Posts by Luckyluke

    Da die Post einen Lebend-Transport ausschließt, braucht die Post nicht zu haften.

    Das ist falsch, zumindest der erste Teil.

    Ich hatte dazu schon mal einiges aus den AGB der Deutschen Post zusammen getragen, es ging damals um versicherten Versand und Haftung - klick.

    Der Haftungsausschluss der Post hat eine Vielzahl anderer Gründe, siehe auch dazu der alte Thread; ein generelles Versandverbot gehört aber nicht dazu. Im Gegenteil, der Versand von Wirbellosen mit der Deutschen Post ist ausdrücklich erlaubt - unter bestimmten in den AGBs genannten Voraussetzungen.


    Gruß,

    Lucas


    PS: ich weiß auch nicht so Recht, worauf der Start-Beitrag abzielen soll. Es liest sich wie eine Beschwerde über einen Händler; falls dem so ist forenwanderer - bitte korrekterweise einen entsprechenden Handelsbericht im extra dafür gedachten Forum erstellen.

    Hallo Michael,


    bei vielen an/ auf Bäumen oder Sträuchern fressenden Arten verändern sich die Bauchbeine der Raupen kurz vor der Verpuppungsreife dahingehend, dass sich die kleinen Häkchen regelrecht zurückbilden und der Raupe immer weniger Halt geben. Dadurch werden diese natürlicherweise "gezwungen", die Pflanze zu verlassen und sich am Boden einzuspinnen/ einzugraben (soll heißen - selbst wer die Zeichen der Zeit nicht begriffen hat und sich rechtzeitig auf den Fußmarsch nach unten gemacht hat - fällt früher oder später trotzdem einfach vom Ast.
    Im Zuchtkäfig sieht man in dieser Übergangsphase zur Verpuppungsreife öfter mal solche Raupen, die sich noch mit den Brustbeinen irgendwo festgehakt haben, die Bauchbeine geben an der Käfigwand aber schon keinen Halt mehr.
    Kranke Raupen zeigen leider z.T. das selbe Bild.

    Bei deinem Foto kann man die Größe schlecht abschätzen; allerdings wirkt mir die Kopfkapsel der Raupe im Vergleich zum restlichen Körper noch viel zu groß; die L5 sieht also noch eher jung und keinesfalls vollgefressen oder auch nur in der Nähe von Verpuppungsreif aus.
    Am After hängt außerdem noch Kot (zwar haben auch verpuppungsreife Raupen oft einen verklebten A****), aber aufgrund der zu geringen Größe der L5er dubernardi ist dies mit sehr großer Sicherheit ein Krankheitsbild. Die Raupe ist zu 99% nicht mehr zu retten und sollte schleunigst von deinen anderen dubernardis im gleichen Käfig isoliert werden, sonst hast du womöglich in kurzer Zeit die nächsten Patienten "rumhängen".


    Gruß,

    Lucas

    Hallo,


    sorry Manfred aber bleib mal ein bisschen auf dem Teppich...

    Manches was du sagst, mag auf die "größeren" Schmetterlingspark-Ketten zutreffen. Was aber dennoch nicht bedeutet, dass solche Einrichtungen auf eine besondere Zielgruppe - kleinere Kinder im prägenden Alter, nicht dennoch eine u.U. lang anhaltende Faszination ausüben können, welche viele Jahre später Früchte treiben kann. Ich weiß wovon ich spreche, meine Passion z.Bsp. wurde mit 5 oder 6 in einem solchen Haus geweckt, welchem ich heute vllt. ebenfalls eher negativ gegenüber stehen würde. Aber damals als Knirps fand ich - natürlich! - das bunte Flattervieh in der Luft, saugend an den Futterschalen, ein paar Raupen an den Musa-Stauden sowie kleine "Schlangen" an den eigens eingestellten Zitrus-Pötten; zusammen mit der schwül-warmen, tropischen Umgebung sehr faszinierend! Ich bezweifle, dass eine im Vergleich dazu trockene "Vernisage" in diesem Alter bei mir ein ähnliches Interesse hätte wecken können. ;)


    Aber wie auch immer, die Menschen haben unterschiedliche Interessen, was natürlich auch altersabhängig ist, daher ist es natürlich auch nur logisch, auf möglichst großer Breite mit möglichst diversen Methoden zu versuchen, Begeisterung hervorzurufen. Ich schätze den Teil dieser Arbeit, welchen speziell du dazu leistest!
    Ich möchte aber auch den kleinen Beitrag von Schmetterlingshäusern dazu nicht gänzlich missachten. Viele solcher Parks bieten ebenfalls gute Führungen an, haben interaktive Schautafeln, ein kleiner Teil der entstehenden Nachzucht wird entweder vor Ort an der Flora im Flugraum belassen oder in extra Schauterrarien überführt (um die z.T. kostspielige Bepflanzung nicht zu sehr zu schädigen). Die Häuser sind damit natürlich nicht autark, sondern auf ständige Belieferung von Butterflyfarms in Übersee angewiesen - das sehe ich auch kritisch. Der finanzielle Gedanke dahinter ist ebenfalls ein guter Punkt. ABER von "Gelddruckmaschine" zu sprechen geht mir dann doch zu weit an der Realität vorbei! Klar, Ausnahmen gibts immer - ich war mal vor einigen Jahren durch Zufall zwecks Kinderbetreuung in einem Negativbeispiel für solch ein Haus, auf dem Gelände eines bekannten deutschen Erdbeeranbau-Monopolisten; eine karge kleine Halle, lieblos und möglichst sparsam eingerichtet und gleichzeitig vollautomatisch, mit Zahlautomat + Drehkreuz, dort hat keiner mehr nach dem rechten geschaut, das war nur zum Leute durchschieben. Aber das war eine große Ausnahme. Auf der anderen Seite habe ich als Schüler auch mal hier in der Nähe in Jonsdorf einen Monat als Schülerpraktikant in dem dortigen Schmetterlingshaus gearbeitet. Der Besitzer ist mit Herzblut dabei, lebt dort seine Passion aus und kümmert sich gefühlt 18h am Tag um seine Anlage + Besucher. Von "Gelddruckmaschinen-Stimmung" war dort nichts zu spüren, eher Existenzsorgen während der Wintermonate mit weniger Besuchern bei gesteigerten Fixkosten (Heizen + Beleuchtung).


