Futter Papilio machaon

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    Hallo Stefan,

    keine Antwort ist sicher nicht zufriedenstellend. Deshalb hier mein Sinapis:

    Die Rautengewächse (Rutaceae) kommen für die meisten Papilioniden sicher mit etlichen Arten in Frage.
    Rutaceaen sind mit rund 200 Gattungen und in etwa mit 2000 Arten bekannt.
    P. machaon findet Ruta graveolens auch verlockend, was die eiablage betrifft, die jungen Räuper verkümmern jedoch zumeist.
    Die Futterpflanzen von P. machaon sind ja zur genüge bekannt. Warum sollte man versuchen Skimmien zu verfüttern :question_mark::question_mark::question_mark: Warum nicht Pferdeholzbaum (Clausena anisata) das erscheint mir genauso weit hergeholt :bibber:
    Skimmia japonica hatten wir als Ausweichfutter für eine andere Papilionidaenart. Das Futter war untauglich. Nicht zuletzt auch aufgrund der ledrigen Blätter.
    Der Experimentierfreude sind jedoch keine Grenzen gesetzt. Also wünsche ich viel Glück :exclamation_mark:

    Lieber Falk,

    danke für Deine Antwort. Mir war schon bekannt, dass andere Papilios mit Skimmie gehalten werden können und die Skimme zu den Rautengewächsen wie auch die Weinraute gehört. Aber vielleicht jetzt der Grund für diese (absonderliche?) Idee.

    Für eine wissenschaftlich motivierte und legale(!) Winterzucht von P. machaon wird geeignetes Futter gesucht. Hast Du da eine Idee, die ohne eigenes Treibhaus auskommt? Ich bin für jeden Tip dankbar.

    Liebe Grüße, Stefan

    Dear Stefan,

    Wenn Ich Richtig verstehe, Müssen Sie Nicht Wissen, war zu machaon im Winter füttern, Wenn alle Apiaceae winterkilled ist.
    Letztes Jahr im November Krieg ich in der dritten Generierung von Papilio Hippokrates, aber Apiaceae war nicht in der Natur. Und Dann kaufte ich im Supermarkt Anetum graveolens. Anetum graveolens eine lange Haltbarkeit im Kühlschrank. :daumenja:

    :grinning_squinting_face:

    Es Kann Auch im voraussenden für Den Anbau von Winter gepflanzt Werden


    Jevgenij

    Servus Stefan,

    abhängig von der Menge der Tiere, dem Zuchtstart und dem finanziellen Aufwand kommen verschiedene Lösungen in Betracht.

    Wenn Du wenige Tiere hast und bald starten möchtest, kann auch Dill/Fenchel eine gute Variante sein. Eiraupen kann man an einer Fenchelknolle halten, da sind ja meist noch ein paar Blätter dran, die reichen einige Zeit und die Knolle dient als Wasserspeicher. Das erspart zu Beginn den Futtrewechsel. Anschließend kannst Du bundweise Dill verfüttern. Idealerweise besorgst Du die Kräuter im Biosupermarkt, hat bei mir schon problemlos geklappt. Die Größe der Zucht hängt dann davon ab, wie viel Geld Dir das ganze Wert ist. Im Prinzip schreibe ich hier nichts anderes als Jevegenij, kann aber sein Vorgehen auch für P. machaon aus eigener Erfahrung bestätigen.

    Zusätzlich hast Du Option Karottenkraut zu verwenden, das kriegst Du oft sogar umsonst, weil's keiner braucht und die Verfügbarkeit ist auch relativ gut. Bio ist vermutlich OK, bei "normalen" Supermärkten weiß ich's nicht.

    Wenn Du noch sehr viel Zeit hast (wovon ich jetzt nicht ausgehe), kann es sich - ebenfalls wie Jevgenij sagt - eventuell lohnen Pflanzen zu ziehen, aber ich weiß nicht, wie gut das im Haus funktioniert.

    Darf ich fragen, wie Du zu einer legalen Zucht kommst?

