Beiträge von Toni Kasiske

    Der Blasenstrauch-Bläuling ist eine teils streng geschützte Art, deren Raupen sich in den Schoten des Blasenstrauchs in trockenwarmen Strauchgesellschaften entwickeln. Sie ist überwiegend mediterran verbreitet, kommt jedoch auch bis in die Schweizer Alpenregion vor und kann hier als Falter im Frühjahr/Frühsommer beobachtet werden. Dass die Raupen relativ leicht nachgewiesen werden können, möchte ich euch im folgenden Video einmal zeigen...

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    Der Wachtelweizen-Scheckenfalter fliegt ab Mai bevorzugt in der Umgebung lichter Wälder und frisst dort als Raupe an dem namensgebenden Wachtelweizen. Jedoch auch an anderen Pflanzen - wie ich euch in dem Video einmal kurz zeigen möchte. Nachdem die Jungraupen bis in den Herbst noch gesellig zusammen leben, vereinzeln sie sich nach der Überwinterung und können dann im Frühjahr als erwachsene Raupen in der Nähe der Futterpflanzen angetroffen werden...

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    Im Mai und Juni fliegen die ersten Falter des Braunwurz-Mönchs und legen ihre Eier in die Blütenknospen der Braunwurz-Pflanzen. Die markanten weißen, runden Eier kann man derzeit gut nachweisen.
    Da jedoch mehrere Schmetterlinge und auch mehrere Mönche (Cucullia spp.) an Braunwurz fressen, sollte ein Ei noch nicht als sicherer Nachweis für die Art angesehen, sondern möglichst noch einmal zur Raupenzeit überprüft werden.

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    Es braucht keinen symbolischen Preis - aber in unseren Börsenrichtlinien haben wir extra stehen, dass die Arten alle genannt sein müssen. Es muss quasi überprüfbar sein, ob geschützte Arten darunter sind oder nicht. Allein für die Aussage "das meiste sind ungeschützte Arten" würden wir deine Tiere leider nicht freischalten können, da du damit hier gegen deutsche Gesetze verstößt und wir als Plattform dafür auch mit in Probleme kommen könnten. Da nützt es auch nichts, wenn die Tiere geschenkt oder für Anfänger gedacht sind (umso schlimmer - die wissen vermutlich nichteinmal, dass sie damit gegen Gesetze verstoßen).

    Also entweder eine Artenliste, und ausschließlich legale Tiere oder gar nicht (zumal eigentlich auch nur 3 Arten / Angebot akzeptiert werden...aber das ist bei ganzen Sammlungen ja eh oft schwierig umzusetzen und würde die Börse unnötig mit Angeboten überschwemmen, daher haben wir das in der Vergangenheit in solchen Fällen auch etwas schwächer gehandhabt).

    Liebe Grüße,
    Toni

    Im Mai und Juni sind die Falter der Pflaumen-Zipfelfalter aktiv und auf der Suche nach den geeigneten Eiablageplätzen. In dem recht kurzen Video konnte ich ein Weibchen dabei filmen, wie es zwei Eier auf einer kleinen Schlehe abgelegt hat. Spannenderweise nehmen die Eier vieler Arten einige Zeit nach der Ablage beim Aushärten eine andere Farbe an als kurz nach der Eiablage. Wer die Eier des Pflaumen-Zipfelfalters schon einmal im Winter gesucht und vllt. sogar gefunden hat, weiß, dass es sich hierbei um weiß-bräunliche Eier handelt. Kurz nach der Eiablage strahlen die Eier jedoch für kurze Zeit in einem künstlich-violetten Farbton - absolut faszinierend!

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    Bei dem Nachtkerzenschwärmer handelt es sich um eine europaweit geschützte Art, die u.a. auch für Bauvorhaben kartiert werden muss.
    Standardmäßig werden die Raupen (und auch Eier) jetzt Anfang Juni bis Juli tagsüber kartiert. Die Methode funktioniert ganz gut - erfordert jedoch etwas Erfahrung und ein gutes Auge.
    Eine Alternative Methode ist die Suche mit UV-Licht. Wie schon in einigen anderen Videos und Publikationen gezeigt, fluoreszieren viele Schmetterlinge als Raupe - so auch der Nachtkerzenschwärmer. Wie ich euch in dem Video vorstellen möchte, können die Raupen mit UV-Licht effizient gefunden werden.