    Wie auch immer, die Situation in Leipzig ist gänzlich anders gelagert.
    Hier wird jeden Sommer eines der existierenden Tropenhäuser leicht als Flughalle modifiziert. Die Modalitäten bleiben dennoch für alle der Gewächshäuser gleich, ob mit oder ohne Schmetterlinge - die Außenanlagen des botanischen Gartens, welche sicher 80% der ganzen Einrichtung ausmachen; sind wie bei den meisten Bot. Gärten, für alle komplett KOSTENLOS. Die kostenintensiven Gewächshäuser (Wartung/ Reparatur, Bewässerung, Steuerungselektronik, u.v.a. Heizkosten) verlangen ein (völlig gerechtfertigtes) schmales Eintrittsgeld - ob jetzt mit oder ohne Schmetterlinge. Kinder bis 6 (also eine wesentliche Zielgruppe) übrigens auch kostenlos. Eine Menge Leipziger haben ohnehin Jahreskarten für den gesamten Bot.Garten.


    Zudem gibt es sehr regelmäßig kostenlose Führungen, z.T. speziell für kleinere Kinder, Kindergartengruppen, Grundschul- und Schulklassen. Die Ablagen werden auf extra eingestellten, großen ContainerPflanzen (Citrus sp., Fabaceae, Annonaceae) kultiviert und zur Anschauung großgezüchtet. Dazu jede Menge Infotafeln und Begleitmaterial.


    Also alles in allem - klar kann man immer noch viel daran kritisieren, muss auch nicht alles gut heißen; aber Bot. Gärten sind nunmal IMMER Zuschussgeschäft und auf Spenden angewiesen, die wenigsten können kostendeckend arbeiten und mit Sicherheit kein einziger profitorientiert. Es gibt sicherlich verwerflicheres, als dafür zur Steigerung der Anziehungskraft für die Bürger, über den Sommer ein Schmetterlingshaus einzurichten.


    Viele Grüße,

    Lucas

    Moin,


    du schriebst an anderer Stelle vor kurzem mal, du hättest deine ligustri Puppen im Keller überwintert. Auch wenn es dort kühl ist, die Temperatur ist für die Überwinterung heimischer Arten dennoch viel zu hoch - das ist ja auch der Grund, weshalb deine Falter bereits jetzt, locker einen Monat zu früh, geschlüpft sind.

    Es ist denkbar, dass durch die (für die Überwinterung) zu hohe Temperatur in den vergangenen Monaten der innere Metabolismus der Puppen die Energiereserven der späteren Falter bereits aufgebraucht hat; diese zwar noch schlüpfen - mit letzter Kraft; dann jedoch sehr bald absterben.

    Auch starke, schnelle Temperaturschwankungen können dies zur Folge haben (Puppen aus dem Keller sofort ins Zimmer; oder dann doch nochmal wieder raus etc.)


    Indes bin ich kein Fan davon, jedes Problemchen in der Zucht auf abstrakte, ominöse Inzucht zu schieben - wo doch so gut wie immer Pflegefehler oder falsche Haltungsbedingungen viel naheliegender sind.

    Der anklagende Fingerzeig auf die Inzucht dient mehr der Absolution für den Züchter, denn man schiebt die Schuld für das Misslingen der Zucht auf den Vorbesitzer des Zuchtstamms oder allgemein auf die "Biologie"/ höhere Gewalt und muss sich keine Gedanken mehr um mögliche andere Gründe machen, für die man wohl selbst verantwortlich wäre... ;)

    Außerdem ist die Inzucht-Begründung inzwischen leider durch den allgemeinen Konsens unter Entomologen legitimiert; egal ob absolute Einsteiger oder alte Hasen - sobald von der Inzucht gesprochen wird, geht ein zustimmendes Raunen und Nicken durch die digitale Runde - ohne dass sich die wenigsten tatsächlich mal damit auseinander gesetzt haben; oder sogar praktische Versuche dazu unternahmen (zBsp. Parallel-Zuchten über viele Generationen hinweg usw.)

    Nichts für ungut.


    Gruß,

    Lucas

    Moin,


    evtl. Jungraupe von Lymantria dispar.

    Die kleinen lateralen Puschel jeweils vorn und hinten; die schwarzen Streifen der Kopfkapsel sowie die farbigen (rot, gelb) "Noppen" auf dem Rücken passen ganz gut zur L2.


    Gruß,

    Lucas

    Hallo Zusammen,

    Ich frage mich woran es liegt, dass es nicht so gut klappt. Soll ich mir eine dichtere Box kaufen? Soll ich mehr Wasser als Brennspiritus reinmachen?

    Habt ihr andere Tipps

    Dass Spiritus, vor allem in größeren Volumen-Anteilen, wegen der möglichen Schädigung und Verfärbung der Flügel eher ungeeignet ist, ist korrekt und wurde ja auch schon mehrfach hier erwähnt und gut begründet.


    Ich möchte allerdings kurz mit folgendem Halbwissen aufräumen, beispielhaft an diesen Zitaten:

    Spiritus würde ich nicht empfehlen, da die Dämpfe auf Dauer giftig sind. Außerdem greifen diese die Schuppen auf den Flügeln an.


    [...]

    ich benutzte den Ajax 3-Fach Aktiv anti Schimmel Glasreiniger.


    Der im Handel vertriebene Spiritus oder Brennspiritus ist nichts anders als hochprozentiger Ethanol, mit ca. 96%iger Reinheit, plus einem Vergällungsgemisch um die Ungenießbarkeit zu garantieren. Das ist das der einzige Unterschied zu normalem (natürlich reinem) Trinkalkohol.

    Ethanol ist natürlich nicht gesund, ja sogar ein Zellgift; aber man sollte das vor allem im Zusammenhang mit den hier eingesetzten Mengen - in Relation sehen.

