Beiträge von jabdoulaye

    Hallo Jakob,

    ich vergaß noch anzuführen:

    Grungsätzlich könnte gelten - kleine Falter, kleines Netz - große Falter, großes Netz.

    Schwärmerfang kann ich mir nur bei wenigen tagaktiven Arten bzw. nachts, wenn sie um eine Lichtquelle herumschwirren, vorstellen.
    Nymphaliden sind ja oft recht scheue und schnelle Falter.
    Für beide würde ich möglichst leichtes und damit gut zu führendes Gerät nehmen, also Bügeldurchmesser 40 cm.
    Die Stablänge ist auch insofern wichtig, da man Kompromisse zwischen Länge und Hantierbarkeit eingehen muß.
    Ich empfehle dazu einen Teleskopstab von nicht mehr als 1,5 m, bei sehr leichten und steifen Material können es auch 2 m sein.
    Für Bügel mit Schraubzwinge wird man geeignete Teleskopstäbe schwer finden. Ich hatte mir dazu früher billigere, aber stabile Einbeinstative aus dem Fotoladen geholt. Ansonsten haben noch Outdoorausrüster mit Zubehör an Aluzeltstangen oft geeignetes Material.
    Ich war deshalb dazu übergegangen, aufschraubbare Bügel zu benutzen, die mit Zwinge, also auch das Japannetz, benutze ich dann ohne Stab.Für letzteres kommen meines Erachtens nur kurze, dünne Stöcke in Betracht (der Durchmesser der Hülse mit der Zwinge ist deutlich geringer)

    Beste Grüße

    Hans

    Hallo Jakob,

    das kommt darauf an, was du willst.
    Grundsätzlich sind leichtere Netze besser zu benutzen. Japannetze gibt es meines Wissens ohnehin nicht größer als 38 cm.
    Auch spielt der Netzstoff eine Rolle.
    In heutigen Zeiten würde ich nur einen zusammenlegbaren Bügel nehmen, ein Durchmesser von 40 cm geht dann ganz gut.
    Mit großen Bügeln hat man bei schnellen Arten manchmal Schwierigkeiten, auch sind sie oft nicht starr genug.
    Ich selbst benutz(t)e Bügel zwischen 35 und 65 cm, man liegt aber bei 40 cm wohl nie falsch, 50 cm sind auch noch recht handlich.
    Es gibt 2 Arten von Bügeln : mit Zwinge, diese kann man auf die schnelle auch ohne Stock benutzen. Dann gibt es welche (nicht bei Entomeier, München), die werden vorne auf einen meistens in eine abgesägte (Teleskop-)angelrute gesteckten Konus mit Innengewinde eingeschraubt.
    An Netzstoff eingnet sich feines, glattes Perlon ganz gut, Farbe sollte eher grün oder schwarz sein. Für empfindliche Schnellflieger sollte man sich etwas aus Seide nähen(lassen).
    Ich empfehle auch zur Materialauswahl auf eine größere Börse im Winter zu gehen. Dort wird häufig verschiedenartigstes Material angeboten,viel gutes kommt dabei aus Tschechien.

    Beste Grüße

    Hans

    Erst einmal
    @ Jürgen0211 vielen Dank für die prompte Bestimmung, ist zwar auch in meinem schlauen Buch, aber sehr schlechtes Bild.

    Habe mittlerweise mehr Informationen: auch an der Mosel wurde Anfang Mai Falterflug festgestell. In der Slowakei - allerdings nur eine Mitteilung - scheint es ebenso fruher abzugehen.
    Allerdings scheint es so extrem nur die Region bis zu 1. Alpenhauptkamm zu betreffen. In der Schweiz wurde mir einheitlich erzählt, daß es im Süden (Tessin, Wallis) wetter- und sonnenmäßig nicht so vorteilhaft war.
    Ich war am 5.5. auch im Valle Mesolcina (GR) und sah an einer sehr tief liegenden Flugstelle nichts. Im Nachhinein ärgerte ich mich, daß ich nicht noch die 40 Km zugelegt habe, um nach dem triumphator zu sehen, dort ,wo ich am 9.5.2007 schon reichlich Falterflug feststellen konnte.Zeit war genug.

