Posts by Rudi

    Moin,

    Danke Michi für die Info zum Entomologentag in München! :thumbs_up::winken:


    In zweiter Linie irritiert mich mehr, dass Manfred hier unter "Pseudonym" so frei schreiben darf. Wer sagt, es handle sich nicht um ihn, lebt wohl in einer anderen Wirklichkeit.


    Kleiner Hinweis an die Moderation auf die Nutzungsbedingungen von ACTIAS:

    Registrierung/Anmeldung, Punkt b und c.

    Wenn so offensichtlich nicht eingehalten, werden die Nutzungsbedingungen durch solche aktiv betriebene Fake-Accounts zur absoluten Farce.


    Und sollte die Moderation einem gerechtfertigt gesperrten Mitglied die Möglichkeit gebt, über einen Fake-Account trotzdem das Forum nutzen zu können, aus welchen Gründen auch immer, sollte dieses Mitglied zumindest so viel Anstand an den Tag legen, seine Schn..... zu halten und nicht aufzufallen. Aber Manfred kann nicht anders. Als ACTIAS-Mitglied bitte ich das endlich zu akzeptieren und wirklich klare Verhältnisse zu schaffen.

    Und es ist in erster Instanz erst mal völlig egal, was jemand in seiner Freizeit macht, vollbringt, verbockt oder sonstiges. Es gibt keinen "Börsenveranstalter-Bonus" oder "Ich bin toll und deshalb kann mir keiner was"- Vorteil. Ob er/sie für ACTIAS tragbar ist, entscheidet sich in erster Linie daran, wie er/sie sich im Forum gibt. Ist das Benehmen nachhaltig nicht tragbar, gibt es nen Kick und fertig. Siehe auch hierzu die Nutzungsbedingungen.

    Die Moderation/Administration hat die Werkzeuge in der Hand. Sie müssen sie nur einsetzen.

    LG und Danke

    Rudi

    PS: Wäre schön dieses Thema auch nach ein paar Stunden noch vorzufinden, aber vielleicht besser im Internen, als im öffentlichen Chat.:winking_face:

    Auch Biogärtner dürfen Pflanzenschutzmittel verwenden, nur die Auswahl ist geringer.

    Die Verwendung von Bacillus thuringiensis Präparate sollte wahrscheinlich jederzeit möglich sein.

    Also wenn möglich immer die Finger von gekauften Futter lassen, auch Bio. Geht zwar meistens gut, muss aber nicht.

    Moin,

    ihr solltet bedenken, dass Brombeere nicht gleich Brombeere ist.

    Es gibt viele unterschiedliche Varietäten und Formen/Klone und auch Wildarten. Sie unterscheiden sich oft in der Behaarung und Bewehrung der Blätter und Triebe. Das wiederum hat Auswirkung auf die Akzeptanz als Raupenfutter.

    LG

    Rudi

    Moinsen,

    Handfütterung per Spritze im geschlossenen Raum ist sehr gut möglich, aber bei den in den ersten beiden Tagen unruhigen Tieren auch eine kleine Herausforderung. Dafür saugen sie dann in der Regel sehr gut und das Prozedere wird jeden Tag einfacher.

    Ist aber natürlich auch zeitaufwändiger, als einfach Futterkapseln rein zustellen und zu warten, dass die Tiere alle selbständig trinken.

    Die Nährlösung vor allem in der ersten Woche nicht zu hoch konzentrieren, so dass auch genug Feuchtigkeit aufgenommen wird. 1:10 reicht völlig.

    Ab dann 1:5 ist ein guter Wert.

    Viel Glück euch!

    Rudi

    Moin,

    unabhängig von der Bestimmung der Tiere, bitte auf Sammlungsschädlinge achten.

    Auf Bild 2 ist rechts unten eine Geometriidae mit Befall sichtbar.

    Mögliche Bekämpfung, falls nicht schon erfolgt, siehe hier:

    tabalanjo
    June 2, 2026 at 9:04 PM


    Viel Erfolg bei der Bestimmung. Sollte eigentlich kein großes Problem für die hier anwesenden Entomologen sein.:thumbs_up::winking_face:

    Gruß

    Rudi

    Moin.

    Um Schädlinge in der Sammlung zu verhindern, hat sich bei mir folgendes Vorgehen bewährt.


    1) hochwertige, dichtschließende Kästen in guter Qualität nutzen. Wer hier spart, spart am falschen Platz

    2) Möglichst trockene Lagerbedingungen für die Sammlung.

