Posts by Toni Kasiske

    Ameisen sind die heimlichen Helden im Tierreich. Von Ackerbau bis Viehzucht, von Kriegen und Versklavung, von Teamwork und Kooperation - quasi nichts, was wir Menschen können, haben nicht auch schon Ameisen vor uns erfunden... :winking_face:
    In diesem Falle möchte ich euch mal ein cooles Beispiel aus dem Bereich der Samenverbreitung vorstellen, was gleichzeitig auch die Stärke der Tiere unter Beweis stellt. Lasst euch überraschen...

    External Content youtu.be
    Content embedded from external sources will not be displayed without your consent.
    Through the activation of external content, you agree that personal data may be transferred to third party platforms. We have provided more information on this in our privacy policy.

    Für Apaturas am besten Vormittags oder Nachmittags Ausschau halten. Möglichst in einer sonnigen Phase nach schlechtem Wetter - dann saugen sie bspw. gerne auf Wegen an Pfützen und sonnen sich.


    Heute gibt es mal wieder ein etwas längeres Video zu einem der Vertreter der Mönchs-Eulen. Und zwar zeige ich euch hier ein paar Beispiele von Eiern, Jungraupen und erwachsenen Raupen dieser an Königskerze fressenden Art.

    External Content youtu.be
    Content embedded from external sources will not be displayed without your consent.
    Through the activation of external content, you agree that personal data may be transferred to third party platforms. We have provided more information on this in our privacy policy.

    Hallo zusammen,

    ein befreundeter Regisseur (Nepomuk Pfaff) hat kürzlich den Film "INSEKTEN Helden im Verborgenen" herausgebracht, der derzeit in diversen Kinos Premiere feiert. Am 14.7. wäre Abends Filmpremiere in Hamburg. Für die Premiere suchen sie aktuell noch nach ein paar coolen Insekten (Schrecken, wandelnde Blätter, Raupen, etc), die sie zeigen könnten. Vielleicht gibt es jemand von euch in der Nähe, der Zeit und Lust hätte, vorbei zu kommen und ein paar von euren Tierchen mitzubringen?

    Das Ziel wäre, die Zuschauer abseits des Filmes etwas in Stimmung zu bringen und zu faszinieren. Ein oder mehrere Terrarien wären dafür toll, mit jeglichen spannenden und verrückten Insekten. Zwar haben sie ein begrenztes Budget, aber eine kleine Bezahlung wäre drin.

    Wenn jemand einen Tip hat, oder für den Abend selbst Tierchen anbieten könnte, meldet euch gerne - am besten direkt bei Nepomuk:

    nepo@cinemad.net

    Zusammen mit zahlreichen Kollegen aus England, Frankreich und den USA haben wir gerade wieder eine neue Publikation für die Raupensuche mit UV-Licht veröffentlicht :bug::flashlight:: https://www.researchgate.net/.../407514351_Methodology...

    Abbildung: Gareth Tilley et al. 2026

    Wusstet ihr, dass viele Insekten fluoreszieren? Bei vielen Arten macht dieses Phänomen die nächtliche Suche so richtig effektiv!
    In zwei früheren Publikationen haben wir bereits gezeigt, dass viele Arten unter UV-Licht fluoreszieren:
    -Zipfelfaltersuche mittels UV-Licht
    -UV-Licht als Nachweismthode für Tag- und Nachtfalter

    Bisher fehlte jedoch eine standardisierte Methodik für diese Art der Suche. Jetzt haben wir erstmals ein paar grobe Leitlinien für nächtliche UV-Suchen entwickelt. Darin enthalten:
    -Eine Skala zur Bewertung der Eignung von Arten zur UV-Suche basierend auf Laboruntersuchungen
    -Detaillierte Bewertungen von über 100 Arten
    -Empfehlungen zu Ausrüstung, Datenerfassung und Berichterstattung

    Wer sehen möchte, wie die UV-Technik in der Praxis aussieht, findet übriges mehrere Video-Beispiele auf meinem YouTube-Kanal

