Posts by Toni Kasiske

    Auch das steht noch an... :bibber:

    Aber ein Kollege aus Göttingen hat ebenfalls beide Arten angetroffen - scheint also durchaus plausibel zu sein!

    Aber wenn ich da mal dazu komme, werd ich das Ergebnis hier nochmal zeigen :)

    Man kann eindeutig einen Trend erkennen, dass sich die Klimaänderung auf diese Arten positiv auswirkt

    Absolut, das würde ich auch sagen. In Hannover hatte ich auch einige Arten dabei, die quasi neu für Niedersachsen sind und bisher auch in der niedersächsischen Checkliste noch nicht erwähnt wurden. Ein Beispiel wäre Polyphaenis sericata. Eublemma purpurina habe ich ja mittlerweile auch überall.

    Wenn ich an meine Anfangsjahre in meiner Heimat denke, wo ich immer in einem Gebiet war, waren 300 Arten keine Seltenheit

    Naja, man sollte aber schon auch realistisch sein und die aktuellen Bedingungen zugrunde legen. Ich vermute auch, dass vor einigen Jahren noch einige Tiere mehr kamen (wobei ich sagen würde, dass es früher (dabei rede ich nicht von vor 2000) vllt einfach mehr Masse war - an Arten vllt gar nichtmal unbedingt... Zumindest wäre es bei Tagfaltern meist so) .

    Allerdings habe ich auch nur 6 bzw. 8 Abende geleuchtet - das muss man ja auch sehen.

    Mein Rekord an einem Abend waren 150 Arten in einem sehr interessanten Biotop Anfang Juli

    Das ist dann schon wirklich sehr gut -top :thumbup:

    Letztes Jahr, das war das Beste bisher, waren es 229 Arten.

    Spannend. Letztes Jahr hätte ich al eines der schlechtesten zugeordnet ^^ So unterschiedlich kann es sein...

    Aber da hättest du ja auch echt schöne Erfolge. Juventina ist ja auch einfach wunderschön - die könnte eine Massenart sein und wäre immernoch was besonderes :applaus:

    Aber zu den Verteilung, das stimmt schon. Ich hatte dieses Jahr irgendwie sehr wenig Bären. Nur 3 caja, Zimtbären, die ja sonst den Turm überfluten, auch eher zurückhaltend. Spilosoma ebenfalls...

    Und, wie sieht euer Resümée für dieses Jahr aus?
    Ich fand es wirklich top. Hat gehalten was es schon im Frühsommer versprochen hat :dafür:


    Abgesehen davon würde mich mal interessieren, ob hier noch jemand Vollerhebungen durchführt und nicht nur die wenigen interessanten Arten am Tuch notiert. Genau genommen würde mich mal interessieren, wie viele Arten (Macrolepidoptera) ihr hierbei in einem Jahr in einem Gebiet so nachweist. Aber bitte keine Jäger-Angaben! Ein Vergleich der unterschiedlichen Zahlen wäre doch sehr interessant für die Einordnung des jeweiligen Gebietes...bin ich nun mit meinen 100 Arten schon gut dabei - oder sind meine 300 eigtl. viel zu wenig im Vergleich zu anderen?

    Also ich kann für dieses Jahr bspw. bei 6 Begehungen in Hannover 160 Arten berichten. Bei 8 Begehungen in Göttingen komme ich jedoch schon auf 260 Arten. Das ist dann schon ein Unterschied. Wenn ich jedoch auf ein FFH-Gebiet in Hildesheim letztes Jahr zurück blicke, lag ich trotzdem schon mit beiden Kartierungen weit über den knapp 100 Arten von letztem Jahr (gleiches Licht, vergleichbare Bedingungen). Ich würde mich aber mal aus dem Fenster lehnen und behaupten, dass dieses Jahr wohl an den meisten Stellen (zumindest hier oben im Norden) mehr Arten kamen als im letzten Jahr...

    Grundsätzlich würde ich bei gegebenem Aufwand die 200er Marke schon als überdurchschnittlich gut betrachten. So zwischen 150-200 Arten würde ich die Einstufung als eher durchschnittlich bis gut treffen. Wie sehen eure Meinungen dazu aus?

    (Anmerkung zur Relation: in Deutschland leben etwa 1.160 Nachtfalterarten)


    Mein Highlight für Hannover bleibt der Rauschbeerspanner :freudentanz:

    Bezieht sich die Aussage vieleicht nur auf die BRD

    Ja, also meine Frage bezog sich auf Deutschland. Hier spielen vermutlich auch die bevölkerungsreichen und teils auch intensivst bewirtschafteten Gegenden im (Nord-) Westen eine Rolle, könnte ich mir vorstellen. Inwieweit da auch das Klima mit reinspielt, wäre ich mir nicht so sicher... Der (Nord-) Westen ist ja eher ozeanisch, wohingegen im Osten eher kontinentales Klima vorherrscht... Nasse milde Winter sind ja für einige Arten eher weniger verträglich - insofern könnte ich mir hier auch eine gewisse Auswirkung vorstellen

    Danke. Es geht mir aber auch eher wirklich um ne Untersuchung oder Aussage, wo sich damit ein bisschen intensiver beschäftigt wurde. Also dass es so ist, ist mir klar - aber ich will mir das eigtl. nicht aus Karten etc selbst erschließen, sondern bräuchte eher eine konkrete Aussage, auf die ich mich beziehen kann und die ggf. auch die ökologischen Hintergründe etwas diskutiert.

    N'Abend zusammen,


    ich hätte mal eine Frage an die Schwarmintelligenz:

    Hat jemand zu der Aussage "die Schmetterlingsvielfalt nimmt in Deutschland gegen Norden und Westen hin ab" spontan eine Quelle im Hinterkopf?
    Irgendwo habe ich dies vor längerer Zeit so gelesen gehabt - kann mich an die konkrete Quelle aber nichtmehr erinnern. Fällt jemandem dazu etwas ein?