    Bezüglich meiner für mich neuen Fundstelle hat sich ja kein Experte gemeldet. Es ist im Kanton Sankt Gallen in Rheinnähe. Sicherlich dürften die Fundorte bekannt sein, habe sie aber nirgenwo in der Literatur gefunden. Nach dem mir zugänglichen Material kann ich nicht sagen, ob es sich um eine neue Subspecies handeln kann, ich glaube vielmehr, daß der Falter sich in den letzen Jahren von Vorarlberg über den Rhein ausgebreitet hat und nun von St. Margarethen bis Sargans vokommen soll. Also bezauensis.
    Mein Fund geht auf die Empfehlungen, schon vor vielen Jahren , des bekannten Hobbynaturfoschers Roland A. Müller, Sankt Gallen, zurück, der mich immer animiert hatte, einmal in diese Richtung zu suchen. Eigentlich wollte ich jetzt nur das Biotop nach Raupen erkunden.
    Für den Fall, daß sich doch eine neue Subspecies ergeben sollte, möchte ich jedoch den Subspezieswahn in extenso betreiben und dafüt den Namen martinae reservieren. Diesmal nach einer Göttin, die Heimat der viel zu früh zurückgetretenen Tennisgöttin Martina H.
    Es müssen ja nicht immer Königinnen etc. sein :grinsen: :grinsen: :grinsen: .

    Ich habe jetzt noch 4 HD Videos bei You Tube hochgeladen. Hierzu möchte ich anmerken, daß die Raupenvideos recht mäßig sind, da ich wegen der Lichtverhältnisse und Kontrastarmmut, die Raupen nicht auf dem Camcorderdisplay erkennen konnte.
    Natürlich liegt Mittenwald am Wettersteingebirge und nicht Karwendel.
    Ebenfalls handelt es sich beim Faltervideo anfangs natürlich um Männchen. Ich war halt aufgeregt.

    Hier die Videolinks


    [video]

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    Hallo Chris,

    ich wohne natürlich weit weg, so kann ich solche Explorationen immer nur in einer mehr oder weniger umfangreichen Tour machen. Mittlerweile kenne ich die Kolonien in den deutschen Mittelgebirgen und auch anderswo recht gut.
    Was die Biotope angeht, schienen mir die vom Melliculus recht unverändert, sicherlich hatte die extreme Trockenheit schon Spuren hinterlassen.
    Was das Thiemobiotop angeht, kann man es, will man Ärger vermeiden, nur marginal begehen, sah sonst auch unverändert aus. Allerdings an den Steilstücken wäscht der Regen immer mehr Boden mit Sedum weg, noch ausgeprägter ist es in Franken, war im letzten Jahr doch sehr erschreckt.

    Was den Beginn der Flugzeit angeht, richtet es sich natürlich nach den Wetterbedingungen jetzt. Nach meiner Erfahrung beträgt die Puppenruhe 10 bis 35 Tage, wobei 20 Tage realistisch erscheinen. Ich meine spätestens gegen Pfingsten kann man die Falter dann sehen. Sonst startet die Flugzeit in Franken ab 20.6. und im Altmühltal ab 10.7., in Schwaben eher 5.7.
    2009 sah ich den Thiemo schon am 14.6. (etwa 5 Männchen)

    Da ich in diesem Sommer kaum die deutschen Kolonien besuchen kann, wäre ich dankbar, wenn jemand den Beginn(!!) der jeweiligen Flugzeiten benennen kann, ich meine, daß dann - ausreichendes Wetter vorrausgesetzt - schon etwa 5 Falter zu orten sind.
    Ich versuche nämlich etwas über Auswirkungen der Klimaeinflüsse auf die jeweiligen Entwicklungsstadien herauszufinden.

    Beste Grüße
    Hans

    Wie üblich, fuhr ich unlängst in den Süden u.a. in Sachen P.apollo.

