Posts by Toni Kasiske

    May I have a source, please? I don't want to believe you

    I remember I came across these results during my research about the peruvian Saturniidae quite a few times. I would have to go through my literature, again...however, when I got that time and find the papers, I will let you know :)



    but I think you can potentially also have an old-growth forest with higher species richness if it isn't industrially used

    Yeah, of course there might be exceptions. However, I meant the usual and more or less intense used forests in Germany. When in very old forests trees die by their own and, thus, open up the canopy this will be a similar effect than logging by humans - just naturally.

    The reason why the quarry you mentioned is such a good habitat is probably a combination of the fact that it is a favourable succession state and that the area is hardly reachable for forestry use.

    Agree. But at best, there would not even be a forest :D I mean, for Apaturas etc. it's good....but the highest importance of quarries would be as open land for xerothermophilic species which need open ground and few nutrients. These habitats are even more rare then good succession states, I'd say

    Jo, für tropische Saturniidae vermutlich oftmals die erste Wahl, hab ich so das Gefühl.

    Adhemarius, wie Michi schon schrieb, hatte ich auch erfolgreich dran.

    Wobei ich sagen muss, dass du mit deiner Selbstgepflanzten wahrscheinlich nicht sonderlich gute Quoten haben wirst - zumindest haben sich meine Zuchten im Vergleich zu z.B. Persea indica immer weitaus langsamer/schlechter daran entwickelt.

    Dennoch: eine Avocado sollte jeder zuhause stehen haben! 8)


    Beste Grüße,

    Toni

    Welches würde sich also am meisten rentieren?

    Naja kommt darauf an, an was du dabei denkst. Das Gestein macht halt schon einen Unterschied im Artenspektrum aus. Grundsätzlich ist Kalk im Schnitt sicherlich immer artenreicher. Auf Kalk bilden sich dann auch die typischen teils orchideenreichen Trockenrasengesellschaften aus. Basalt würde ich als eher weniger artenreich einschätzen - aber wie gesagt, kommt drauf an, was du willst - Weiden wachsen auf beiden Gesteinsarten...Schiller gibt's demnach überall ;)

    Limenitis camilla zum Beispiel wirst du auf Basalt eher vergeblich suchen...die Lonicera xylosteum (wo sie vorrangig dran sind (bzw. zumindest zu finden sind), sind eher an Kalk gebunden.


    I've always noticed areas that have been opened up by human activity to be good collecting

    spots

    Interesting to hear some experiences from other continents. But this will be true in most regions of the world. Even in the tropics many studies show the highest species richness in secundary and disturbed forests instead of primary forests.

    However, in our regions these are often the only places where the ground is very nutrient poor and where plants cannot grow that fast because of the thin layer of soil. Thus, other plants, which are poor competitors, can grow - and these would simply be overgrown in all the other nutrient rich areas. This is true especially for the open land. However, in forests there can be seen similar patterns: most forests are very dense, usually with only one up to three or four tree species. Often bushes and shrubs are seldom, Willows and Poplar trees (which are food for most of the moth species) are cut down because they are seen as "bad tree species" (which quickly grow into the roads and grasslands nearby) by foresters...So, in areas where there are trees logged, new flowers, shrubs, Willows and Poplar trees come in and increasy the species richness quickly.


