Posts by DerCapeBretoner

    So recht nachvollziehen kann ich das nicht. Ich meine ich würde es nicht für unmöglich halten, aber zumindest nah dran an unmöglich. Die beiden Arten stammen immerhin nicht nur aus verschiedenen Gattungen, sondern aus zwei komplett anderen Unterfamilien. Mich würde es schon wundern wenn da die Geschlechtsorgane überhaupt noch zusammenpassen und wenn sie das tun, würde man spätestens dann erwarten, dass keine Befruchtung stattfinden kann, weil da irgendwas nicht funktioniert. Und wenn aus irgendeinem doofen Grund all das doch geht, würde man wenigstens noch erwarten dass die Genome so unterschiedlich sind, dass da nichts sinnvolles bei rumkommt. Also nichts für ungut, aber ich bleibe skeptisch. Ich glaub ich würde es für wahrscheinlicher halten, dass ein Ligusterschwärmermännchen sich durch deinen Käfig gebohrt hat, als das da was befruchtet wurde. Aber vielleicht bin ich zu Engstirnig. Kannst du wenigstens von den Eiern mal Fotos machen?


    Grüße Dennis

    Hallo Dennis,
    ich kan deine Skepsis durchaus nachvollziehen!
    --->

    weil Wolfmilchschwärmer und Ligusterschwärmer in etwa die Kompatibilität von einem Hund und einer Katze haben

    Aber ich bin mir absolut sicher, dass das S. ligustri-Weibchen keinen S.ligustri-Männchen gedatet hat.
    Das Aerarium und der Flugkasten stehen steht verschlossen in einem Treibhaus und das Treibhaus wird ebenfalls jede Nacht verschlossen, da meine Katze sonst die gesamte Zucht aufmischen würde.


    Ich habe mal versucht ein einigermaßen gut erkennbares Bild von 3 Eiern zu machen:


    Das linke Ei ist ein anentwickeltes S. ligustri - Ei von einem Züchterkollegen (ca. 1 Woche alt)
    Das mittlere Ei ist das vermutete Hybriden-Ei (ca. 1 1/2 Wochen alt)
    Das rechte Ei ist ein anentwickeltes Ei von H. euphorbiae, jedoch schon über 2 Wochen alt und daher nicht mehr so dunkel wie noch vor ca. 4 Tagen.


    Gruß,
    Robert


    Moin Rudi,


    die gelegten Eier sind stammen eindeutig vom S. ligustri (w).
    Eine zufällig verpasste Paarung mit einem angeflogenen Freiland-Männchen kann ich definitiv ausschließen (das Weibchen war stehts von der Außenwelt isoliert.)
    Ich habe noch Eier von Euphorbiae. Diese sind deutlich kleiner und auch runder als die von S. ligustri.


    Leider scheint es sich nun doch abzuzeichnen, dass die restlichen gelegten Eier genau die sind, wo die Raupen offenbar Probleme haben zu schlüpfen.
    Wenn ich den "Eisspiegel" untersuche, dann liegt in diesem Fall die geschätzte Schlupfquote bei ca. 70%.
    Ich kenne das von den Eiablagen aus den Hybridpaarungen von H. euphorbiae x H,.gallii.
    Dort lag die Schlupfquote bei max. ca. 70%. Die restlichen Eier entwickelten sich zwar überwiegend, die Eiraupten waren dann aber nicht in mehr der Lage die Eihülle zu durchbrechen.


    Den Schlupf der "vitalen 70%" habe ich eben verpasst und verpasste Changsen kehren erfahrungsgemäß nie wieder.
    Damit kann ich den Nachweis wohl doch nicht erbringen.


    Es muß wirklich ein absoluter Zufall gewesen sein, dass auf dieser Paarung eine Befruchtung der Eier hervorgegangen ist.
    Das S. ligustri - Weibchen war relativ klein und die H. euphorbiae-Männchen alle relativ groß. Vielleicht hat das den Zufall begünstigt?