    Ethanol, oder auch andere gängige Alkohole wie Isopropanol, haben in wässriger Lösung bereits bei 5-10% Volumenanteil eine stark antimikrobielle Wirkung. Bei über 10% gibt es nur noch sehr sehr wenige Mikroben, welche diese Lösung tolerieren (zBsp. speziell entwickelte Reinzuchthefen für die Weingärung).

    In einer üblichen Weichdose reicht es, wenn unten eine sehr flache Schicht Flüssigkeit steht, oder auch nur durchgeweichtes Zewa, Quarzsand etc. Für all diese Möglichkeiten sind zBsp. 100ml Weichflüssigkeit vermutlich mehr als ausreichend! Von diesen angenommenen 100ml könnten also 5-10ml Spiritus zugesetzt sein, um eine ausreichend antimikrobielle Weichlösung zu erhalten - mehr ist nicht notwendig oder sogar kontraproduktiv! Im Zusammenhang mit der "Giftigkeit" von Spiritus ist dieser Aufbau also vergleichbar mit einer offen im Raum stehenden Flasche Bier... oder 1-2 Gläsern Schnaps... Wobei die Weichdose die meiste Zeit auch noch dicht verschlossen ist... Also bitte die Füße auf dem Teppich halten!


    Nun noch kurz zum Glasreiniger (zum Thema "lieber keinen Spiritus sondern Glasreiniger benutzen") - bei den allermeisten Glasreinigern beruht die antimikrobielle Wirkung (anti-Schimmel etc.) ebenfalls auf der Beimischung von Reinigungs-Alkoholen, zBsp. Ehtanol oder Isopropanol, oft auch deren Gemische (Zbsp. je 5% Volumenanteil). Die gängigen Glasreiniger enthalten ca. 5-10% Alkohole. Der erwähnte Ajax 3fach usw. enthält laut Hersteller je bis 5% Eth. + bis 5% Isoprop. - also zusammen max. 10% dieser Alkohole ( ~ "Spiritus"!)
    Rein auf den Alkoholgehalt bezogen, ist es also Jacke wie Hose ob ich Glasreiniger oder selbstgemachte Mischung aus Wasser + Spiritus mit 5-10% Zusatz verwende.

    -> Glasreiniger hat natürlich noch weitere Inhaltsstoffe, auf die ich mich hier nicht beziehe; und Spiritus/ Ethanol ist wie erwähnt wegen der Flügel/ Verfärbungsproblematik trotzdem mit Vorsicht und in Maßen einzusetzen; ich wollte mich hier lediglich auf die beschriebene Problematik beziehen! Ich stimme den anderen zu, dass bei normalen Faltern mit ca. 24h Weichzeit derartige Zusätze (ob nun das eine oder das andere) generell meistens unnötig sind. <-


    Gruß,

    Lucas

    Dadurch und auch weil die Weibchen eh eher nur an einem Fleck sitzen, ist die Methode mit Tageslichtlampen oder einer Kühlung die kurze Lebensdauer zu verlängern auch bei den Weibchen absolut nicht zweckdienlich.

    Doch, natürlich kann das sehr zweckdienlich sein, eben um den Beginn des Lockens bzw. der Ablage unbefruchteter Eier zeitlich hinaus zu zögern, zBsp. weil gerade kein Männchen verfügbar oder bereits geschlüpft ist; aber in wenigen Tagen damit gerechnet werden kann.

    Auch wenn die Weibchen sich kaum bewegen, sobald sie anfangen zu locken läuft die Uhr. Auch wenn nicht sofort danach mit der Ablage (unbefruchteter) Eier begonnen wird, sondern erst Tage später; werden die Weibchen bei vielen Arten nach 2-3 Lock-Nächten bereits nur noch mit viel Glück angeflogen, da die abgegebene Pheromon-Konzentration wohl schon zu gering ist. Dann hilft oft nur noch Handpaarung.


    Unter Dauerlicht lassen sich auch die Weibchen oft gute 2-4 Tage inaktivieren, wodurch sich die Zeitspanne für den Schlupf eines passenden Männchens für eine potenzielle natürlich zustande kommende Kopula verdoppelt bis verdreifacht.


    Gruß,

    Lucas

    Ich mein, dass ich (und ich glaube auch andere) gerne wissen würde, ob ich einen fairen Preis für eine Art bezahle oder ob es über den „ideellen“ Wert hinausgeht.

    Mir ging das schon oft im Kopf rum und ich schaue auch immer nach dem billigsten Angebot. Ich vergleiche ständig und Tagelang.

    Wem beim Vergleich dieser beiden obigen Aussagen keine unüberwindbare Diskrepanz ins Auge fällt, wird womöglich auch nicht verstehen, weshalb es solch eine "Liste" nicht gibt und nicht geben wird.

    Denn genau das ist das Problem - die Suche nach einem "fairen" Preis wird oft lediglich aus der Sicht des Käufers geführt, und dann wird der faire Preis mit dem billigsten Preis verwechselt... Fair bedeutet für mich sowohl nicht überteuert - aber genauso auch nicht unter Wert! Wenn die Preise tatsächlich fair wären, d.h. auch den tatsächlichen Zeit- und Materialaufwand einer Zucht widerspiegeln sollten, dann würden die Preise der Inserate locker über Nacht um das doppelte steigen. Von daher ist dieses Argument ein absolut faules Ei - sorry.


    Das Hauptproblem bei jüngeren Züchtern sind nicht Abzocke oder übertrieben hohe Angebote (die Börse wird sehr aktiv moderiert und solche etwaigen Inserate kommen hier so gut wie vor; wenn, dann weist meist ein User in einem öffentlichen Thread recht zügig darauf hin!) - sondern der Wunsch, SOFORT und am besten gleichzeitig ALLES züchten und besitzen zu wollen.

    Ich empfehle da einen schönen Filmabend mit "Charlie und die Schokoladenfabrik" als charakterbildende Maßnahme.