    Wege- und Straßenböschungen werden regelmäßig insbesondere zur Verkehrssicherung gemäht. Dies ist verständlich und in vielen Fällen sinnvoll. Dennoch kann man leider immer wieder beobachten, wie Wegränder schlicht "aus Prinzip" gemäht werden - weil es theoretisch an der Zeit ist, auf dem Plan steht oder Leute beschäftigt werden müssen. Dabei findet leider häufig kein Vernünftiges Maß statt und die Flächen werden gemäht, ohne dass überhaupt eine wirkliche Sinnhaftigkeit vorliegt. Die Konsequenzen wiederum können für die Pflanzen- und Tierwelt jedoch verheerend sein. In dem Beispiel zeige ich euch einen Wegrand, der durch etwa 20cm hohe und lückige Pflanzen bewachsen war. Gerade diese offenen Böschungsbereiche werden häufig durch Insekten frequentiert. Sie dienen der Vernetzung, als Korridore, weisen häufig auch zahlreiche Blüten auf und es sind Futterpflanzen für diverse Arten zu finden. So u.a. dem geschützten Braunwurz-Mönch, den ich euch vor ein paar Tagen schon genau von dieser Stelle vorgestellt habe.
    Nun wurden die kaum vorhandenen Pflanzen noch einmal bis auf den Boden hin gemulcht. Überleben konnte hier nichts. Die Braunwurzpflanzen sind alle klein geschnitten, die Raupen tot, Blüten vernichtet. Dies ist leider kein Einzelfall sondern gängige Praxis.
    Daher: Wegeböschungen können bei gezielter und achtsamer Pflege eine große Vielfalt aufweisen und Lebensraum für seltene Tier- und Pflanzenarten darstellen. Aber es sollte nicht einfach nach Kalender bewirtschaftet werden, sondern nach Augenmaß und mit bedacht. Eine Mahd, die Menschen nicht sonderlich nützt, schadet dafür immer den hier lebenden Tieren...

    External Content youtu.be
    Content embedded from external sources will not be displayed without your consent.
    Through the activation of external content, you agree that personal data may be transferred to third party platforms. We have provided more information on this in our privacy policy.

    Es waren jedoch "nur" Raupen von boeticus.

    Interessant. Boeticus wiederum kenne ich gar nicht... Hätte sie jetzt eher kleiner erwartet, aber dann wären sie hier im Video natürlich durchaus auch gut möglich. Danke für den Input :thumbs_up:


    Hast Du Erfahrung in welcher Höhe die Eier abgelegt werden?

    Ilia kann etwa ab vllt 1,5m gefunden werden. Über 2-3m fehlt mir die Erfahrung, da man hier selten ran kommt - aber ich gehe davon aus, dass ilia deutlich häufiger in den Kronen lebt als zB iris. Also nach oben ist da vermutlich keine Grenze.


    LG, Toni

    Hallo Georg,

    sehr guter Hinweis. Das könnte ich hier tatsächlich nicht sicher ausschließen. Zumindest waren die Sträucher mitten im Iolas Fluggebiet - aber dort kann man auch boeticus nicht ausschließen...
    Die Raupen waren jedenfalls teils ziemlich groß. Boeticus würde ich evtl. etwas kleiner einschätzen, aber auch da fehlt mir leider die Erfahrung. Wäre interessant, ob sich die beiden Arten irgendwie unterscheiden lassen?

    Liebe Grüße,
    Toni

    PS.: Habe den Hinweis jetzt zumindest mal im Text mit aufgenommen - danke!

    Der Blasenstrauch-Bläuling ist eine teils streng geschützte Art, deren Raupen sich in den Schoten des Blasenstrauchs in trockenwarmen Strauchgesellschaften entwickeln. Sie ist überwiegend mediterran verbreitet, kommt jedoch auch bis in die Schweizer Alpenregion vor und kann hier als Falter im Frühjahr/Frühsommer beobachtet werden. Dass die Raupen relativ leicht nachgewiesen werden können, möchte ich euch im folgenden Video einmal zeigen...

    External Content youtu.be
    Content embedded from external sources will not be displayed without your consent.
    Through the activation of external content, you agree that personal data may be transferred to third party platforms. We have provided more information on this in our privacy policy.

    Der Wachtelweizen-Scheckenfalter fliegt ab Mai bevorzugt in der Umgebung lichter Wälder und frisst dort als Raupe an dem namensgebenden Wachtelweizen. Jedoch auch an anderen Pflanzen - wie ich euch in dem Video einmal kurz zeigen möchte. Nachdem die Jungraupen bis in den Herbst noch gesellig zusammen leben, vereinzeln sie sich nach der Überwinterung und können dann im Frühjahr als erwachsene Raupen in der Nähe der Futterpflanzen angetroffen werden...

    External Content youtu.be
    Content embedded from external sources will not be displayed without your consent.
    Through the activation of external content, you agree that personal data may be transferred to third party platforms. We have provided more information on this in our privacy policy.

    Im Mai und Juni fliegen die ersten Falter des Braunwurz-Mönchs und legen ihre Eier in die Blütenknospen der Braunwurz-Pflanzen. Die markanten weißen, runden Eier kann man derzeit gut nachweisen.
    Da jedoch mehrere Schmetterlinge und auch mehrere Mönche (Cucullia spp.) an Braunwurz fressen, sollte ein Ei noch nicht als sicherer Nachweis für die Art angesehen, sondern möglichst noch einmal zur Raupenzeit überprüft werden.

