Colias chlorocoma


    Seid mir erst einmal alle auf’s herzlichste gegrüßt!


    Es war einmal, vor langer, langer Zeit, als ich noch zur Schule ging, da besuchte ich mehr oder weniger regelmäßig,
    einen Entomologengreis namens Paul Schmidt aus Neumark in Sachsen.
    Da er inzwischen weit über hundert Jahre alt sein müsste, nehme ich an, daß er wohl nicht mehr unter uns weilt.
    Dennoch, so bin ich der Meinung, lebt er ein Stück weit in mir weiter, durch die vielen Geschichten aus seinem Leben,
    wodurch er das entomologische Feuer in mir entfacht hat.

    Eines Tages, nachdem ein Besuch bei Herrn Schmidt sich wieder einmal viel zu schnell dem Ende zu neigte,
    stand ich wie so oft vor dem einzigen Schmetterlingskasten, der ihm aus seiner großen Sammlung noch verblieben war.
    Den Rest der Sammlung, so erzählte er mir, hat ihm sein ex-bester Freund Hermann Gerisch aus Lengenfeld,
    nach einer Ausstellung einmal abgeluchst.

    Wie dem auch sei, in diesem Kasten befanden sich seine besten Stücke ( z.B: «mein erster selbstgezüchteter
    und gespannter Papilio machaon» und viele andere).
    Er nahm den Kasten von der Wand und reichte ihn mir mit den Worten: «Ich glaube, bei dir ist er besser aufgehoben.»
    Mit einem Kloß im Hals verabschiedete ich mich von ihm.
    :traurig:

    Die Falter aus dem Kasten habe ich natürlich Heute noch und die dazugehörigen Geschichten auch.

    Hier nun eine dieser Geschichten:

    Herr Schmidt war in seiner Jugend mit Herrn Otto Staudinger bekannt und später mit Herrn Andreas Bang-Haas befreundet.
    Aus dessen Sammlung erhielt er ein Paar Colias chlorocoma v. tkatschulkovi.
    Über die Firma Staudinger & Bang-Haas waren etliche Schmetterlingsfänger beschäftigt (ein Traumjob)
    :freudentanz:,
    unter anderem auch der Herr Tkatschulkovi.
    Herr Schmidt berichtete mir, dass sich der arme Kerl, beim Fang von 6 Faltern dieser Art drei Rippen gebrochen hat.
    «Eigentlich ein guter Schnitt», wie Herr Schmidt bemerkte.
    :bibber:


    [Blockierte Grafik: http://kunde7.juli.bimetal.de/bilder/chlorocoma.jpg]

    Nun zu meinem eigentlichem Anliegen. :hilfe:

    Wie ihr auf dem Bild hoffentlich sehen könnt, ist auf dem Fundortetikett keine Jahreszahl vermerkt.
    Das war damals wahrscheinlich nicht so üblich.
    Es wäre interessant für mich, mehr über Herrn Tkatschulkovi zu erfahren.
    Trägt die Form auch heute noch diesen Zusatznamen v. tkatschulkovi?
    Hat das Co-Type Etikett heute noch Bedeutung?
    Eventuell hat jemand Literatur zu Hause oder stellt sich beim Suchen im Internet weniger dumm an als ich.
    Ich wäre für jede noch so kleine Hilfe dankbar.

    Servus bis demnächst!

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    Danke für die Hilfe!

    Die Seite von Herrn Ziegler ist sehr interessant.
    Meine Falter tauchen da auch auf: Syn.: tkatschukovi BANG-HAAS, 1936: Armenien.
    Ist also kein wirklicher Erst fang .
    Das rote Etikett macht sich trotzdem gut, dass wird sich wohl der Herr Bang-Haas auch gedacht haben. :ok:

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