    Bei den allermeisten Arten lässt sich ein erfolgversprechender Zuchtsatz für 20€ oder darunter erwerben. Ich denke das kann sich jeder leisten, unabhängig des Alters. Puppen etwas mehr, aber da hat der verkaufende Züchter i.d.R. ja auch schon viel Arbeit und Zeit reingesteckt und der Erfolg der Nachzucht für den Käufer tritt wesentlich zügiger ein. Wer sich natürlich mit Material von 20 Arten gleichzeitig eindecken will, sollte nicht nach Discounter-Schnäppchen schreien und überall potenziellen Wucher vermuten, sondern sich ein wenig zur Mäßigung besinnen...


    Angebot und Nachfrage spielt sicherlich auch auf Actias eine Rolle, dennoch sind die meisten nicht zum Geld verdienen hier, es gibt nur eine Handvoll kommerzielle Anbieter (und auch die haben aufgrund einer mehrgliedrigen Lieferkette keine fette Gewinnmarge und werden sicherlich nicht reich damit). Für alle anderen Züchter ist der verlangte Preis mehr eine Aufwandsentschädigung als ein monetärer Wert. Daher ist es auch jedem Anbieter selbst überlassen, was er/ sie für einen fairen Betrag hält und jedem Käufer ist es überlassen, selbst zu entscheiden; wieviel einem Material XY wert ist. In meinen Augen sind nicht die fast nie vorkommenden Wucher-Angebote hier das Problem, sondern Züchter, die bei größerem Über-Angebot (bestes Beispiel die ollen Samias) jede Woche zwei neue Inserate schalten, mit noch niedrigeren Dumping-Preisen, nur um immer möglichst oben in der Börse zu stehen, und alle anderen mit ihrem Ramsch auszustechen. Sowas macht die Börse kaputt, nicht anders herum; denn dadurch entsteht eine völlig falsche Wert-Vorstellung für Zuchtmaterial!


    Kurzum - die Börse ist ja für jeden User einsehbar und mit der Suchfunktion kann man schnell und bequem alle Inserate zu einer bestimmten Art anzeigen lassen. Dadurch bekommt man sehr schnell ein gutes Gefühl dafür, was denn "normale" Preise sind/ in letzter Zeit waren. Das dauert wenige Minuten, sicher nicht Tage; ich denke das kann man jedem eigenverantwortlich zumuten.

    Hi,


    In Sphingidae Mundi die Bibel über Sphingidae der WElt dort ist die genannte Art nur in Peru gemeldet. IM Bold Systems ist die Art auch aus Costa Rica gemeldet.

    Du hast Recht, man kann dieses Buch sehr wohl als die "Sphingiden-Bibel" bezeichnen, allerdings auch mit dem Wissen im Hinterkopf, dass es leider nach wie vor kein vergleichbares, weltumfassendes Werk aus der jüngeren Zeit gibt (zumindest nicht in Printform als Bildband)... Mangels einer Alternative ist es also tatsächlich das Standard-Werk, um einen möglichst umfassenden Überblick über die Sphingidae zu bekommen; was aber gleichzeitig nicht heißt, dass das Buch aus heutiger Sicht mit Vollständigkeit, Genauigkeit und Richtigkeit der Angaben/ Nomenklatur usw. brillieren kann.
    Das Werk ist inzwischen 35 Jahre alt, klar hat sich da viel geändert; außerdem muss man sich die Entstehungsgeschichte aller Publikationen von D´Abrera vor Augen halten... Die Abbildungen sind allesamt ausschließlich von Präparaten der gleichen Sammlung des British Museum of Natural History. Arten oder Individuen, welche zur Zeit der Entstehung des Buchs dort nicht vertreten waren; existieren somit auch nicht. Wenn von abgebildeten Arten nur wenige Präparate zur Verfügung standen; oder auch nur eines, auf dessen Etikett "Peru (Chuchuras, Yahuarimayo) 1200 feet" stand, dann kommt die Art laut D´Abrera halt auch nur dort vor.

    Der Autor war übrigens seinerzeit ein - naja sagen wir mal "kontroverser" Charakter... Bis zuletzt Kreationist durch und durch, sowie - in entomologischen Kreisen - eine der lautesten Stimmen des späten 20./ frühen 21.Jahrhunderts gegen die Evolutionstheorie etc. Ich empfehle, sich mal mit der Rezeption des Mannes vertraut zu machen, und welche Fehden (und mit wem) er in wissenschaftlichen Kreisen über viele Jahre hinweg bezüglich seiner Ansichten führte (->google)...8|

    Dies im krassen Gegensatz soll aber natürlich nicht die Bedeutung seiner "Mundi"-Bände schmälern, nicht falsch verstehen. Finde es nur interessant und wichtig, die andere Seite des Autors im Hinterkopf zu haben ;)


    Was ich sagen will ist; auch wenn es zweifellos auch derzeit noch der umfassendste Sphingidae-weltweit Bildband ist; sollte man dennoch nicht jedes Wort darin für bare Münze nehmen und die Angaben in Bezug auf Vollständigkeit und Richtigkeit mit Vorsicht genießen ;)

    Und ja, ich habe das Buch auch und bin ein großer Fan -> unter den eben genannten Einschränkungen :dafür:


    Gruß,

    Lucas

    Option 3 hört sich interessant an. Wirfst du die Sachen dann im Briefkasten ein?

    Ja genau, das ist problemlos möglich.

    Die 3cm Dicken-Begrenzung ist genau dafür gedacht, die Post ist deshalb so günstig im Vergleich zu DHL Paket/ Päckchen, da sie nach EU Norm durch jeden Briefkasten-Schlitz passt ( und zum andern online ist...). Das spart Zeit- und Personalaufwand bei der Zustellung.
    Im Winter bringe ich die vorfrankierten Sendungen jedoch trotzdem zur Filiale (ist bei uns im Eingangsbereich vom Supermarkt^^), allerdings werfe ich sie dort einfach wortlos mit einem freundlichen Nicken in die Briefkasten-Box am Schalter, ohne Anstehen und Kontakt zum Angestellten ;)
    Einfach damit die Sendungen nicht im kalten Briefkasten liegen, bis zur Leerung.


