Posts by Rudi

    Andreas schau mal ob irgendwo in den Parkanlagen Gardenia sp. angepflanzt ist. Das Zeugs hat sich auf diese Weise über die ganze Welt verbreiten können. Wird dann oft zu Kugeln etc. formiert geschnitten.

    Gardenia sp. ist eine der Hauptfutterpflanzen von Cephonodes sp.


    https://de.wikipedia.org/wiki/Gardenie


    Die Aufzucht von Cephonodes-Raupen ist in der Regel unkompliziert.

    ....oder einfach in Ruhe und im Frühjahr im Freien schlüpfen und damit fliegen lassen.

    Besser als in einem Pott mit eingepflanzter Rose alles nach einer 20 Millimeter großen Puppen zu durchwühlen.

    Wenn sie sich überhaupt im Topf verpuppt hat.

    Moin,


    Kirschlorbeer und Liguster sind immergrün, bzw. wintergrün.

    Warum also diese Pflanzen durch Tiefkühlung haltbar machen?


    Und Antwort zur Frage: es ergibt nur mindere Futterqualität und ist als absolut letzter Ausweg für eine Zucht zu bewerten.

    Dazu gab es auch schon allerhand Diskussionen hier auf ACTIAS. Einfach mal die Suchfunktion bemühen.


    Rudi

    Moin,


    Pinus muricata wird man in Europa, wenn überhaupt, nur bei Spezialgärtnerein bekommen. Also...wenn Kevins Vorfahren nicht ausgesprochene Kiefernsammler waren, ist es extrem unwahrscheinlich, dass hier in diesem Garten eine muricata steht.

    Die Pflanze, so wie sie dasteht, dürfte mindestens 40 Jahre alt sein und zu der Zeit war es noch schwieriger an solche Seltenheiten zu kommen.


    Pinus nigra ist es auch nicht, da vom Habitus und der ganzen Nadelstruktur her völlig falsch. Eine nigra wächst völlig anders.


    Pinus mugo, wie von Frank bestimmt, oder zumindest eine Sorte/Ssp. aus der Gruppe "mugo", ist das Naheliegendste an Kiefer, was in Frage kommt.


    Gruß

    Rudi

    Nerii verhältnismäßig trocken passt, da diese Art eine Puppenruhe bei Zimmertemperatur von ca. 3-5 Wochen hat. Da kann man nicht viel falsch machen, ausser du kochst sie auf nem Heizkörper durch....oder befummelst sie täglich. In einem luftigen Käfig auf zwei Lagen Küchenkrepp und eine doppelte Lage Küchenkrepp oben drüber würde reichen. Das obere Küchenkrepp alle 2 Tage so ansprühen, dass es leicht durch feuchtet und gut isses. Dies wäre nur eine Methode von vielen.


    Atropos kann man schlüpfen lassen, dann ist die Haltung ähnlich wie nerii, villt minimal "feuchter".

    Oder man will sie in Diapause bringen, dann geht die Haltung über Monate bis V/2022 und das ist dann ein anderes Thema.


    Also....welches Ziel verfolgst du bei den atropos? Und wie hat der Vorbesitzer diese Tiere gelagert? Auch das wäre ausschlaggebend, ob du sie überhaupt noch in Diapause bringen kannst.

    Auf den Entomologentagen in der ZSM in München gab es mal vor 2-3 Jahren einen extrem interessanten Vortrag zur Lebensweise der Ölkäfer und der "Nutzung" von Wollschwebern Bombyliidae als Transportmittel zu den Brutstätten der solitären Bienen in ein örtlich getrenntes Biotop.


    Vielleicht kann man diesen Vortrag, der höchstwahrscheinlich im Nachrichtenblatt der Münchner Entomologischen Gesellschaft auch veröffentlicht wurde, noch online finden oder scannen, so lange man das © beachtet.

    Moin Leon,


    als erstes....ich kann keine blöde Frage entdecken ^^



    Nun habe ich in einem anderen Thema gelesen, dass man auch Gürtelpuppen ruhig am Boden liegen lassen kann und der Falter sich trotzdem gut entfalten kann. Stimmt das oder muss ich da was tun?

    Das stimmt.

    Kannst sie auch am Boden liegen lassen, solange das frisch geschlüpfte Tier nicht zu weit zu nächsten bekletterbaren senkrechten Fläche hat.


