24. Januar 2020 um 18:10 - Beitrag: Limenitis camilla, Thema: Limenitidinae
- Offizieller Beitrag
Limenitis camilla
(Linnaeus, 1764)
Erstbeschreibung
Papilio camilla Linnaeus, C. (1764): Museum s:æ r:æ m:tis Ludovicæ Ulricæ reginæ svecorum, gothorum, vandalorumque &c. &c. &c.
In quo animalia rariora, exotica, imprimis insecta & conchilia describuntur & determinantur prodromi instar editum. S. 304
Originalbeschreibung Typenlokalität: Deutschland
Verbreitung
Nordspanien, ostwärts durch ganz Europa; fehlt fast im gesamten Mittelmeergebiet mit Ausnahme von Norditalien und der zentralen Westküste Italiens, auf den britischen Inseln nur im Süden Englands, fehlt in Fennoskandien, auf dem Südbalkan sehr sporadisch (Rhodopen, Rila, Pirin); europäische Türkei, Nordtürkei, von Osteuropa bis zum Ural; vom Altai bis nach Japan und ins Amurgebiet.
Beste Raupenfutterpflanzen
Lonicera periclymenum, Lonicera xylosteum
Weitere Raupenfutterpflanzen
Weitere Lonicera spp., Symphoricarpos albus
Flugzeit, Generationen, Überwinterungsstadium
Anfang Juni bis Ende Juli, eine Generation, Überwinterung als L2
Nachweismethode
Falter, Suche nach Kotrippen im Spätsommer/Frühherbst, Suche nach Hibernarien.
Die Eiablage erfolgt bevorzugt an kühlfeuchten, schattigen Stellen, meist mitten in lückig bewachsenem Wald. Sehr selten werden auch besonntere Saumbereiche besiedelt. Die belegten Büsche bzw. Ranken sind in der Regel kleine und junge. Die Raupen finden sich meist in Bodennähe, zumindest aber sehr tief, selten in über 1 m Höhe. Der Bau des Hibernariums erfolgt recht früh und kann schon im August/September abgeschlossen sein. Die Hibernarien sind nicht sehr groß (meist etwa 5 mm) und sind auf den ersten Blick kaum von vertrockneten Blattresten zu unterscheiden. Blattreste sind meist sogar größer als die Hibernarien und können somit ignoriert werden, bei genauem Hinsehen sind die Hibernarien von kleinen Blattresten gut an den Spinnfäden am Blattstiel zu unterscheiden.
Besonderheiten
Männchen werden besonders an heißen Tagen von Exkrementen, feuchtem und/oder mineralienhaltigem Bodensubstrat und Schweiß angezogen, daneben werden auch gerne weiße Doldenblütler besucht. Die jungen Raupen befressen vor dem Winter ihr Sitzblatt so, dass nur die Mittelrippe stehen bleibt und verlängern diese zusätzlich mit zusammengesponnenen Kotballen; Das dadurch entstehende, Kotrippe genannte, Fraßmuster dient der Raupe als Sitzplatz in den Fresspausen, welcher für kleine Prädatoren (Ameisen, Wanzen, etc.) schwer zu erreichen ist; Die Kotrippen sind auffällig und vergleichweise einfach zu finden. Für den Winter spinnen sich die Raupen aus dem oberen Teil ihres Fraßblattes eine Art Röhre, das Hibernarium, welches der Raupe im Winter als Schutzbehausung dient. Der Blattstiel wird am Ast mit Seide festgesponnen, um ein Abfallen zu verhindern. Die Raupen sind oft von Schlupfwespen befallen.
Schutzstatus
Besonders geschützt nach BNatSchG
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| Ei | |
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| Mitglied gfp | Mitglied gfp |
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| Hibernarium | ||
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| 31. August 2011 Mitglied Ralph | 01. Januar 2013 Mitglied Ralph | 02. Januar 2013 Mitglied Ralph |
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| 11. April 2013 Mitglied mawo | 04. September 2013 Mitglied Toni Kasiske | 19. Dezember 2015 Obergünzburg (BY), Deutschland Mitglied Achim |
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| durch Rodung entfernt 20. Dezember 2015 Obergünzburg (BY), Deutschland Mitglied Achim | Mitglied derFalk | 23. November 2018 Mitglied gfp |
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Weiterführende Links
Bestimmungshilfe des Lepiforums: Limenitis camilla
pyrgus.de: Limenitis camilla
Limenitis camilla bei Fauna Europaea
Limenitis camilla in BOLD Systems