Posts by Toni Kasiske

    Wer nichts anzubieten hat, der kann auch nicht erwarten, dass ihm was tolles angeboten wird.

    ... was zwar absolut stimmt, ich so aber definitv auch verurteile - da man damit eben all jenen die Chance nimmt, sich mit interessanten Arten zu beschäftigen, die sonst vllt keine Möglichkeiten dazu hätten (es kann nicht jeder Material beschaffen, das für die wenigen Experten und Bieter noch interessant wäre).

    Also ich persönlich bin sehr gegen das Tauschen im kleinen Internenkreis - letztlich ist es auch einer der Hauptgründe, für das "Artensterben in der Börse". Vielleicht durchaus verständlich - aber für mich nicht zu begrüßen.

    Und das sage ich auch als jemand, dem das Forum und genauso auch all die "kleinen Züchter" am Herzen liegen.

    Moin zusammen,

    also ich denke, eine Ausrede findet man üblicherweise immer. Sei es Corona, Krieg, die Post oder Fischer Fritzes nicht seetauglicher Praktikant.

    Mein Gefühl hier: klar, eine kleine Rolle wird es spielen (va die Versandzeiten letztes Jahr). Aktuell aber eher marginal relevant - die Postlaufzeiten sind normal, es ist nahezu wieder vollständige Reisefreiheit, ggf. sogar flexible Arbeitszeiten und bessere Möglichkeiten zu sammeln.

    Andere Plattformen? Klar, auch. Über WhatsApp und Facebook läuft bspw auch viel. Vorteil: hier kann man auch die Arten anbieten, die hier bspw. auf Actias einen Herkunftsnachweis benötigen. Machen wir uns nichts vor - die Gesetzgebung schränkt stark ein und hält sicher auch vor semilegalen Angeboten ab. Dieser Teil fehlt natürlich in der Börse - aber machen wir uns auch hier nichts vor, es gäbe genügend nicht geschützte Arten (die überwiegende Mehrheit aller heimischen Nachtfalter bspw), welche hier ebenfalls nicht angeboten werden.

    Ergo: es liegt ganz einfach auch ein Stück weit an der Mentalität der Verkäufer wie auch der Käufer.

    Überwiegendes Interesse gilt insb. den großen, schönen und häufigen tropischen Arten. Alles andere wird nur noch von Experten oder wirklichen Liebhabern nachgefragt. Besonderheiten laufen selten offiziell sondern werden unter der Hand weitergegeben. Meist landen sie nach einer Generation in irgend welchen Kästen oder versterben, sodass die Öffentlichkeit nie davon mitbekommt.

    Ich sehe es ja zB auch bei meinen Angeboten. Mit Falk und Julia habe ich viele dutzende Arten aus Peru (teils wirklich leicht zu züchten) in den Umlauf gebracht. Wie lange davon hat man hier noch etwas von Nachzuchten gelesen?

    Man will immer nur kaufen - die Bereitschaft, auch mal etwas anzubieten scheint aber bei vergleichsweise wenigen zu liegen.


    Das Forum lebt vom gegenseitigen geben und nehmen. Jeder kann es mit gestalten. Jeder von uns könnte theoretisch interessante Arten in den Umlauf bringen. Es müssen nicht immer die super coolen tropischen Arten sein, die eine Reise für mehrere tausend Euro hinter sich haben. Viel sinnvoller wäre es, wenn wir uns lieber wieder auf die heimische Fauna konzentrieren würden.

    Wer kennt ein vollständiges Buch zu den Raupenstadien der heimischen Tag- und Nachtfalter? Eben. Und hierbei mangelt es nicht unbedingt am Angebot (man kann vor der eigenen Tür anfangen).

    Mein Plädoyer: fangen wir wieder an, uns auch für die weniger bunten Arten zu interessieren. Fördern wir wieder das Interesse und tragen zum Kenntnisaustausch bei. Wir können hier auf Actias anfangen und wieder entomologische Berichte, Zuchtberichte und Erfahrungen veröffentlichen. Bieten wir Zuchtmaterial an und geben dem Ganzen selbst wieder Leben. Nicht nur auf die anderen warten - auch selbst mal nachfragen oder anbieten. Das Ganze lebt vom Austausch miteinander.

    Also, packen wir's an.

