Beiträge von Toni Kasiske

    Heute zeige ich euch mal wieder eine Methode, mit der wir alle dazu beitragen können, die Kenntnisse über die Verbreitung einer Art sehr schnell zu erweitern.

    Und zwar handelt es sich um eine Schlupfwespe, die Schneckenspinner (eine Nachtfalterart) parasitiert. Schneckenspinner sind in Deutschland weit verbreitet und jetzt im Herbst (Anfang Oktober) mit UV-Licht in der Nacht extrem leicht nachzuweisen. Ich stelle die Hypothese auf, dass die Schlupfwespen ähnlich weit verbreitet sind – allerdings zeigen die Verbreitungskarten nicht sonderlich viele Funde. Auf observation.org sind insg. Aus ganz Deutschland gerade einmal 36 Funde notiert: https://observation.org/species/18643/…ap_type=grid25k

    Ich wette mit euch, wir können diese Karte sehr schnell füllen….daher mein Aufruf an euch alle: schnappt euch in den nächsten Nächten mal eine UV-Lampe, sucht u.a. an Eichen und Buchen nach den stark fluoreszierenden Raupen auf den Blatt-Unterseiten und schaut euch die Raupen einmal genauer an. Ich bin mir sicher, der ein oder andere von euch wird hierbei ein kleines, gelbliches, ovales Ei auffinden können, das an der Raupe klebt. Hierbei handelt es sich um ein Ei der Schlupfwespe. Macht unbedingt ein gutes Bild davon und ladet es auf einer Plattform wie z.B. observation.org hoch. Ich bin gespannt, ob wir die Karte ein wenig füllen können… 😉

    Wen das Video zu lang ist, der springt am besten direkt zu Minute 4:35.

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    Der Kleine Gabelschwanz (Furcula bifida) ist eine regional gefährdete Nachtfalterart, die auf das Vorhandensein von Weichhölzern wie Pappeln und Weiden angewiesen ist. Die wunderschönen Raupen lassen sich von Juli bis etwa September auffinden, aber sind jedoch leicht mit den nahe verwandten Arten Furcula bicuspis und Furcula furcula zu verwechseln (hier tue auch ich mir immer wieder schwer)…

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    Viele von euch haben vielleicht schon öfter nach Raupen gesucht - und vergeblich abbrechen müssen. Das kann unter anderem daran liegen, dass einige Arten gute Methoden entwickelt haben, um ihren Fressfeinden zu entgehen. So verstecken sich bspw. einige Arten als Raupe tagsüber nahe am Boden, in der Laubschicht oder der Pflanzenbasis - nur um dann nachts wieder aktiv zu werden, die Pflanze zu erklimmen und erneut zu fressen. Am Beispiel des Taubenschwänzchens möchte ich euch hier einmal zeigen, dass man auch (und insbesondere) nachts manche Raupen gut finden kann. Sowohl mit normalem Taschenlampenlicht als auch mit UV-Licht.

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    Sorry Leute, ich habe jetzt mal alles ohne konkreten Bezug zur Börse gelöscht.

    Solltet ihr hier noch etwas beitragen wollen, dann bitte ausschließlich Erfahrungsberichte o.Ä. zu der Veranstaltung und nichts mit Personenbezug (ansonsten werde ich wieder einschreiten...hab einfach keine Lust mehr auf das hin und her).

    Ich wünsche euch viel Spaß auf der Börse - habt einen schönen Tag und einen guten Austausch untereinander. Redet nicht so viel über Personen sondern lieber über das Thema, das uns verbindet: Schmetterlinge.

    Also ich kann nicht sagen, wie es bei euch so aussieht - aber zumindest hier in Deutschland breitet sich die Art so stark aus, dass 50km kein Problem zu sein scheinen. Innerhalb weniger Jahre hat er bei uns zumindest nahezu ganz Brandenburg eingenommen - also Ausbreitungsvermögen ist bei der Art definitiv gut vorhanden. In deiner Gegend wiederum sieht man auf den aktuellen Meldekarten aber tatsächlich keine Funde mehr... Viele Tiere können es jedenfalls nicht gewesen sein :thinking_face:

    Hi Werner,

    jap, die Parasitierung ist (typisch für solche Arten) leider echt ziemlich hoch...

    Wobei ich schon öfter mal ein paar Raupen gezogen habe, die die Schlupfphase der Parasitoiden aus den anderen Raupen überlebt haben. Mein Problem war dann eher die obligatorische zweite Diapause, die die Raupen gleich im Sommer wieder einlegen wollten und dann kaum mehr heraus kamen....

