Posts by Rudi

    Moin


    Die Tiere sind auch nicht so frostempfindlich wie vielleicht vermutet.

    Ich hab gallii im Herbst vor Jahren im Bayerischen Wald finden können, wo es schon Nachtfrost hatte.


    In Lappland hatte ich vor Jahren die ersten Frostnächte mit -3 bis -1°C schon in der zweiten Augustwoche . Raupen von gallii, die in Massen vorhanden waren, hat das in keinster Weise gestört. Auch Notodonta ziczac, N. torva, Orgyia sp. und jede Menge andere Raupen stört das nicht, so lange es lange genug warm ist um die Entwicklung abzuschließen.


    Die zweite Generation von gallii ist übrigens schon seit Juli diesen Jahres unterwegs. Es war warm genug :bibber:

    Wenn jetzt noch Imagos ans Licht kommen, ist es sicher ne 2. Generation, wenn nicht sogar Einzeltiere eine 3.


    Gruß

    Rudi

    Moin,


    also hab's grad bei Acherontia atropos getestet und bei denen ist in L4 und L5 die markante blau oder violette Rückzeichnung im UV-Licht gut zu sehen. Damit das aber wirklich auffällig ist, zb in einem Kartoffelfeld, braucht es schon eine starke Lampe.


    Mit Hemaris tityus funktioniert es (bei mir!) leider nicht. Konnte ich auch dieses Jahr testen. Das hätte die Suche nach den Imaginalstadien stark erleichtert. Aaaaber soll nicht sein. Da bedeutet weiterhin viele Blätter drehen in scheinbar geeigneten Biotopen, im richtigen Zeitfenster, welches sich jedes etwas ändert, etc etc....man kann auch sagen, tityus ist schwer zu finden. In eng begrenzten Fluggebieten ist die Art aber meist leichter zu finden, wenn man schon etwas Erfahrung hat.


    In geeigneten Biotopen ist auch tityus, so wie fuciformis, am späten Vormittag und frühen Nachmittag auf Nahrungsflug und lässt sich hier vor allem an blau und violett blühenden Pflanzen nachweisen. Ein geübtes Auge kann auch im Flug beide Arten unterscheiden. Sowohl am Flugverhalten, als auch in der Thoraxfärbung.

    Allerdings sind die Biotopansprüche von tityus bedeutend höher angesiedelt, als denn die von fuciformis. So wird man lange suchen müssen, um geeignete Stellen zu finden, welche dann auch noch von tityus besetzt sind.


    Ich war die letzten Jahre verstärkt in den Alpen unterwegs und nur an sehr wenigen der mir geeignet erscheinenden Stellen konnte ich tityus tatsächlich nachweisen, obwohl die Biotope mir ideal erschienen. Wie einige von euch wissen, beschäftige ich mich mit tityus seit über 20 Jahren und bilde mir ein mittlerweile einen "gewissen Blick" dafür entwickelt zu haben. Aber tityus ist ein echtes Mi....vieh. ^^


    Viel Glück bei der Suche

    Rudi

    Beim Latschenkiefer sind die Nadeln jetzt braun geworden, ob der Baum krank ist kann ich nicht sagen, vielleicht kann ich mal ein Foto machen

    Das ist meistens Kiefernschütte, eine Pilzkrankheit.

    Allerdings werden natürlich auch Nadeln nicht unendlich alt...jede Kiefernspecis hat ihren eigenen natürlichen Turnus, in dem sie sich der alten Nadeln entledigt. Manche Nadelbäume haben maximal bis 3 Jahre alte Nadeln an ihren Trieben, andere noch viel ältere. Aber jede Nadel fällt irgendwann auf völlig natürliche Weise vom Baum, auch wenn sie nicht krank ist ;)

    Moin,


    ist eigentlich ziemlich egal, wie alt ein Weibchen oder ein Männchen bei der Paarung ist.

    Du kannst mit alten Tieren einen guten Erfolg erzielen und mit frischen Tieren 100% unbefruchtete Eier erhalten.

    Und beim nächsten Mal läuft es einfach wieder ganz anders herum. Es gibt wenig klare Regeln und Ausnahmen bestätigen sie auch noch ^^


    Die Lösung all dieser Fragen liegt wo anders: Geduld....

    Einfach nur Geduld haben und die Natur machen lassen. In ein bis zwei Wochen, ich denke so lange wird die Eiruhe bei so einer Saturniidae andauern, je nach Temperatur....dann weißt du mehr.

    Also...lass dich überraschen. Eier geöffnet habe ich schon seit Jahren keine mehr. Entweder sind sie eingefallen und vertrocknet nach entsprechender Lagerzeit, oder es schlüpften Raupen. So einfach ist das.

