Pflegemaßnahmen im Artenschutz

  • Hallo zusammen,

    ich möchte einmal ein Thema zum Artenschutz und entsprechenden Pflegemaßnahmen anbringen.

    Da die Koordination und Abstimmung von Pflegemaßnahmen selten aufgrund der Komplexität von Ökosystemen für alle ausgewählten Arten einen positiven Bestandstrend hervorbringt, möchte ich die verschiedenen Pflegemaßnahmen am Beispiel der Gruppe der Tagfalter darstellen und anhand von ausgewählten Beispielen veranschaulichen.

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  • Die Kategorisierung von Pflegemaßnahmen und den jeweils betroffenen Arten nehme ich in Anlehnung an

    Settele, J. et al. 2005: Schmetterlinge – Die Tagfalter Deutschlands - Ulmer Verlag, Halle, Filderstadt, Mittweida, Leipzig, 256 S. (151 dargestellte Arten, 144 beschrieben) vor.

    Um auch die alpinen Arten mit einzubinden, wäre hierbei Stettmer et al. 2006: „Die Tagfalter Bayerns und Österreichs“ zu empfehlen.

    Dann kommt man gemeinsam mit den einwandernden Arten (z.B. Großer Wanderbläuling) auf ca. 180 Arten gemäß Reinhardt, R. et al. (2020): Verbreitungsatlas der Tagfalter und Widderchen Deutschlands – Ulmer Verlag, Stuttgart, 432 S. (Stand 2020).

    Die Datenrecherche gemäß quantitativer Erhebungen erfolgte gemäß

    https://www.schmetterlinge-d.d…videnceMap.aspx?Id=440779 (Stand 2023).


    Generell verständlich ist beim Natur- und Artenschutz die Vermeidung von Naturgiften wie Pestizide und Insektizide und mitunter Dünger.

    Partielle Mahden können zusätzlich rein theoretisch alle Arten unterstützen, da die Präimaginalstadien zum Mahdzeitpunkt an ihren Futterpflanzen geschützt sind, aber artspezifisch kann eine Abwertung nicht gemähter Bereiche langfristig betrachtet erfolgen, da die Raupenfutterpflanzen durch andere Pflanzen verdrängt werden und die Imagines dort keine Eier ablegen bzw. Bodenhitze zur Erlangung der Fortpflanzungsfähigkeit fehlt

    -> die Verschonung von Futterpflanzen bei der Mahd unterstützt NUR die vorliegenden Präimaginalstadien, ABER beeinträchtigt das Eiablageverhalten der Imagines (z.B. Wundklee-Bläuling, Komma-DF) und die Entwicklung noch nicht vorhandener Präimaginalstadien, welche auf den abgemähten Jungpflanzen einen besseren Lebensraum vorfinden (z.B. erhöhter Nährstoffgehalt der Pflanzen), je nach Art möglicherweise negativ, vgl. Thema „Freilandforschung“ (Nährstoffgehalt, Prädatoren, lückige Offenbodenbereiche, geschwächte Pflanzen bei Mahdereignissen). Zusätzlich ist die Tendenz extensive Mahd für mehr Arten förderlich gegenüber intensiver Mahd in Verbindung mit Mahdterminen und Dürresommern.

    -> daher kann man die Mahdtermine nur in Kombination mit entsprechenden Phänogrammen der Lebensstadien von Arten bewerten, aber sowohl Nicht-Mahd als auch Mahd können schädlich wirken, je nach Arten ganz unterschiedlich und abhängig vom Mahdzeitpunkt unterschiedlich stark.

    Der Übersichtlichkeit halber habe ich mich auf die deutsche Bezeichnung der Tagfalterarten gemäß „Schmetterlinge – Die Tagfalter Deutschlands“ beschränkt.

