Beiträge von altmeyer

    Gib mal in youtube die drei Suchbegriffe


    disinfect. butterfly. egg.

    ein. Das erste Video, was auftaucht, ist eien sehr ausführliche Beschreibung. Die Bleiche, von der da die Rede ist, ist Natriumhypochlorid. Die Ausgangslösug, die dort verwendet wird, hat 6% und wird dann noch 1:19 weiterverdünndt. (Ich hatte sehr freundlichen email-Kontakt mit der Schmetterlingsfarm).

    Liebe Grüße, Stefan

    Guten Abend,
    ein wenig Recherche in der allwissenden Müllhalde zeigt mir, dass vor einer Therapie ggf. doch eine ausführliche Analyse des Krankheitserregers stehen muss. Ob mein UV Ansatz durchgreift, Linderung schafft oder gar nichts bringt, bleibt abzuwarten. Ich fand auf jeden Fall

    Evanson Art & Design - Monarch Butterfly Diseases and Parasites

    für mich sehr aufschlussreich und glaube, bisher zu einfach gedacht zu haben.

    Liebe Grüße, Stefan

    Hallo Heiko,

    leider kenne ich das Problem auch und forsche nach einer Lösung. Vor dem Hintergrund meine Frage: Haben die Weichen auch schon draußen in der Sonne gelegt, bzw. haben die Eier echte Sonne in erheblichem Maße abbekommen? Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen.

    Grüße, Stefan

    Hallo,

    ich experimentiere gerade mit UV Desinfektion. Im Erfolgsfall würde ich das für die eleganteste, umweltschonendste, abfallfreie Lösung halten. Ich habe mir spezielle Desinfektionsleuchtmittel (harte UV-C Strahlung, Achtung !) besorgt, die eingesetzt werden, um die Luft in Klimaanlagen von Krankenhäusern oder das Wasser von Pools chemiefrei zu desinfizieren. Das schöne ist, dass zu diesen Leuchtmitteln Tabellen existieren, mit welcher Dosis Licht wieviel Prozent welchen Keimes abgetötet wird, und zwar sowohl für verschiedene Pilze, Bakterien und Viren. Damit bestrahle ich alle meine Käfige und Materialien zur Entkeimung. Wieviel das bringt oder gebracht hat, kann ich noch nicht sagen.

    Nach einer desaströsen Herbstzucht war mit den Nachkommen eine tragbare Frühjahrszucht möglich. Ich habe dort trotzdem noch einige Tiere verloren und tippe auf Ei-Infektionen. Ich habe mich bislang nocht nicht dazu überwinden können, auch die Eier mit UV-C zu bestrahlen. Obwohl die Strahlung nur sehr wenig tief in Gewebe eindringt ( ein UV-C Sonnenbrand auf der Haut ist auch nur oberflächlich und nach einem Tag bereits abgeheilt, aber dennoch höchst gesundheitsgefährdend ), hatte ich bislang Sorge, auch das Tier in der Eihülle damit zu gefährden. Ich werde aber demnächst mit UV-A Leuchtmitteln die Eier bestrahlen. Dieses "weiche" UV können die Eier definitiv vertragen, da es der dominante Anteil des UV ist, welches von der Sonne auf der Erdoberfläche auch ankommt. Die Berechnung der sonnenäquivalenten Dosis stellt dabei auch kein Problem dar, da auch hier umfangreiche Datenblätter existieren. Auch dieses UV hat eine desinfizierende Wirkung.

    Falls jemand von Euch Erfahrung mit UV Desinfektion hat, bin ich daran sehr interessiert. Falls einer von Euch Interesse daran hat, sich seinerseits damit zu beschäftigen und gemeinsam mit mir Erfahrungen zu sammeln, würde ich mich sehr über eine Kontaktaufnahme freuen.

    Stefan

    Lieber Heiko,

    danke für Deine Antwort. Ja, es kann sein, dass ich die Falter nicht ideal zusammengebracht habe. Aber: Ein erfahrener Züchterkollege, der das schon x- mal gemacht hat, hatte ähnliche Probleme. Weiterhin versuche ich, wie in der Literatur beschrieben vorzugehen, d.h. Winkel zwischen den Tieren ca. 90 Grad und das Männchen so ansetzen, das ein kleines Stück Hinterleib vom Weibchen noch herausschaut. Weiterhin haben alle Paarungen midestens eine halbe Stunde gehalten, einige sogar bis zu zwei Stunden.

    Deinen Hinweis, durch geschickte Stimulation auch ohne Druck auf das Abdomen auszukommen, werde ich erproben, da das Drücken mir letztlich überhaupt nicht gefällt.

