Posts by Bernd

    Hallo Bernd,


    ganz so einfach ist das nicht. Folgende Falter sehe ich auf deinen Bildern:


    Bild 1:
    links auf dem Spannbrett 2 nebulosa-Weibchen, darunter 2 nebulosa-Männchen,
    im Viererblock rechts oben 1 nebulosa-Männchen und drei amurensis-Männchen


    Bild 2:
    1 nebulosa-Weibchen


    Bild 3:
    1 nebulosa-Männchen


    Die Falter sind sehr variabel, auch bei der Zucht, das stimmt. Beide Arten können verdüstert oder aufgehellt sein. Sie lassen sich aber meist ohne Probleme im direkten Vergleich über die Vorderflügelzeichnung - schwarze Flecken und Binden - bestimmen. Die Vorderflügel der amurensis-Männchen sind mitunter einfarbig gelb, ohne Flecken. Dazu haben die nebulosa in beiden Geschlechtern rote Hinterleiber, die amurensis gelbe (zumindest die Falter, die ich bisher gesehen habe). Die Raupen beider Arten sind übrigens auch ziemlich verschieden.


    Wenn du mehr wissen willst, kannst du mich kontaktieren.


    VG (auch) Bernd

    Danke für Eure Hilfe,


    allein wäre ich nicht auf die Art gekommen.


    Beschriftet habe ich mein Bild jetzt mit Hoplodrina ambigua.


    Noctua comes und Diarsia dahlii haben zwar eine gewisse Ähnlichleit mit meinem Falter, dürften aber nach Vergleich der im Internet zu findenden Bilder ausscheiden.


    Viele Grüße


    Bernd

    Hallo Sam und Falk,


    das müsste eine Raupe von Arctia caja in der Überwinterungshäutung sein.


    Die Raupe der Hofdame hat lediglich rotbraune Haare (keine rotgefärbte Haut) an der Seite und auch keine hellen Haare auf dem Rücken.


    Viele Grüße


    Bernd

    Hallo Janyn,


    das ist jetzt eine detaillierte Aussage. Aufgrund des Verhaltens der Räupchen (Kuscheln) schließe ich die Arctiiden nahezu aus. Die Räupchen hätten auch längst zu knappern begonnen. Selbst der Webebär Hyphantria cunea (ob es den in Berlin überhaupt gibt?) hätte die Schlehe längst gefressen. Aufgrund des Verhaltens Deiner Räupchen könnte eine Prozessionsspinnerart in Betracht kommen - eventuell der Eichenprozessionsspinner Thaumetopoea processionea. Probiers mit Eiche, dann ist das Rätsel vielleicht gelöst. Vielleicht gibt es jemand im Forum, der sich mit diesen Viechern besser auskennt als ich.


    Und auch wenn die vorherigen Beiträge bezüglich des Goldafters nicht so ganz von der Schmetterlingsart her passten, die Aussagen würden bei den Prozessionsspinnerraupen verstärkt zutreffen.


    Und auch die Lynmantridenfreunde würden dann näher als ich mit meinen Bären liegen. :)


    Ich hab mir gerade nochmal die Bilder genau angesehen. Die "Kuschelräupchen" haben eine ganz schwarze Kopfkapsel und einen orangefarbenen Körper, würde zur Jungraupe des Prozessionsspinners passen. Probier es mit Eiche.


    Das einzeln abgebildete Räupchen ist mehrfarbig und hat auch einen mehrfarbigen Kopf (soweit erkennbar). Das könnte tatsächlich eine Arctiide sein. Bei einzelnen so kleinen Räupchen wird es wirklich schwierig. Es kommen z. B. auch Flechtenbären in Betracht Ich denke, dass Du zwei verschiedene Arten fotografiert hast. Du sprichst ja auch von zwei verschiedenen Größen. Bei dieser Raupe könnte Löwenzahn (fressen fasst alle Bären) zusammen mit Flechten weiterhelfen.


    "Rätsel über Rätsel" trifft den Nagel auf den Kopf!