    Zusätzlich habe ich bei den Arten der Übersichtlichkeit halber folgende Abkürzungen verwendet:

    DF (Dickkopffalter), ZF (Zipfelfalter), PM (Perlmuttfalter), SF (Scheckenfalter)


    Begrifferklärungen

    Sukzession: die natürliche Besiedlung eines Lebensraums von Anfang (Offenboden über Verbuschung) bis Ende (geschlossener Buchenwald), wobei Erstbesiedler als Pionierarten bezeichnet werden (Komponenten, welche während Sukzession nutzbar gemacht werden: Nährstoffanreicherung, Beschattung), im Endstadium steht die anspruchsvolle/ ressourcenverschwendende Rotbuche (braucht Schatten als Schattenkeimer, verbraucht sehr viel Wasser, dunkelt Wälder ab und setzt sich gegen die Mehrzahl anderer Pflanzen durch)

    Extensive Mahd: 1-2x Mahd, maximal 2x jährlich, erste Mahd sehr spät im Herbst, Flächen produzieren ohne Düngung weniger Biomasse, haben aber höhere Artenvielfalt;

    beispielsweise darauf geachtet, dass ökologische Ausgleichsflächen zur Förderung der Biodiversität vorhanden sind, Tiere im Freiland mit Auslauf gehalten werden oder weniger Dünge- und Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden. Die regenerative Landwirtschaft wie auch der Anbau in der Permakultur sind beispielsweise extensive Konzepte.

    Extensiv = wenig Input und weniger Output Biomasse

    Intensive Mahd: Ziel ist die Erreichung des maximal möglichen Ertrags auf der zur Verfügung stehenden Fläche. Hierbei werden alle vorhandenen Mittel zur Produktivitätssteigerung eingesetzt: Synthetischer Pflanzenschutz, Anbau in Monokulturen, Bearbeitung durch schwere Gerätschaften. Diese Form der Landwirtschaft ist seit der Grünen Revolution ab den 1960er Jahren die vorherrschende Form; nur häufige Pflanzenarten

    Intensiv = viel Input und viel Output Biomasse.


    Vgl. „Bauern Lexikon“ von Valérie (9. Februar 2021)

    Intensive vs. extensive Landwirtschaft - Was ist der Unterschied?
    Im Anbau von landwirtschaftlichen Kulturen wird unterschieden zwischen der intensiven und extensiven Anbauweise. Wir erklären hier den Unterschied.
    www.juckerfarm.ch

  • Begriffe: Magerrasen, Pionierstandorte, Sukzession, Aufforstung, Überweidung, Beweidungsintensität, Entbuschung, Nutzungsaufgabe, Aufforstung, Kahlschlag (Neuschaffung von Lichtungen), breite Säume, schwere Befahrung für Bodenoffenhaltung, Schonung Futterpflanzen überwinternder Arten (Pflegeverzicht), Verfilzung Wiese

    Zentrale Begriffe: Vermeidung Düngung + Vermeidung Pestizidanwendung, Kahlschlag, breite Säume, Pflegeintensität (Mahd, Beweidung), partielle Mahden

    Ähnliche, adäquat gebräuchliche Begriffe: Extensive Pflege + Entbuschung + Vermeidung Sukzession;

    Kahlschlag + Schaffung Nieder- und Mittelwälder + Erhalt lichter Wälder


    Erhaltung Magerrasen: Roter Würfel-DF, Hufeisenklee-Gelbling (Kalk), Grüner ZF


    Erhaltung Pionierstandorte: Roter Würfel-DF, Hufeisenklee-Gelbling, Eisenfarbener Samtfalter (Vermeidung Begrünung und Bepflanzung an Böschungen)


    Sukzession einschränken: Roter Würfel-DF, Blauschillernder Feuerfalter


    Ausbleiben Mahd in Überwinterung: Großer Feuerfalter (ampferreiche Grünlandparzellen) (Komma-DF)