    Ich kann bestätigen, dass es Tiere gibt - sowohl Männchen als auch Weibchen, die "nicht wollen". Um so mehr hätte ich vermutet, dass es bei den anderen funktioniert.

    Liebe Grüße, Stefan

    ... ein weiterer Teil der mir zu Ohren gekommenen Hypothese war der, dass die Keime z.T. von den Weibchen übertragen werden und sich auf den Eischalen befinden. Werden diese von den Jungraupen gefresen, werden diese krank. Bei einer Indoor Zucht gibt es dann kein UV, welches die Keime auf den Eischalen abtötet. Draus reultiert, der Theorie folgend, ein sich zunehmend verschärfendes Problem von Generation zu Generation (was ich bestätigen kann). Das Problem müsste sich dann umgekehrt lösen, wenn schon die Eier UV-Licht ausgesetzt sind. Wenn Deine Wildraupen gesund sind bzw. bleiben, würde das die Vermutung stützen.

    Noch mals liebe Grüße, Stefan

    Hallo Felix,

    leider kenne ich das Problem. Ich habe auch kein Patentrezept, aber einen Hinweis von einem Dritten, den es zu überprüfen gilt. Es gibt bestimte Keime, die sehr resitent sind,sich rasch ausbreiten, schwer zu beseitigen sind, aber unter UV Einfluss nicht stabil sind. Ich experimentiere deshalb gerade mit einer UV-C Desinfektion aller Gerätschaften und erprobe die Zucht im Freien, wobei die UV-Exposition der Tiere und Pflanzen relevant ist. Von daher meine Gegenfrage: Wie stehen Deine Außenkäfige? Überdacht? Beschattet oder teilbeschattet? Oder in der prallen Sonne. Wenn letzteres der Fall wäre und die Tiere trotzdem sterben, wäre der (von mir im Augenblick verfolgte) Erklärungsansatz hinfällig. Wie hast Du die Käfige vor dem Einsatz gereinigt ? Ich bin an einem Erfahrungsaustausch höchst interessiert.

    Liebe Grüße, Stefan

    Liebe Kollegen,

    die Papilioniden lasen sich ja bekanntermaßen ganz gut per Hand paaren. Technisch gesehen gelingt es mir mittlerweile auch ganz gut. Allerdings hatte ich - und andere auch - eine erstaunlich hohe Quote von Weibchen, die nach der Handpaarung fleißig Eier gelegt haben, aber aus letzteren keine Raupen geschlüpft sind. Jetzt weiß ich ich einerseits, dass falsch angesetzte Tiere zu einem solchen Effekt führen können. Meine Frage zielt aber auf einen anderen, möglichen Erklärungsansatz, zu demich gerne Eure Meinung hätte: Um bei den Männchen das Spreizen der Valven auszulösen, kann und soll man leichten Druch auf das Abdomen ausüben. Das funktioniert auch recht zuverlässig. Allerding ist der erforderliche Druck höher als zunächst erwartet und größer als ich es einem so kleinen Tier eigentlich zumuten würde. Jetzt ist mir aufgefallen, dass die Männchen beim Druck auf das Abdomen öfter mal einen Kleinen Tropfe Flüssigkeit verlieren. Da alle Tiere gut gefüttert werden (Honigwasser), kann die abgesonderte Flüssigkeit verstoffwechseltes Futter sein, oder aber Sperma ?! Letzteres wäre ein Erklärungsansatzbfür die schlechte Quote an befruchteten Eiern. Habt Ihr diesbezüglich Erfahrungen oder wisst etwas relevantes aus der Literatur?

    Liebe Grüße, Stefan

    Liebe Kollegen,

    ich habe dieses Jahr noch keine einzige Raupe von P. machaon finden können, obwohl ich wöchentlich die Stellen abgelaufen bin, an denen in den letzten Jahren immer einige zehn Stück zu sehen waren.

    Was sind Eure Erfahrungen? Ist der Schwalbenschwanz bei Euch da? Ist er vielleicht einfach nur spät, wegen des schelchten Frühjahrs? Oder wird es ein schlechtes Jahr für P. machaon?

    Besorgte Grüße, Stefan

    Lieber Bejamin,

    ich hätte noch die Frage, woran Du das "nicht häuten können" festmachst? Sind die Tiere gestorben oder geplatzt? Wenn sie nur etwas Zeit brauchen, würde ich das als normal bezeichnen. Wenn sie sich wirklich nicht häuten können, würde ich auf ein Spritzmittel tippen. Es gibt welche, die die Häutung von Insekten unterdrücken und diese dann platzen.

