Beiträge von AndreasV

    Ich habe den Erdbeerbaumfalter zweimal ex ovo zum Falter gezogen.

    Die Frage, ob dieser Falter ein "Anfängertier" ist, sollte auch vor dem Hintergrund der Futterverfügbarkeit gesehen werden.
    Meine Raupen (Eier von Mallorca und Südfrankreich) hatten ungespritze Rosenblätter aus meinem Garten als Ersatznahrung vollständig abgelehnt.
    Ich hatte mir über das Internet fünf Erdbeerbäumchen, ca. 1,5m Höhe bestellt, um auf keinen Fall in Futternot zu kommen.
    Die Raupen der beiden letzten Häutungen entwickelten, im wahrsten Sinne des Wortes, einen Bärenhunger.
    Die Tiere( jeweils 2 Dutzend, hatten die Bäumchen jedes Mal buchstäblich komplett "abgemäht", so dass die Raupen es gerade noch rechtzeitig zur Puppe geschafft haben.
    Die Puppen entließen dann auch wunderschöne und sehr aktive Falter.
    Ich würde für den Anfang eher zu Raupen vom Kleinen Fuchs, dem Tagpfauenaugen oder dem Kohlweißling raten, da hier die Beschaffung von Futter in ausreichender Menge und Qualität viel einfacher ist.

    Andreas

    Ich habe den Erdbeerbaumfalter zweimal ex ovo zum Falter gezogen.

    Die Frage, ob dieser Falter ein "Anfängertier" ist, sollte auch vor dem Hintergrund der Futterverfügbarkeit gesehen werden.
    Meine Raupen (Eier von Mallorca und Südfrankreich) hatten ungespritze Rosenblätter aus meinem Garten als Ersatznahrung vollständig abgelehnt.
    Ich hatte mir über das Internet fünf Erdbeerbäumchen, ca. 1,5m Höhe bestellt, um auf keinen Fall in Futternot zu kommen.
    Die Raupen der beiden letzten Häutungen entwickelten, im wahrsten Sinne des Wortes, einen Bärenhunger.
    Die Tiere( jeweils 2 Dutzend, hatten die Bäumchen jedes Mal buchstäblich komplett "abgemäht", so dass die Raupen es gerade noch rechtzeitig zur Puppe geschafft haben.
    Die Puppen entließen dann auch wunderschöne und sehr aktive Falter.
    Ich würde für den Anfang ehr zu Raupen vom Kleinen Fuchs, den Tagpfauenauge oder demKohlweißling raten, da hier die Beschaffung von Futter in ausreichender Menge und Qualität viel einfacher ist.

    Andreas

    Hallo zusammen,

    wie wir (alle) aus eigenen Erfahrungen wissen, ist die Lobby der Entomologen ehr schlecht als recht, wir werden kriminalisiert und der Artenrückgang wird häugig gerade den Menschen in die Schuhe geschoben, die sich um die Falter wirklich kümmern.

    Sachkundenachweis für Insekten?

    Heute gibt es für viele Bereich die Möglichkeit, einen Sachkundenachweis mit anschließender IHK-Prüfung abzulegen (Arzneimittel, Pflanzenschutz, Aquaristik,Terrarisitk u..m.)

    Frage mich, ob ein Sachkundenachweis dem Image der Schmetterlingszüchter nicht gut tun würde?

    Was denkt Ihr darüber?

    Es wird sicherlich möglich sein, so etwas auf die Beine zu stellen.

    Andreas

    Hallo Nico,

    ich vermute einmal, dass Du die Trauerweide im Garten hast und gerne für die Aufzucht der Raupen darauf zurückgreifen möchtest.

    Du solltest aber nicht vergessen, dass erwachsene Raupen durchaus auch große Saalweidenbüsche, in Abhängigkeit der Nestgröße, komplett kahlfressen können.

    Einige Standorte der Saalweide sollten Dir zur Beschaffung von Futter immer bekannt sein, um den Nachschub zu sichern und Hungerpuppen zu vermeiden.

    Solltest Du an Zuchtmaterial herankommen, dann stelle doch bitte ein paar schöne Bilder der Raupen und der Falter ein.