    Kahlschlag (Schaffung Waldlichtungen): Gelbwürfeliger, Gold-DF, Schwarzer Alpollofalter, Leguminosen-Weißling, Dukaten-Feuerfalter, Brauner Eichen-ZF (regelmäßige Eichenverjüngung), Schlüsselblumen-Würfelfalter, Feuriger PM, Silberfleck-PM, Braunfleckiger-PM, Wachtelweizen-SF, Baldrian-SF, Großer Eisvogel, Kleiner Schillerfalter, Blauschwarzer Eisvogel (großflächiger Kahlschlag), Gelbringfalter (kleinflächig), Wald-Wiesenvögelchen, Weißbindiges Wiesenvögelchen, Weißbindiger Mohrenfalter, Graubindiger Mohrenfalter, Gelbbindiger Mohrenfalter (kleinflächig) (21 Arten)

    -> Ausnahmearten, welche ohne Kahlschlag überleben: Waldbrettspiel (häufige Waldart)


    Entbuschung (vgl. Sukzession einschränken): Segelfalter (Ausnahme Vermeidung Entbuschung wertvoller niedrigwüchsiger Krüppelschlehen), Blauschillernder Feuerfalter, Kreuzdorn-ZF, Kleiner Schlehen-ZF (Ausnahme Vermeidung Entbuschung wertvoller niedrigwüchsiger Krüppelschlehen), Alexis-Bläuling, Fetthennen-Bläuling, Storchschnabel-Bläuling, Zahnflügel-Bläuling, Silbergrüner Bläuling, Großer PM, Hochmoor-PM, Randring-PM, Braunfleckiger PM, Flockenblumen-SF, Braunauge, Rotbraunes Wiesenvögelchen, Großer Waldportier, Ockerbindiger Samtfalter (18 Arten)


    Förderung Stockausschläge: Segelfalter, Kreuzdorn-ZF, Kleiner Schlehen-ZF


    Erhalt/ Förderung Nieder-, Mittelwälder: Schwarzer Alpollofalter, Brauner Eichen-ZF, Wachtelweizen-SF, Baldrian-SF, Blauschwarzer Eisvogel (essenziell für Restpopulationen Schwäbische Alb), Gelbringfalter, Wald-Wiesenvögelchen, Weißbindiges Wiesenvögelchen, Blaukernauge


    Seltenes Mähen Säume entlang Waldwege: Gelbwürfeliger, Gold-DF, Wachtelweizen-SF, Rotbraunes Ochsenauge, Weißbindiger Mohrenfalter


    Seltenes Mähen Säume innerer und äußerer Waldränder: Gelbwürfeliger, Gold-DF, Dukaten-Feuerfalter, Rotbraunes Ochsenauge, Weißbindiger Mohrenfalter


    Seltenes Mähen Säume entlang Gebüsche: Gelbwürfeliger DF


    Seltene Pflege von Säumen: Mattscheckiger Braun-DF, Schachbrettfalter


    Sukzession Waldsäume: Großer Eisvogel, Kleiner Schillerfalter, Großer Schillerfalter, Großer Fuchs, Baumweißling


    Schaffung breiter Waldsäume: Großer Eisvogel, Kleiner Schillerfalter, Großer Schillerfalter, Gelbbindiger Mohrenfalter, Graubindiger Mohrenfalter/Kleiner Waldportier (+ extensive Pflege)


    Extensive Beweidung (Überweidung schädlich): Roter Würfel-DF (Futterpflanze verschwindet bei intensiver Beweidung), Brauner Feuerfalter, Violetter Feuerfalter (bodensaurer Magerrasen), Westlicher Quendel-Bläuling, Großer Sonnenröschen-Bläuling, Streifen-Bläuling, Wundklee-Bläuling (oder einmalige Mahd bzw. partiell), Mittlerer PM, Natterwurz-PM (oder Mahd in mehrjährigem Abstand), Wachtelweizen-SF (frische, feuchte Magerstandorte) (10 Arten)


    Extensive Beweidung im Wald (Waldweide auf Kahlschlagflächen, Lichtungen): Komma-DF, Dukaten-Feuerfalter, Feuriger PM, Silberfleck-PM, Gelbringfalter


    Stärkere Beweidung/ Intensiv (+Entbuschung): Spätsommer-, Sonnenröschen-, Mehrbrütiger-, Steppenheiden-Würfel-DF, Berghexe