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    Aktuell (Mitte / Ende Mai) lassen sich die Raupen des Kreuzdorn-Zipfelfalters in trockenen und heißen Gebieten auffinden. Die Tierchen sind jedoch extrem gut getarnt und die Suche ist beschwerlich - dennoch möchte ich euch die Art einmal näher als Raupe vorstellen:


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    Wer sich die Suche bei Tageslicht jedoch nicht zutraut, dem empfehle ich definitiv die Suche mit UV-Licht. Denn: die Raupen fluoreszieren im Dunkeln unter UV-Licht extrem gut (vergleichbar mit dem Pflaumen-Zipfelfalter, den ich euch ebenfalls schon als Video unter UV-Licht vorgestellt habe). Nähere Details findet ihr auch in meiner Publikation zu dem Thema:
    https://www.researchgate.net/publication/395994604_Raupensuche_mit_UV-Licht_Eine_effektive_Nachweismethode_fur_Zipfelfalter

    Ich hab das Gefühl, bei manche haben schon wieder mehr Lust, themenfremd auf andre Personen zu antworten, statt einfach selbst eine sinnvolle Antwort beizutragen (egal, in welch gutem Deutsch sie formuliert sein möge)...

    Emil hat super sinnvolle und wichtige Fragen und Gedanken.

    Zuersteinmal muss man erwähnen, dass rein rechtlich betrachtet gem. §40 BNatSchG jegliches Aussetzen von Tieren in der freien Natur untersagt ist. Also demnach dürfte theoretisch niemand hier gekauftes Material bei sich freilassen. Wie sinn- oder nicht sinnvoll das in dem jeweiligen Falle ist, ist eine andere Geschichte. Auch wo hier Grenzen zu ziehen sind. Bspw. wie verhält es sich mit aufgenommenen Tieren, die dann später wieder an einer etwas anderen Stelle wieder freigelassen werden? Welche Distanz ist relevant? Dazu gibt es für Insekten meines Wissens auch kaum Urteile, auf die man sich beziehen kann. Grundsätzlich sollten solche Regelungen Ber vermutlich eher mit Populationsbezug ausgelegt werden - also befindet sich der Ort des Aussetzens innerhalb der Population, in der das Tier entnommen wurde. Auch dies ist allerdings subjektiv, artabhängig und schwer nachzuweisen.

    Das sind zumindest die rechtlichen Regelungen, die man im Kopf haben sollte (wieauchimmer man persönlich damit umgeht).

    Grundsätzlich ist es aber schon so, dass die Herkunft eine Rolle spielen kann und auch dieser Paragraph nicht ganz unbegründet ist. Emil, wie du schon gesagt hast, gibt es ja lokale Anpassungen der Arten. Also ein Tier aus dem Gebirge kann sich evtl schon bei viel kühleren Temperaturen entwickeln als zB ein Tier der gleichen Art an der Küste. Tauscht Man nun also beide Tiere, so kann es sein, dass das Tier aus dem Gebirge an der Küste plötzlich schon viel früher schlüpft als seine Artgenossen vor Ort. Wiederum das Küstentier kann im Gebirge seinen Lebenslauf vor dem nächsten Winter evtl gar nicht rechtzeitig abschließen. Schaffen es die Tiere aber trotzdem irgendwie, sich mit den Tieren vor Ort zu paaren, könnte sich die falsche Anpassung verbreiten - und am Ende im dümmsten Fall ganze Populationen gefährden. Und das, obwohl man doch eigtl. etwas Gutes tun wollte. Also man sollte den Faktor defintiv im Blick haben. Aber auch das ist natürlich abhängig der Art (extrem mobile Arten werden zB weniger betroffen sein, als ganz lokale). Also grundsätzlich würde ich zumindest empfehlen, je näher an der Ausgangspopulation, desto besser. Oft kennt man einfach mögliche Auswirkungen nicht und alles bleibt quasi Spekulation. Die Anpassung an einen Moorstandort? Tja, schwierig abzuschätzen. Ich würde denken, daß Habitat selbst spielt weniger eine Rolle als die geografische Distanz.

    Eine andere Diskussion wäre grundsätzlich noch die Sinnhaftigkeit von ausgesetzten Tieren. Haben diese überhaupt einen positiven Effekt für die lokale Population? Ich bin der Meinung, dass auch das in den überwiegenden Fällen nicht sinnvoll ist - aber das wäre vllt nochmal eine ganz andere Diskussion.