    Viel Glück, Stefan

    what I have to add is not perfectly on-topic, but related:

    The last year and this year I tried to mate P. machaon without handpairng quite a lot of times. I always tried to add various different blood lines and found that "natural" paring in a cage happend easily in the same line and was much more difficult, if not impossible with different blood lines, so that handpairing was inevitable there. Up to now I can not report on aspects of different fertility.

    kind regards, Stefan

    PS: For those who care, since I live in Germany - I have a legal allowance for breeding P. machaon

    Hallo Lukas,

    zu 1) Ich habe gute Erfahrung mit Aerarien 60x60x90 cm (siehe Bild unten) und genauso 35x35x60 cm gemacht.

    zu 2) Die Tiere fliegen im Käfig umher. Das ist nicht zu vermeiden. In der Sonne sollten die Tiere die Möglichkeit haben, sich auch in den Schatten zurückzuziehen. Sonst droht die Gefahr der Austrocknung.

    zu 3) Das müsste gehen. Im unten stehenden Bild siehst Du einen Aufbau aus dem letzten Jahr mit einer 400 W Na-Dampf Lampe. Ich habe vorher aber sorgfältig geprüft, dass es nicht zu heiß ist. An der Käfigdecke (der Punkt, der der Lampe am nächsten ist) war mit der Hand kaum etwas zu spüren. Das müsstest Du bei Deiner Lampe auch sicherstellen. Außerdem sollte die Lampe nicht den ganzen Tag brennen, sondern jeden Tag nur ein paar Stunden.

    Ich kann zur Diskussion Esche / Eberesche nicht beitragen.

    Meine einzige Erffahrung beruht auf Süßkirsche. Daran habe ich drei mal S. pyri gezüchtet. Jedesmal ohne Ausfall und mit großen, gesunden Tieren. Die Jungraupen wurden wenige Tge in kleinen Plastikdosen an einzelnen Blättern gezogen. Nach ein paar Tagen wurde luftige Käfige mit ungewässerten Kirschenzweigen verwendet, die täglich gewechselt wurden. Zu den jeweils alten Zweigen wurden frische gestellt und dir Raupen ziehen "von alleine" um, so dass die jeweils ältesten Zweige nach ein bis zwei Tagen entnommen werden können.

    Liebe Grüße, Stefan

    Hallo Lukas,

    bei Papilio machaon habe ich die folgenden Erfahrungen:

    1) Das Weibchen sollte gut gefüttert sein, idealerweise mit Naturblumen der Zeit. Halb aufgeschnittene Orangen, die ein wenig gequetscht sind, um offen liegenden Saft zu zeigen sind auch gut. Honig- oder Zuckerwasser geht auch, ist aber meiner Erfahrung nach die schlechteste Alternative.

    2) Die Temperatur sollte über 20 Grad liegen. Im Zimmer immer einfach zu realisieren.

    3) Die Sonne muss scheinen oder aber im Zimmer hängt eine helle(!) Lampe unmittelbar über dem Käfig.

    4) Die Ablagepflanzen sollten sehr jung sein. Tendenziell ist dabei "mickrig" besser als buschig.

    Liebe Grüße, Stefan

    ... anbei mein Zwischenbericht zum Versuch, Skimmie an P. machaon zu verfüttern.

    Von 60 Raupen an Weinraute wurde 59 an Wilde Möhre gesetzt (ausgegrabene Pflanzen, die in dieser Jahreszeit noch vereinzelt gut darstehen) und 1 an eine Skimmie, die vor drei Monaten gekauft wurde (Spritzbehandlung unklar).

    Beim Zeitpunkt des Umsetzens war die Raupe, die an Skimmie gesetzt wurde, die größte.

    14 Tage später hat sich die Raupe verpuppt, ist aber nicht sonderlich groß geworden. Von den 59 anderen Raupen haben sich 3 Stück einen Tag vorher verpuppt.

    Wenn der Falter jetzt noch ordentlich schlüpft (im nächsten Jahr), kann abseits aller Statistik geschlossen werden, dass Skimmie als Ersatzfutter für P. machaon in Frage kommt. Die Entwicklungsgeschwindigkweit ist dabei nicht wesentlich verzögert, die Individuen scheinen aber kleiner zu sein.

    Ich wäre sehr an Erfahrungen Eurerseits interessiert.

