Schaffen es die Tiere aber trotzdem irgendwie, sich mit den Tieren vor Ort zu paaren, könnte sich die falsche Anpassung verbreiten - und am Ende im dümmsten Fall ganze Populationen gefährden.
Diese Gefahr sehe ich höchstens bei seltenen, ja gefährdeten Arten. Bei relativ häufigen wie pavonia wäre zu erwarten, dass die schlecht angepasste Fraktion dem Selektionsdruck nicht standhalten kann. Selbst bei einer Verpaarung mit einheimischen, würden die Nachkommen schlechter abschneiden als die gut angepassten und schließlich aussterben. Auf lange Sicht würden nur positiven Gene in der heimischen Population Einzug halten.
In der Tat haben wir eher Probleme mit zu gut angepassten Einschleppungen wie zum Beispiel die Afrikanische Biene / Mörderbiene in Amerika oder bei uns den exotischen Marienkäfer, die Riesenhornisse und die argentinische Ameise. Im Falle von S. pavonia müsste man da schon eine Supervariante einschleppen, die vielleicht für Fressfeinde ungenießbar ist, die heimische Population verdrängt und riesige Fressschäden anrichtet.
Allemal ein interessantes Thema.