    (ein pathetisches Schlusswort musste jetzt einfach sein, sorry ;) )

    Hallo ihr Lieben,

    also durchaus umstrittenes Beispiel ^^

    Ein User schlug mir zudem Miltochrista miniata vor - deren Raupen ebenfalls stark in die Richtung gehen. Von all den genannten Arten würde ich aber bisher Armin am stärksten zustimmen: C. mesomella trifft es wirklich am besten. Ähnlich wie M. miniata, aber die Haarbüschel noch etwas dezenter/spärlicher behaart. Hier auch ungefahrdet und demnach durchaus plausibel.

    Also damit wäre ich eigtl. schon relativ überzeugt und würde eben doch in Richtung Flechtenbärchen gehen. Danke für eure Meinungen dazu :thumbup:

    N'Abend zusammen,

    ich bin gestern bei Salzwedel (Niedersachsen) auf folgende Raupe gestoßen. Leider war sie wohl von einem Pilz befallen und tot.

    Ich schwanke zwischen phegea (wobei hier der typisch rote Kopf fehlt) und evtl. Flechtenbärchen. Phegea wäre hier RL 1 und eher arg unwahrscheinlich.... Aber gerade deshalb frage ich lieber nochmal nach. Eure Meinung dazu?



    Beste Grüße,

    Toni

    Kann es sein das die eigentlich sturen Fischköppe doch Einiges lockerer sehen?

    Ich hab es ja an anderer Stelle schon des öfteren getan und möchte mich hier ungern nochmal wiederholen - aber ich könnte ebenfalls eine Menge wirklich positiver Beispiele aus unterschiedlichsten Landkreisen und Bundesländern aufzählen. Bei all meinen Anträgen habe ich bisher nie eine Ablehnung erhalten. Ein pauschale Verurteilen der Behörden bzw. Gesetze ist somit definitv nicht angebracht. Die gesetzliche Grundlage für Ausnahmen liegt vor - Gespräche mit den höchsten Stellen sind demnach wohl eher nicht zielführend. Eher liegt es schlichtweg im Einzelfall an bestimmten Bundesländern (wobei mir hier nur ein "schwarzes Schaf" bekannt ist) oder schlicht ungeeignete Behördenmitarbeiter.

    Natürlich kommt es, wie Brimstone schon schrieb, immer auch auf die Begründung an. Das bloße Interesse an der Zucht reicht eben nur in den wenigsten Fällen aus.


    LG,

    Toni

    und so kann dann ein guter Wald aussehen

    Anfang Februar hatte ich euch ja schonmal einen guten Wald vorgestellt. Ich hatte damals allein auf dieser kleinen Fläche 35 Raupen vom Großen Schillerfalter markiert, um die Mortalitätsrate zu beobachten. 23 Raupen waren allein an einem einzigen Baum zu finden (ein Video dazu habe ich auch auf Youtupe und ich glaube auch in meinem Tutorial-Thread hier auf Actias hochgeladen... Ich hänge es nochmal an).

    Heute war ich wiedermal dort, um die Raupen zu prüfen. Die Raupen sind schon deutlich gewachsen. Die bisher zurückgelegte Distanz ist eher gering, viele sind noch an Ort und Stelle. Gefressen haben die wenigsten bisher (was mich bei den großen Weidentrieben etwas verwundert).

    Zu meiner riesigen Überraschung in in den letzten 2 Monaten nur eine einzige Raupe abhanden gekommen. Viel mehr noch - es kamen sogar 25 weitere Raupen hinzu. Die Zahl in dem Gebiet steigt nun auf ganze 60 markierte Raupen. Allein der beste Baum weist 34 Raupen auf. Das ist selbst für mich beeindruckend. In dem Gebiet sind mir nur 8 Stellen aufgefallen, an denen Weiden wachsen - alle sind besetzt. Die Seltenheit der Weiden könnte womöglich den Raupen einen Vorteil bieten - die Wahrscheinlichkeit, dass die Meisen durch Zufall eine der Weiden finden, ist eher gering. Wiederum würde ein Fund höchstwahrscheinlich auch bedeuten, dass innerhalb eines Tages mehrere dutzend Raupen Verlust entstehen könnten.


    Anbei nochmal die Collage, die ich vor 2 Monaten erstellt hatte. Nr. 15 ging verloren. Wie gesagt, mittlerweile müsste ich 60 Tiere darstellen...


    External Content youtu.be
    Content embedded from external sources will not be displayed without your consent.
    Through the activation of external content, you agree that personal data may be transferred to third party platforms. We have provided more information on this in our privacy policy.