    Und nach 24 Stunden Eientwicklung kannst zudem noch überhaupt nichts im "Eibrei" erkennen, ausser grüne Pampe. Im ungünstigen Fall würde ich sagen: eine zukünftige Raupe sinnlos gekillt.


    Tja....Geduld....einfach so daher gesagt und trotzdem nicht einfach umzusetzen, wenn man aufgeregt ist.

    Ich kann`s verstehen. :)


    Geduld, Beobachtungsgabe und Lernbereitschaft....drei wichtige Säulen der Entomologie. ;)


    Viel Glück mit den dubs.


    Rudi

    Hi Thomas,


    merci dir fürs nach schauen und das Bild sieht gar nicht mal so schlecht aus für "unsere" Zwecke. :thumbup:  ;) :thumbup:


    Wäre super, wenn du das noch scannen und mir schicken könntest.

    Ich lass dir per PN meine E-Mail-Adresse zukommen.


    schon jetzt ein gaaaanz großes Dankeschön dafür!! :winken:

    Rudi

    Was mich bei den Eihüllen von gestern wundert, ist, dass cf. sponsa tatsächlich größer ist als fraxini - dabei dachte ich eigtl. es würde keine heimische Eulenart über fraxini kommen...

    Moin Toni,


    nicht immer kann man die Eigröße mit der Endgröße/Körpermasse des Imago gleich setzen.

    Ich kenne mich zwar nicht mit Catocalen aus, aber als Beispiel mal die Eier von Hyles gallii im Vergleich mit Hyles euphorbiae oder noch krasser mit Hemaris sp. Ich denke, du weißt was ich meine.

    Bei Sphingidaen gibt es da noch einige Konstellationen in diese Richtung, warum also nicht auch bei Catocala!? ;)


    Gruß

    Rudi

    Hi,


    a few years ago I posted a series of pictures here in the gallery showing how I pack pupae for shipping. The procedure has proven itself over many years with a very large number of pupae.


    Regards

    Rudi


    Moin,


    ich suche diese Cucullia sp. seit Jahren, orientiere mich an den "Fraßspuren", die ich nicht zu selten vorfinde. Es sind wirklich Raupenfrassspuren und nicht abgerissene Blattteile etc.

    Leider bisher ohne jeden Erfolg.


    LG

    Rudi

    Moin zusammen,


    ein Bekannter von mir, der sich hobbymäßig dem althergebrachten Buchdruck widmet, sucht für einen Druck eine Vorlage eines Buchdruckers (Ips typographus).

    Und zwar möglichst in folgender Form:


    • schwarz-weiße und klare Strichzeichnung oder ähnliches der Konturen, so wie sie in vielen alten Bestimmungsbüchern zu finden sind.
    • möglichst keine flächigen Schattierungen in der Zeichnung
    • wenn Schattierungen vorhanden, dann möglichst in Punkt-Form


    Das Ganze dann bitte als Scan/Foto an mich.


    Da ich selbst keine Käferliteratur besitze, kann ich ihm da nicht selbst weiter helfen, aber vielleicht findet sich ja hier jemand, der ihm aushelfen kann. Wäre super!!

    Auch im www haben wir nicht das richtige finden können.

    Benötigen würde er das bis spätestens kommenden Dienstag Mittag.


    Schon mal vielen Dank im Voraus für Euere Hilfe


    Rudi

    Moin,


    ohne behördliche Sammelerlaubnis kannst du dieses Tier nicht legal in Besitz nehmen. Und selbst mit Sammelerlaubnis muss man schauen, ob diese für die Aufsammlung von Hyles gallii ausreichend umfangreich ist.

    Mehr sag ich dazu nicht..... :)


    Aber auf alle Fälle ein sehr schöner Fund, den man auch auf entsprechenden Seiten melden könnte.


    Gruß

    Rudi

    Wie groß wären die raupen denn dann um die Jahreszeit?

    Ziemlich erwachsen in L5, also so um die 4-5 cm


    Dann muss ich also genau beobachten, ob mein Falter doch noch schlüpft, was im Keller schlecht wäre.

    Wie gesagt der schlüpft ganz sicher noch. Kann im Keller bei niedrigeren Temperaturen nur länger dauern.

    Um die 20°C Lagertemperatur geschätzte Puppenruhe von 3-5 Wochen.

    Je wärmer, desto schneller. Je kühler, desto langsamer. Zu kalt wohl auch Gefahr des Absterbens des Imagos in der Puppe oder Krüppeltier.


    LG

    Rudi

    Moin,


    die Puppe von Macroglossum stellatarum ist nicht befähigt in Diapause zu gehen.

    Man kann versuchen die Imago zu "überwintern", wobei diese immer wieder aktiv werden und dann auch gefüttert werden müssen.


    Wenn, dann als Puppe wie alle Sphingidae.