    Liebe Grüße,

    Toni

    Bei dem Alpen-Maivogel (Euphydryas intermedia) handelt es sich um eine subalpine Art, die im Gebirge gerne in der Strauchschicht in der Nähe der Baumgrenze vorkommt. Die Raupen fressen hier zunächst an der Blauen Heckenkirsche (Lonicera caerulea) und leben -typisch für Euphydryas) als Jungraupen ersteinmal gemeinsam in sogenannten Raupennestern. Erst wenn sie dann langsam erwachsen werden, verteilen sie sich, fressen andere Pflanzen und leben einzeln.
    Die Raupennester lassen sich speziell im Herbst gut finden. Im Video zeige ich euch, wie das ganze dann aussieht...

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    Im Spätsommer lassen sich an eher luftfeuchten Weiden mit etwas Glück größere Fraßspuren auffinden. Die Verursacher können zum Beispiel Raupen vom Gabelschwanz oder auch diverser Schwärmer sein. In dem Video zeige ich euch, wie man z.B. das Abendpfauenauge auch im Siedlungsgebiet effektiv nachweisen kann (schaut euch dafür unbedingt auch den Teil mit UV-Licht gegen Ende des Videos an :winking_face: ).

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    Zahlreiche Raupen und Eier von Schmetterlingen fluoreszieren unter UV-Licht (siehe u.a. hier: https://www.researchgate.net/publication/38…UV-Licht_suchen) Ein wunderbares Beispiel ist die Adlerfarneule, deren Raupen ab etwa August in Adlerfarnbeständen mit UV-Licht gut nachgewiesen werden können. Im Video möchte ich euch hierzu ein paar Beispiele zeigen.

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    Weitere Infos zur Methode findet ihr u.a. hier: -https://www.researchgate.net/publication/39…ur_Zipfelfalter -https://www.researchgate.net/publication/40…let_flashlights

    Heute mal wieder eine Art, die man auch gut oder sogar bevorzugt in Ortschaften finden kann: die Kompasslatticheule. Die Raupen fressen ab ca. Juli gerne z.B. an Lattich-Arten und können hier m.E. sehr leicht gefunden werden. Also: Augen offen halten - und Funde melden. Zum Beispiel auf http://www.observation.org.

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    Der Hummelschwärmer frisst als Raupe an sonnigen und halbschattigen Heckenkirschen und kann hier durch die teils recht auffälligen Fraßspuren gefunden werden. Diese Fraßspuren möchte ich euch im heutigen Video einmal vorstellen.

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    Ameisen sind die heimlichen Helden im Tierreich. Von Ackerbau bis Viehzucht, von Kriegen und Versklavung, von Teamwork und Kooperation - quasi nichts, was wir Menschen können, haben nicht auch schon Ameisen vor uns erfunden... :winking_face:
    In diesem Falle möchte ich euch mal ein cooles Beispiel aus dem Bereich der Samenverbreitung vorstellen, was gleichzeitig auch die Stärke der Tiere unter Beweis stellt. Lasst euch überraschen...

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    Für Apaturas am besten Vormittags oder Nachmittags Ausschau halten. Möglichst in einer sonnigen Phase nach schlechtem Wetter - dann saugen sie bspw. gerne auf Wegen an Pfützen und sonnen sich.


    Heute gibt es mal wieder ein etwas längeres Video zu einem der Vertreter der Mönchs-Eulen. Und zwar zeige ich euch hier ein paar Beispiele von Eiern, Jungraupen und erwachsenen Raupen dieser an Königskerze fressenden Art.

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    Hallo zusammen,

    ein befreundeter Regisseur (Nepomuk Pfaff) hat kürzlich den Film "INSEKTEN Helden im Verborgenen" herausgebracht, der derzeit in diversen Kinos Premiere feiert. Am 14.7. wäre Abends Filmpremiere in Hamburg. Für die Premiere suchen sie aktuell noch nach ein paar coolen Insekten (Schrecken, wandelnde Blätter, Raupen, etc), die sie zeigen könnten. Vielleicht gibt es jemand von euch in der Nähe, der Zeit und Lust hätte, vorbei zu kommen und ein paar von euren Tierchen mitzubringen?

    Das Ziel wäre, die Zuschauer abseits des Filmes etwas in Stimmung zu bringen und zu faszinieren. Ein oder mehrere Terrarien wären dafür toll, mit jeglichen spannenden und verrückten Insekten. Zwar haben sie ein begrenztes Budget, aber eine kleine Bezahlung wäre drin.

    Wenn jemand einen Tip hat, oder für den Abend selbst Tierchen anbieten könnte, meldet euch gerne - am besten direkt bei Nepomuk:

    nepo@cinemad.net

    Zusammen mit zahlreichen Kollegen aus England, Frankreich und den USA haben wir gerade wieder eine neue Publikation für die Raupensuche mit UV-Licht veröffentlicht :bug::flashlight:: https://www.researchgate.net/.../407514351_Methodology...