    Gruß,
    Robert

    Servus Rudi,


    leider nicht.
    Die Eier waren alle auf der Gaze-Seite mit dem Reißverschluss angeklebt.
    Und da ich die Plasikwand zuerst eingeklappt hatte konnten die Raupen über die leicht offen stehende Seite mit dem Reißverschluss offenbar alle ungehindert entweichen.
    Ich bin aber sehr optimistisch, dass ich morgen die erste L1-Raupe aus den verbliebenen Eiern ablichten kann. Die Eier werden von Std. zu Std. immer dunkler,
    so wie bei H.euphorbiae kurz vor dem Schlüpfen. Ich kanns kaum erwarten ;)


    Gruß,
    Robert

    Vor 3 Wochen ist bei mir im Puppenkasten genau 1 Ligusterschwärmer-Weibchen geschlüpft welches ich dann in den Flugkasten zu den Wolfmilchschwärmer gesetzt habe.
    Da mir klar war, dass man mit einem Ligusterschwärmer-Weibchen ohne Ligusterschwärmer-Männchen nichts anfangen kann, wollte ich den Falter ursprünglich sofort fliegen lassen.
    Irgendwie habe ich es dann aber versäumt ihn frei zu lassen und am 9. Tag seiner Gefangenschaft konnte ich dann plötzlich an der Gaze meines Aeraeriums eine Eiablage zu beobachten.
    Glücklicherweise hatte ich den Falter zuvor bereits isoliert, so dass ich sicher sein konnte, dass die gelegten Eier auch vom Ligusterschwärmer-Weibchen stammen und nicht von den Wolfsmilchschwärmen.


    Ich war mir natürlich sicher, dass es sich hier nur um eine unbefruchtete Eiablage handeln kann, weil Wolfmilchschwärmer und Ligusterschwärmer in etwa die Kompatibilität von einem Hund und einer Katze haben.
    Deshalb habe ich das Aerarium zusammengeklappt und verstaut. Den Ligusterschwärmer habe ich am nächsten Tag dann endlich in die Freiheit entlassen.


    Gestern habe ich das Aerarium wieder aufgeklappt, weil ich es für meine fortgeschrittene pinastri-Zucht verwenden wollte. Da ist mir aufgefallen, dass die vermeindlich unbefruchteten Eier fast alle verschwunden waren.
    Am Aerarium konnte ich lauter durchsichtige Eihüllen entdecken was bedeutet, dass aus den Eiern Raupen geschlüpft sein müssen. 30 Eier waren aber noch nicht geöffnet. Diese verfärben sich nun alle zukzessive dunkel, so wie die Eier von den Wolfsmilchschwärem-Räupchen kürz vor dem Schlupf.


    Sollte sich das Ligusterschwärmer-Weibchen tatsächlich mit einem Wolfsmilchschwärmer-Weibchen gepaart haben und daraus befruchtete Eier entstanden sein?!
    Ich habe weder eine Hybridpaarung zwischen einem Wolfsmilchschwärmer-Männchen und einem Ligusterschwärmer-Weibchen jemals beobachten können, noch habe ich in der Literatur dazu etwas gefunden.


    Ich hoffe nun, dass auch aus den restlichen 30 Eiern noch ein paar Raupen schlüpfen werden.
    Zumindest unter dem Mikroskop erkennt man deutlich, dass sich die Eiraupe im dunkel! gefärbten Ei stark bewegt (das Ei ist also weder abgestorben noch unbefruchtet).

    Hallo Markus & Rudi


    danke Dir für euere ausführlichen Hinweise.


    Dann werde ich mich mit dem EBike mal gleich auf den Weg machen und Ackerwinde besorgen.
    Ich habe ja ein kleines Treibhaus, welches ich mit Gaze innen ausgekleidet habe.
    Dort ist es auf jeden Fall trocken und auch nachts eine spur wärmer als draußen.
    Das kann ich notfalls auch noch auf 20 Grad hochheizen.


    Ich gebe Bescheid ob es geklappt hat mit der befruchteten Eiablage.


    Gruß,
    Robert

    Hallo zusammen,


    heute morgen konnte ich bei mir im Garten am Leuchtturm dieses Windenschwärmer-Weibchen entdecken.
    War echt positiv überrascht :daumenja: , da bisher nur sehr wenige Arten angeflogen sind und dann vorwiegend nur männliche Tiere.


    Mit A. convolvuli habe ich bisher nur geringe Zuchterfahrungen, deshalb würde mich mal interessieren,
    ob diese Migranten i.d.R. auch befruchtet sind und welche Bedingungen man schaffen muß, damit eine
    evtl. Eiablage im Flugkäfig (Größe: 1m^3) zu erzielen ist?