    Schwere Befahrung für Schaffung Offenböden: Mehrbrütiger Würfel-DF, Berghexe


    Partielle Mahden (vgl. alternativ zu Extensive Mahd als Methode denkbar): Komma-DF, Heilziest-DF, Heller, Dunkler Wiesenknopf-Ameisenbläuling, Storchschnabel-Bläuling, Wundklee-Bläuling (oder einmalige Mahd), Lungenenzian-, Thymian-Ameisenbläuling


    Extensive Pflege (Beweidung, Mahd): Komma-DF, Brauner Feuerfalter, Violetter Feuerfalter (bodensaurer Magerrasen), Grüner ZF, Alexis-Bläuling, Heller + Dunkler Wiesenknopf-Ameisenbläuling + Lungenenzian- + Thymian-Ameisenbläuling (festgelegte Mahdtermine), Zahnflügel-Bläuling, Silbergrüner Bläuling, Esparsetten-Bläuling, Großer PM, Braunfleckiger PM, Goldener SF, Wegerich-SF, Flockenblumen-SF, Baldrian-SF + Rotbraunes Wiesenvögelchen (Brachfallen möglich), Großes Wiesenvögelchen (Moore), Weißbindiges Wiesenvögelchen, Rundaugen-Mohrenfalter, Blaukernauge (20 Arten)


    Intensive Pflege: Schwarzbrauner, Sonnenröschen-Würfel-DF


    Vermeidung Verfilzung, lückige Vegetation: Komma-DF (bereits geringfügig sehr schädlich), Scheckenfalter, Ockerbindiger Samtfalter/Berghexe (lückige Bestände notwendig)


    Erhalt lichter Wälder: Grüner ZF, Schlüsselblumen-Würfelfalter, Graubindiger Mohrenfalter


    Unterstützung Lebensraum bestimmter Ameisen: Heller Wiesenknopf-Ameisenbläuling (Ameisen empfindlich gegen Vegetationsverdichtung), Lungenenzian-, Thymian-Ameisenbläuling


    Erhalt Bergwiesen + feuchtes Grünland/ Moorrandstreifen: Lilagold-Feuerfalter, Wachtelweizen-SF


    Klimaflüchtlinge, Rückgänge: Großer Eisvogel (milde Winter negativ für Raupenstadium), Weißbindiger Mohrenfalter, Graubindiger Mohrenfalter, Rundaugen-Mohrenfalter


    Klimaprofiteure, Ausbreitung: Kurzschwänziger Bläuling (vgl. Thema „Generationenfolge“ in "Freilandforschung"), Weißer Waldportier


    Ohne Hinweis, da noch in vielen weit verbreiteten Biotoptypen enthalten: Kleiner Würfel-DF


    Weitere: Einschürige Mahd wechseltrockener Magerwiesen (Heilziest-DF), düngungsfreie Grünlandnutzung (Dunkler DF), Erhalt Feuchtwiesen und feuchte Grasstreifen an Wäldern und Mooren angrenzend (Spiegelfleck-DF), magere Straßenböschungen (Schwalbenschwanz), Moorerhaltung + optimale hydrologische Moorfunktionalität (Hochmoor-Gelbling, Hochmoor-Bläuling), keine Insektizidanwendung gegen Goldafter (Baumweißling), viele anthropogene Einflüsse (z.B. Kahlschläge, Bahndämme) (Vogelwicken-Bläuling), kurzfristiges Brachfallen Feuchtwiesen (Mädesüß-PM), Brachfallen Feuchtwiesen (Randring-PM), Schonung Salweide im Waldverband (Großer Fuchs), Extensive Nutzung Moorränder (Gelbringfalter)


    Ideal wäre ein Beispiel in Deutschland zu finden, wo je nach Maßnahme alle aufgeführten Arten tatsächlich vorkommen, um die Theorie auch praktisch zu belegen, aber der Verbreitung wegen wird man nie 100% der potenziell möglichen Arten des bevorzugten Habitattyps praktisch kurzfristig fördern können, maximal langfristig wenn klimatische und andere Komponenten wie große Patchsysteme die Neuansiedlung bzw. Erstbesiedlung begünstigen.