    Hatte die Idee, die Puppe zum Beispiel in einer Astgabel etwas erhöht hinzulegen, sodass der Falter nach dem Schlupf in der Luft wäre, andererseits könnte ich mir auch vorstellen, dass die Puppe dann eventuell runterfallen könnte, da sie sich ab und zu zu bewegen scheint.

    Du hast das Problem dabei benannt. ;)

    Also lass es besser sein.

    Was ich auch gelesen hatte war, dass Pieris brassicae im Puppenstadium überwintern. Könnte das schon der Überwinterungsstart sein, da es ja momentan recht kalt ist?

    Möglich, dass sie überwintert, aber eher nicht; ist für mein Empfinden noch etwas zu früh. Und schon gar nicht, wenn sie im Zimmer aufbewahrt wird.

    Sollte also noch schlüpfen, so oder so.

    Aber vllt kann jemand andres hier das noch konkreter benennen.


    Rein logisch hätte ich gesagt, müsste die Raum-Luftfeuchtigkeit mit genügend Durchlüftung eigentlich passend, aber sicher bin ich mir nicht.

    Ich würde, wenn der Schlupfkäfig auch eine Durchlüftung zulässt, so alle 2 Tage mal das Küchenpapier feucht sprühen und danach wieder abtrocknen lassen. Das sollte ihr genügen.


    LG

    Rudi

    Hallo Thomas,


    Kufu kannst auch leicht selbst herstellen.

    Hier zwei unterschiedliche Rezepte. Die Bestandteile bekommt man ich Deutschland in jedem Reformhaus oder Bioladen.

    Ascorbinsäure vielleicht in der Apotheke.

    Sollte in der Schweiz nicht viel anders sein.


    Das Zusammenmischen ist, zumindest bei dem Futter nach Harbich, sehr einfach.


    Hier die Rezepte:RE: Rezept für Kunstfutter zur Sphingidenzucht


    Viel Erfolg,

    Rudi

    Moin Steffi,


    Dann hätte ich wohl früher reagieren müssen. Ich werde zukünftig sofort reagieren.

    Nein, besser nicht sofort.

    Der Schlupfvorgang eines Vanessa io dauert bei Zimmertemperatur vielleicht 5-10 Minuten. Sollte er es nach 20 Minuten nicht geschafft haben, kannst du nachhelfen.

    Allerdings ist die Chance, dass so ein Tier noch vollständig die Flügel entfaltet gering. Und es hat auch meistens einen Grund, warum diese Tiere es nicht schaffen. Es sind die ganz normalen Ausfälle, wie sie auch in der Natur vorkommen.

    Solche Tiere werden dann gerne von Beginnern in der Schmetterlingszucht händisch gefüttert und so künstlich am Leben gehalten.

    Kann man machen.......

    Ich bin da mehr für Euthanasie.....in der Tiefkühltruhe in einer Box mit Klopapier ausgelegt runter kühlen und "einschlafen" lassen. Ist in meinen Augen viel humaner. Danach ins Freie gelegt ist das Tier eine willkommene Futterquelle für Vögel, etc.


    Zwei Puppen (eben die mit dem einzelnen, runter hängenden Faden) haben sich komisch verfärbt. Das wird wohl eher nix.

    Deine Vermutung ist richtig: da war die Larve einer parasitären Fliege drin. Irgendwo im Zuchtbehälter müsste ein tönnchenförmiger, brauner Kokon liegen. Diese Fliegen kann man ohne weiteres im selben Käfig wie die Falter zum Schlupf bringen, weil die Fliegen nur Raupen parasitieren und keine Puppen.

    Wenn du genau hinsiehst, wirst du in einer der beiden Flügeldecken der Puppe ein dunkles Loch erkennen, wo sich die Fliegenlarve aus der Puppe gefressen und an einem Seidenfaden auf den Boden abgeseilt hat, um sich dort zu verpuppen.



    Soll ich die Puppen von der Decke ablösen? Ich habe sie an dem Platz belassen, an dem sie sich verpuppt haben.

    Lass sie wo sie sind.

    Das ist für Vanessa io am besten so.

    Da kann man als (Noch)-Laie mehr kaputt als gut machen, wenn man da ohne eine gewisse Erfahrung was "umschichtet".


    Aber was ist eigentlich der Unterschied zwischen Kokon und Puppe?

    Du hast Puppen von Vanessa io.

    Es gibt Schmetterlingsarten, bei denen die Raupe zum Schutz der Puppe einen Kokon aus Seide und diversem zusätzlichem Material wie Erde, Blätter.... spinnt. In diesem Kokon häutet sich dann die Raupe zur Puppe. Die Puppe liegt dann geschützt im Kokon.