    Obwohl der Winter bis zum März außerordentlich hart war, erschienen hier 2 Berichte über den ungewöhnlichen Fortschritt bei der Entwicklung von Apolloraupen. So entschied ich mich,schon am 1.5. zu starten, also 1 Woche früher, als sonst.
    So sah ich dann am 2.5. gerade noch 2 erwachsene Raupen des P.a.thiemo
    2 Tage später, ich möchte erst einmal von den Experten raten lassen, wo in etwa dies gewesen sein könnte - aber nichts Exotisches wie Digne in Südfrankreich oder eine niedrige Höhenlage in Südtirol, traf mich der Schlag: morgens 10 °°, 7° C, eisiger Wind, kaum Sonne sah ich schon den Apollofalter, nicht einen, nein später sicherlich 30 und ebenso schon Weibchen.
    Einen Tag später fand ich Raupen der ssp. bezauensis, dort, wo ich sonst mehr als hundert sah und dies etwa 10- 15 Tage später, jetzt nur noch ca. 10, aber alle kurz vor der Verpuppung.
    Später, bei der Weiterfahrt, sah ich an ganz verschiedenen Stellen reichlich Falter, die sonst kaum vor Mitte Juni fliegen.
    Am 7.5. fand ich bei Mittenwald in 1400 m Höhe einige Raupen der ssp. claudius, die meisten kurz vor der Verpuppung.
    Am 8.5. fand ich in Altmühltalnähe an hochkarätigen Stellen gerade noch 1 fast erwachsene Raupe der ssp. melliculus.
    Der geplante Besuch der fränkischen Biotope unterließ ich daher, weiß aber aus anderer Quelle, daß die Verpuppungen schon Ende April einsetzten.

    Falls noch Zeit ist, will ich vor meiner geplanten großen Tour noch einen Bericht schreiben und evtl. etwas bei Youtube hochladen.


    Larven P.a.thiemo


    Larven P.a.thiemo


    P.apollo ? ssp.,male


    P.apollo ? ssp,male,gerade geschlüpft


    P.apollo ? ssp.,female,frisch geschlüpft


    P.apollo ? ssp.,Kopula


    P.apollo bezauensis,Larve


    P.apollo claudius, Larve


    Habitat P.apollo claudius


    Mir unbekannte Blume in og. Habitat

    Beste Grüße

    Hans

    Hallo,
    irgendwie kann man in der Rubrik "Veröffentlichungen" nicht antworten.
    Ich hatte diese Sendung, war auch hier angekündigt gewesen, kürzlich gesehen. Ehrlich gesagt, haut sie einen aber nicht um. Ein Teil ist aus den "Elfen des Amazonas" entliehen(vor einigen Monaten bei Arte). Ansonsten kommt bestes Fachwissen zum Vorschein: So wird z.B. ein Morpho als Papilio zalmoxis bezeichnet.
    Man sollte sie sich dennoch ansehen, da so etwas im Zeitalter von Mord und Totschlag, Talkshows, Freßsendungen etc. doch sehr selten gezeigt wird.
    Beste Grüße
    Hans

    Hallo Rolf,

    was du als Makrofotografie bezeichnest, mußt du für dich selbst entscheiden.
    Schau doch einmal hier:
    Welche Kamera ist zu empfehlen
    Da ist schon viel gesagt worden.

    Mit der P 6000 liegst du dann in diesem Sinne nicht falsch, evtl. muß für den Namen Nikon etwas mehr berappt (befränklit) werden, auch wenn es ein Auslaufmodell ist.
    Mit Nikon kenne ich mich nicht gut aus, ich stehe mehr auf Panasonic, weiß aber nicht genau weshalb. Auf jeden Fall ist die Leica-Optik excellent.
    Ich hatte zuletzt wegen des Brusttaschenformats eine TZ 10 erworben (hatte sie zuletzt für ca. 235€ im Laden gesehen). Vor 11 Monaten hatte ich eine FZ 38 gekauft, war aber kurze Zeit schon "veraltet", Nachfolgemodelle FZ 45, bzw. FZ 100.
    Wenn ich mir Mühe gebe, kann ich mit beiden Kameras recht gute, ansprechende "Makrofotos" machen.
    Nur als Trost nebenbei: Ich habe mir, auch für Makrofotos (auch hier vielen Dank an gfp für viele Tipps) noch eine Nikon D 7000 angeschafft. Ich hatte im Winter viele Aufnahmen aus meiner Faltersammlung sozusagen aus der "Lameng" mit dieser und auch TZ 10
    "geschossen".Was die Schärfe angeht (alles immer in bester Auflösung geschossen), kann ich beileibe keine Unterschiede feststellen. Nebenbei hat die TZ 10 noch eine gut funktionierende GPS-Funktion, hat die P 6000 aber auch.
    Viel Erfolg und beste Grüße
    Hans

    Hallo,
    jetzt möchte ich auch meinen Mostrich dazugeben.