    Best,

    Toni

    ~Plädoyer für alte Steinbrüche, Gruben und Tagebauflächen~

    Ehem. Steinbrüche, Gruben und Tagebauflächen gehören in Deutschland mit zu meinen Lieblingsgebieten. Häufig sind sie ein lokaler Hotspot der Biodiversität und bieten Habitate für zahlreiche stark gefährdete Arten. In unsren heutigen intensiven Agrarlandschaften verinseln natürliche, nährstoffarme und magerwüchsige Standorte mehr und mehr. Nur selten findet man noch trockenwarme Standorte mit hohem Offenbodenanteil vor, wie sie für artenreiche Trockenrasen typisch sind. All dies können jedoch die erwähnten Abbauflächen bieten: durch die fehlende oder nur ganz geringe Oberbodenauflage herrscht extreme Nährstoffarmut. Hinzu kommt ein hoher Offenbodenanteil, wodurch sich bestimmte Bereiche sehr stark erhitzen und extreme Mikroklimate entstehen lassen. All dies sind notwendige Voraussetzungen für zahlreiche stark gefährdete und konkurrenzschwache Arten, welche in einer normalen Wiese von dominanten Gräsern und Kräutern einfach verdrängt werden würden. Begünstigt wird das vorteilhafte Mikroklima zudem durch die Hangneigungen, die hier nebenbei auch noch Lebensraum für unzählige Wildbienenarten bieten, die hier in den Wänden ihre Brutröhren anlegen. Auf verlassenen Abbauflächen bildet sich über viele Jahre hinweg eine Sukzessionsgesellschaft auf, die zunächst aus Büschen besteht und nach und nach mit Weichhölzern wie Birken, Weiden und Pappeln durchsetzt wird. Weiden und Pappeln wiederum sind die beiden Arten, die für den Großteil aller heimischen Schmetterlingsarten als Nahrungspflanze dienen. Ihre Blüten ernähren zudem im Frühjahr eine Vielzahl an Blütenbestäubern. Zu vermeiden wäre nur das vollständige Zuwachsen der Flächen, da dann der Vorteil der trockenwarmen Standorte verschwindet und die hieran angepassten Arten wieder verschwinden. Es sollten somit immer größere Flächen und insb. die Südhänge von großen Büschen und Bäumen freigehalten werden.


    Gestern beispielsweise war ich in einem ehem. Kalksteinbruch bei Braunschweig unterwegs. Die Sukzession ist hier schon zu weit fortgeschritten, sodass trockenwarme Arten nur noch durch einzelne Pflanzen aufzufinden waren. So findet sich hier zB. noch immer eine großere Anzahl an Fransenenzian und Odermennig. Den Vorteil der Weichhölzer erkennt man an den Schmetterlingsarten: innerhalb von knapp 2 Stunden konnte ich 8 Raupen des in Niedersachsen stark gefährdeten Kleinen Eisvogels, 11 Raupen vom ebenfalls stark gefährdeten Großen Schillerfalter und 1 Sitzblatt vom vom Aussterben bedrohten Kleinen Schillerfalter auffinden. Der recht dichte Buchenwald, der den Steinbruch umgibt, bot wiederum keinerlei Fläche für Weiden und Pappeln, wodurch die Steinbruch wirklich ein kleines Refugium in der größtenteils ungeeigneten Normallandschaft darstellt...
    Übrigens: interessant ist auch die Lage der Funde (siehe Karte)...nahezu alle Tiere wurden im beschatteten Süden der Grube gefunden - man sieht also schön die klimatischen Präferenzen v.a. vom Großen Schillerfalter...

    Zahlreiche Raupen des Großen Schillerfalters an den wunderbar bunten Weiden...

    ...auch Fraßspuren vom Kleinen Eisvogel waren überall zu sehen...

    ...dazu dann auch noch die Hibernarien mit den Raupen...

    ...hier noch ein recht frisches...

    ...Fraßspuren von A. iris...

    ...und die zugehörigen Raupen. Teils bis zu 3 Stück an einem Zweig.


    Zuletzt auch noch mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Sitzblatt vom Kleinen Schillerfalter.

    Nach dem Spritzen gibt es nicht mal mehr Fliegen - alles tod.

    Sorry Manfred, aber auch wegen solchen Aussagen gibt es solche Videos und unnötigen Diskussionen überhaupt erst - und auch bzw. gerade wegen solchen Aussagen hat es der Naturschutz besonders schwer.


    Zum Video:

    Den gleichen Mist müssen sich die Landwirte doch genauso die ganze Zeit von der Gegenseite anhören/ansehen. Ganz sicher gibt es genügend Videos, bei denen jemand an einem Feld lang läuft und behauptet, dass dort alles vergiftet und tot sei - unabhängig davon, ob es nun stimmt oder nicht.

    Der Landwirt im Video gibt einfach seine Sicht wieder - die so auch vollkommen legitim ist. Es ist das, was er sieht /beobachtet /denkt. Das kann man ihm auch nicht unbedingt vorwerfen.