    Gruß,
    Robert


    Servus Rudi,


    H. euphobiae habe ich zuletzt in den 80er Jahren beobachten können, sowohl in freier Natur im Larvenstadium als auch als Falter am Geißblatt im Grundstück.
    H. gallii habe ich bei uns bisher noch nie gesehen, weder als Falter noch als Raupe. Mir fällt auch auf, dass bei uns zunehmend nicht mehr jeder qm
    Weidefläche dem Monokultur-Optimierungwahn zum Opfer fällt und statt dessen die Blumenwiesen aus meiner Kindheit wieder zum Vorschein treten,
    wenn auch nur vereinzelt. Das ganze stimmt mich recht positiv für das kommende Jahr.


    Gruß,
    Robert

    Hallo zusammen,


    bei uns im Gebiet der Oberpfalz (Nordbayern) sind derzeit vermehrt Raupenwanderungen von H. euphorbiae und H. gallii zu beobachten.
    Mir sind die Raupen bei meinen Radtouren auf den Flurbereinigungswegen aufgefallen, wo sie gerade auf der Suche nach einem Verpuppungsplatz waren.
    Mitte Oktober ist schon ungewöhnlich spät. Es muß sich daher um Tiere der 2. Sommergeneration handeln.
    Ich freue mich ganz besonders über solche Sichtungen, da ich die letzten 20 Jahre bei uns einen stetigen Rückgang der Arten beobachten mußte.


    Viele Grüße!

    Hallo zusammen,


    mir ist wiederholt aufgefallen, dass Raupen von A. atropos mit Ursprung aus Cran Canaria partiell 6 (anstatt 5) Larvenstadien ausbilden.
    Die Quote liegt bei ca, 10%. Die L5-Raupen werden dann deutlich größer (ca. 65 mm) als die L4-Raupen der anderen Exemplare (ca. 50 mm)
    bevor sie sich das letzte mal häuten.


    Zwischen den L6- und L5 Raupen ist dann dann aber kein signifikanter Größenunterschied mehr feststellbar.


    Das erste mal konnte ich diese Anomalie 1990 beobachten, als ich ebenfalls Zuchtmaterial aus Gran Canaria zur Verfügung hatte.

    Hallo zusammen,


    ich habe aus den Beiträgen gelernt, dass Schlupfwespen also einen Kokon bauen. Die elastische Verformung bezieht sich in diesem Fall also auf den Kokon und nicht - wie von mir ursprünglich vermutet - auf die Chitinhaut der Puppe. Sobald sich die Larve im inneren des Kokons streckt, wird also der Kokon elastisch verformt, d.h. auf der runden Oberfläche bildet sich irgendwo eine Delle (hörbar durch das Klickgeräusch). Wenn der Kokon dann genau auf dieser Delle liegend zur Ruhe kommt wird der Hüpfeffekt in dem Moment ausgelöst, wenn die Kokonhülle in ihre ursprüngliche Form wieder zurückschnellt, vergleichbar mit dem Schnellmechanismus der Elateridae (Schnellkäfer).


    MfG.

    Hallo zusammen,


    erst habe ich mir gedacht, dass ein Exorzismus :cursing: vielleicht Abhilfe schaffen könnte, aber dann bin ich auf diesen Artikel gestoßen:


    http://www.landesmuseum.at/pdf…mote/WEZ_26_0202-0203.pdf


    Das schlupffertige Insekt verformt durch seine Bewegungen im Inneren der Puppe den Chitinmantel so, dass es zu einer elastischen Verformung kommt. Durch das "Zurückspringen" der Chitinhülle in die ursprüngliche Ausgangsposition kommt es offenbar zu dem Klickgeräusch und dem Hüpf-Effekt.


    Mfg.

    Hallo zusammen,
    Hallo Heiner,


    der Beitrag ist zwar schon einige Jahre alt, aber vielleicht klappt es mit meiner aktuellen Hybridpaarung Hyles gallii(m) x D. elpenor(f) vom 25.05.2014 um den Nachweis zu erbringen. Das Männchen ist zwar schon sehr stark abgeflogen, trotzdem hoffe ich, dass das Weibchen befruchtete Eier ablegen wird aus denen dann auch lebensfähige Jungraupen schlüpfen werden.


    Mfg.

