Hallo Leute

    So will ich mal das Thema ansprechen..... (es interessiert mich sehr)
    Was sind die Merkmale bei Schmetterlingen bei Inzucht dh. die volgen, schäden usw. das möchte ich gerne wissen
    und hat schon jemand erfahrung mit dem..(hat jemand eine Studie oder so)

    Bitte :hilfe: :hilfe:

    greez sven :falter:

    Die Spinne scheint ein uns Menschen
    überlegenes Wesen zu sein,
    da wir ihr so eine irrationale Angst
    entgegenbringen.

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    Wenn du das Forum durchsucht hättest, wärst du warscheinlich auf jede Menge Threads gestoßen die dieses Thema behandeln. Da Inzucht hier in regelmäßigen Abständen für Diskussionsstoff sorgt. Ich selbst habe zwar keine Erfahrung mit Inzuchtlinien bei Schmetterlingen, da ich mich aber etwas mit Genetik auskenne, kann ich dir einen kurzen Überblick über die Folgen von Inzucht geben.

    Je nach dem wie "ähnlich" oder "unähnlich" sich die Elterntiere in ihren Genen sind, kann es mehrere Generationen dauern bis überhaupt Folgen von Inzucht zu sehen sind. Wenn du zum Beispiel zwei Tiere verpaarst deren Fundort 1000 km auseinander liegt kannst du mit hoher Warscheinlichkeit jahrelang mit den Nachkommen züchten ohne Inzuchtfolgen zu sehen. Ganz anders kann es dagegen sein wenn es sich um zwei Tiere handelt, die du bei dir um die Ecke gefunden hast. Als erste Folge von Inzucht würde die Größe und die Farbintensität der Tiere mit jeder Generation abnehmen, danach würden sich Mutationen einstellen wie zum Beispiel verkrüppelte Flügel oder Gliedmaßen, Pigmentfehler oder ähnliches. Die Schlupfrate der Eier würde stetig abnehmen, da sich letale Mutationen in der Population anhäufen. Das bedeutet die Eier sind zwar befruchtet, aber die Embryonen sterben im Laufe der Entwicklung ab. Je nach dem wie klein die Population ("der genetische Flaschenhals") ist würden irgendwann überhaupt keine Nachkommen mehr ihre Entwicklung beenden. Wenn die Population aber wieder wächst bzw. auf einem bestimmten Level gehalten wird würden sich bestimmte Merkmale/Mutationen manifestieren und auf Dauer hätte man eine neue Zuchtform/Rasse und irgendwann vielleicht eine neue Art.

    Ein gutes Beispiel für Jahrtausende andauernde Inzucht ist Brahmaea europaea, stell dir einfach vor die Tiere hätten irgendwann mal so wie Brahmaea herseyi ausgesehen.

    Moin,


    das ist ein Thema, zu dem Starix alles wichtige gesagt hat. Die brutale Realität könntest Du erfahren, wenn Du die Insektenzüchter (hier gibt es sogar extra Foren) auf die Vitalität von Extatosoma tiaratum (unschöner Weise immer als E.T. bezeichnet) ansprichst. Diese sind schon vor 20 Jahren in Haltung gewesen und es scheint so zu sein, dass aufgrund der Inzuchtprobleme erst in neuerer Zeit vermehrt Wildfänge entweder eingekreuzt, bzw. vollkommen neue Zuchten angefangen werden.


    Probleme bei dieser Art stellen sich wie folgt dar: hohe Mortalität in allen Stadien. Soll heißen, dass erstmal ungewöhnlich wenige Eier zum Schlupf kommen und sehr viele Larven vorallem bei den Häutungen sterben. E. tiaratum ist eine große, hell ockerbraune Art. In Folge der Inzucht treten aber immer stärker Farbvarianten auf, wie z.B. schmutzig dunkelgrüne Tiere und ähnliches (die sich kranker Weise einer großen Beliebtheit erfreuen oder zumindest erfreut haben, bis man die Gründe erkannte). Und die Größe, wie sie in der Natur erreicht wird, erreichen diese Tiere lange nicht mehr. Sie bleiben in der Regel um 5 cm darunter.


    Viele Grüße

    Klaas

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