    3) JEDES neue, fertige Präparat für die Sammlung kommt zuerst in Quarantäne, die folgendermaßen abläuft:

    • Präparat in einem geschlossenen Behälter in die Tiefkühltruhe bei mind. minus 18°C für 24 Stunden einfrieren.
    • Danach Präparat in gut geschlossenem Behälter, dem ein Blatt Mottenpapier (das gute!) beiliegt, für 1-2 Wochen bei Zimmertemperatur lagern.
    • Dann Präparat mit Behälter erneut für 24 Stunden einfrieren und danach Präparat auf direktem Weg in die Sammlung überführen. In jedem Sammlungskasten liegt wiederum ein Blatt Mottenpapier, welches bei einem geöffneten Kasten nach 6 Monaten getauscht wird. Das Datum wann das Mottenpapier in dem Kasten deponiert wurde, wird direkt auf dem Mottenpapier vermerkt.
    • In Kästen, die nicht geöffnet werden und dicht sind, kann das Mottenpapier auch Jahre verbleiben ohne es erneuern zu müssen.
    • Kästen nicht unnötig öffnen oder offen herum stehen lassen.

    4) Jährliche Kontrolle der gesamten Sammlung auf Befall.


    Das zweifache Einfrieren dient der Tötung aller Schädlings-Stadien, vom Ei bis zum Imago. Da Eier den Ruf haben oftmals das Einfrieren zu überstehen, lässt man sie sich innert 1-2 Wochen Zwischenlagerung zur Larve entwickeln. Diese werden beim zweiten Frostvorgang abgetötet. Es muss allerdings vermieden werden, dass es zu einer erneuten Eiablage auf dem Präparat kommt.

    Das beigelegte Mottenpapier dient der Vermeidung der Neubesiedelung der Präparate, sprich hat die Aufgabe der Vergrämung.

    Wird trotzdem ein Befall in der Sammlung festgestellt, kommt bestenfalls der gesamte Kasten zwei mal in die Tiefkühltruhe.


    Auf diese Weise braucht es kein Hantieren mit hochgiftigen oder krebserregenden Chemikalien.

    Und auf diese Weise habe ich seit Jahren keine Schädlinge mehr in der Sammlung. Ich kann jedoch immer wieder Schädlinge auf meinen Spannbrettern erkennen. Somit scheint die Frost-Mottenpapier-Variante zu funktionieren.

    LG

    Rudi

    Moin,

    dieses Tier hat eine extrem kontrastreiche Zeichnung und sehr aufgehellte und deutliche Diskalfelder auf den Vorderflügeln.

    Sowohl meine Literatur, als auch Internetrecherche und vergleichbare Präparate von beiden Arten deuten viel mehr in Richtung ilicifolia, als denn zu tremulifolia.

    In "Schmetterlinge und ihre Lebensräume, Band 3" werden genau für die Umgebung Salgesch unsichere Funde angeführt.

    Einzig was gegen ilicifolia spricht, ist deren Seltenheit. Und das kann nicht wirklich gelten. Jedoch hat dieses Foto, zumindest für mich, nicht die 100%ige Sicherheit, die ich gerne hätte. Hinterflügel sind kaum sichtbar und so was per Foto sicher zu benennen ist immer zweischneidig....

    Ich nehme nicht an, Katja, dass du dieses Tier noch hast? Denn das wäre echt ein super Fund, wenn es wirklich ilicifolia wäre, der auch vom Naturschutzaspekt her sehr interessant wäre. Das wäre auch ne Meldung an nen offiziellen Schweizer "Schmetterlingsguru" wert. Hab nur keine Ahnung, wer oder welche Institution dafür in Frage käme.

    LG

    Rudi

    PS.: Da fällt mir ein, auf Observation.org wäre der Fund gut aufgehoben und für die Wissenschaft zugänglich.

    https://observation.org

    Moin zusammen,

    also ich kenn das "anders rum", auch wenn ich damit der KI widersprechen muss.

    Zuerst wird der männliche Part und danach der weibliche genannt. In diesem Fall:

    Actias luna x Actias selene

    Ich hab in Sachen Literatur bezüglich Hybridation nur den alten Standfuß hier, mehr nicht.. Aber auch dort wird in den Beschreibungen der Hybriden immer der männliche Part zuerst genannt. Das ist nun aber über 100 Jahre her....

    Im Netz finde ich nichts wirklich Aussagekräftiges.

    Die obigen Hinweise zu Weibchen zuerst und danach Männchen, bezieht sich meiner Einschätzung nach nur auf die Verwendung eingedeutschter Namen, wie "Liger".