    Dominik: Wo wächst Giersch denn bei Dir im Winter? :confused:

    Servus,
    der moe

    Hallo Benjamin,

    danke für Deine Tips. Ich habe aber hier und da leider gegenteilige Erfahrungen gemacht. Gerade "Bio" Futter ist oft ungeeignet. "Bio" heißt nämlich nicht ohne Spitzmittel, sondern nur "mit bestimmten", "in bestimmter Menge" oder "gar keine". Ich hatte gerade bei Biopflanzen das Problem mit dem bt-Keim (bacillus thurinigensis), der mir ganze Zuchten vernichtet hat, so dass ich keiner Ladenware mehr vertraue. Ich kenne nur einen Bauern, der auf seine Möhren wirklich nichts spritzt. Da finde ich dann auch regelmäßig P. machaon.... Aber dessen Felder werden gerade abgeerntet und dann gibt es da jetzt auch kein Futter mehr.

    Alle mir bekannten Futterpflanzen sind bei uns im Winter draußen nicht haltbar. Eine indoor-Futterpflanzenzucht kommt für mich nicht in Frage. Von daher war bei mir die Suche nach etwas immergrünen, was funktioniert, naheliegend.

    An einigen Stellen habe ich noch kleine Pastinak-Pflanzen am Straßenrand gesehen. Ich weiß aber auch nicht, wie lange die sich noch halten und was die zu den ersten strengen Frösten sagen.

    Für eine legale Zucht benötigt man eine Entnahme- und Zuchtgenehmigung. Die ist je nach Lust und Laune der lokalen Behörden beliebig schwierig bis völlig einfach zu bekommen. Auch da habe ich leidige Erfahrungen. Das Recht ist zudem auch noch vom jeweiligen Bundesland abhängig unterschiedlich ausgestaltet... Von daher kann ich keine guten Tips geben, außer sich ortsnahen Lepidopterologen-Verbänden anzuschließen. Die haben Erfahrung und können einem machmal die Steigbügel halten. :thumbs_up:

    Liebe Grüße, Stefan

    Servus Stefan,

    das ist natürlich schade, dass Du da schon Pech hattest. Ich kann zwar aus eigener Erfahrung sprechen, was aber immer auch den Nachteil hat, dass es meist nur bedingt verallgemeinerbare Einzelbeobachtungen sind. Zudem waren es nur zwei Tiere. Die haben sich aber absolut gleich schnell entwickelt, bei der Fenchelknolle zu Beginn musste ich mangels Zeit und anderer Ware sogar auf den normalen Supermarkt (Handelhof = Kaufland) zurückgreifen. Der Dill war dann immer aus dem selben Biomarkt (Tagwerk). Aber vielleicht war es auch nur Glück... Kann ich leider nicht endgültig entscheiden.

    Das mit den Genehmigungen ist mir hinlänglich bekannt, ich hab's allerdings noch nie selbst probiert, aber auch nie von einem Fall gehört, in dem es einfach geklappt hätte. Daher war ich neugierig. Dann gratuliere ich, wenn das bei Dir gut geklappt hat! :thumbs_up:

    Schöne Grüße aus dem Süden,
    der moe

    Hallo Stefan!

    Warum wird von Weinraute (Ruta graveolens) abgeraten? Ist an geschützter Stelle im Garten absolut winterhart. Lässt sich auch problemlos ausgraben und eintopfen und umgekehrt. Wird von den Raupen gerne angenommen und sie werden auch schön groß davon. Nur von dichten Büschen möchte ich abraten. Solche auslichten oder noch besser in mehrere kleinere Pflanzen aufteilen.

    Viele Grüße

    Jürgen

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    Mit Dill aus deutschen Biomärkten habe ich leider ebenfalls in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen gemacht. Einmal gingen mir deshalb 20 Machaon Raupen ein. Nie wieder "Bio"!