    May I have a source, please? I don't want to believe you

    Zwar schon wieder eine Weile her und ich hab' nicht aktiv nach den alten Quellen in meinem Kopf gesucht - bin aber gerade wieder über etwas ähnliches gestoßen, dass in die Richtung geht und evtl. interessant ist:

    Ein Artikel von Newbold et al. (2015). Zwar ein Nature-Artikel und damit grundsätzlich schonmal bisschen kritisch zu betrachten, aber interessant finde ich Grafik 1 bzw. Tabelle S1 im Anhang. Die Studie handelt eigtl. um den Effekt der Bewirtschaftung auf verschiedenste Artengruppen. U.a. kommt tauchen hier auf primäre und sekundäre Habitate auf. Die sekundären wiederum liegen hier in den Artenzahlen über den primären - bei mittelmäßiger Nutzung ist dieser Effekt ganz besonders prägnant.

    Das nur mal aus gegeben Anlass ergänzend dazu.


    Beste Grüße,

    Toni

    Dann mal viel Spaß bei dem Projekt! :thumbup:


    Hab ja vor kurzem erst 2 Schutzwürdigkeitsgutachten zur Ausweisung von NSGs am grünen Band in Thüringen geschrieben - da gibt es schon wirklich noch sehr hochwertige Flächen. Leider eben noch längst nicht so viel Schutzgebiet wie es eigtl. sein sollten...


    Beste Grüße,

    ein orchideeninteressierter sächsischer Entomologe

    Wunderbar, dass es bei euch allen mittlerweile los geht :emojiSmiley-04:


    Aber wenn ihr doch schon so fleißig eure Beobachtungen mit uns teilt, möchte ich hier auch nochmal daran erinnern, dass es die Möglichkeit gibt, sie ganz easy auf observation.org hochzuladen (und damit auch bei dem Bioblitz 2022 mitzuwirken: >>Link<<). Die ersten Landkreise haben seit Beginn des Jahres schon über 800 Tier-und Pflanzenarten gemeldet!


    Beste Grüße,

    Toni

    Ich hab ganz dunkel einen Bericht vor Augen, bei dem die Suche von Satyrinae mit UV empfohlen wurde... Aber ich kann es leider nichtmehr konkret zuordnen bzw. finde auch gerade nichts in der Art mehr dazu. Nur die blasse Erinnerung...

    Ich selbst bin jedenfalls durch Zufall über noch keine gestolpert - könnte mir aber gut vorstellen, dass es einzelne Arten (ganz sicher nicht pauschal für "die Satyrinae" zu beantworten!) gibt.. Insb. die Kopfkapsel.

    Also sorry, auch von mir nur ein wenig hilfreicher Beitrag.


    LG,

    Toni


    PS.: auch wenn das Thema eigtl schon gegessen ist - Manfred, man muss schon auch trotzdem noch "suchen" und das Auge auf kleinste Auffälligkeiten einstellen. Wenn ich frage, ob man Zipfelfalter-Eier mit bloßem Auge sehen kann, wird von den meisten vermutlich auch kommen "also ich war schonmal in der Natur unterwegs, gesehen hab' ich aber keine". Saturniiden haben durchaus auch reichlich fluoreszierende Vertreter. Auch die Eier sind mit UV teils gut zu sehen

    Zur Abwechslung mal wieder etwas über eine Glasflügler-Art. Der Erlen-Glasflügler (Synanthedon spheciformis) lebt im Stamm junger Erlen (teilweise auch Birken). Die adulten Tiere kommen meist in eher geringen Individuenzahlen ans Pheromon. Der Nachweis der Larven gestaltet sich jedoch durch die Menge an Bohrmehlauswurf recht einfach. Raupen in der ersten Überwinterung werfen noch weniger Bohrmehl aus, als es diejenigen in zweiter Überwinterung tun.

    External Content youtu.be
    Content embedded from external sources will not be displayed without your consent.
    Through the activation of external content, you agree that personal data may be transferred to third party platforms. We have provided more information on this in our privacy policy.


    Da es bei den ganzen Videos mittlerweile ja doch etwas unübersichtlich wird, sei darauf hingewiesen, dass ich auf Youtube Playlists zu bestimmten Artengruppen angelegt habe.

    Hallo Ernst,

    Wo sind die denn aufgenommen?