    LG

    Rudi

    Das Meisen-Problem habe ich hier seit über 10 Jahren.

    Ich kann nur noch mit doppelwandigen Käfigen und Ausbindesäcken im Garten arbeiten. Oder eben Käfige mit Drahtgaze.

    Die gefressenen Tiere gehen mittlerweile in die Hunderte.

    Auch die Wespen, wie Werner schon sagt, sind nicht zu unterschätzen.


    Die Aerarien lassen sich gut mit Vorhangstoff reparieren, den man mit wasserfesten Holzleim auf die Löcher klebt. Auch mit Heißkleber kann man arbeiten, wenn man vorsichtig agiert.

    Nun...Arctia caja caja bezeichnet die Population, nach der die Art Arctia caja beschrieben wurde.

    Das zweite "caja" wird in der Regel in dem Moment genutzt, wenn Subspezis derselben Art mit ins Spiel kommen. Um den Unterschied zwischen den Subspezis klar erkennbar zu halten, brauchst du auch eine eindeutige Bezeichnung für die Stammpopulation.

    Wie hier nun für die Unterscheidung zwischen der caja wiskotti aus Armenien und der caja caja aus Schweden.

    Es gibt also für jede beschriebene zoologische oder botanische Art, eine entsprechende Bezeichnung als Subspezis. So gibt es eine Saturnia pavonia pavonia, oder ein Laothoe populi populi oder eine Tilia cordata cordata und so weiter....

    Moin,

    also beide abgebildeten Tiere sind mir im Erscheinungsbild unbekannt, aber den genannten Arten einigermaßen ähnlich.

    Sieht schwer nach KI im "Dilettantenmodus" aus.

    Der Sinn dahinter, solche Fotos zu verwenden, ist nicht erkenntlich.


    LG

    Rudi

    Josef, ich hab mit keinem Wort erwähnt dass Deine Methode verkehrt ist und ich will dich schon gleich gar nicht belehren. :winking_face:

    Aber....wenn mich jemand zu einem Problem in der Schmetterlingszucht frägt, sollte man doch für eine Antwort erst mal wissen um welche Art oder Artengruppe es sich handelt, bei denen ein Problem auftritt.

    ...so als Denkanstoß: was passiert im Freiland, wenn der Kokon an einem Baum gesponnen ist, der umfällt? Stirbt das Tier dann unweigerlich, weil die Reuse nicht mehr nach oben zeigt? Wenn ich meine Saturnidenzuchten ansehe, sage ich mal "Nein". Sicherlich nicht zwingend. :winking_face:

    Aufhängen würde ich Rothschildia Kokons natürlich auch. Schon deswegen, um den Tieren das Aufpumpen der Flügel zu erleichtern. Und dann natürlich auch mit Reuse nach oben, wenn gut erkennbar.

    Also, Transportschaden durch Temperatur, Bewegung etc. ist in diesem Fall auszuschließen. Bei einer Rothschildia sp. würde ich bei dem besagten Problem auf eine zu trockene und starre Schlupfreuse tippen, oder auf schwächliche Tiere.

    Lösung: Schlupfreuse weiten oder auf-/abschneiden. Umgebungsfeuchte kontrollieren und wenn nötig anpassen. Fertisch.

    Viel Glück noch mit den Tieren.

    Rudi


    PS: habe von meinen selene im Herbst einige verkehrt aufgehängt und ne Menge auch am Boden liegen gehabt. Kein einziges Tier ist verkümmert. Das sind aber keine Rothschildia.:grinning_face_with_smiling_eyes:

    Moin,

    also ich würde mir keine Einschätzung zutrauen, ohne zu wissen um welche Art/Specis es sich handelt!? Ist das für Euch keine relevante Info zur Meinungsbildung? Ausser "Saturnidae" in der Überschrift ist da nichts zu lesen.

    Oder hab ich etwas überlesen und die Art wurde doch schon genannt? Ich bin die Textbeiträge jetzt zwei mal durch und nichts entdeckt was auf die Art schließen lässt. Ausser "Lemonia" wurde nichts erwähnt. Und um die geht es doch sicher nicht, oder wurden die mittlerweile den Saturniden zugestellt?:grinning_face_with_sweat:

    Dann: wo sind sie her? Also selbst gezogen oder gekauft? Transportumstände? Temperatur?

    Erst dann kann man sinnvoll weiter machen.

    Gruß

    Rudi

    Moin zusammen.