    Ich hatte den Maxibrief in die Schweiz bereits mit Online Marke 3,70 frankiert. Den hat sich mir einfach nicht abgenommen, Karton 350x250x50mm Gewicht etwa 300 Gramm.

    Also im Prinzip wäre da alles richtig, was Maße und Gewicht angeht. Und streng genommen dürfte dir die Annahme auch nicht verweigert werden; sofern es sich offiziell im Dokumente handelt. Die Briefpost ist auch nicht Zoll-Deklarationspflichtig, nur Warenpost.

    Aber ich vermute mal, du hast dich im Laufe des Gesprächs schon allein durch das Unwissen des Warenverbots + möglicher Nachfragen verraten? ^^
    Dann ist das blöd gelaufen, nächstes Mal weißt du Bescheid und weißt was du sagen musst ;)
    Oder halt den legalen Weg mit Kundenkonto und online-Porto

    Hallo liebe User,


    ich möchte provisorisch schon mal darauf hinweisen, dass mögliche Folge-Beiträge in diesem Thread bitte weiterhin zumindest im roten Faden entomologisch orientiert sein sollten ;)


    Wer seinen Frust oder seine neuesten Erkenntnisse eines abgebrochenen Power-Epidemiologie Studiums trotzdem für mitteilungswürdig hält, der suche sich bitte iiiirgendein anderes Online-Angebot und kommentiere wild drauf los - ganz egal wo, ob Facebook, Youtube, Twitter oder Spiegel.de Kommentarspalten, es sieht derzeit ja überall gleich aus. Actias muss daher nicht noch ein weiteres "Battlefield" werden.


    Das Thema von Andreas ist berechtigt und daher diskussionswürdig, bitte lasst es nicht abrutschen 8)


    Viele Grüße

    Hallo Toralf,


    schon seit Anfang 2019 dürfen in der internationalen Briefpost, wozu also auch die vormals als Maxibrief frankierbare Kartons von max. 5cm Höhe/ Dicke fielen, keine "Waren" mehr versendet werden; nur noch Dokumente. Dies gilt für Privatpersonen und nur begrenzt für Geschäftskunden.

    Diesbezüglich hatte die Frau am Schalter also Recht. Allerdings bezweifle ich, dass die Post-Angestellten in der Filiale Sendungen aus diesem Grund abweisen dürfen; wenn sonst alles in Ordnung ist (Gewicht + Maß passt du Frankierung) -> das scheint in deinem Fall ja nicht der Fall gewesen zu sein, ansonsten hat Heiner Recht - wenn du am Schalter sagst es handelt sich um Dokumente, dann muss es auch angenommen werden. Eventuell wird es dann in den großen Sortieranlagen rausgezogen und geprüft, aber ich denke das passiert fast nie...

    Es gibt nun also 3 Möglichkeiten des Versands von "Maxi-Brief"-ähnlichen Kartons:


    1. Man macht alles wie gehabt, sprich Waren offiziell unerlaubterweise weiterhin in die Kartonage und geht davon aus, dass es ganz normal durchgeht.

    Preis dann im Inland bis 5cm Höhe und 1000g 2,70€, EU Ausland sowie auch Schweiz, GB... als Großbrief L. min. 17, B. min. 9, L+B+H max. 90cm, max. 500g für 3,70€


    2. Man wählt die offiziell regelkonforme, teurere Option für Privatkunden, der Warenversand ist in diesem Fall nur noch über DHL Päckchen/ Paket international möglich: EU Ausland (also nicht mehr GB, Schweiz) -> Päckchen XS EU, max. 2kg und max. 35x25x3 cm für 4,89€, außerhalb EU (Schweiz, GB) zu den selben Maßen kostet bereits 8,89€


    3. Man nutzt die Möglichkeit, welche die Post 2019 extra als Lücke im System geschaffen hat, und meldet sich als "Geschäftskunde" an. Das klingt komplizierter als es ist, ist in 3min erledigt. Im Prinzip legt man sich nur ein Kundenkonto an. In den AGBs steht nirgends, dass man ein Firmenkunde sein muss, als Firmenname trägt man also einfach sich selbst als natürliche Person ein -> also seinen Namen. Theoretisch muss man eine bestimmte Anzahl an Sendungen pro Quartal schaffen, (10 oder so) aber es gibt auch keine Sanktionen oder Konsequenzen wenn man das nicht schafft...

    Ich nutze diese Möglichkeit selbst seit 2 Jahren und hatte noch nie Probleme, - seit aberdutzenden Sendungen inzwischen.
    Sehr viele Ebay-Verkäufer im Gelegenheits-Sektor etc. nutzen diese Möglichkeit, das ist also keine findige Masche sondern eine Lücke, welche die Post ganz bewusst geschaffen hat.

    Die Konditionen sind nun folgende:

    Warenversand international XS L: 14 bis 35,3cm, B: 9 bis 25cm, H: max. 3cm, bis 500g EU-Preis für 3,20€ + MWSt (insg. ca. 3,80€), Non-EU (CH, GB) für 3,80€ dafür aber MWSt. befreit (entspricht also auch dem Endpreis). Die immer schon notwendige Zoll-Freimachung kann man bequem im Online-Porto mit ausfüllen. Tracking Option ist ebenfalls verfügbar (zu vergleichsweise geringem Aufpreis)

    Wer es eine Nummer größer braucht -> Warenpost International S L: 14-60cm, B: 9-60cm, L+B+H max. 90cm, max. 500g; für (EU) 3,70€ + MWSt. bzw. Non-EU für 5€ (entspricht Endpreis da MWSt befreit).


    Die dritte Option ist momentan die mit Abstand günstigste und schnellste, besonders in Non-EU Länder; natürlich die Legalität mit einbezogen... Maxi/ Großbrief ist natürlich geringfügig günstiger; allerdings wie gesagt genau genommen nicht mehr erlaubt.