    Also mir geht es vorrangig um wissenschaftliche Publikationen/ Bücher, wo dies genau so festgestellt oder genannt wurde.

    Ideen?


    Beste Grüße,

    Toni

    ... und nicht vergessen - aktuell gibt es noch immer schön die Fraßspuren (inkl. Räupchen) vom Großen Schiller zu finden. Allerdings: je mehr Zeit vergeht, desto undeutlich wird die Fraßspur und desto mehr Tiere werden zB durch Vögel weggepickt.

    Bei mir saßen heute noch 7 oder 8 Räupchen entlang des Weges. Deutlich mehr Fraßspuren (ohne Raupe) waren zu finden.

    Selbst ein herunterhängendes Sitzblatt war schon anzutreffen - also so langsam geht die optimale Suchmethode von Fraßspur in Richtung Sitzblatt über...


    >>Erklärvideos<<

    Die Apollos zählen zu unseren auffälligsten heimischen Tagfaltern. Speziell der Art Parnassius apollo gilt weltweiter Schutz nach CITES. Im Gegensatz zu dem Apollo des Tieflands bewohnt der Alpen-Apollo feuchte Habitate in größeren Höhenlagen. Häufig ist dies die Umgebung von Bachläufen in Alpentälern oder auch die von Wasser überrieselten Hänge der Bergflanken. Hier leben die Raupen vorwiegend an Saxifraga in Gewässernähe. Die Raupen überwintern voll entwickelt im Ei - und sind hier im Herbst gut zu finden.



    Ich bitte den Ton zu verzeihen...dem Mikrofon scheint der Regen nicht allzu gut bekommen zu sein...


    Näheres zur Diskussion um den Taxon gibt's im Lepiforum

    ein sehr großer braun-weißer Falten vor mir aufgeflogen der deutlich größer als ein Schwalbenschwanz war.

    Der Schmetterling hatte eher die Größe eines Morpho-Falters

    Hallo zusammen,


    also nur um mal zu zeigen, wie tückisch Größenvergleiche und Artbestimmungen auf dessen Basis sein können...

    Der Rest wurde ja schon gesagt.

    Beste Grüße,

    Toni


    PS.: und bevor hier gleich wieder jemand aufschreit: nee, alles legal.

    Lust auf Schweiz?

    Kein schlechter Gedanke ;)


    Ich hatte euch ja vor Kurzem schon einmal nach lohnenswerten Ecken im Wallis gefragt.

    Tatsächlich habe ich Ende Juli/ Anfang August mein Vorhaben dann auch umgesetzt und dem Wallis einen Besuch abgestattet.

    Und was ich bis hierher schon verraten kann: quasi jeder Tag hielt neue Highlights bereit :daumenja:

    Näheres dazu lest bzw. seht ihr in meinem kurzen Bericht (leider aufgrund maximaler Dateigröße aufgesplittet).


    Beste Grüße,

    Toni

    Files

    • Wallis1.pdf

      (4.9 MB, downloaded 232 times, last: )
    • Wallis2.pdf

      (2.99 MB, downloaded 165 times, last: )
    • Artenliste.pdf

      (126.06 kB, downloaded 118 times, last: )

    Bleiben wir doch bitte beim Thema.

    Wir haben Börsenvorgaben, an die sich alle zu halten haben.

    Die Diskussion hier ist abseits der Börse und es ist nicht nachvollziehbar, welche Genehmigungen wer vorliegen hat oder auch nicht - sollte bei der Beantwortung der Frage eigtl. auch keine Rolle spielen (wer gerne den Schutzstatus in Deutschland noch einmal durchdiskutieren möchte, darf gerne ein eigenes Thema eröffnen).

    Dennoch ist der Hinweis auf den Schutzstatus grundsätzlich natürlich immer sinnvoll, um den Besitzer vor unbewussten Fehlentscheidungen zu schützen - alles darüber hinausgehende (inkl. Vorwürfen oder Unterstellungen) sehe ich hier fehl am Platz.


    Weitere Empfehlung zur legalen Zucht für unsere russischen Freunde, die diese Art in Massen bei sich im Haus rumlaufen haben, sind gerne willkommen ;)

    Ich möchte nur mal darauf hinweisen, dass §44 BNatSchG hinsichtlich Besitzverbots nicht zwischen besonders und streng geschützten Arten unterscheidet ("besonders geschützte Arten" sollten sowohl die besonders als auch die streng geschützten Arten beinhalten, sofern nicht näher spezifiziert) . Auch streng geschützte Arten dürfen hier gehandelt werden, sofern diese einen Legalitätsnachweis haben.

    Da es hier in wilden Spekulationen und Unterstellungen mündet, würde ich im Zweifel für den Angeklagten entscheiden - wir sind hier nicht in der Position die Legalität beurteilen zu können.


    Zum eigentlichen Fall:

    Ich finde auch die Feuchtigkeit etwas hoch... Gefühlsmäßig würde ich sie lieber etwas trockener halten. Bären sind ja doch immer etwas anfällig bei zu hoher Feuchtigkeit.


    LG und viel Erfolg,

    Toni

    Heute noch einmal ein Video zu den Ei- und Raupenstadien des Fetthennen-Bläulings.


    In meinem letzten Video zum Kreuzenzian-Ameisenbläuling habe ich schon einmal das Zusammenspiel von Bläulingsraupen mit Ameisen erklärt. Ab Minute 4:05 seht ihr ein wunderbares Beispiel, bei dem die Raupe die Ameise für ihren Schutz "belohnt"