    Hingegen zeugt es schlichtweg von der schlechten Aufklärung /Berichterstattung /Kommunikation /Politik in unserem Land. Man arbeitet mit Vorurteilen, mit Extremen, mit Pauschalisierungen. Schafft Gegner - und wundert sich dann, wenn man nicht erhört wird...

    Auch das steht noch an... :bibber:

    Aber ein Kollege aus Göttingen hat ebenfalls beide Arten angetroffen - scheint also durchaus plausibel zu sein!

    Aber wenn ich da mal dazu komme, werd ich das Ergebnis hier nochmal zeigen :)

    Man kann eindeutig einen Trend erkennen, dass sich die Klimaänderung auf diese Arten positiv auswirkt

    Absolut, das würde ich auch sagen. In Hannover hatte ich auch einige Arten dabei, die quasi neu für Niedersachsen sind und bisher auch in der niedersächsischen Checkliste noch nicht erwähnt wurden. Ein Beispiel wäre Polyphaenis sericata. Eublemma purpurina habe ich ja mittlerweile auch überall.

    Wenn ich an meine Anfangsjahre in meiner Heimat denke, wo ich immer in einem Gebiet war, waren 300 Arten keine Seltenheit

    Naja, man sollte aber schon auch realistisch sein und die aktuellen Bedingungen zugrunde legen. Ich vermute auch, dass vor einigen Jahren noch einige Tiere mehr kamen (wobei ich sagen würde, dass es früher (dabei rede ich nicht von vor 2000) vllt einfach mehr Masse war - an Arten vllt gar nichtmal unbedingt... Zumindest wäre es bei Tagfaltern meist so) .

    Allerdings habe ich auch nur 6 bzw. 8 Abende geleuchtet - das muss man ja auch sehen.

    Mein Rekord an einem Abend waren 150 Arten in einem sehr interessanten Biotop Anfang Juli

    Das ist dann schon wirklich sehr gut -top :thumbup:

    Letztes Jahr, das war das Beste bisher, waren es 229 Arten.

    Spannend. Letztes Jahr hätte ich al eines der schlechtesten zugeordnet ^^ So unterschiedlich kann es sein...

    Aber da hättest du ja auch echt schöne Erfolge. Juventina ist ja auch einfach wunderschön - die könnte eine Massenart sein und wäre immernoch was besonderes :applaus:

    Aber zu den Verteilung, das stimmt schon. Ich hatte dieses Jahr irgendwie sehr wenig Bären. Nur 3 caja, Zimtbären, die ja sonst den Turm überfluten, auch eher zurückhaltend. Spilosoma ebenfalls...

    Und, wie sieht euer Resümée für dieses Jahr aus?
    Ich fand es wirklich top. Hat gehalten was es schon im Frühsommer versprochen hat :dafür:


    Abgesehen davon würde mich mal interessieren, ob hier noch jemand Vollerhebungen durchführt und nicht nur die wenigen interessanten Arten am Tuch notiert. Genau genommen würde mich mal interessieren, wie viele Arten (Macrolepidoptera) ihr hierbei in einem Jahr in einem Gebiet so nachweist. Aber bitte keine Jäger-Angaben! Ein Vergleich der unterschiedlichen Zahlen wäre doch sehr interessant für die Einordnung des jeweiligen Gebietes...bin ich nun mit meinen 100 Arten schon gut dabei - oder sind meine 300 eigtl. viel zu wenig im Vergleich zu anderen?

    Also ich kann für dieses Jahr bspw. bei 6 Begehungen in Hannover 160 Arten berichten. Bei 8 Begehungen in Göttingen komme ich jedoch schon auf 260 Arten. Das ist dann schon ein Unterschied. Wenn ich jedoch auf ein FFH-Gebiet in Hildesheim letztes Jahr zurück blicke, lag ich trotzdem schon mit beiden Kartierungen weit über den knapp 100 Arten von letztem Jahr (gleiches Licht, vergleichbare Bedingungen). Ich würde mich aber mal aus dem Fenster lehnen und behaupten, dass dieses Jahr wohl an den meisten Stellen (zumindest hier oben im Norden) mehr Arten kamen als im letzten Jahr...

