Ende der 90ger in einem kleinen Dorf im Odenwald.
In Friedhofsnähe, etwas vom Ort entfernt war der Zufahrtsweg mit Eichenstockschlag besäumt, die Bäume also nicht so hoch.
Unter einem der Bäume gab es eine Bank.
Eines Tages anfangs Juni rief mich ein Bekannter aus dem Ort an und erzählte mir, seine Tochter sei im Krankenhaus, nachdem sich bei ihr am (nahezu) gesamten Körper rote, juckende Pusteln gebildet hatten. Es stellte sich heraus, dass sie am Vorabend mit ihrem Freund auf der Bank sass. Es war ein lauer Sommerabend…und das Pärchen hatte wohl schöne Ideen.
Der Kenner der Materie kann sich denken, dass sich auf dem Baum Eichenprozessionsspinnerraupen befanden, die Härchen der Häutungen hatten für die „Hautirritationen“ gesorgt.
Wir haben übrigens eine Feuerwehrübung organisiert, die Raupen mit Wasserkraft von den Bäumen geholt, zusammengekehrt (Schutzanzüge!) und entsorgt. Eine gezielte, punktuelle Bekämpfung geht also auch ohne Gifteinsatz.