    Noch mal kurz zum Kirschlorbeer....es gibt mittlerweile jede Menge unterschiedlicher Sorten zu kaufen, die sich meist in der Wuchshöhe, -form und Winterhärte unterscheiden. Alle drei Kriterien haben Einfluss auf die Blattausbildung betreffend Konsistenz, Inhaltsstoffe welche die Winterhärte beeinflussen, etc. Der Laie kann die Unterschiede nur selten wirklich einschätzen.

    Sprich "Kirschlorbeer" ist nicht gleich "Kirschlorbeer". Dass es da bei manchen Zuchten zu Akzeptanzproblemen kommen kann, ist naheliegend und schwer lösbar, da man die Pflanzen ja nicht von heute auf morgen ändern kann. Ausser man geht "klauen".

    Als Anhaltspunkt kann man sagen, je hellgrüner (und damit meist weicher) die Blätter und je rundlicher sie ausgeformt sind, desto besser werden sie wohl von den Raupen akzeptiert werden. Diese Pflanzen (Sorten) mit solchen Blättern sind aber oftmals die, die nicht so gut winterhart sind.

    Nur mal so aus Sichtweise des Gärtners :winking_face:

    Bezüglich Brennhaare reagiere ich je nach Zuchtstamm und Herkunft der Tiere unterschiedlich. Mal tut sich fast nichts und bei den nächsten geht ohne Handschuhe gar nix. Am schlimmsten sind dann die Kokons, wenn ich sie aus den Blättern popeln will. Das geht nur in Vollmontur im Freien und die Klamotten (Jacke) danach sofort ab in die Wäsche.

    So hält das gut 2-3 Wochen mit Lorbeerkirsche.

    Andreas, wie oft wechselst du dann das Wasser? Ich hätte da ein bisschen die Befürchtung, dass das Futter über diese lange Zeit, auch mit Wasserwechsel, zu gammeln anfängt. Quercus ist natürlich nicht sonderlich empfindlich, aber über die lange Larvenperiode hinweg könnte es trotzdem negative Auswirkungen haben. Wie sind da deine Erfahrungen hierzu?

    Grüße

    Rudi

    Servus Andreas,

    bei meinen f. alpina-Zuchten kamen immer von hellen bis dunklen Tieren alle Übergänge zustande, wobei die Anzahl dunkler Tiere eindeutig überwog. Angeblich wären auch Tiere aus "feuchteren" Biotopen dunkler gefärbt.....dazu fehlt mir allerdings ausreichendes Vergleichsmaterial um hierzu eine Aussage zu treffen. Vielleicht kann man also was mit feuchter Lagerung beeinflussen.

    Was jedoch auffällig war, dass Weibchen, die einmal überlagen, wirklich sehr dunkel und oftmals auch hyalin verfärbt waren.

    Ich habe meine Tiere allerdings auch nicht nach der Überwinterung im Frühjahr rein genommen, sondern im Freiland belassen und im Sommer schlüpfen lassen.

    Grüße

    Rudi

    Moin,

    meine Erfahrungen mit atropos sind da ein bisschen differenzierter.

    Um einer Nosema-Infektion der Weibchen und damit deren Nachkommen vorzubeugen, sollte möglichst alter Honig verfüttert werden. Nosema überleben in Honig bis zu zwei Jahre.

    Quelle: DANNER & all. "Die Schwärmer der westlichen Palaearktis", Seite 20

    Ich selbst verwende Honig dreierlei Herkünfte, der teilweise schon bis zu 15 Jahre alt ist.

    Verschiedene Herkünfte deshalb, weil ich schon atropos-Stämme hatte, die den einen oder anderen Honig verweigerten; und das scheitert nicht am Alter der Honigs. Mit ner andren Geschmacksrichtung geht es dann problemlos. Das kann auch sein, wenn man die Imagos sehr lange vital hält. Sechs Wochen immer wieder täglich denselben Honig zu schlürfen scheint selbst für einen "versoffenen" atropos mitunter des Guten zuviel zu sein. :grinning_face_with_smiling_eyes:

    In Biohonig hast halt eventuell gleich weniger Pestizide drin.

    Was auch interessant ist, ist welche Tracht die Bienen eingebracht haben. Tracht von Giftpflanzen kann über Pollen das Gift auch bis in den Honig verbringen. Wenn ich sehe, wie aufgrund von Blütenmangel die Bienen an Prunus laurocerasus, Ligustrum und Hedera dran hängen, kann man sich Gedanken machen. Ob das für einen atropos ein Problem darstellt? Wahrscheinlich nicht. Aber ein klassischer Waldhonig (Honigtau), oder Rapshonig könnte das Problem grundsätzlich ausschließen :winking_face:

    Tschau

    Rudi