    Das erste Video stammt aus Graubünden (Schweiz). Die letzten beiden aus dem Wallis (ebenfalls Schweiz).


    welche Raupe war das im 2. Video?

    Das ist Melitaea didyma....die Raupen und Puppen waren hier überall zu finden (ich würde sie mit als häufigste Art in dem Gebiet schätzen)

    Servus zusammen,


    da es derzeit kalt, grau und nass draußen ist, habe ich beschlossen, immer mal wieder ein paar kurze Clips hochzuladen, die die wohlige Wärme des Sommers (zumindest virtuell) zurück holen.

    Ich denke, die kurzen Videos sind hier in diesem Forum nichtmal so schlecht aufgehoben - so verdeutlichen sie doch, wie wirklich gute Habitate aussehen können. Auch wenn wir vieles davon hier in Deutschland aufgrund der örtlichen Gegebenheiten in diesem Maße ohnehin auch bei größter Anstrengung nicht "nachstellen" könnten, so lässt sich mit der passenden Bewirtschaftung ganz sicher dennoch ein großer Schritt in jene Richtung gehen.

    Hier mal Teil 1-3 der Reihe. Viel Spaß beim Anschauen :)

    Teil 1:

    External Content youtu.be
    Content embedded from external sources will not be displayed without your consent.
    Through the activation of external content, you agree that personal data may be transferred to third party platforms. We have provided more information on this in our privacy policy.


    Teil 2:

    External Content youtu.be
    Content embedded from external sources will not be displayed without your consent.
    Through the activation of external content, you agree that personal data may be transferred to third party platforms. We have provided more information on this in our privacy policy.


    Teil 3:

    External Content youtu.be
    Content embedded from external sources will not be displayed without your consent.
    Through the activation of external content, you agree that personal data may be transferred to third party platforms. We have provided more information on this in our privacy policy.


    Beste Grüße,

    Toni

    Hi Eric,

    spannende Anfrage.

    1.) Wie groß ist aktuell die Anzahl von Schmetterlingsarten in Deutschland.

    Also wenn du nur an Großschmetterlinge denkst, kommen wir auf etwa 1300-1400. Mit Kleinschmetterlingen können wir die Zahl schätzungsweise ungefähr verdoppeln.


    Ohne deine 2. und 3. Frage wirklich beantworten zu können, so bin ich mit der Einteilung hier nicht so ganz zufrieden. Der überwiegende Teil wird vermutlich in den lichten Wäldern vorkommen. Profitieren hier allerdings ungemein von eben jenen Lichtungen, Schneisen, Säumen und Waldrändern. In wirklich geschlossenen Wäldern wird die Artenzahl genauso wieder abnehmen wie in wirklichem Offenland. Also die höchste Artenzahl sollte eigtl. die Kategorie der halboffenen Landschaften inkl. lichter Wälder aufweisen. Schwerpunkt der Artenvielfalt stellen insb. Weiden und Pappeln dar. Allein in Südniedersachsen konnten Füldner & Damm (2003) schon 79 Arten an Weiden feststellen. Für Pappeln benennen Füldner & Damm (2002) mind. 126 Arten. Also eben jene Arten, die eher als Pioniergehölz auftreten und auf Störung angewiesen sind.
    Also wenn man solche gestörten und offenen Wälder mit einbezieht, gehe ich davon aus, dass in Wäldern die Mehrzahl der Arten vertreten ist. Wäre zumindest so mein Gefühl...bestenfalls kommt jetzt noch jemand mit einer sinnvollen Quelle ;)


    LG,

    Toni

    Hallo zusammen,

    vielen Dank für deine Ausführungen, Steffen.

    Ich hänge einfach mal beispielhafte Begründungen ein paar meiner aktuellen Genehmigungen aus unterschiedlichsten Bundesländern und in unterschiedlichsten Schutzgebieten an. Die Bereiche, die Rückschlüsse auf Behörden zulassen habe ich hoffentlich alle geschwärzt (falls ich etwas übersehen habe, teilt es mir bitte mit...ich möchte hiermit keine Probleme auslösen...)