    Nette Grüße aus Hamburg

    Andreas

    Hallo André,
    vielen Dank für Deinen Kommentar.
    Gerne gebe ich Dir die gewünschten Infos.
    Meine erste Voliere habe ich mit kesseldruckimprägnierten Holzlatten/ Pfosten aus dem Baumarkt und verzinktem, punktgeschweisstem Draht gebaut.
    Mein größter Fehler war es, die unten liegenden Latten (mehrfach nachträglich mit Kabolineum eingestrichen) direkt auf die Erde zu setzen.
    So wurden diese Latten relativ schnell morsch und durchlässig für jedes Getier.
    Gleiches galt für die Eckpfeiler, Metalleinschlaghülsen waren damals zu teuer.
    Meine Voliere hat nun folgende Abmessungen: Höhe 2,50 m, Breite 2,50 m , Tiefe 2,50 m und steht auf halben Platten.
    Im Dach befindet sich eine Luke, so dass heruntergefallenes Gestrüpp und Laub problemlos abgesammelt werden kann.
    Die Seitenteile können herausgezogen werden, das Glasgewächshaus kann so einmal pro Jahr an der angrenzenden Seite gereinigt und Unkraut entfernt werden.
    Alle Seitenteile und das Dachteil habe ich vorgefertigt, somit dauerte der gesamte Aufbau nur 5 Stunden.
    Das Holz (Fichte) habe ich mit einer Allwetterfarbe behandelt.
    Kostenpunkt ca. 500€

    Andreas

    Lieber Züchterkolleginnen und -kollegen,


    anbei ein Tipp zur Überwinterung von Schmetterlingspuppen in der Trommel einer alten Waschmaschine.



    Die Trommel schützt die Puppen von unerbetenen Nagern und die Überwinterung erfolgt in meiner Faltervoliere "im Freien".

    In die Trommel gebe ich gehächseltes Staudenmaterial, welches einen gute Kälteschutz für die Puppen abgibt.

    Bei übermäßigem Regen können die Puppen durch eine Plastikhaube (mit Plastik überzogener alte Fahrradreifennarbe) geschützt werden.


    Hier noch ein Foto meiner Faltervoliere.



    Nette Grüße aus Hamburg


    Andreas

    Funksignale
    Falter, flieg und sende!

    Von Angela Grosse

    Forscher wollen Rätsel um Zug der Schmetterlinge lösen. In Mexiko startet der Monarchfalter mit Peilgerät. Die Folgegeneration schafft es bis Kanada - und zurück.
    Erste Versuche verliefen erfolgreich. Die BIologen spürten die Versuchstiere wieder auf.

    Wird er davonfliegen? Wird der orange und schwarz gezeichnete Monarchfalter sich in die Lüfte schwingen? Erwartungsvoll schauen Prof. Martin Wikelski, Direktor am Max-Planck-Institut in Radolfzell, und Prof. Chip Taylor von der Universität Kansas (USA) auf den Schmetterling, dem sie zuvor einen winzigen Sender angeklebt haben. Er fliegt, und die beiden Wissenschaftler folgen den Signalen, die der Schmetterling sendet, zunächst im Flugzeug und dann im Auto. Gut 17 Kilometer vom Startpunkt in Lawrence entfernt, einem kleinen Ort im US-Bundesstaat Kansas, entdecken sie das Versuchstier im Gebüsch und befreien es vorsichtig von seiner Last.

    Mehr zum Thema im Hamburger Abendblatt:

    "Der knapp einen Zentimeter große Sender ist 200 Milligramm schwer, das ist immerhin fast ein Drittel des Eigengewichts des Schmetterlings, die 700 Milligramm auf die Briefwaage bringen", sagt Prof. Wikelski. Der Biologe zählt zu den Pionieren auf diesem Forschungsgebiet. So versah er als Erster Bienen mit Mini-Sendern. Er beobachtete auch die Wanderung von Streifengänsen über den Mount Everest, von Albatrossen und Schildkröten auf den Galápagos-Inseln, von Fettschwalmen in Venezuela, von Libellen in New Jersey oder Orchideenbienen in Panama mit dieser Technik. Und bevor die Mini-Sender in Kansas an Monarchfaltern zum Einsatz kamen, testete Wikelski sie an Artgenossen, die im Schmetterlingshaus auf der Insel Mainau (Bodensee) aufgewachsen waren. "Zunächst taumelten die Falter etwas, aber sie hatten sich schnell an das Gewicht gewöhnt."

    Auch die Falter in Kansas stellen sich schnell um. Nach dem ersten Erfolg schickten Wikelski und Taylor weitere Tiere mit Sendern auf die Reise und folgten ihnen. Dabei machten sie eine wichtige Beobachtung: "Egal, ob wir die Tiere mit einem Schmetterlingsnetz eingefangen oder in Kansas im Labor aufgezogen hatten - immer zogen sie Richtung Nordosten. Die Monarchfalter müssen also von Geburt an wissen, wo es langgeht", sagt Prof. Wikelski. Und der Weg, den die Tiere zurücklegen, ist weit. Einzelne Tiere bewältigen eine Distanz von 3600 Kilometern. Jedes Jahr im März starten Millionen von Individuen in den Bergen von Mexiko in Richtung Norden - im Herbst werden deren Urenkel zurückkehren.