    External Content youtu.be
    Content embedded from external sources will not be displayed without your consent.
    Through the activation of external content, you agree that personal data may be transferred to third party platforms. We have provided more information on this in our privacy policy.

    Es braucht keinen symbolischen Preis - aber in unseren Börsenrichtlinien haben wir extra stehen, dass die Arten alle genannt sein müssen. Es muss quasi überprüfbar sein, ob geschützte Arten darunter sind oder nicht. Allein für die Aussage "das meiste sind ungeschützte Arten" würden wir deine Tiere leider nicht freischalten können, da du damit hier gegen deutsche Gesetze verstößt und wir als Plattform dafür auch mit in Probleme kommen könnten. Da nützt es auch nichts, wenn die Tiere geschenkt oder für Anfänger gedacht sind (umso schlimmer - die wissen vermutlich nichteinmal, dass sie damit gegen Gesetze verstoßen).

    Also entweder eine Artenliste, und ausschließlich legale Tiere oder gar nicht (zumal eigentlich auch nur 3 Arten / Angebot akzeptiert werden...aber das ist bei ganzen Sammlungen ja eh oft schwierig umzusetzen und würde die Börse unnötig mit Angeboten überschwemmen, daher haben wir das in der Vergangenheit in solchen Fällen auch etwas schwächer gehandhabt).

    Liebe Grüße,
    Toni

    Im Mai und Juni sind die Falter der Pflaumen-Zipfelfalter aktiv und auf der Suche nach den geeigneten Eiablageplätzen. In dem recht kurzen Video konnte ich ein Weibchen dabei filmen, wie es zwei Eier auf einer kleinen Schlehe abgelegt hat. Spannenderweise nehmen die Eier vieler Arten einige Zeit nach der Ablage beim Aushärten eine andere Farbe an als kurz nach der Eiablage. Wer die Eier des Pflaumen-Zipfelfalters schon einmal im Winter gesucht und vllt. sogar gefunden hat, weiß, dass es sich hierbei um weiß-bräunliche Eier handelt. Kurz nach der Eiablage strahlen die Eier jedoch für kurze Zeit in einem künstlich-violetten Farbton - absolut faszinierend!

    External Content youtu.be
    Content embedded from external sources will not be displayed without your consent.
    Through the activation of external content, you agree that personal data may be transferred to third party platforms. We have provided more information on this in our privacy policy.

    Bei dem Nachtkerzenschwärmer handelt es sich um eine europaweit geschützte Art, die u.a. auch für Bauvorhaben kartiert werden muss.
    Standardmäßig werden die Raupen (und auch Eier) jetzt Anfang Juni bis Juli tagsüber kartiert. Die Methode funktioniert ganz gut - erfordert jedoch etwas Erfahrung und ein gutes Auge.
    Eine Alternative Methode ist die Suche mit UV-Licht. Wie schon in einigen anderen Videos und Publikationen gezeigt, fluoreszieren viele Schmetterlinge als Raupe - so auch der Nachtkerzenschwärmer. Wie ich euch in dem Video vorstellen möchte, können die Raupen mit UV-Licht effizient gefunden werden.

    External Content youtu.be
    Content embedded from external sources will not be displayed without your consent.
    Through the activation of external content, you agree that personal data may be transferred to third party platforms. We have provided more information on this in our privacy policy.

    Aktuell (Mitte / Ende Mai) lassen sich die Raupen des Kreuzdorn-Zipfelfalters in trockenen und heißen Gebieten auffinden. Die Tierchen sind jedoch extrem gut getarnt und die Suche ist beschwerlich - dennoch möchte ich euch die Art einmal näher als Raupe vorstellen:


    External Content youtu.be
    Content embedded from external sources will not be displayed without your consent.
    Through the activation of external content, you agree that personal data may be transferred to third party platforms. We have provided more information on this in our privacy policy.


    Wer sich die Suche bei Tageslicht jedoch nicht zutraut, dem empfehle ich definitiv die Suche mit UV-Licht. Denn: die Raupen fluoreszieren im Dunkeln unter UV-Licht extrem gut (vergleichbar mit dem Pflaumen-Zipfelfalter, den ich euch ebenfalls schon als Video unter UV-Licht vorgestellt habe). Nähere Details findet ihr auch in meiner Publikation zu dem Thema:
    https://www.researchgate.net/publication/395994604_Raupensuche_mit_UV-Licht_Eine_effektive_Nachweismethode_fur_Zipfelfalter

    Ich hab das Gefühl, bei manche haben schon wieder mehr Lust, themenfremd auf andre Personen zu antworten, statt einfach selbst eine sinnvolle Antwort beizutragen (egal, in welch gutem Deutsch sie formuliert sein möge)...

