermaßen (abgesehen von ein paar Problemfällen) möglich sein. Ich habe ihn für die Software R Statistics geschrieben...Eigtl. benötigt man nur die kostenfreie Software, eine Tabelle mit den gewünschten Informationen wie Datum, Ort etc (kann man theoretisch anpassen), lädt den Code, setzt den richtigen Verweis auf die Tabelle und kann durch das Ausführen des Codes automatisch Etiketten zu allen relevanten Sammlungstieren als PDF abspeichern.

    Das Ganze sieht dann etwa so aus:
     

    Ich weiß nicht, ob das hier jemand relevant findet und ob jemand ebenfalls R nutzt - aber ich hänge trotzdem mal den Code an. Evtl. ist es ja für den ein oder anderen von Nutzen.

    Beste Grüße und viel Erfolg damit,
    Toni

    PS.: der Code kann natürlich frei nach Wünschen angepasst werden und zB zusätzliche Felder ergänzt oder gelöscht werden. Va die richtige Größe zu erhalten ist allerdings etwas tricky und bedarf etwas Bastelei. Ich denke, ich werde den Code auch immer wieder mal etwas anpassen - dies ist zumindest mal ein erster Aufschlag (evtl. lade ich ihn auch auf Github hoch). Ich habe die Dateiendung auf .txt geändert, sodass ich es hier hochladen kann. Bei Nutzung in R solltet ihr .txt mit .R überschreiben.