wird aus dieser Larve ein Käfer ?

  • AD

    Die Kurzflügler stellen mit ca. 1.200 verschiedenen Arten in Deutschland die größte Käferfamilie bei uns dar. Sie stellen immerhin 17% der heimischen Arten (rund 7.000). Die zweitgrößte Familie, die Rüsselkäfer, stellen mit ihren rund 800 Arten immerhin noch 11,4% der heimischen Käferarten, sind damit aber deutlich kleiner.

    Staphylinidae sind relativ uniform. Es gibt vergleichsweise wenig bunte Arten, wie z.B. in der Gattung Paederus (schwarz, orange-braun und metallisch blau gefärbt) oder einen unserer größten Staphys, Emus hirtus, mit seiner zotteligen Behaarung in schwarz, goldgelb und silbergrau und natürlich die meist bekannten Staphylinus- und Platydracus-Arten, die schwarz sind, mit rotbraunen Flügeldecken und einer mehr oder weniger deutlichen goldgelben Behaarung auf dem Hinterleib (nicht alle, aber die meisten). Ansonsten sind Staphyliniden schwarz oder dunkelbraun, mit mehr oder weniger Glanz und meist schwer bestimmbar. Mit die schlimmsten sind die Tiere aus den Gattungen Atheta (meist sehr kleine (2 - 3 mm groß), dunkelbraune oder schwarze Arten) und Aleochara (etwas größer als Atheta und zuweilen zumindest mit rotbraunen Flügeldecken), die sich, wie viele andere Staphyliniden, nur am Genital unterscheiden lassen.

    Liebe Grüße
    Klaas

    Kaas. gebe der Reihe nach Deine Wissenschaftlichen Namen ein. Bei Peaderus , habe letztes Jahr mehrmals vor der Linse gehabt,sehe ich mehrere Ausschläge an Menschen. Mit meiner kleinen Kamera, muss ich immer ganz nahe an diese "Tierchen"ran-------muss ich aufpassen ? Emus Hirtus ist nach einem Hirschkäfer Männchen mein Wunsch fotografieren zu können, ist der schön, aber laut Internet selten.

    Schönen Nachmittag noch.Katja

    Moin Katja,

    Paederus soll Probleme machen. Ich habe sie schon zu hunderten in der Hand gehabt und bis heute nichts gemerkt. Aber vermutlich merke ich eh nichts.

    Emus hirtus ist nicht ganz einfach, aber geht. Du brauchst Rinderweiden, in einer wärmeren Lage (bei uns am Niederrhein z.B. sehr selten in sandigen Gebieten (die erwärmen sich stärker und schneller) und Dur brauchst eine "ist-mir-scheißegal-Haltung". Emus hirtus ist im Rinderdung unterwegs. Du kannst ihn an frischen Kuhfladen ebenso finden, wie in Misthaufen, aber es muss eine warme Lage sein. Wenn es in tieferen Tallagen bei Euch schotterige Bereiche mit Rinderbeweidung gibt, sollte das eine gute Voraussetzung sein. Und dann darfst Du keine Scheu haben in die Rindersch... rein zu packen. Die Jungs stecken mitten drin. Die kommen aus der flüssigen Pampe hervor, sehen aus wie geleckt und verschwinden sofort wieder in der flüssigen Pampe.

    Also, versuch es und viel Glück. :winking_face:

    Liebe grüße
    Klaas

    Guten Morgen Klaas,

    Hihi, super Deine ausführliche Erklärung. Werde mich mit Gummistiefel, Gummihandschuhe ab Ende April auf den Weg
    machen und die Rinderfladen durchsuchen. Ein grosses Sieb kommt auch in den Rucksach, damit ich die "Jungs" aus der flüssigen Pampe aussieben kann !

    Wünsch Dir einen schönen Tag.

    Grüsse aus Walde Katja

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