Das richtige Schmetterlingsnetz

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    Hallo Jakob,

    Japannetze sind Schmetterlingsnetze. Der Unterschied ist dieser: Während normale Netze einen starren Rahmen aus einem dicken, rundgebogenen Stahldraht haben bzw. bei zusammenklappbaren Netzen der Rahmen mehrfach geteilt und mit Scharnieren versehen ist, besteht der Rahmen bei Japannetzen aus einem flexiblen Federstahlband. So kann man das Japannetz wie einen Gummiring mehrfach ineinander schlingen und es ist dann viel kleiner, sodaß man es zum Beispiel in einer kleinen Tasche transportieren kann. Und wenn man es schnell braucht, entfaltet es sich durch die Kraft des Federstahls blitzschnell von selbst. Ist unheimlich praktisch und ich verwende nur noch solche Japannetze.

    Netze bekommst Du zum Beispiel hier: http://www.ento-meier.de/. Dies ist ein Fachgeschäft und Versand für entomologischen Bedarf. Auf deren Internetseite kannst Du Dir die verschiedenen Netze anschauen.

    Viele Grüße - TX

    Hallo Jakob,

    das kommt darauf an, was du willst.
    Grundsätzlich sind leichtere Netze besser zu benutzen. Japannetze gibt es meines Wissens ohnehin nicht größer als 38 cm.
    Auch spielt der Netzstoff eine Rolle.
    In heutigen Zeiten würde ich nur einen zusammenlegbaren Bügel nehmen, ein Durchmesser von 40 cm geht dann ganz gut.
    Mit großen Bügeln hat man bei schnellen Arten manchmal Schwierigkeiten, auch sind sie oft nicht starr genug.
    Ich selbst benutz(t)e Bügel zwischen 35 und 65 cm, man liegt aber bei 40 cm wohl nie falsch, 50 cm sind auch noch recht handlich.
    Es gibt 2 Arten von Bügeln : mit Zwinge, diese kann man auf die schnelle auch ohne Stock benutzen. Dann gibt es welche (nicht bei Entomeier, München), die werden vorne auf einen meistens in eine abgesägte (Teleskop-)angelrute gesteckten Konus mit Innengewinde eingeschraubt.
    An Netzstoff eingnet sich feines, glattes Perlon ganz gut, Farbe sollte eher grün oder schwarz sein. Für empfindliche Schnellflieger sollte man sich etwas aus Seide nähen(lassen).
    Ich empfehle auch zur Materialauswahl auf eine größere Börse im Winter zu gehen. Dort wird häufig verschiedenartigstes Material angeboten,viel gutes kommt dabei aus Tschechien.

    Beste Grüße

    Hans

    Hallo Jakob,

    ich vergaß noch anzuführen:

    Grungsätzlich könnte gelten - kleine Falter, kleines Netz - große Falter, großes Netz.

    Schwärmerfang kann ich mir nur bei wenigen tagaktiven Arten bzw. nachts, wenn sie um eine Lichtquelle herumschwirren, vorstellen.
    Nymphaliden sind ja oft recht scheue und schnelle Falter.
    Für beide würde ich möglichst leichtes und damit gut zu führendes Gerät nehmen, also Bügeldurchmesser 40 cm.
    Die Stablänge ist auch insofern wichtig, da man Kompromisse zwischen Länge und Hantierbarkeit eingehen muß.
    Ich empfehle dazu einen Teleskopstab von nicht mehr als 1,5 m, bei sehr leichten und steifen Material können es auch 2 m sein.
    Für Bügel mit Schraubzwinge wird man geeignete Teleskopstäbe schwer finden. Ich hatte mir dazu früher billigere, aber stabile Einbeinstative aus dem Fotoladen geholt. Ansonsten haben noch Outdoorausrüster mit Zubehör an Aluzeltstangen oft geeignetes Material.
    Ich war deshalb dazu übergegangen, aufschraubbare Bügel zu benutzen, die mit Zwinge, also auch das Japannetz, benutze ich dann ohne Stab.Für letzteres kommen meines Erachtens nur kurze, dünne Stöcke in Betracht (der Durchmesser der Hülse mit der Zwinge ist deutlich geringer)

    Beste Grüße

    Hans

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