    Grundsätzlich würde ich bei gegebenem Aufwand die 200er Marke schon als überdurchschnittlich gut betrachten. So zwischen 150-200 Arten würde ich die Einstufung als eher durchschnittlich bis gut treffen. Wie sehen eure Meinungen dazu aus?

    (Anmerkung zur Relation: in Deutschland leben etwa 1.160 Nachtfalterarten)


    Mein Highlight für Hannover bleibt der Rauschbeerspanner :freudentanz:

    Bezieht sich die Aussage vieleicht nur auf die BRD

    Ja, also meine Frage bezog sich auf Deutschland. Hier spielen vermutlich auch die bevölkerungsreichen und teils auch intensivst bewirtschafteten Gegenden im (Nord-) Westen eine Rolle, könnte ich mir vorstellen. Inwieweit da auch das Klima mit reinspielt, wäre ich mir nicht so sicher... Der (Nord-) Westen ist ja eher ozeanisch, wohingegen im Osten eher kontinentales Klima vorherrscht... Nasse milde Winter sind ja für einige Arten eher weniger verträglich - insofern könnte ich mir hier auch eine gewisse Auswirkung vorstellen

    Danke. Es geht mir aber auch eher wirklich um ne Untersuchung oder Aussage, wo sich damit ein bisschen intensiver beschäftigt wurde. Also dass es so ist, ist mir klar - aber ich will mir das eigtl. nicht aus Karten etc selbst erschließen, sondern bräuchte eher eine konkrete Aussage, auf die ich mich beziehen kann und die ggf. auch die ökologischen Hintergründe etwas diskutiert.

    N'Abend zusammen,


    ich hätte mal eine Frage an die Schwarmintelligenz:

    Hat jemand zu der Aussage "die Schmetterlingsvielfalt nimmt in Deutschland gegen Norden und Westen hin ab" spontan eine Quelle im Hinterkopf?
    Irgendwo habe ich dies vor längerer Zeit so gelesen gehabt - kann mich an die konkrete Quelle aber nichtmehr erinnern. Fällt jemandem dazu etwas ein?

    Also mir geht es vorrangig um wissenschaftliche Publikationen/ Bücher, wo dies genau so festgestellt oder genannt wurde.

    Ideen?


    Beste Grüße,

    Toni

    ... und nicht vergessen - aktuell gibt es noch immer schön die Fraßspuren (inkl. Räupchen) vom Großen Schiller zu finden. Allerdings: je mehr Zeit vergeht, desto undeutlich wird die Fraßspur und desto mehr Tiere werden zB durch Vögel weggepickt.

    Bei mir saßen heute noch 7 oder 8 Räupchen entlang des Weges. Deutlich mehr Fraßspuren (ohne Raupe) waren zu finden.

    Selbst ein herunterhängendes Sitzblatt war schon anzutreffen - also so langsam geht die optimale Suchmethode von Fraßspur in Richtung Sitzblatt über...


    >>Erklärvideos<<

    Die Apollos zählen zu unseren auffälligsten heimischen Tagfaltern. Speziell der Art Parnassius apollo gilt weltweiter Schutz nach CITES. Im Gegensatz zu dem Apollo des Tieflands bewohnt der Alpen-Apollo feuchte Habitate in größeren Höhenlagen. Häufig ist dies die Umgebung von Bachläufen in Alpentälern oder auch die von Wasser überrieselten Hänge der Bergflanken. Hier leben die Raupen vorwiegend an Saxifraga in Gewässernähe. Die Raupen überwintern voll entwickelt im Ei - und sind hier im Herbst gut zu finden.



    Ich bitte den Ton zu verzeihen...dem Mikrofon scheint der Regen nicht allzu gut bekommen zu sein...


    Näheres zur Diskussion um den Taxon gibt's im Lepiforum

    ein sehr großer braun-weißer Falten vor mir aufgeflogen der deutlich größer als ein Schwalbenschwanz war.

    Der Schmetterling hatte eher die Größe eines Morpho-Falters

    Hallo zusammen,


    also nur um mal zu zeigen, wie tückisch Größenvergleiche und Artbestimmungen auf dessen Basis sein können...

    Der Rest wurde ja schon gesagt.

    Beste Grüße,

    Toni


    PS.: und bevor hier gleich wieder jemand aufschreit: nee, alles legal.