    Wer also auf Nummer sicher gehen will, aber nicht mehr Geld ausgeben möchte, sollte sich einfach ein Kundenkonto anlegen und fertig.
    Einen Haken hat die Sache - die meisten "günstigen" Optionen die ich gerade unter Punkt 3 genannt habe, sind nur als Online-Version verfügbar.
    Wer also wie schon seit 40 Jahren nach wie vor wegen jeder einzelnen Frankierung, Kartonage, Briefmarke oder sonst nem Pups in die Filiale rennt und sich dort mit den Angestellten rumschlägt, dem wird diese Umstellung evtl. zu nervig sein...
    Man meldet sich halt an, wählt seine Versandoption, packts in den Warenkorb -> Zahlung zbsp. mit Paypal und kann die Onlinemarke direkt ausdrucken, ausschneiden aufkleben. Ich finds deutlich entspannter und man muss sich nirgends ne halbe Stunde anstellen und hoffen, dass der Mensch hinterm Schalter heute gute Laune hat. Aber es gibt sicher Leute, bei denen ist es genau umgekehrt, da ist die Post-Website + der Drucker eher Feind als der/die Post Angestellte ;)


    Gruß,
    Lucas

    Hi,


    Ich werde es mal mit diversen Ranken und krautigem Zeug das hier am Fluss wächst probieren.

    Da es sich bei beiden Individuen um Männchen handelt, kannst du dir dies zumindest bei diesen beiden sparen ;)
    Aber womöglich hast du ja mehrere Tiere dazu am Licht gehabt oder zukünftig nochmal Glück.


    Gruß,
    Lucas

    Liebe User,


    ich möchte darum bitten, ein wenig die Fassung zu waren und den Text eventuell noch ein zweites oder drittes Mal zu lesen.

    Ein Mitglied, eckhard, hat lediglich ein schönes, entomologisches Erlebnis der jüngsten Vergangenheit mit der Community geteilt, sowas nannte man früher mal "Reisebericht" und es gibt ein ganzes Forum davon hier auf Actias. Um weiteren Missverständnissen vorzubeugen, werde ich den Thread daher jetzt auch dorthin verschieben.


    Unabhängig davon ist der Thread aber NICHT im Forum Bestimmungshilfe erstellt worden, daher kann ich die ganze Aufregung auch nicht ganz nachvollziehen! Eckhard mag den Namen des detaillierter beschriebenen Tieres in seinem Reisebericht nicht erwähnt haben, es sollte doch aber klar verständlich herauszulesen sein, dass ihm die Art bereits im Moment des ersten Auftauchens sehr wohl bekannt war. Jedenfalls hatte ich kein Problem damit, den Text in dieser Weise zu interpretieren. Da auch so ziemlich jedem anderen Entomologen klar sein dürfte, um welche Art es sich handelte, hat er es vermutlich nicht für nötig befunden dies extra noch zu vermerken (oder es schlicht vergessen ;)).


    Egal wie es nun war, eine Bestimmungsanfrage hat es jedenfalls - offensichtlich - nie gegeben, daher bitte ich auf weitere aufgeregte Kommentare diesbezüglich zu verzichten; stattdessen DANKE eckhard für diesen kleinen aber feinen Bericht in einer doch sehr "reisearmen" Zeit :daumenja:


    Gruß,
    Lucas

    Hi,


    was soll das für ein Gender-Agreement sein? Wer hat da eine Übereinkunft getroffen? Genderisten dürften an einer Latinisierung ihrer Ideologie kein Interesse haben, und Nachtfaltern ist es latte, ob ihr Geschlecht ein soziales Konstrukt ist.
    Lateinisch korrekt heißt es Smerinthus ocellatus.

    Tja, manchmal meint "Gender" halt auch einfach nur zu deutsch "Geschlecht", in einer international verständlicheren Sprache; und nicht eine in "eher konservativen" Kreisen inzwischen zum Schimpfwort avancierte "Ideologie" (was auch immer das bedeuten soll...). Also immer mit der Ruhe ;)


    Das sogenannte "Gender Agreement" oder auch "Agreement in Gender" ist weder der jüngsten Zeit entsprungen noch hat es irgendetwas damit zu tun, die Entomologen bei Stammtisch-Gesprächen sexuell zu verwirren; sondern ist immerhin offizieller Bestandteil im International Code Of Zoological Nomenclature, der gleichnamigen Commission. Und das seit mind. der dritten Version von 1985, (womöglich auch schon vorher, das weiß ich leider nicht).


    Ich zitiere, Chapter 7, Article 31.2:

    Quote

    Agreement in gender


    A species-group name, if it is or ends in a Latin or latinized adjective or participle in the nominative singular, must agree in gender with the generic name with which it is at any time combined.

    Also im Prinzip genau was du auch selbst schon geschrieben hast!
    Grammatikalisch korrekt muss die Endung des Artepithetons, sofern es sich in beschreibender Weise auf den vorstehenden Gattungsnamen bezieht, an das Geschlecht desselben (falls durch eine lateinisierte Endung überhaupt ersichtlich) angepasst WERDEN.


    Naja, also offiziell, theoretisch... denn praktikabel ist das oft nicht, es betrifft ja nicht nur das Abendpfauenauge, sondern eine riesige Menge weiterer Arten, außerdem wäre es nicht immer so einfach zu berichtigen, wie in diesem Beispiel und viele sind der Meinung, der bei der Erstbeschreibung verwendete (und meist, nicht immer!) gebräublichere Name (hier: ocellatA), ist zu verwenden, auch wenn er sprachlich falsch ist - um nicht noch mehr Verwirrung durch scheinbare Synonyme und alternative Schreibweisen zu erzeugen.


    So verzichtet beispielsweise auch die "Fauna Europaea" und das Lepiforum auf die grammatikalische Berichtung all ihrer Einträge (hier nachzulesen, unter Agreement in Gender: Bestimmungshilfe des Lepiforums: Glossar A )


    Also - Fazit: so richtig "richtig" oder "falsch" ist keines von beiden. Argumente finden sich für beide Versionen. Und streiten kann man sich lang darüber. Wird ja auch gemacht, der "Zoological Code" wird weithin oft kritisiert und mit nötigen Reformen ist es auch so eine Sache.