    @ Arnd - perfekt.
    Es geht aber auch auf die schnelle,für diejenigen, die Paint nicht in Windows 7 benutzen können.
    Wer Outlook benutzt: Originalbild Rechtsklick, senden an E-mail Empfänder,Outlook geht auf.Bildanhang erscheint, diesen dann wieder über Datei oben links in einem Ordner speichen. Fertig zum Hochladen. Geht ruckzuck. Dateigröße qualitativ meist noch excellent.
    Beste Grüße

    Hans

    Hallo Jakob,
    geeignete Plastikboxen habe ich z.B. bei Staples gesehen, weiß aber nicht, ob die bundesweit vertreten sind. Ansonsten dürfte das Auffinden geeigneter Boxen einentlich keine Probleme bereiten.
    Ich habe noch alte,nie benutzte, zusammensetzbare Zuchtkäfige und lege die mit Gitter besetzten Rahmen einfach auf die Box. So erspare ich mir das ewige Gefummel mit dem Netzstoff.
    Moskitonetzstoff (weiß) habe ich neulich bei Globetrotter (in vielen Großstädten vertreten) im Laden für wenig Geld gesehen, ist aber im Katalog bzw. Webshop nicht auffindbar.
    Sonst hat Bernd Woick - woick.de - diverse Moskitonetzstoffe im Katalog. Man kann auch telefonisch bestellen. Die sitzen am Stuttgarter Flugplatz (Filderstadt) und in Ulm. Eine grundsolide Firma, bei der ich alles bestelle, was ich sonst in keinem Laden direkt kaufen kann.
    Ansonsten googeln - da wird man auch gut fündig.
    Im schlimmsten Fall Moskitonetz opfern.
    Beste Grüße
    Hans

    I wrote already it's 98 % Eudocima salaminia. So I don't understand the question or doubt.
    In the mentioned link more in the center left there are shown several different species of Eudocima. Only scroll there and you will find that picture.
    All the best
    Hans

    Hallo noch einmal,

    @ Jakob: Ich hatte jetzt nachfragen können.Es wurden sog. Große Wüstenheuschrecken in einer Zoohandlung gekauft, dann in einem geeigneten Zuchtbehälter mit heimischen Blättern ernährt und weitergezüchtet.Ist jetzt ca. 2 Jahre her, z.Zt. aber keine Zucht aus zeitlichen Gründen.
    Die Tiere wurden dann roh verspeist (ohne Beine). Wohl bekomm's (grrrrrr). Man kann sich aber auch an den einheimischen grünen Heuschrecken "vergreifen".
    Beste Grüße
    Hans

    PS: Ich hatte den Zeitungsausschnitt auch aus ganz anderen Gründen gepostet, steht doch ein ganz ernstes Ernährungsproblem in vielen Ländern dahinter.

    Hallo,
    lang ist's her. Ward seinerzeit das Thema aus wohl anderen Gesichtspunkten gestartet worden, so zeichnen sich doch jetzt Fortschritte in Europa, Oranien macht da den Anfang, ab. Wird sich hierher aber schnell ausbreiten eingedenk der Zunahme unserer TV- Freßsendungen.
    Diesen Artikel fand ich heute in der Gesundheitsbeilage unseres weltberühmten HA (Hamburger Abendblatt).


    Beste Grüße
    Hans

    Hallo Toni,
    Sommer ist natürlich ein dehnbarer Begriff.
    Der Gardasee ist auf jeden Fall eine Topurlaubsgegend und entomologisch sehr interessant und vielfältig. Auf der Ostseite besticht der Monte Baldo, hat aber schon relativ viel Viehwirtschaft. Die Westseite ist waldreicher. Nördlich davon schließt sich weiter eine hochkarätige Gegend bis zur Brenta- Gruppe an. in allen 3 Bereichen findet sich vieles, was das Herz begehrt, auch meine Lieblingsfalter P.apollo u. P.mnemosyne sind regelmäßig anzutreffen. Wenn man dann mit dem Auto auf Erkundung gehen will - viel fahren muß man nicht - empfiehlt sich ein Quartier mehr an der Nordseite, da von dort alles leichter zu erreichen ist.
    Sofern man nicht länger als bis etwa Mitte Juli dort bleibt, dürfte es kaum Quartiersprobleme geben.
    Da ich Campfreund bin, kann ich dann schlecht Unterkünfte direkt empfehlen, es gibt sie aber fast überall zu Hauf.
    Ich fand immer das Ledro - Tal sehr schön mit dem Ledro- See. Etwas weiter oberhalb in Tiarno di Sopra ist mit meinem Stammplatz eine angenehme Pension verbunden, sogar Swimmingpool hat es.
    Im Concei- Tal hat es mir auch recht gut gefallen.
    Etwas Schöneres und entomologisch Interessanteres dürfte in Europa nur schwer zu finden sein.