    Hallo Tim,


    das ist ein Ceratomia undulosa (Waved Sphinx). Ich hatte vor 5 Tagen ebenfalls 2 Falter am Leuchtturm (befinde mich derzeit an der Ostküste Kanadas/ Provinz: Nova Scotia). Die Raupen dieser Art fressen Liguster, Esche und Flieder.


    Viele Grüße,
    Robert

    Hallo zusammen,


    anbei möchte ich auch meine Erfahrungen mit dem tollen Zuchtmaterial vom Michael schildern.


    Ich habe 2 Portionen beim Michael bestellt, wobei bei mir die Jungraupen am 10.September sowie am 24..Septemper 2011 geschlüpft sind. Die Schlupfquote lag jeweils bei 100%, Inkubationszeit: 5 Tage ab Legezeitpunkt der Eier bei einer Lagerungstempertur von 22-24 Grad. Die Zucht wurde bis zum 7. Oktober komplett im unbeheizten Gewächshaus durchgeführt bei Temperaturen von ca. 12-30 Grad, danach auf Zimmerzucht umgestellt.


    1. Zuchtbestand:
    Die Raupen der 1. Lieferung habe ich auf 3 Futterpflanzen aufgeteilt: L. ovalifolium (gewässert), Vinca major (gewässert) und Nerium im Container (mit Blütenknospen aber ohne Frischtriebe)
    Alle 3 Futterpflanzen wurden ohne Probleme sofort angenommen. Eine Vorbehandlung von L. ovalifolium mit Oleandertee-Extrakt war nicht nötig. Die Raupen am Nerium im Container haben sich bis L3 vorwiegend von den Blütenknospen ernährt, es wurden aber auch die sehr harten Blätter angenommen (siehe Abbildung).


    Die Entwicklungszeit der Raupen auf V. major war mit ca. 24 Tagen am schnellsten, gefolgt von Nerium (ca. 28 Tage). Die Raupen auf L. ovalifolium fressen noch (geschätze Enwicklungszeit: ca. 32 Tage)


    Aufgrund von Futterproblemen mit V. major habe ich versucht die Raupen auf L. ovalifolium umzugewöhnen. Nach ca. 12 Std. haben etwa die Hälfte der Tiere den Futterwechsel akzeptiert. Die andere Hälfte habe ich auf Nerium umgestellt. Vinca minor wurde leider nicht angenommen.


    Die größten Exemplare haben sich auf V. major und L. ovalifolium entwickelt. Die Raupen auf dem hartblättrigen Oleander sind etwas kleiner geblieben.


    2. Zuchtbestand:
    Die Raupen der 2. Lieferung habe ich komplett auf Frischtriebe von gewässertem L. ovalifolium gesetzt. Im Gegensatz zum 1. Zuchtbestand haben nur 70% der Raupen das Futter angenommen. Auch die Entwicklung der verbleibenden Raupen, die sich derzeit in L3 befinden, läuft weiterhin etwas schleppend. Die Tiere wandern oft umher und nagen nur sporadisch an den Blättern. Die Zucht habe ich aufgrund des aktuelle stattfindenden Temperatursturzes ins Wohnzimmer verlagert.


    Mein persönliches Fazit:
    D. nerii nimmt auch ohne Vorbehandlung L. ovalifolium als Futterpflanze an. Probleme mit L. ovalifolium treten offenbar dann auf, wenn die Pflanze aufgrund der Jahreszeit ihre "Chemie" ändert. Dies geschieht in unseren Breiten so gegen Ende September/Anfang Oktober. Durch den Chlorophyll-Abbau in den Blätter werden diese offenbar für die Raupen ungenießbar. Besonders die Jungtriebe von L. ovalifolium verfärben bei uns gegen Anfang Oktober teilweise oder fallen sogar ab, besonders dann, wenn der erste Frost zuschlägt. Die Blätter der älteren Triebe bleiben in geschützten Witterungslagen jedoch oft sattgrün, wahrscheinlich bleibt hier das Chlorophyll in den Blättern gespeichert. Aber hierzu können unsere Botanik-Experten bestimmt genaueres berichten. Die Zucht ist auch an harten, alten Oleandertrieben - zumindest ab L3 - durchführbar - diese Raupen werden dann aber nicht so groß wie auf V. major oder L. ovalifolium. Wie sich die Raupen auf frischen Oleandertrieben entwickeln kann ich leider nicht beurteilen. Die Umstellung von einem Hundsgiftgewächs auf L. ovalifolium ist in L5 möglich, jedoch lassen sich nicht alle Tiere problemlos umstellen. Krankheitsbedingte Ausfälle aufgrund von Durchfall oder Schlaffsucht sind bei dieser Zucht nicht aufgetreten, was für mich maßgeblich durch die sehr gute Qualität des Zuchtmaterials (1. Nachzucht auf Freilandfunden) zu begründen ist.