    Viele Grüße


    Bernd

    Lieber Andreas, und auch Lucas,


    auch wenn Ihr "stark bezweifelt" und sogar ausschließt, dass es sich um diese Art handelt: richtig ist die Überwinterung als Raupe. Diese kann sich sich je nach Überwinterungsplatz - und wir reden hier vom Eifund an einer Haussüdwand in Berlin, nicht der schneebedeckten Schweiz! - bereits im März, da sie keine Nahrung mehr aufnimmt. Die Flugzeit - wir hatten ja bereits viele sonnige und auch warme Tage - beginnt bereits im April. Auch wenn das mal wieder böse ist, Ihr solltet Eure Zweifel zuerst recherchieren und dann kundtun! Dir steht die Fachliteratur und das Internet zur Verfügung - viel Spass!


    Und Lucas: Klar ist das ein Schwammspinner ( :ironie: ), meinst Du nicht, dass nach dem Raupenschlupf von dem Gelege zumindest die Afterwolle übrigbleibt? Und das ist so auffällig, dass es Janyn sicher festgestellt und berichtet hätte.


    Und Janyn: bitte halt uns auf dem Laufenden. Wir sind gespannt, was es ist. Bitte beschreibe uns die Eier noch aus Deiner Erinnerung, dann können eventuell Orygia antiqua und Lymantria dispar ausgeschlossen werden.


    Und Gerd: Ich habe nicht angezweifelt, dass der Goldafter "böse" Haare hat. Diese Art scheidet aber definitiv aus und damit sind die Warnhinweise auch unbegründet!



    Schönen Sonntag


    Bernd

    Hallo Janyn,


    ich denke bei Deiner Schilderung des Eierfundes in Verbindung mit den Bildern an eine Arctiiden-Spezies. Um diese Jahreszeit ist z. B. der Eifund von Phragmatobia fuliginosa möglich. Zu dieser Art passt auch der orange Rückenstreifen Deiner Winzlinge. Ohne dass ich momentan weiss, wie diese Art die Eier ablegt, so setzen"Bären" die Eier oft als "Spiegel" ab. Es sind kleine, halbrunde Kügelchen in weißlichem, grünlichem oder gelblichem Farbton, deren Eischale nach dem Schlupf komplett "verputzt" werden, wie Du schreibst. Als Futter leistet Löwenzahn gute Dienste. Es werden natürlich auch viele anderen Pflanzen gefressen (polyphag). Die jetzigen Räupchen ergeben ohne Überwinterung die Falter.


    Wie man hier den Goldafter mit Warn-Tips ins Spiel bringt, ist mir schleierhaft. Da passt wohl gar nichts, außer dass die Raupen auch Haare haben.


    Orygia antiqua wäre auch in Betracht zu ziehen, dann wäre aber die Ablage an einer Hauswand schon sehr ungewöhnlich. Es sei denn, es befand sich dort ein Puppengespinst, an dem die Eier abgesetzt wurden. Eigelegeabbildungen zum Vergleich sind im Internet vorhanden.


    Schönen Sonntag


    Bernd

    Hallo Claude und alle anderen Beteiligten,


    jetzt ist mein Anliegen sauber diskutiert und abgehandelt worden, danke.


    Eine kleine Bitte hab ich noch: Gebt beim Anbieten von Zuchttieren zur F? (sofern bekannt) z. B. "inzuchtfrei" oder "Freilandanflug" als Zusatz an, dann weiss jeder, worum es geht.


    Ansonsten wünsche ich allen viel Erfolg bei ihren Zuchten, egal welche F das ist - denn nur das Ergebnis zählt.


    Viele Grüße


    Bernd

    Hallo moe,


    Du machst Dir viel zu viele Gedanken.


    Aber dennoch zur Verdeutlichung: Nimm den Text so wie er geschrieben ist. Mein Anliegen ist die falsche Verwendung von F0, F1, ....


    Ich habe lediglich noch ein paar Randbemerkungen angebracht, über die sich jeder selbst Gedanken machen kann.


    Ich habe niemand angeschuldigt oder mich über jemanden beschwert, es sei denn es ist verboten und mit Strafe belegt, wenn jemand die Bezeichung falsch verwendet. Ich stehe zu meinem Beitrag so wie er war! Und mit Deinen roten Kreuzchen verliert dieser Abschnitt seinen Sinn. 'Denn bei "Allerweltsarten" bekomme ich bestimmt keine "Magenschmerzen".