    Abbildung: Gareth Tilley et al. 2026

    Wusstet ihr, dass viele Insekten fluoreszieren? Bei vielen Arten macht dieses Phänomen die nächtliche Suche so richtig effektiv!
    In zwei früheren Publikationen haben wir bereits gezeigt, dass viele Arten unter UV-Licht fluoreszieren:
    -Zipfelfaltersuche mittels UV-Licht
    -UV-Licht als Nachweismthode für Tag- und Nachtfalter

    Bisher fehlte jedoch eine standardisierte Methodik für diese Art der Suche. Jetzt haben wir erstmals ein paar grobe Leitlinien für nächtliche UV-Suchen entwickelt. Darin enthalten:
    -Eine Skala zur Bewertung der Eignung von Arten zur UV-Suche basierend auf Laboruntersuchungen
    -Detaillierte Bewertungen von über 100 Arten
    -Empfehlungen zu Ausrüstung, Datenerfassung und Berichterstattung

    Wer sehen möchte, wie die UV-Technik in der Praxis aussieht, findet übriges mehrere Video-Beispiele auf meinem YouTube-Kanal

    Wege- und Straßenböschungen werden regelmäßig insbesondere zur Verkehrssicherung gemäht. Dies ist verständlich und in vielen Fällen sinnvoll. Dennoch kann man leider immer wieder beobachten, wie Wegränder schlicht "aus Prinzip" gemäht werden - weil es theoretisch an der Zeit ist, auf dem Plan steht oder Leute beschäftigt werden müssen. Dabei findet leider häufig kein Vernünftiges Maß statt und die Flächen werden gemäht, ohne dass überhaupt eine wirkliche Sinnhaftigkeit vorliegt. Die Konsequenzen wiederum können für die Pflanzen- und Tierwelt jedoch verheerend sein. In dem Beispiel zeige ich euch einen Wegrand, der durch etwa 20cm hohe und lückige Pflanzen bewachsen war. Gerade diese offenen Böschungsbereiche werden häufig durch Insekten frequentiert. Sie dienen der Vernetzung, als Korridore, weisen häufig auch zahlreiche Blüten auf und es sind Futterpflanzen für diverse Arten zu finden. So u.a. dem geschützten Braunwurz-Mönch, den ich euch vor ein paar Tagen schon genau von dieser Stelle vorgestellt habe.
    Nun wurden die kaum vorhandenen Pflanzen noch einmal bis auf den Boden hin gemulcht. Überleben konnte hier nichts. Die Braunwurzpflanzen sind alle klein geschnitten, die Raupen tot, Blüten vernichtet. Dies ist leider kein Einzelfall sondern gängige Praxis.
    Daher: Wegeböschungen können bei gezielter und achtsamer Pflege eine große Vielfalt aufweisen und Lebensraum für seltene Tier- und Pflanzenarten darstellen. Aber es sollte nicht einfach nach Kalender bewirtschaftet werden, sondern nach Augenmaß und mit bedacht. Eine Mahd, die Menschen nicht sonderlich nützt, schadet dafür immer den hier lebenden Tieren...

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    Es waren jedoch "nur" Raupen von boeticus.

    Interessant. Boeticus wiederum kenne ich gar nicht... Hätte sie jetzt eher kleiner erwartet, aber dann wären sie hier im Video natürlich durchaus auch gut möglich. Danke für den Input :thumbs_up:


    Hast Du Erfahrung in welcher Höhe die Eier abgelegt werden?

    Ilia kann etwa ab vllt 1,5m gefunden werden. Über 2-3m fehlt mir die Erfahrung, da man hier selten ran kommt - aber ich gehe davon aus, dass ilia deutlich häufiger in den Kronen lebt als zB iris. Also nach oben ist da vermutlich keine Grenze.


    LG, Toni

    Hallo Georg,

    sehr guter Hinweis. Das könnte ich hier tatsächlich nicht sicher ausschließen. Zumindest waren die Sträucher mitten im Iolas Fluggebiet - aber dort kann man auch boeticus nicht ausschließen...
    Die Raupen waren jedenfalls teils ziemlich groß. Boeticus würde ich evtl. etwas kleiner einschätzen, aber auch da fehlt mir leider die Erfahrung. Wäre interessant, ob sich die beiden Arten irgendwie unterscheiden lassen?

    Liebe Grüße,
    Toni

    PS.: Habe den Hinweis jetzt zumindest mal im Text mit aufgenommen - danke!