    Im Sommer brachte ich mir von einem Besuch in Süddeutschland einige Papilio machaon Raupen nach Namibia mit. Dort nahmen sie problemlos Zitronenblätter an. Allerdings könnte Zitrus natürlich auch gespritzt sein, wenn man die Pflanze in der Gärtnerei kauft.

    jaaaa,

    ich finde spannend, was Ihr so berichtet. Mit Weinraute habe ich in der Zucht wenig Erfahrung, im Garten allerdings ein bisschen. Bei mir hat die im Garten im Winter immer (fast) alle Blätter abgeworfen und wäre von daher als Winterfutter nicht in Frage gekommen. Raupen vom Schalbenschwanz habe ich im Garten darüber hinaus immer nur an Dill und Fenchel gefunden, nie an Weinraute. Ich habe die Weinraute dann im Frühjahr nach einigen Jahren ausgemacht: Ich hatte mir mehrmals im Frühjahr Verbrennungen an der Raute zugezogen, die ca. ein 3/4 Jahr als dunkle Streifen auf der Haut zu sehen waren. Da aber unser jüngster Sohn in der Nähe der Pflanzen viel gespielt hat, war der weitere Behalt der Pflanzen zu Hause nicht durchsetzbar :winking_face: Wenn bei Euch die Weinraute im Winter grün bleibt, hatte ich vielleicht einfach nur Pech mit den Pflanzen aus der Gärtnerei?!

    Citrus hört sich für mich spannend an. Wir hatten früher immer wieder schöne Citruspflanzen. Die letzten haben wir leider durch die beiden letzten strengen Winter verloren, da unsere jetzige Wohnsituation ein geeignetes(!) Hereinholen nicht erlaubt. Vielleicht sollte ich versuchen, welche aus Kernen anzuziehen. Im Geschäft sind sie ziemlich teuer!

    Ich habe den Versuch mit Skimmie gestartet, aber vorsichtshalber nur ein Tier daran gesetzt (der Rest sitzt an Möhre). Es war witzig zu beobachten, wie das Tier zunächst das Laufen auf den extrem glatten Blättern lernen musste. Nach einem 1 1/2 tägigen Hungerstreik ging dann das Fressen los. In den 1 1/2 Tagen wurde aber auch die Haut gewechselt. Die Futterpause ist also nicht sicher auf die Skimmie zurückzuführen. Jetzt verschwinden ordentlich Blätter und ich bin gespannt, wie es weiter geht. Mir ist klar, dass ein einzelnes Tier keine Aussage über "geeignetes", "bedingt geeignetes" oder "ungeeignetes" Futter zulässt. Ich wollte aber zunächst nicht mehr riskieren, aber unbedingt einen Hinweis erhalten.

    Für weitere Hinweise Eurerseits bin und bleibe ich dankbar.

    Liebe Grüße, Stefan

    ... anbei mein Zwischenbericht zum Versuch, Skimmie an P. machaon zu verfüttern.

    Von 60 Raupen an Weinraute wurde 59 an Wilde Möhre gesetzt (ausgegrabene Pflanzen, die in dieser Jahreszeit noch vereinzelt gut darstehen) und 1 an eine Skimmie, die vor drei Monaten gekauft wurde (Spritzbehandlung unklar).

    Beim Zeitpunkt des Umsetzens war die Raupe, die an Skimmie gesetzt wurde, die größte.

    14 Tage später hat sich die Raupe verpuppt, ist aber nicht sonderlich groß geworden. Von den 59 anderen Raupen haben sich 3 Stück einen Tag vorher verpuppt.

    Wenn der Falter jetzt noch ordentlich schlüpft (im nächsten Jahr), kann abseits aller Statistik geschlossen werden, dass Skimmie als Ersatzfutter für P. machaon in Frage kommt. Die Entwicklungsgeschwindigkweit ist dabei nicht wesentlich verzögert, die Individuen scheinen aber kleiner zu sein.

    Ich wäre sehr an Erfahrungen Eurerseits interessiert.

    Liebe Grüße, Stefan

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