    Ich denke auch in dem Bereich ist die Veranschaulichung von Theorie und Praxis vorteilhaft.

    Vielleicht kennt jemand interessante Beispiele von Pflegemaßnahmen oder generell Gebiete, in denen ein sprunghafter Anstieg der Artenzahl oder Individuen verschiedener Arten beobachtet werden konnte. Je näher die Theorie alle wichtigen Ökosystemkomponenten einbezieht, umso eher sind praktische Erfolge garantiert.


    Gruß Kai

  • Ich greife mal eine Art auf, deren Pflege mir schwierig erscheint, aber die durchaus interessant ist, der Kreuzdorn-Zipfelfalter (Satyrium spini).

    Die Untersuchung dazu stammt von Kirch, R. & Liebelt, R. (2016): Präimaginalstadien-Erfassung ausgewählter Tagfalterarten im Kreis Höxter. - 27 S.

    Aus: Beiträge zur Naturkunde zwischen Egge und Weser 26 (2016), 3-29.


    Bei dieser Art besteht das Problem, dass ein vollständiges Abmähen von Kreuzdorn- und Schlehe-Beständen die Schlehe fördert (vgl. Link unten). Die Schlehe setzt sich dabei als stärkere Pflanze stets gegen den verwandten Kreuzdorn durch, insbesondere scheinbar durch unterirdische Ausläufer.

    Entsprechend tritt mit jeder Mahd die Schlehe zahlreicher zutage („Wurzelbrut“) und der Kreuzdorn als alleinige Futterpflanze des Falters immer spärlicher.

    Daher ist das Fördern von Stockausschlägen für Satyrium spini per Mahd, welche zahlreicher mit Eiern belegt werden, nur möglich, wenn hochwüchsige Randsäume mit großen Kreuzdornbeständen als Ausweichhabitate angelegt werden oder selektiv gemäht bzw. entbuscht wird.

    Laut Pflegeprogrammen scheint daher die Pflege dieser Art zu den schwierigen Pflegevarianten zu gehören, welche keinen guten Bestandstrend verzeichnen.


    Ich wusste zuvor nicht, dass die Schlehe als Problempflanze gegenüber dem Kreuzdorn wechselwirkt.

    Da ich aber bisher häufig beide Pflanzen parallel angetroffen habe und die Schlehe deutlich zahlreicher ausfiel, kann ich mir die Problemstellung bei der Pflege gut vorstellen.

    Zusätzlich fand ich sehr interessant, dass der Puffer weniger gut geeignete Futterpflanzen (großwüchsig, höheres Mikroklima da dicht wachsend + viele Blätter) an einem Saum zu bündeln und damit der Art ein alternatives Ablagemedium zur Verfügung zu stellen, sehr gut geregelt. In erster Linie darf das Verschwinden von einer Art nicht stattfinden, manchmal gibt es entsprechend kreative Ansätze, die die Ökologie von Arten nicht zu 100% unterstützen, aber den größtmöglichen Schaden abwenden.


    Das Konzept erinnert mich sehr an das Ausbilden von Metapopulationen vieler Arten, welches besagt, dass das Ausfallen von lokalen Populationen (z.B. Schlechtwetterphasen) nicht zur Vernichtung aller Bestände führt und sich Nachbarpopulationen gegenseitig unterstützen in der Wiederbesiedlung von geeigneten, mitunter besseren Habitaten.

    Ein Optimalhabitat mit einer hohen Individuenzahl ist immer schön, aber wenn eine Art auf Metapopulationen angewiesen ist (z.B. Euphydryas aurinia), sind wohl drei weniger gut geeignete, aneinandergrenzende großflächige Habitate langfristig betrachtet besser für den Arterhalt geeignet.


    Das Bild (unten), stammt aus der Untersuchung (Seite 23).

    https://www.landschaftsstation.de/media/26-praeimaginalstadienfalterhoexter_klein_-_kopie.pdf

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