    Liebe Grüße, Toni

    Heute gibt's mal eine kleine Besonderheit im Reich der Schmetterlinge...Falter ohne Flügel - aber dafür mit großen Säcken...lasst euch überraschen 😉

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    Hi Dirk,
    wir waren hauptsächlich mit UV-Taschenlampe unterwegs. Es kamen immerhin ca. 30 Leute, die an der Methode interessiert waren. Finden konnten wir allerdings eher mäßig viel. Va. die fluoreszierenden Raupen von Satyrium pruni (die noch deutlich kleiner waren als erwartet - hier oben scheinbar ein verhältnismäßig sehr spätes Jahr im Vergleich zu den letzten Jahren), einige Noctua und ein paar andere kleinere Sachen.
    Beim richtigen Lichtfang gestern mit 5 LepiLEDs in einem Röhricht kamen dann immerhin etwa 50 Arten. Eher individuenschwach, aber hat sich summiert. Wetterbedingungen hier schwülwarm und maximal leichter Nieselregen (aber selbst das kaum).
    LG,
    Toni

    Zeitig im Frühjahr beginnt das Kleine Nachtpfauenauge zu fliegen. Zwar handelt es sich um einen Nachtfalter - allerdings sind die Tiere schon am Tage aktiv und können hier hektisch umher fliegend beobachtet werden. Ganz typisch sind die großen Fühler der Männchen, mit denen sie auf der Suche nach den Weibchen Pheromone teils aus mehreren Kilometern Entfernung aus der Luft filtern können und zu den Weibchen navigieren.
    Die Pheromone wiederum können auch künstlich hergestellt werden, um die Art effektiv nachzuweisen...wie das Ganze dann aussieht, zeige ich euch in dem heutigen Video...

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    Kann man die Eier auch mit uva Lampen suchen.

    Nein, das klappt leider nicht. Aber die Raupen fluoreszieren dafür umso mehr :smiling_face_with_smiling_eyes:


    Aktuell kann man auch wieder gut nach den Raupen der Schillerfalter suchen. Eigtl. eignen sie sich so ziemlich das ganze Jahr über zur Suche...Im Sommer kann man die Eier auf den Blattspitzen geeigneter Weiden suchen. Im Spätsommer sind dann die Fraßspuren der Jungraupen sehr eindeutig und leicht zu finden. Im Herbst und Winter eignet sich das Sitzblatt hervorragend zur Suche und nun im Frühsommer kann man erneut nach den Fraßspuren der Raupen suchen. Diese Methode im Frühjahr möchte ich euch hier gerne einmal vorstellen

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    So langsam nähert sich der Frühling - mit etwas Glück könnt ihr aber an den noch unbelaubten Schlehen nach den Eiern der Zipfelfalter suchen.
    In dem Video möchte ich euch noch einmal die Eier des Nierenfleck-Zipfelfalter (T. betulae) vorstellen. Es handelt sich hierbei um eine Einsteiger-Art, die sehr auffällige und leicht zu findende Eier ablegt und in den meisten Regionen auch relativ häufig ist. Voraussetzung ist nur das Vorhandensein von (nicht zu alten) Schlehen - ansonsten ist die Art eher anspruchslos.
    Im Video stelle ich euch auch noch einmal den Pflaumen-Zipfelfalter als Verwechslungsart im direkten Vergleich vor.

    Die Suche nach den Eiern des Nierenfleck-Zipfelfalters (Thecla betulae)
    So langsam nähert sich der Frühling - mit etwas Glück könnt ihr aber an den noch unbelaubten Schlehen nach den Eiern der Zipfelfalter suchen. In dem Video mö...
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    Dabei sieht alles soooooo einfach aus

    Gut, ehrlicherweise filme ich auch meist dann, wenn ich etwas gefunden habe....von daher...
    In den meisten Fällen sieht es auch eher so aus:

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    :grinning_face_with_smiling_eyes:

    ...um uns zumindest gedanklich mal ein wenig aus der kalten Jahreszeit zu holen, möchte ich euch schonmal ein wenig Vorfreude auf die kommenden Monate machen. Denn auch wenn man aktuell auch gut nach Raupen, Eiern und Hibernarien suchen kann, so macht das doch mit ein paar wärmenden Sonnenstrahlen gleich viel mehr Spaß :smiling_face_with_smiling_eyes:
    Daher gibt es jetzt von mir einen kleinen Rückblick bzw. eher eine Vorschau auf den Mai. Denn: im Frühsommer könnt ihr nach Raupen und Puppen des Großen Eisvogels Ausschau halten :star_struck:
    Beispiele dazu gibt's im folgenden Video:

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    Inhalt:
    0:00 Einführung
    1:44 Fraßspur
    3:13 Die Puppe
    4:22 Fraßspur 2
    5:08 Hibernarium
    6:25 Raupe

    Beste Grüße,
    Toni

    Dem schließe ich mich auch gerne an und wünsche allen ACTIAS-Mitgliedern ein paar schöne und erholsame Weihnachtstage und einen guten Start in 2026. Auf ein glückliches neues Jahr mit spannenden Beobachtungen, hilfreichen Diskussionen und erfolgreichen Zuchten.

    Beste Grüße, Toni