    Im April erreichen die Mexiko-Falter den Rio Grande, der an der Grenze zwischen den USA und Mexiko fließt. Dort legt jedes Weibchen seine Eier ab. Die mexikanische Generation stirbt. Die nächste Generation, die am Rio Grande heranwächst, setzt die Wanderung fort. Die erwachsenen Tiere dieser Generation erreichen den Norden der USA. Doch erst deren Nachkommen ziehen hinauf bis zu den Großen Seen in Kanada und legen dort ihre Eier ab. "Die Schmetterlinge, die aus diesen Eiern erwachsen, leisten Großartiges. Sie überqueren mithilfe kräftiger Aufwinde den Eriesee und ziehen die 3600 Kilometer gen Süden, um im Spätherbst wieder in Mexiko zu landen", erzählt Wikelski. Dabei fliegen die Tiere in Höhen bis zu 1250 Meter.

    Warum die Falter dieses Marathon zurücklegen, wissen die Forscher nicht. Auch das Rätsel, welcher geheimnisvolle Instinkt die Schmetterlinge auf ihrem Zug leitet, haben die Forscher bislang nicht lösen können. Vielleicht gelingt das mit der neuen Methode.

    Martin Wikelski hat noch viel mehr vor. Sein Traum: die Wanderungen kleiner Tiere wie Insekten, Fledermäuse und Singvögel rund um den Globus zu erforschen. "Auch um mehr über die Verbreitung von Krankheitserregern wie Ebola-Viren, Vogelgrippe-Viren oder West-Nil-Viren zu erfahren, die oft als blinde Passagiere mitreisen."

    Eines wird die neue Methode sicherlich ermöglichen: "Wir können endlich die Wanderungen von Walen, Vögeln, Fledermäusen und Insekten vergleichen und Gesetzmäßigkeiten beschreiben, die uns erlauben, auch Vorhersagen zu treffen. Beispielsweise, um die Route von Wanderheuschrecken, die bei Massenauftreten ganze Landstriche verwüsten können, vorauszusagen", sagt der Biologe, der gern den Zug der Distelfalter erforschen möchte, die jedes Jahr im Frühjahr aus Nordafrika nach Deutschland wandern.

    Die Daten, die die Forscher rund um den Globus sammeln, tragen sie auf dem Internet-Museum "movebank" zusammen, das Martin Wikelski und Roland Kays ins Leben riefen.

    Infos über Tierwanderungen: http://www.monarchwatch.org/ http://www.movebank.org/

    Tagfalter suchen im Winter

    Ein sehr informatives Handbuch mit vielen Suchanleitungen und Tipps zum Suchen und Finden von Zipfelfaltereiern, Schillerfalterraupen und Hibernacula vom großen Eisvogel, kleinen Eisvogel und blauschwarzem Eisvogel im Winter.

    Folgende Arten werden intensiv behandelt:

    Nierenfleck-Zipfelfalter,Blauer Eichen-Zipfelfalter,Brauner Eichen-Zipfelfalter,Ulmen-Zipfelfalter,Kreuzdorn-Zipfelfalter,Pflaumen-Zipfelfalter,Kleiner Schlehen-Zipfelfalter, Großer Schillerfalter,Kleiner Schillerfalter, Großer Eisvogel,Kleiner Eisvogel, Blauschwarzer Eisvogel

    Das Buch besteht aus 224 Seiten , ist zweisprachig ( deutsch & englisch) und hat viele hilfreiche Farbfotos.

    Autor: Gabriel Hermann

    Herstellung & Verlag: Books on Demand

    ISBN 978-3-8334-9643-1

    Preis: 39.80 Euro

    Ein tolles Weihnachtsgeschenk für interessierte Schmetterlingsliebhaber :face_with_tongue:

    [Blockierte Grafik: http://i33.tinypic.com/9pt6k1.jpg]

    Hallo zusammen,

    ich habe die Diskussion über die fehlenden Schmetterlinge nicht nur mit großem Interesse verfolgt, sondern auch in meinem Garten in Hamburg selber nachvollziehen können.

    Im Laufe der Jahre habe ich viele Saug- und Futterpflanzen in meinem Garten angepflanzt, inzwischen auch 11 Sommerflieder, die jedes Jahr steif voll mit Faltern verschiedenster Arten waren.

    In diesem Jahr waren nur ein paar kleine Weisslinge, 2 Admiräle und 1 C-Falter zu Gast.


    Während unseres Sommerurlaubs in Dänemark (Nörre Nebel ) habe ich eine total andere Situation wahrgenommen.

    Auf einer Fläche von ca. 200 Metern direkt an einer Landstrasse reihte sich ein Nest vom Kleinen Fuchs an das Nächste, ebenfalls bestimmt 100 besetzte Blatttüten vom Admiral (dann habe ich aufgehört zu zählen).

    Mein schönstes Urlaubserlebniss allerdings waren zahlreiche Falter vom Dukatenfeuerfalter, die gierig am vorhandenen Rainfarn saugten.