    Viele Grüße,
    Robert

    Hallo zusammen,


    Der Artikel " Raupen in Luftnot häuten sich" der zur Zeit auf der Portal-Seite von ACTIAS verlinkt ist, ist sehr aufschlußreich!




    Mit dieser Studie lässt sich vielleicht erklären lässt, warum bei uns in Deutschland manche Spezies, die z.B. aus den Bergregionen Südostasiens aus einer Höhe von bis zu 3.200 m ü.M stammen, so gut gedeihen.


    Nehmen wir mal als Beispiel Actias dubernardi:


    Als diese Art – soweit mir bekannt ist - erstmals im Jahr 2005 bei uns in einigen Zuchtberichten beschrieben aufgetaucht ist, wurde sie als mittelgroße Spezies mit eine Spannweite von 9-10 cm beschrieben. Alan Marson hat z.B. in einem seiner Artikel veröffentlichten Artikel aus dem Jahr 2006 geschrieben Zitat „Females are quite small bodied and don’t generally lay many more the 120 eggs".




    Im Mai diesen Jahres (2011) habe ich von meinem geschätzten Züchterkollegen Heiner Brockhoff 18 Eier dieser wunderschönen Art erhalten und konnte daraus 16 Kokons großziehen. Beim Schlupf der Falter im August war ich von der beachtlichen Größe der Falter ein wenig überrascht. Die Männchen hatten eine Flügelspannweite von durchschnittlich 120 mm und die der Weibchen lag bei durchschnittlich 135 mm. Damit lagen diese Werte deutlich über dem bisher veröffentlichten Werten von 90-100 mm. 2 von den 6 geschlüpften Weibchen haben sich gepaart und insgesamt 620 Eier abgelegt, das kleinere 280 und das größere 350 Eier. Damit liegen auch diese beiden Werte signifikant über dem bisher veröffentlichten Wert von 120 Eiern. Wie kann das sein?!


    An dieser Stelle möchte ich neben den auf der ACTIAS-Porteilseite verlinkten Artikel auf einen weiteren wissenschaftlichen Artikel verweisen, der beschreibt, dass das Größenwachstum von Insekten maßgeblich von dem Sauerstoffgehalt in der Atmosphäre bestimmt wird:




    http://sciencev1.orf.at/news/148909.html


    Man muss sich vorstellen, dass der Luftdruck in unserer Atmosphäre mit zunehmender Seehöhe drastisch abnimmt und proportional dazu auch der Sauerstoffhalt. Beispielsweise beträgt der Luftdruck auf Meereshöhe 760 mmHg und in 2500 Metern Höhe nur noch 560 mmHg. Die Raupen von Actias dubernardi müssen also in ihrer Heimat aus den Bergregionen Südostasiens auf einer Höhe von ca. 3.000 m mit ca. 25% weniger Sauerstoff auskommen als z.B. bei uns im mitteleuropäischen Flachland (300-500 m ü.M.)


    Es wäre nun interessant die Sache weiterzuverfolgen, indem man frisches Freilandmaterial (z.B. Kokons) von Actias dubernardi vermisst (z.B. das durchschnittliche Gewicht pro Raupe oder Kokon statistisch erfasst) und diese Werte mit gesunden Nachzuchten älterer Generationen aus den Flachlandregionen in Mitteleuropa vergleicht um die These untermauern zu können.



    Viele Grüße,


    Robert

    Hallo Jakob,


    in unserer Nachbarschaft stehen zwei - ca. 50 Jahre alte - riesige Wallnussbäume. Deren Jungtriebe sind ebenfalls alle erfroren.
    Ich bin gespannt, wann diese Bäume in diesem Jahr wieder beginnen auszutreiben. Wahrscheinlich sehr spät!


    Gruß,
    Robert