    Beste Grüße
    Hans

    Hallo,
    vieles ist geschrieben worden und hat alles seine Richtigkeit.
    Wohl denen, die riesige Tiefkühltruhen in ihren kleinen oder großen Palästen in den Kellern haben.
    Nicht alle habe das. Und was sagt Muttchen dazu?
    Nicht erwähnt wurde der bei mir beliebte Schwefelkohlenstoff, habe ihn aber bisher nur ganz selten einsetzen müssen. Wirkt aber absolut zuverlässig. Danach dann eben weiter mit Naphta, Nexa Lotte o.ä.
    CS2 ist natürlich sehr giftig und gut brennbar.
    Ich stellte dann meine Kästen für die nicht sehr langdauernde Prozedur nach draußen, ein gut belüfteter Raum dürfte aber ebenfalls reichen. Der Kasten muß aber gut schließen.
    Meines Wissens ist Paradichlorbenzol in der EU verboten, ist aber dennoch weiterhin zu beziehen. Allerdings haben solche Verbote verschiedenste Hintergründe,soll aber hier nicht weiter erörtert werden.
    Viele Wege führen nach Rom.
    Beste Grüße
    Hans

    Hello Ralf,
    of course the forewings are recto ,while the hindwings 96% to me are verso.

    Hello Wessel,

    to give an exact diagnosis just post,if possible very sharp at the body section, a foto of the reverse side. As I don't have that species in my collection and as there are no pictures showing the underside in my literature and also in the web, this could be a way for correct diagnosis.

    Btw, if wings have to be reinserted this can be done without traces of glue as I checked in my collection where I have few that way repaired specimens( I use glue for bookbinding).
    In birdwings loose wings can easily result already after short time of overrelaxing in relaxing box as I had to face that problem occasionally in Trogonoptera and Troides but also Charaxes.

    Best regards
    Hans

    Winterzeit ist auch Lesezeit. So fand ich beim Stöbern im Web auf der Seite der ALF(frei: Französische Lepidopterologenvereinigung) den Hinweis auf dieses interessante Werk.

    Frankreich ist ja neben Italien und Spanien das Land mit den meisten beschriebenen Parnassierunterarten in Europa.
    Ich selbst bin ein häufiger Besucher der 3 großen Regionen Alpen/Jura, Zentralmassiv und Pyrenäen und im Laufe der Jahre sind mir fast alle beschriebenen Unterarten vor die Augen gekommen.
    Ein Werk dieser Art sollte es auch für andere Länder/Regionen geben und bei keinem Liebhaber europäischer Parnassier fehlen.

    Die Monographie kann man in 2 Teile aufteilen - der erste Teil behandelt mehr die Systematik aller 3 Species(apollo, mnemosyne, sacerdus,früher phoebus) des Genus Parnassius,wobei Historisches nicht zu kurz kommt,und mit einem Vorschlag zur Neugruppierung der geographischen Unterarten. Dieser fällt für mich, was die Species apollo angeht, überraschend aus, ist aber ohne weiteres akzeptabel. Wie aus dem Textteil hervorgeht, enden die Verbreitungsgrenzen einer Subspecies natürlich nicht an den Landesgrenzen.
    Der zweite Teil befasst sich mit dem Status der Conservation 1995 und zuletzt 2006.
    Neben vielem anderen enthält das Werk noch Textteile über die Verbreitung mi entsprechenden Verbreitungstafeln. Tafeln zumeist wunderschöner Naturfotos sowie auch Fotos von präparierten Faltern aller 3 Species runden das Gesamtbild ab.