    Grüße und weiterhin viel Erfolg

    Rudi

    Moin,


    steril sind diese Tiere in der Regel nicht. Das ist ein Irrglaube.

    Ein Freilandanflug wird aber aufgrund der Agilität dieser Specis nur schwer umzusetzen sein.


    Kannst ja ein, zwei Nächte versuchen und dann das Tier fliegen lassen. Wie der "Aufbau" eines solchen Freilandanflugs aussehen sollte, hätte ich für convolvuli keinen Plan.


    Zusammenfassend kann man sagen, möglich ist alles, aber doch reichlich unwahrscheinlich dass es klappen wird.


    LG

    Rudi

    Moin,


    ausserdem ist das hier ein Bestimmungsforum und genau dafür gedacht.

    Also nicht von wem auch immer verunsichern lassen.


    Gruß

    Rudi


    Policeman

    Wenn dich solche Bestimmungsanfragen stören, lies doch einfach drüber hinweg.

    Wer sagt dir, dass Johann nicht schon vorher versucht hat das Tier zu bestimmen und nur eine Absicherung wollte?

    Das ist denke ich der Hauptgrund warum Zuchten im Freiland oft besser laufen, weil es dort trocken und gut belüftet ist.

    Nö, nicht zwingend, Dennis.

    Ich hab seit Wochen Raupen im Garten ausgebunden. Die unterschiedlichsten Arten.

    Im Freiland entwickeln sie sich viel langsamer, aber trotz des teils kalten und regnerischen Wetters sind Ausfälle eigentlich nicht vorhanden, so lange nicht Prädatoren mit im Spiel sind. Manche Tiere sind eine Woche bei Regen und Kühle und wenn ich nachsehe wachsen sie so gut wie gar nicht. Steigt die Temperatur wieder an, beginnt sich auch das Wachstum der Tiere wieder zu beschleunigen.

    Nur dass diese Verlängerung der Entwicklungsdauer der Raupen auf der lebenden Pflanze aufgrund der ansonsten optimalen Zuchtumstände wie Belüftung, Futterqualität, Besatzdichte etc. etc. keine negativen Folgen hat.

    Die Tiere werden sogar in der Regel größer und sind vitaler, als die auf Schnitt.

    Hätte ich dieselben Zuchtbedingungen im Innenbereich bei meinen Zuchten auf Schnittfutter, könnte ich von Totalausfall ausgehen, das ist so sicher, wie das Amen in der Kirche. Die schlechteren Zuchtbedingungen im Innenbereich würden sich zusammen so hochschaukeln, dass eben die stetig vorhandenen Krankheitserreger irgendwann Überhand bekommen würden und zB die Darmflora, Darmwände oder was auch immer so weit schädigen, dass der Verdauungsvorgang der Raupe aufgibt.

    Allerdings entwickeln sich genaue die gleichen Arten, die parallel im Innenbereich aufgezogen werden natürlich viel schneller, weil sie wärmer gehalten werden, bzw. keiner Nachtabsenkung oder Kaltwetterlage ausgesetzt sind. Vorausgesetzt die restlichen Zuchtparameter sind günstig gewählt.

    Ich gehe davon aus, dass dann diese schnellere Entwicklung wiederum den stärkeren Druck mit Krankheitserregern durch die ungünstigeren Zuchtbedingungen, im Vergleich zum Freiland, kompensieren kann. Nur die Tiere die länger brauchen, also die üblichen Nachzügler, die man bei großen Zuchten eigentlich immer hat, haben dann vielleicht weniger Überlebenschancen. Sie kämpfen sich dann oft noch zwei, drei Wochen durchs Leben, um dann doch irgendwann am Boden zu liegen.


    Perfekt wäre es, wenn man das zu verfütternde Schnittfutter einfach "desinfizieren" könnte, ohne das Futter selbst zu schädigen.

    Prinzipiell geschieht das ja zB bei der Verfütterung von Kufu in Verbindung mit Antibiotika. Kann man drüber streiten, ob es Sinn und Zweck von Antibiotika sein kann in der Schmetterlingszucht eingesetzt zu werden. Das soll hier nicht das Thema sein. Aber den Erfolg bei der Zucht bei Verwendung von Antibiotika sehe ich als weiteren Pro-Baustein in meiner Argumentation.