    Gruß,
    Lucas

    Hi,


    Lennard - wenn man etwas verkaufen will ist es zweckmäßig das Rezept hinter seinem Produkt nicht jedem der nett fragt auf die Nase zu binden.
    Serge hat mit seinen Kollegen dieses vollsynthetische Kunstfutter über Jahre hinweg entwickelt und optimiert. Er hat sicher viel Geld darein investiert und lebt nun vom Verkauf seines Produkts.
    Dieses kannst du bei ihm erwerben - wie er dir schon mitgeteilt hat.


    Du schreibst doch auch nicht an Coca Cola und versuchst das Zeug selbst zu mixen sondern kaufst die Ware im Laden. Genauso ist das hier, Punkt.


    Im übrigen gibt es auf ACTIAS bereits ein (ich vermute mal) etwas simpleres Rezept, dass von den Russen entwickelt und hier veröffentlicht wurde.


    Artificial Diet Andrew Z.



    Und ich möchte dir nicht zu nahe treten aber deinem Schreibstil nach zu urteilen bist du noch in einem Alter in dem dich bereits die Beschaffung einiger Zutaten aus diesem Rezept überfordern würde, geschweige denn von Serges aktueller Version die sicher noch komplizierter ist.
    Abgesehen davon sind einige Zutaten gar nicht in den winzigen Mengen erwerbbar wie du sie benötigst, sodass du größere Mengen kaufen müsstest; welche dann erstens ungenutzt bleiben würden und zweitens ein Vermögen kosten; pro Zutat schon ein Vielfaches von dem was Serge für ein Kilogramm des fertigen Produkts verlangt.


    Darauf wurdest du hier aber auch schon hingewiesen. Von daher mein Tipp - lies nochmal die gut gemeinten Ratschläge der anderen und züchte einfach wie jeder andere auch auf Oleander; oder wende dich einfach an Serge wenn du sein Kufu testen möchtest.

    Quote

    Ich möchte die Oleanderschwärmer lieber mit kufu füttern, weil dann die überlebensrate steigt.


    Woher nimmst du dieses Wissen?
    Du hast noch keinerlei Erfahrung mit Kufu. Der Aufwand, Hygiene etc. ist um ein vielfaches höher und da nerii nicht an dem einfachen Kufu, dessen Rezept du schon gefunden hast, zu züchten ist sondern nur den sehr komplexen Nahrungsbrei der Russen annimmt (wo ich bezweifle dass du überhaupt alle Bestandteile besorgen kannst sollten sie das Rezept veraten) glaube ich kaum dass du damit erfolgreicher bist als wie jeder andere auch mit Pflanzenmaterial zu füttern...
    Zudem haben mit nerii an Kufu bisher nur die wenigsten Leute gute Erfahrungen gemacht, meist mit großen Verlusten bis Totalausfall. Die Rede ist hier wieder von dem Kufu, welches man auch als normlaer Züchter oder Minderjähriger zusammenstellen kann. Von daher ist die Aussage, dass damit die Überlebensrate steigt, schlichtweg falsch...


    Wenn du schon genügend Oleander zusammen hast, wie du schreibst - dann zieh die Tiere doch einfach daran?! Eine bessere Möglichkeit gibt es nicht!


    Lucas

    Hi,

    Quote


    Also ich würde von Kirschlorbeer als Futterpflanze für A. atropos nur sprechen, wenn sie von Anfang an auch akzeptiert würde, oder ab einem bestimmten Larvalstadium bis zur Puppe erfolgreich verfüttert werden könnte


    Genau das hat Josef doch berichtet?! Verstehe nicht wo das Problem ist, nach seinen Aussagen haben die Raupen nach der Sud-Behandlung erfolgreich an Prunus laurocerasus gefressen, auch schon ab L1 wie ich das verstanden habe. Die 3 Ausfälle können sonstwie erklärbar sein und sind kein sicheres Zeichen für eine Nichteignung, wohl aber sind 2 Tiere nach seiner Aussage groß geworden und das muss man nunmal als positive Überraschung vermerken und gegf. selbst ausprobieren oder nachprüfen.
    Was nützt da die Wortklauberei Futterpflanze ja oder nein; wenn sie dran groß werden ist die Frage ja irrelevant bzw. eigtl. beantwortet.


    Josef, mich würde noch interessieren ob du die Ovalifolium-Behandlung die ganze Fraßzeit über bis L5 aufrecht erhalten hast oder ob die Raupen das laurocerasus Futter irgendwann auch "pur" aktzeptiert haben?


    Ciao,
    Lucas

    Moin,


    die Tiefe in die sich die Raupen graben ist abhängig vom Substrat, das hast du richtig erkannt. Ich habe das mal ausgetestet indem ich bei einigen normalen großen Konserven den Boden entfernt und diese dann zu 2er, 3er und 4er Türmen gestapelt habe... die Raupen hatten somit nach unten zwischen reichlich 10 und 45cm Platz zum vergraben.
    Je lockerer und weicher das Substrat, desto schneller kommen die Tiere voran und desto tiefer vergraben sie sich auch. Es ist aber nicht nötig, dass die Raupen immer komplett von Substrat umschlossen sind, meine liegen i.d.R. auch immer am Boden der Konserve und es gab noch nie Probleme.


    Das Kokohum ist sehr gut geeignet, wenn es nicht zu feucht ist - wie du schon schriebst. Zum Quellen benötigen diese Päckchen oft viel mehr Wasser als eigentlich gut wäre, ich nehme daher immer erst einen Eimer mit reichlich Wasser, lasse das Substrat gut weichen und drücke dann in kleinen Portionen zwischen den Händen soviel Wasser wie möglich wieder heraus. Die Restfeuchte ist dann ideal und wenn man die so zusammengedrückten "Batzen" locker über einem zweiten Eimer zerreibt ist auch das Volumen wieder gegeben.
    Zum Höhlenbau ist das ganze gut geeignet, da Kokohum aus Fasern besteht, welche von den Raupen gut versponnen bzw. mit der letzten Darmleerung verklebt werden können. Wenn du dennoch ein wenig Dichte reinbringen möchtest kann man das ganze jedoch auch einfach mit gröberen, nicht scharfen Kies/ Sand, keimfreier Einheitserde (gegf. im Ofen erhitzen etc.) "strecken"... Mengenverhältnis halt so bis das gewünschte Gemisch entsteht, das muss man dann einfach Fühlen...