    Emil hat super sinnvolle und wichtige Fragen und Gedanken.

    Zuersteinmal muss man erwähnen, dass rein rechtlich betrachtet gem. §40 BNatSchG jegliches Aussetzen von Tieren in der freien Natur untersagt ist. Also demnach dürfte theoretisch niemand hier gekauftes Material bei sich freilassen. Wie sinn- oder nicht sinnvoll das in dem jeweiligen Falle ist, ist eine andere Geschichte. Auch wo hier Grenzen zu ziehen sind. Bspw. wie verhält es sich mit aufgenommenen Tieren, die dann später wieder an einer etwas anderen Stelle wieder freigelassen werden? Welche Distanz ist relevant? Dazu gibt es für Insekten meines Wissens auch kaum Urteile, auf die man sich beziehen kann. Grundsätzlich sollten solche Regelungen Ber vermutlich eher mit Populationsbezug ausgelegt werden - also befindet sich der Ort des Aussetzens innerhalb der Population, in der das Tier entnommen wurde. Auch dies ist allerdings subjektiv, artabhängig und schwer nachzuweisen.

    Das sind zumindest die rechtlichen Regelungen, die man im Kopf haben sollte (wieauchimmer man persönlich damit umgeht).

    Grundsätzlich ist es aber schon so, dass die Herkunft eine Rolle spielen kann und auch dieser Paragraph nicht ganz unbegründet ist. Emil, wie du schon gesagt hast, gibt es ja lokale Anpassungen der Arten. Also ein Tier aus dem Gebirge kann sich evtl schon bei viel kühleren Temperaturen entwickeln als zB ein Tier der gleichen Art an der Küste. Tauscht Man nun also beide Tiere, so kann es sein, dass das Tier aus dem Gebirge an der Küste plötzlich schon viel früher schlüpft als seine Artgenossen vor Ort. Wiederum das Küstentier kann im Gebirge seinen Lebenslauf vor dem nächsten Winter evtl gar nicht rechtzeitig abschließen. Schaffen es die Tiere aber trotzdem irgendwie, sich mit den Tieren vor Ort zu paaren, könnte sich die falsche Anpassung verbreiten - und am Ende im dümmsten Fall ganze Populationen gefährden. Und das, obwohl man doch eigtl. etwas Gutes tun wollte. Also man sollte den Faktor defintiv im Blick haben. Aber auch das ist natürlich abhängig der Art (extrem mobile Arten werden zB weniger betroffen sein, als ganz lokale). Also grundsätzlich würde ich zumindest empfehlen, je näher an der Ausgangspopulation, desto besser. Oft kennt man einfach mögliche Auswirkungen nicht und alles bleibt quasi Spekulation. Die Anpassung an einen Moorstandort? Tja, schwierig abzuschätzen. Ich würde denken, daß Habitat selbst spielt weniger eine Rolle als die geografische Distanz.

    Eine andere Diskussion wäre grundsätzlich noch die Sinnhaftigkeit von ausgesetzten Tieren. Haben diese überhaupt einen positiven Effekt für die lokale Population? Ich bin der Meinung, dass auch das in den überwiegenden Fällen nicht sinnvoll ist - aber das wäre vllt nochmal eine ganz andere Diskussion.

    Liebe Grüße, Toni

    Heute gibt's mal eine kleine Besonderheit im Reich der Schmetterlinge...Falter ohne Flügel - aber dafür mit großen Säcken...lasst euch überraschen 😉

    External Content youtu.be
    Content embedded from external sources will not be displayed without your consent.
    Through the activation of external content, you agree that personal data may be transferred to third party platforms. We have provided more information on this in our privacy policy.

    Hi Dirk,
    wir waren hauptsächlich mit UV-Taschenlampe unterwegs. Es kamen immerhin ca. 30 Leute, die an der Methode interessiert waren. Finden konnten wir allerdings eher mäßig viel. Va. die fluoreszierenden Raupen von Satyrium pruni (die noch deutlich kleiner waren als erwartet - hier oben scheinbar ein verhältnismäßig sehr spätes Jahr im Vergleich zu den letzten Jahren), einige Noctua und ein paar andere kleinere Sachen.
    Beim richtigen Lichtfang gestern mit 5 LepiLEDs in einem Röhricht kamen dann immerhin etwa 50 Arten. Eher individuenschwach, aber hat sich summiert. Wetterbedingungen hier schwülwarm und maximal leichter Nieselregen (aber selbst das kaum).
    LG,
    Toni