    Hier ein paar Fotos


    Saugender Falter auf Rainfarn

    [Blockierte Grafik: http://i36.tinypic.com/2qstfcy.jpg]


    Falter mit geöffneten Flügeln auf Klee
    [Blockierte Grafik: http://i36.tinypic.com/ngd5dc.jpg]


    Eine in der Entwicklung weit zurückhängende Raupe, die schließlich diverse Schmarotzermaden entließ.
    [Blockierte Grafik: http://i37.tinypic.com/2zjggt0.jpg]

    An diesem Waldweidenröschen habe ich auf einer Ruderalfläche (im Vorjahr abgeholzt) 5 grüne L3-Raupen vom Labkrautschärmer gefunden.

    [Blockierte Grafik: http://i33.tinypic.com/2a5yauw.jpg]


    Nette Grüße aus Hamburg

    Andreas

    Hallo liebe Actias Kolleginnen und Kollegen,

    fast jeder hat sicher schon ein oder mehrmals Schmetterlingspuppen aller Arten überwintert und Erfolge sowie Misserfolge erlebt.

    Ich würde mich freuen, wenn Eure Erfahrungen und Vorschläge zur korrekten Überwinterung in diese Diskussion einfliessen würden.
    Besonderes für unsere jungen Actias-Mitglieder dürfte dieser Austausch besonders interessant sein.

    Stichworte wie: Überwinterung im Kühlschrank, im Gewächshaus, im Freien,mit Besprühen oder nicht, in der Verpuppungserde/Substrat, vertrocknete Puppen, Schädlingsfraß u.a.m. geben sicherlich viel Raum zum Austauschen.

    Viele Grüße


    Andreas

    Hallo Franz,


    zunächst möchte ich mich für Deinen Impuls, das Actias-Treffen zu inizieren, vielmals bedanken.Das war eine klasse Idee.

    Robert aus Bremen ist gekommen, Chapeau!, wie man in Hamburg sagt.

    Wirklich sehr schön war, dass wir alle aus der normalen Actias-Kommunikation herausgekommen sind und die Menschen sich persönlich kennengelernt haben.
    Auch die Lokalität des Brauhauses im Herzen von Hamburg mit Alsterblick war hervorragend ausgewählt.
    Mein Dank geht an alle Teilnehmer, die ich gerne namentlich aufzählen möchte:

    Michael Albers, Armin Günther + Papa,Thomas Burger (unser Fotospezialist), Renate Ripley + Mutter , Robert Schütz, Franz Ladda.

    Ich kann mich Deinen Ausführungen zu Armin nur anschließen, Nachwuchs für dieses schöne Hobby ist sehr sehr wichtig und wir sollten Armin unterstützen wo immer möglich.

    Für das nächste Treffen, an deren Vorbereitung ist gerne mithelfen möchte, sind natürlich noch mehr Actias-Mitglieder und auch Nichtmitglieder herzlich eingeladen.

    Ich freue mich auf die Fortsetzung.

    Beste Grüße aus Fuhlsbüttel sendet

    Andreas Völckers

    P.S.
    Liebe Renate, Deinen Raupen, die Du mir zum Raupensitting übergeben hast, geht es prima.

    Hallo Nadia,


    ich finde es sehr gut, dass Du diese Frage gestellt hast.
    Gerade wenn man neu mit dem schönen Hobby beginnt, macht man mangels Erfahrung leicht Fehler,die zum Tod der Raupen führen können.

    Sehr oft werden Eier per Dutzend bestellt /angeboten, ich glaube aber, dass viele Anbieter bei Anfrage auch weniger Eier versenden würden.

    Das ACTIAS-Forum ist immer eine gute Hilfe bei Frage zur Zucht, stelle sie ruhig, du wirst eine Antwort auf Deine Fragen erhalten.

    Andreas

    Hallo Benjamin,


    ich habe im Laufe vieler Jahre diverse Futterpflanzen für den Schwalbenschwanz ausprobiert.
    Die besten Erfolge hatte ich mit eingetopften Biomöhren vom Biohändler/Wochenmarkt, die einige Wochen vor der Zucht in die Erde gebracht werden und frisch austreiben.
    Ein besonders gutes Futter stellt der Peucedanum officinale dar, der fast ganzjährig zur Verfügung steht.
    In einigen Teilen Deutschlands wächst die Pflanze in freier Wildbahn und wird regelmäßig belegt.
    Gute Staudengärtnereien führen diese Pflanze im Programm, siehe auch:

    http://www.plantnavigator.ch/IndexArten.php…ss=&ARTIDX=1047

    Ein Wechsel auf Möhre oder Peucedanum ist immer problemlos gewesen.

    Probleme hatte ich öfters mit Ruta graveolens und diverse Raupen verstarben.

    Grüße
    Andreas