    Das Design, sowie Druck und Papierqualität sind als erstklassig anzusehen.
    56 Seiten, DIN A4, flexibler Einband. Text natürlich Französisch, Einleitungen und Zusammenfassungen auch auf Englisch. Der Preis von 18 € ist angemessen, der Versand v.7 € (in Frankreich 4 €) recht hoch,aber fair, da die Portokosten alleine 6,10 € betragen. Als Bezugsquelle fand ich nur die
    Webseite der ALF, bei Schwieigkeiten scheue man nicht den angegebenen Kontakt,prompte Antwort,erstklassiger Service.

    Für das Benutzen der Fotos liegt Genehmigung vor.

    index.pdf

    http://lepido-france.com/

    Short review in English:

    France is beside Italy and Spain the country with the biggest mentioned number of subspecies in the 3 species apollo, mnemosyne, sacerdos(formerly phoebus)of genus Parnassius in Europe.This work is unique and should not be missed in the drawer or cabinet of any enthusiast of European Parnassius.
    It consists of 2 main parts, first about systematology and distribution of the 3 abovementioned species/subspecies and treats also historic aspects and the proposal of modern regrouping as well. Second part treats the status of conservation of 1995 and 2006.
    Aside of this many other facts and topics are treated. Exraordinary also plates showing the distribution, nature and collection fotos of those 3 species.
    Excellent design including print and paper. French language, introductions and summaries in English as well.
    Glare paperback, 56 pages, 20x30 cm,price appropriate 18 €, shipping within France 4 €, Germany 7 € (for postage 6,10 €).Distributed via website ALF (see above). In case of difficulties don't hesitate to use their contact, good and fast service.

    Hallo,
    @ Merlin. Du triffst den Nagel auf den Kopf. Dem ist nicht viel hinzuzufügen. Dennoch:

    1.)Manchmal schmunzele ich, manchmal schwellen meine Halsvenen immer noch an. Auch mich betraf es vor langer Zeit. Obwohl langjähriger Abteilungsleiter, wollte man mich zu einer derartigen Prüfung nicht zulassen, "da ja die Nachweise fehlten". Selbst schreiben, da neuer Chef ? Ging dann aber.
    Ich kann mir auch heute noch das wohl dämliche Gesicht an der anderen Telefonseite vorstellen, als es zur Terminabsprache mit 2 Prüfern kam, und ich sagte: "Prima, der eine hat bei mir gelernt (war mittlerweile natürlich aufgestiegen),der andere ist mein Chef." Man schaffte es auf die Schnelle noch einen anderen Prüfer herbeizuzaubern. Hää ?! Auch ein guter Bekannter.
    Wir hatten dann ein nettes Gespräch. Die 300 Märker damals mußte ich als Wichtigstes natürlich berappen.
    2.) Früher holte ich mir für einen symbolischen Betrag den Jahresfischereischein, später brauchte man dazu eine zeit- u. kostenaufwendige Zertifikation,worauf ich verzichtete. Wie angenehm ist es doch im Ausland, wenn man sich dann einfach nur eine Lizenz (oder auch keine fürs Meer) besorgt.

    Vielleicht sollte man ja alles europaweit regeln. Offensichtlich gibt es nicht nur Rinderwahnsinn.

    3.)@ Henri: Offensichtlich haben die Medien bei dir schon Effekt gezeigt. Die bösen Sammler auf der einen Seite, die guten Züchter auf der anderen, aber das Material dafür kommt auch irgendwo her und geht auch irgendwo hin.
    Ich bin seit Jahrzehnten im Sommer wochenlang unterwegs und besuche sicherlich gute Gegenden. Bisher habe ich nur ganz selten entomologisch Tätige getroffen und insgesamt nur 2 Massenfänger,Vater und Sohn. Als diese sich unbeobachtet wähnten, fingen sie (in den Französischen Alpen) alle
    Exemplare P.sacerdus(phoebus) weg, obwohl sie vorher sagten,daß es uninteressant für sie und genug in der Sammlung sei. Wohl ein Relikt aus unserer Menschengeschichte als Sammler und Jäger. Ein Trost: Ich besuchte die Stelle nach einigen Jahre wieder. Wunderschöner,reichlicher Sacerdusflug.

    Sicherlich ist es möglich, daß Sammler die Schmetterlingszahl deutlich reduzieren können oder gar ausrotten können, ist aber eher eine große Ausnahme. Die Anzahl der Schmetterlingssammler ist wirklich gering. Es sähe sicherlich ganz anders aus, wenn es sich zum Volkssport ausweiten sollte.

    Beste Grüße
    Hans