    Sachsen, außerhalb der Schutzgebiete


    Niedersachsen, außerhalb Schutzgebiete


    Thüringen, FFH- und NSG


    Niedersachsen, NSG


    Niedersachsen, NSG


    Dann mal viel Spaß beim Durcharbeiten ;)

    Alle hier gezeigten Genehmigungen sind privat - es steht kein Institut, kein Verein oder offizielles Forschungsprojekt dahinter. Dass es dann noch einfacher ist, ist klar - aber wenn man ein offizielles Forschungsprojekt für eine Genehmigung nachweisen muss, ist damit auch keinem "Normalsterblichen" geholfen. Interessant wäre ja insbesondere das, was ich als "normaler Hobbyentomologe" erhalten kann. Daher lasse ich die andren Genehmigungen mal außen vor.

    Genehmigungen zu Larvalstadien mit dem Ziel der Zucht würden mich noch immer interessieren...wenn hier jemand was vorzeigen kann, immer her damit ;)


    Liebe Grüße,

    Toni




    PS.: aber dennoch nie davon ausgehen, dass ihr bei gleicher Begründung auch überall die gleichen Genehmigungen bekommt...wie schon erwähnt, ist das alles auch sehr abhängig vom Bearbeiter und dessen Sympathielevel. bellargus vllt möchtest du dich hier mit einem Konterbeispiel einbringen...:D


    PPS.: falls hier gerade jemand von den Behörden mitliest: es gibt durchaus sehr viele wirklich gute Beispiele (wie man in den hier gezeigten Genehmigungen teilweise auch sehen kann). Ich freue mich immer wieder sehr, wenn ich auf manche Anträge schon eine Woche später einen positiven Bescheid im Briefkasten habe und die Kooperation so gut verläuft. So könnte und sollte es eigtl. überall sein...aber da es das leider nicht ist: danke zumindest an diejenigen, die dem Vorbild gerecht werden! :thumbup:

    Nein, das ist alles eins.

    Also der große Server, auf dem die Daten landen, ist von observation.org (jedenfalls ist das die Website). Hier kann man sein Kundenkonto verwalten, Daten hochladen, Meldungen von anderen einsehen und vieles mehr. Vergleichbar mit Actias. Dazu gibt es dann noch Apps, welche allerdings teilweise etwas eingeschränkte Funktionen bereit stellen. ObsIdentify ist eigtl. hauptsächlich zum Melden gedacht, ohne dass man hier noch groß Details zur Beobachtung ergänzen kann. Vorteil hier ist die einfache und schnelle Bestimmung der Arten per App. ObsMapp bietet noch ein wenig mehr Komfort - hier kann man zu den Meldungen noch mehr Details hinterlegen.

    Aber egal, was du nutzt - alle Daten fließen immer zusammen auf den selben Server. Und somit zählt auch alles in den Bioblitz.

    Im Endeffekt ist der Bioblitz nur ein großer Filter, der über den großen Datenberg gelegt wird. Der Filter nimmt einfach jeweils nur die erste Meldung einer bestimmten Art in dem jeweiligen Landkreis und zählt, wie viele Arten so zusammen kommen. Davon bleibt aber der große Datenberg (die Rohdaten) unbeeinflusst. Du kannst dir entweder alle Meldungen einfach ganz normal anzeigen lassen - oder eben quasi mit dem "Filter", dem Bioblitz.

    Aber alles unabhängig davon wo du was hochlädtst (es kann nur sein, dass es mal 1-2 Tage benötigt, bis alle Plattformen wieder synchronisiert sind)

    Hallo Ludgi,

    dass so manche scheinbar seltene Art sich bei gezielter Suche von Präimaginalstadien auf einmal als ganz häufig entpuppen kann

    definitiv! Insbesondere bei den Tagfaltern die Waldarten und bei den Nachtfaltern die Arten, die schwer zu Ködern und ans Licht zu bekommen sind, sind deutlich unterrepräsentiert. Hier sind viele Lücken auf den Karten ganz sicher auf fehlende Kartierung zurückzuführen.


    Kamillenmönch

    Die Arbeit habe ich auch schon gesehen - sehr schön! Die Mönche sind eh etwas tolles - zB die Beifußarten sind ja auch als Raupen gut zu finden. Wie du schon schreibst, betrifft viele weitere Arten sicherlich genauso.

    Danke für die Links - sehr interessant! :thumbup:


    paarmal junge Raupen von Satyrium pruni

    Sehr schön! Die kann man ja dann auch im Puppenstadium schön nachweisen. Die Raupe ist schwer - insb. da sie eine recht lange Zeit innerhalb von Blüten leben und von außen quasi nicht zu sehen sind. So sicherlich auch bei dir gewesen.


    Liebe Grüße,
    Toni