    Eins noch - zum Kühlschrank, um Missverständnissen vorzubeugen:
    Die schriebst:


    Quote

    Die höchstmögliche Temperatur in dem Kühlschrank ist 7 Grad, höher kann ich sie nicht stellen. Das sollte aber auch ohne Schaden vertragen werden oder?


    Die meisten (älteren) Kühlschränke haben keine interne Temperaturanzeige, sondern ein kleinen, stufenlos drehbaren Regler mit der Bezeichnung 1 - 7.
    Ich bin natürlich kein Küchenexperte, aber ich kann mir nur schwer vorstellen dass es Kühlschränke gibt, die maximal bei 7°C kühlen (kann mich aber irren ;) )
    - wohl aber kann ich mir gut vorstellen, dass es viele Leute gibt (selbst schon erlebt), welche den Regler mit der Temperaturanzeige verwechseln und sich wundern, dass immer der Pudding oder das Gemüse gefriert, obwohl doch 7°C (also fälschlich Stufe 7) eingestellt sind :!::!::!:
    Die Kühlstufen 1 - 7 bezeichnen natürlich die Intensität der Kühlung, nicht die gewünschte Temperatureinstellung. 7 ist dabei logischweise die höchste Stufe, sprich die stärkste Kühlleistung (die niedrigste Temperatur wird erreicht)
    Falls dir das bewusst ist entschuldige bitte dass ich an dir gezweifelt habe :D
    Aber ich habe da echt schon so viel Missverständnisse erlebt dass es mir doch erwähnenswert war... Wenn du nämlich die Stufe 7 auswählst und die Puppen dann also bei fälschlicherweise 7°C reinpackst, schaffen die das keine paar Tage bis Exitus. Und das wäre ja schade :thumbup:


    Ciao,
    Lucas

    Moin,


    diese Blätter kannst du getrost entsorgen. Der Gehalt ist auch nicht höher als wenn du trockenes Herbstlaub vom Boden aufsammelst...


    Bei der Trocknung von Pflanzenteilen ist es zwingend notwendig dies so schonend wie möglich zu machen, insbesondere was die Kombination Hitze + Feuchtigkeit angeht.
    Die allermeisten essentiellen Inhaltsstoffe, welche das spätere Blattpulver von einem Stück Cellulose-Taschentuch unterscheidbar machen, sind sehr leicht zu zerstören. Die meisten Vitamine verlieren ihre Funktionalität bei ca. 40 bis 50°C, gleiches gilt auch für Farbstoffe wie Chlorophyll (daher die braune Verfärbung) usw...
    Wenn du die frischen, saftigen Blätter sofort auf 80°C erhitzt (oder auch 50°C) werden zudem noch durch die feuchte Hitze jede Menge der "geschmacksgebenden" Inhaltsstoffe vernichtet oder zumindest verflüchtigt, seien es nun Säuren, ätherische Öle etc.
    Selbstverständlich denaturieren bei diesen Temperaturen auch die Proteine, das sollte ja bekannt sein.


    Übrig bleibt letztendlich also nur ein Gebilde aus zum größten Teil Polysacchariden (hauptsächlich Cellulose), einigen unempfindlichen Mineralstoffen und den Resten von dem was du eigentlich benötigst, um die Raupen an dein Kufu zu bekommen. Das Kufu nach dem obigen, recht simplen Rezept ist ohne gutes Blattpulver ein ziemliches Mangelfutter, ich würde dir also raten einen neuen Versuch zu starten.


    Mein Tipp: Zweige/ Äste erstmal einfach 48h ausgebreitet an einem trockenen, zimmerwarmen Ort liegen lassen (nicht auf der Heizung! Da hast du auch schnell sehr hohe Temperaturen) und vortrocknen, manchmal reicht das schon. Die Restfeuchte kannst du dann tatsächlich im Ofen oder auf der Heizung austreiben, nur nicht zu heiß werden lassen (Ofen: Umluft, Temperatur so niedrig wie möglich, nicht über 50°C und am besten die Ofentür einen Spalt offen stehen lassen sowie mit der Hand ab und zu die Real-Temperatur fühlen/ Heizung: nur Handwarm aufdrehen, Zweige ab und zu wenden)
    Sobald das Material beim Befühlen Knistert und Zerfällt über einer großen Schüssel, Backblech etc. die Blätter von den Zweigen abstreifen und entweder zwischen den Handflächen fein zerreiben oder in der Küchenmaschine klein häckseln. Das Blattpulver dann am besten nochmals für einige wenige Stunden gut ausgebreitet (Backblech...) stehen lassen (Heizung), dann luftdicht abfüllen und einfrieren. Das ganze dauert also nichtmal 3 Tage, schneller gehts eigentlich nur im Sommer oder wenn du einen professionellen Dörrapparat für Obst usw. besitzt.


    Über die benötigte Menge kann ich dir nichts sagen, das hängt natürlich davon ab wieviel du im Kufu verwendest, wie sparsam du damit umgehst, wie oft du fütterst, etc.
    Prinzipiell geht beim Trocknen auf ein Gewichtsanteil von 90-95% verloren, wenn du also ein Päckchen mit 100g herstellen willst (weniger würde ich nicht machen), solltest du wenigstens 1kg frische Blattmasse einsammeln (ohne das Gewicht der Zweige/ Äste natürlich...)


    Aber speziell bei Liguster - bleibt der Ligustrum ovalifolium im Winter bei dir nicht grün? Suche am besten welchen in geschützten, schattigen Stellen und verwende diesen frisch zum verfüttern! Auch wenn diese Herstellungsmethode sehr schonend ist - für Blattpulver ist es eigentlich schon viel zu spät... Von den wintergrünen Futterpflanzen ist die Verfütterung frischer Blätter immer besser


    MfG,
    Lucas