Euplagia Quadripunctaria - Raupenzucht

    Hallo liebe Actias Mitglieder

    Vor etwa einer Woche habe ich in unserem Garten ein weibliches Exemplar der Russischen Flagge gefunden und eingefangen. In der Nacht darauf hat sie dann ca. 40 Eier abgelegt. Heute sind nun die ersten Raupen geschlüpft. Vor unserem Haus haben wir einen grossen Haselbaum. Kann ich die Raupen schon zu Beginn mit Hasel füttern? Auf Wikipedia habe ich gelesen, dass die Raupen kurz nach dem Schlupf noch keine holzigen Gewächse fressen. Wenn das so ist, mit welchen Kräutern sollte ich sie füttern?

    Und wie mache ich das mit dem Überwintern? Wann fängt die bei den Raupen ca. an?

    Danke fürs Durchlesen und ein Schönes Wochenende!

    Sam

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    Hallo Samuel,

    Ich habe auch kleine Raupen vom Russischen Bär und füttere sie mit Brennnesseln.

    LG, David

    Hallo Samuel,

    füttere die Raupen auch mit Brombeere. Brombeere gibt es den ganzen Winter an schattigen Stellen.
    Sie werden wahrscheinlich überwintern wenn sie nicht mehr richtig fressen. Ich habe sie problemlos in einer Plastikbox mit einigen Luftlöchern überwintert.
    In der Box war trockenes Buchenlaub und immer ein grüner Brombeerzweig. Alle 3 Tage habe ich die Deckelinnenseite mit etwas Wasser gesprüht. Buchenlaub verhindert den Schimmel und das Besprühen
    sorgt dafür daß die Raupen nicht austrocknen.
    Die Überwinterungsbox stand in einem ungeheizten Raum (Keller, Garage etc.) bei Temperaturen von ca. 5 bis 12 Grad. An wärmeren Tagen knabberten die Raupen auch im Winter an Brombeere.
    Sobald es ab Ende März wärmer wurde und die Brennesseln anfingen auszutreiben führte ich die Zucht bei Zimmertemperatur weiter.

    Werner

    Hallo Samuel,

    die Methode von Werner ist natürlich super und erlaubt eine optimale Kontrolle der Tiere.

    Da ich selber nicht die Zeit für eine so sorgsame Pflege aufbringen konnte, hatte ich meine quadirpunctaria-Jungraupen im vergangenen Herbst einfach in einen Topf mit eingetopfter Brennessel gesetzt (Erdballen und Pflanze unbedingt vorher einige Stunden unter Wasser stellen und das Viechzeug was dann herauskrabbelt entfernen!). In den Topf habe ich noch erdnah etwas Moos eingesteckt, damit die Tiere was zum Verkriechen hatten. Das Ganze wurde dann mit einem Nylonstrumpf überzogen und an einen halbschattigen und windgeschützten Ort im Garten gestellt. Wenn Schnee lag, habe ich den Topf auch damit überschichtet. Damit wird der schärfste Frost abgehalten. Bei trockener Witterung muss der Topf gelegentlich gegossen werden. Sobald dann im März die Sonne an Kraft gewinnt und die frischen Brennesseltriebe sprießen, beginnen die Raupen zu fressen. Der Vorteil dieser Methode der Freilandübewinterung ist, dass die Raupen sich im Normalfall analog der Freilandpopulation entwickeln. In meiner Zucht konnte ich über den Winter keine Verluste feststellen.

    Von Hasel als Futter für die Jungraupen würde ich abraten, da die Blätter zu hart für die kleinen Tiere sind.

    LG, Andreas

    Bin immer auf der Suche nach Automeris-Arten und nehme gerne neben Eiern auch kleinere Stückzahlen von Kokons ab.
    Ebenso suche ich stets interessante leere Kokons aller möglicher Arten.

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