    Das ist nicht ganz korrekt. Bei den Sphingidae gibt es auch Arten, deren Raupen oder Präpuppen in Diapause gehen.



    LG

    Rudi

    So ne Warnfarbe und zur Abwehr eingelagertes Pflanzengift klappt gegen Wirbeltiere in der Regel ganz gut, bzw bringt da ein gewisser Lerneffekt dann den nachhaltigen Schutz der restlichen oder folgenden Generation.


    Gegen Insekten und Arachniden bringt das jedoch bedeutend weniger. Die sind was das Futter betrifft extrem hart im Nehmen und weniger lern"bereit", hab ich den Eindruck.

    Ich hab das schon öfter gerade auch mit Tieren aus dem euphorbiae-Komplex getestet und manchmal dauerte es nicht mal ne Minute und eine Wespe begann das ausgesetzte Tier zu attackieren. Hinzu kommt noch, dass Wespen und Fliegen wichtige Bestäuber für Euphorbiaen darstellen und somit immer eine gewisse Anzahl an Wespen an blühenden Euphorbiae-Beständen vorhanden ist.


    Wenn die Raupe auch noch Krankheitssymptome zeigt, gehts oft noch schneller. Das kranke Tier hat eventuell einen besonderen Geruch an sich, der es den Fressfeinden vielleicht noch leichter macht, sie zu lokalisieren.

    Hi,


    here you could find many informations about the breeding of atropos.

    Most of them in German, but translation with Google will work good.



    For overwintering the pupae, you could read here:

    Leo


    Rudi

    Moin,


    ich hatte vor Jahren meinen Steuerberater auch danach gefragt gehabt, als ich noch mehr züchtete und auch verkaufte.


    Er meinte dann: "Sie haben doch sicher auch entsprechende Literatur?" Ich "ja".

    "Sie fahren mit dem Auto zum Futter holen, wieweit, wie oft?".... Ich gab ihm die Daten...

    "Sie planen Ihre Urlaube so, dass Sie auch immer Tiere von Ihren Urlauben mit bringen? Es handelt sich hier also mehr oder minder um Geschäftsreisen über mehrere Wochen? Sie finanzieren sogar komplette Exkursionen?"

    Anteilmäßig Abschreibung für Zuchtzimmer, Fahrzeugabnutzung (Fahrtenbuch), Pflanzenkauf, Käfige, etc....


    "Und Sie decken tatsächlich jedes Jahr all diese Kosten mit dem Verkauf von Ihren Tieren?"

    Und diese letzte Frage konnte ich guten Gewissens verneinen ^^


    Er meinte dann, es wäre ziemlich unwahrscheinlich, dass das Finanzamt wegen einer Steuer jemals auf mich zukommen würde.

    Ich schlimmsten Fall müsste ich mal für eine Steuerperiode eine entsprechende Ertrags-/Unkostenaufstellung verfassen, wenn ich einen sehr "interessierten" Finanzbeamten zugeteilt bekommen würde.


    Damit war das Thema vom Tisch.


    Wer jedoch echten Handel, sprich Kauf von zB Tütenfaltern im großen Stil, dann sicher auch hochpreisige Tiere und deren Weiterverkauf....etc. betreibt, da sieht es sicher anders aus. Ähnlich bei so manchem Händler auf den bekannten Verkaufsplattformen.


    In unserem züchterischen Umfang läuft das ähnlich wie bei rein privat agierenden Kleintierzüchtern. Unsere Unkosten sind in den meisten Fällen um ein vielfaches höher, als es die Erträge je sein können. Ein Hobby eben....bei dem gelegentlich auch mal "was rein kommt".


    Gruß

    Rudi

    Moin Armin,


    diese kleinen Flügel kenne ich von meinen Zuchten her auch bei manchen Tieren. Allerdings handelt es sich bei meinen Tieren schon um "Verkrüppelungen" und das ist auch in der Regel gut zu erkennen.

    Dass es an Inzucht liegen würde, würde ich eher verneinen. Ich tendiere auch mehr in Richtung LF beim Schlupfvorgang. Ist aber nur ne Vermutung.


    Aber was Konkretes dürfte sich erst sagen lassen, wenn du Fotos von den Tieren einstellen kannst.


    Grüße

    Rudi

    Das wird nicht besser werden, wenn man das ganze tot schweigt und auf Einsicht hofft.

    Und das Ganze immer wieder als Kindergarten zu betiteln ist auch nicht zielführend, weil man damit berechtigte Einwände einfach vom Tisch wischt.

    Trolle gab es schon immer auf ACTIAS.

    Was man dagegen macht ist auch klar, auch wenn es für die Moderation vielleicht unangenehm sein sollte.

    So ist das halt mal. Ansonsten muss man lernen, damit zu leben. Viel Spass dabei und weiterhin gute Nerven.