    Liebe Grüße, Stefan

    jaaaa,

    ich finde spannend, was Ihr so berichtet. Mit Weinraute habe ich in der Zucht wenig Erfahrung, im Garten allerdings ein bisschen. Bei mir hat die im Garten im Winter immer (fast) alle Blätter abgeworfen und wäre von daher als Winterfutter nicht in Frage gekommen. Raupen vom Schalbenschwanz habe ich im Garten darüber hinaus immer nur an Dill und Fenchel gefunden, nie an Weinraute. Ich habe die Weinraute dann im Frühjahr nach einigen Jahren ausgemacht: Ich hatte mir mehrmals im Frühjahr Verbrennungen an der Raute zugezogen, die ca. ein 3/4 Jahr als dunkle Streifen auf der Haut zu sehen waren. Da aber unser jüngster Sohn in der Nähe der Pflanzen viel gespielt hat, war der weitere Behalt der Pflanzen zu Hause nicht durchsetzbar :winking_face: Wenn bei Euch die Weinraute im Winter grün bleibt, hatte ich vielleicht einfach nur Pech mit den Pflanzen aus der Gärtnerei?!

    Citrus hört sich für mich spannend an. Wir hatten früher immer wieder schöne Citruspflanzen. Die letzten haben wir leider durch die beiden letzten strengen Winter verloren, da unsere jetzige Wohnsituation ein geeignetes(!) Hereinholen nicht erlaubt. Vielleicht sollte ich versuchen, welche aus Kernen anzuziehen. Im Geschäft sind sie ziemlich teuer!

    Ich habe den Versuch mit Skimmie gestartet, aber vorsichtshalber nur ein Tier daran gesetzt (der Rest sitzt an Möhre). Es war witzig zu beobachten, wie das Tier zunächst das Laufen auf den extrem glatten Blättern lernen musste. Nach einem 1 1/2 tägigen Hungerstreik ging dann das Fressen los. In den 1 1/2 Tagen wurde aber auch die Haut gewechselt. Die Futterpause ist also nicht sicher auf die Skimmie zurückzuführen. Jetzt verschwinden ordentlich Blätter und ich bin gespannt, wie es weiter geht. Mir ist klar, dass ein einzelnes Tier keine Aussage über "geeignetes", "bedingt geeignetes" oder "ungeeignetes" Futter zulässt. Ich wollte aber zunächst nicht mehr riskieren, aber unbedingt einen Hinweis erhalten.

    Für weitere Hinweise Eurerseits bin und bleibe ich dankbar.

    Liebe Grüße, Stefan

    Hallo Benjamin,

    danke für Deine Tips. Ich habe aber hier und da leider gegenteilige Erfahrungen gemacht. Gerade "Bio" Futter ist oft ungeeignet. "Bio" heißt nämlich nicht ohne Spitzmittel, sondern nur "mit bestimmten", "in bestimmter Menge" oder "gar keine". Ich hatte gerade bei Biopflanzen das Problem mit dem bt-Keim (bacillus thurinigensis), der mir ganze Zuchten vernichtet hat, so dass ich keiner Ladenware mehr vertraue. Ich kenne nur einen Bauern, der auf seine Möhren wirklich nichts spritzt. Da finde ich dann auch regelmäßig P. machaon.... Aber dessen Felder werden gerade abgeerntet und dann gibt es da jetzt auch kein Futter mehr.

    Alle mir bekannten Futterpflanzen sind bei uns im Winter draußen nicht haltbar. Eine indoor-Futterpflanzenzucht kommt für mich nicht in Frage. Von daher war bei mir die Suche nach etwas immergrünen, was funktioniert, naheliegend.

    An einigen Stellen habe ich noch kleine Pastinak-Pflanzen am Straßenrand gesehen. Ich weiß aber auch nicht, wie lange die sich noch halten und was die zu den ersten strengen Frösten sagen.

    Für eine legale Zucht benötigt man eine Entnahme- und Zuchtgenehmigung. Die ist je nach Lust und Laune der lokalen Behörden beliebig schwierig bis völlig einfach zu bekommen. Auch da habe ich leidige Erfahrungen. Das Recht ist zudem auch noch vom jeweiligen Bundesland abhängig unterschiedlich ausgestaltet... Von daher kann ich keine guten Tips geben, außer sich ortsnahen Lepidopterologen-Verbänden anzuschließen. Die haben Erfahrung und können einem machmal die Steigbügel halten. :thumbs_up:

    Liebe Grüße, Stefan

    Lieber Falk,

    danke für Deine Antwort. Mir war schon bekannt, dass andere Papilios mit Skimmie gehalten werden können und die Skimme zu den Rautengewächsen wie auch die Weinraute gehört. Aber vielleicht jetzt der Grund für diese (absonderliche?) Idee.

    Für eine wissenschaftlich motivierte und legale(!) Winterzucht von P. machaon wird geeignetes Futter gesucht. Hast Du da eine Idee, die ohne eigenes Treibhaus auskommt? Ich bin für jeden Tip dankbar.

    Liebe Grüße, Stefan