Video-Tutorials zur Eier-/ Raupensuche

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    Viele von euch haben vielleicht schon öfter nach Raupen gesucht - und vergeblich abbrechen müssen. Das kann unter anderem daran liegen, dass einige Arten gute Methoden entwickelt haben, um ihren Fressfeinden zu entgehen. So verstecken sich bspw. einige Arten als Raupe tagsüber nahe am Boden, in der Laubschicht oder der Pflanzenbasis - nur um dann nachts wieder aktiv zu werden, die Pflanze zu erklimmen und erneut zu fressen. Am Beispiel des Taubenschwänzchens möchte ich euch hier einmal zeigen, dass man auch (und insbesondere) nachts manche Raupen gut finden kann. Sowohl mit normalem Taschenlampenlicht als auch mit UV-Licht.

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    Ich hatte vor vielen Jahren mal ein Gelege von intermedia aus Österreich bekommen. Da bestand das Problem darin das die Raupen nach der ersten Überwinterung keinerlei Futter mehr angenommen haben... Geplant war das Ganze analog zu zweijährigen Zygaenen: den zweiten "Winter" über den Sommer im Kühlschrank absolvieren und die Zucht somit im zweiten Herbst beenden. Klappt bei Zygaenen sehr gut, bei internedia bin ich leider gar nicht so weit gekommen.

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    Der Kleine Gabelschwanz (Furcula bifida) ist eine regional gefährdete Nachtfalterart, die auf das Vorhandensein von Weichhölzern wie Pappeln und Weiden angewiesen ist. Die wunderschönen Raupen lassen sich von Juli bis etwa September auffinden, aber sind jedoch leicht mit den nahe verwandten Arten Furcula bicuspis und Furcula furcula zu verwechseln (hier tue auch ich mir immer wieder schwer)…

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    Witzigerweise haben sich die Häufigkeiten komplett umgekehrt, zumindest hier im Nordosten: bicuspis ist mittlerweile das Trampeltier, was überall fliegt wo drei Birken zusammenstehen. Bifida kommt immer noch sehr zuverlässig an Espenbeständen, lediglich furcula ist eher selten zu beobachten. Bifida und bicuspis sind mittlerweile komplett zweibrütig.

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    Heute zeige ich euch mal wieder eine Methode, mit der wir alle dazu beitragen können, die Kenntnisse über die Verbreitung einer Art sehr schnell zu erweitern.

    Und zwar handelt es sich um eine Schlupfwespe, die Schneckenspinner (eine Nachtfalterart) parasitiert. Schneckenspinner sind in Deutschland weit verbreitet und jetzt im Herbst (Anfang Oktober) mit UV-Licht in der Nacht extrem leicht nachzuweisen. Ich stelle die Hypothese auf, dass die Schlupfwespen ähnlich weit verbreitet sind – allerdings zeigen die Verbreitungskarten nicht sonderlich viele Funde. Auf observation.org sind insg. Aus ganz Deutschland gerade einmal 36 Funde notiert: https://observation.org/species/18643/…ap_type=grid25k

    Ich wette mit euch, wir können diese Karte sehr schnell füllen….daher mein Aufruf an euch alle: schnappt euch in den nächsten Nächten mal eine UV-Lampe, sucht u.a. an Eichen und Buchen nach den stark fluoreszierenden Raupen auf den Blatt-Unterseiten und schaut euch die Raupen einmal genauer an. Ich bin mir sicher, der ein oder andere von euch wird hierbei ein kleines, gelbliches, ovales Ei auffinden können, das an der Raupe klebt. Hierbei handelt es sich um ein Ei der Schlupfwespe. Macht unbedingt ein gutes Bild davon und ladet es auf einer Plattform wie z.B. observation.org hoch. Ich bin gespannt, ob wir die Karte ein wenig füllen können… 😉

    Wen das Video zu lang ist, der springt am besten direkt zu Minute 4:35.

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