Beiträge von Bracca

    Hallo Klaus-Bernhard & andere Mitleser,

    ich beende das Ratespiel mal an dieser Stelle: die richtigen Zuordnungen wären reine Glückstreffer. Ich hoffe es wird deutlich, dass eine sichere Bestimmung dieses Artenpaares nur nach Bildern, auf denen äußeren Merkmale erkennbar sind, nicht möglich ist.

    Es gibt sicher Anhaltspunkte / Merkmale, die für die eine oder andere Art sprechen. Absolut zuverlässig sind sie aber nicht („weiche Merkmale“). Hier besteht die Gefahr, dass man meint, eine Art sicher zu erkennen, ohne dass man im jeden Einzelfall prüft, ob man richtig liegt 😉

    Hier ist die Auflösung (alle Exemplare gen. det. R. Müller, conf. E. Friedrich):

    1. Exemplar kleines Bild, Bildnummer 9596: Oligia latruncula Weibchen

    2. Exemplar kleines Bild, Bildnummer 9599: Oligia latruncula Männchen

    3. Exemplar kleines Bild, Bildnummer 11413: Oligia latruncula Männchen

    4. Exemplar kleines Bild, Bildnummer 9598: Oligia versicolor Männchen

    Um auf den Ausgangsbeitrag (Anfrage von Sepp) zurückzukommen: nach meiner Ansicht ist der zweite Falter nicht „mit Sicherheit Oligia versicolor“. Es könnte schon diese Art sein, aber O. latruncula kann man nach Bild und ohne Beleg mit GU nicht ausschließen. Und der erste Falter gehört m.E. ebenfalls zu diesem Artenpaar, Mesoligia furuncula würde ich hier ausschließen.

    Herzlichen Gruß

    Egbert

    Hallo Klaus-Bernhardt.

    von Tieren mit diesem Aussehen habe ich noch einige mehr, das wäre also ein sehr großer Übergangsbereich :winking_face:

    Die Größenangaben (Flügelspanne) kann ich nachliefern, sie sind aber für die Bestimmung nicht wirklich hilfreich:

    1. Exemplar kleines Bild, Weibchen Bildnumer 9596: 24mm

    2. Exemplar kleines Bild, Männchen Bildnumer 9599: 25mm

    3. Exemplar kleines Bild, Männchen Bildnumer 11413: 24mm

    4. Exemplar kleines Bild, Männchen Bildnumer 9598: 25mm


    Herzlichen Gruß

    Egbert

    Hallo miteinander,

    ich kann Jonas nur zustimmen: eine sichere Trennung von Oligia versicolor und Oligia latruncula ist nur über GU möglich.

    @Klaus- Bernhardt: welche äußeren Merkmale sollen es denn sein, die eine zuverlässige Unterscheidung der beiden Arten ermöglichen?

    Ich füge mal 4 Bilder von präparierten Faltern an, die alle genitaluntersucht sind. Es darf getippt werden, zu welchen Arten sie gehören.

    Auflösung folgt später :winking_face:

    Herzlichen Gruß

    Egbert

    Hallo Thomas,


    die halten sich einfach nicht daran, was in den Büchern steht :grinning_face_with_smiling_eyes:

    Da solltest Du aufmerksam sein in den nächsten 1-2 Wochen, falls noch mehr schlüpfen.

    Mit der Nachzucht dieser Art habe ich keine eigenen Erfahrungen. Sie lebt aber nicht monophag an Opopanax hispidus. Als Zuchtfutter kommen auch andere Apiaceae infrage, wie z.B. Foeniculum vulgare, Heracleum sphondylium oder Daucus carota. Potenziell sollten die alles annehmen, was auch Papilio machaon gerne mag.


    Herzlichen Gruß

    Egbert

    Hallo miteinander,

    mit dem Funddatum 8. April und Fundort Südfrankreich ist m.E. eine Bestimmung möglich: es sollte ein helles Exemplar von Catephia alchymista sein. Solche hellen Formen sind selten, kommen aber z.B. auf der iberischen Halbinsel vor, hier zu sehen:

    Weißes Ordensband (Catephia alchymista)
    Weißes Ordensband von El Barquillo-Ávila, España am 14. Juni 2023 um 07:56 AM von JUAN LOPEZ GARCIA
    www.inaturalist.org

    Herzlichen Gruß

    Egbert

    Wirklich beeindruckend, das Tierchen!
    Aber es geht in Australien noch deutlich größer - wenn man viel Glück hat und diese 56,5 cm große Rarität (Ctenomorpha gargantua) findet:

    http://www.sciencefriday.com/articles/behol…n-stick-insect/

    Überboten wird das aber noch von einer erst 2014 in China entdeckten Art: Phryganistria chinensis mit 62,5 cm:

    http://news.xinhuanet.com/english/2016-05/05/c_135336786.htm

    Hallo liebe Freunde der Superlative,

    ich hatte in diesem Diskussionsfaden eigentlich wirklich fette Brocken erwartet - wurde aber bisher enttäuscht.
    Deshalb möchte ich mal meine Nr. 1 in dieser Kategorie vostellen: eine erwachsene Raupe von Coscinocera hercules, welche ich im vergangenen Jahr züchtete. Die gut 13 cm Länge sind sicher nicht wirklich rekordverdächtig, wohl aber das Gewicht dieses eher kompakten Raupentyps: 48 g und damit doppelt soviel, wie die bisher schwerste Raupe, die hier gezeigt wurde! Die Raupe hat nach dem Bild übrigens noch drei Tage gefressen, habe sie aber danach nicht noch einmal gewogen.
    Zu toppen ist das wohl am ehesten noch mit Raupen der Gattung Endoxyla, die aber wohl kaum jemand in Zucht haben dürfte. Zumindest gehören die Weibchen einiger Arten zu den schwersten Lepidopteren der Welt.

    Herzlichen Gruß,

    Egbert