    Und zu guter letzt, ich habe niemand unterstellt, dass die Bezeichungen wissentlich falsch verwendet werden. Ich habe lediglich etwas hinterfragt. Vermutlich wird hier oftmals F0 für "inzuchtfrei" verwendet, wie Du bereits angemerkt hast.


    Lieber moe, bitte interpretiere in ein paar Zeilen nicht etwas hinein, das nicht vorhanden ist. Das stiftet nur Unfrieden! Und bei mir verdirbt es die Lust am Schreiben, wenn jeder Satz zerpflückt wird. Und von einem Moderator erwarte ich, dass er eindeutig Stellung bezieht zu dem was richtig oder falsch ist, egal was sich eingebürgert hat. Entomologen sollen wissenschaftlich korrekt arbeiten!



    Viele Grüße


    Bernd

    Liebe Freunde der Schmetterlingszucht,


    nachdem ich immer wieder in Inseraten lese, dass Eier, Raupen, Puppen F0 angeboten werden, möchte ich Folgendes anmerken:


    Meines Wissens bedeutet F0 der Natur entnommen. D. h., wenn ich Eier, Raupen, Puppen der Natur entnehme (F0), dann ist der in Gefangenschaft geschlüpfte Falter auch noch F0. Züchte ich mit diesem Falter weiter, so erhalte ich F1 - 1. Folgegeneration, d. h. die erste Nachzucht in Gefangenschaft. Auch ein der Natur entnommenes, bereits befruchtetes Weibchen erzeugt bei der Eiablage in Gefangenschaft bereits F1, da der Nachwuchs, und um den geht es, in Gefangenschaft geboren wurde. Weitere Zuchten tragen dann die Bezeichnung F2, F3, usw.


    Ich bekomme regelmäßg "Magenschmerzen", wenn ich z. B. lese, XXXXpuppen F0. Hat der Anbieter tatsächlich die Raupen der Natur entnommen und verscherbelt davon die Puppen hier? Solches Verhalten wäre ehrlos und naturfrevlerisch. Da bleibt dann nur die Hoffnung, dass der Anbieter, wie so oft, seine Puppen als F0 deklariert, obwohl sie F1 sind. Klingt ja auch besser und bedeutet "super Qualität"!


    Viele Grüße


    Bernd

    Hallo Rudi,


    das ist genau der Punkt: Du kennst Dich mit Arctiiden nicht so gut aus und möchtest deshalb eine Bestimmungserläuterung. Warum? Ich kenn mich mit Schwärmern nicht aus, da würde es mir vollkommen reichen, wenn Du mir z. B. den Namen einer unbekannten Raupe nennst. Schließlich bist Du der Fachmann und ich möchte nicht tiefer einsteigen (sonst waren ja Schwärmer mein Fachgebiet ;). Ich denke, wenn es wirklich jemanden im Detail interessiert, so hat er längst gute Literatur wie die Bände aus Baden Würthemberg oder der Schweiz gewälzt. Aufgrund der Raupenbeschreibungen allein kommt man ziemlich schnell dahinter, dass es Spilosoma lubricipeda sein muss. Weitere Erkenntnisse können über das Ausschlussverfahren erlangt werden. Dazu wären natürlich die genaue Fundzeit, der Fundort sowie eine Biotopbeschreibung hilfreich, die ich aufgrund der bekannten Fakten hineininterpretiert habe. Phragmatobia fuliginosa überwintert als Raupe, wie gerade in einem anderen Beitrag erwähnt wird. Ich setze voraus, dass Peter bereits im Besitz einer Puppe ist. Damit fällt diese Art unabhängig vom äußeren Erscheinungsbild heraus. Wie Nico bereits richtig bemerkt hat, besitzt die Raupe von Phragmatobia luctifera normalerweise einen breiteren Rückenstreifen. Diese Art wird als Raupe normalerweise weder bei Tage noch an Himbeere gefunden. Dass die Pflanze im Lebensraum vom Kaiserbär vorkommt, ist eher die Ausnahme. Dazu wird die Art am Fundort der abgebildeten Raupe kein natürliches Verbreitungsgebiet haben. Und so weiter und so fort.


    Glaubst Du wirklich, dass diese Details viele actias-Besucher wissen wollen und sich merken können? Peter hat die Frage gestellt und war offenbar mit der Bestimmung von Nico zufrieden. So kann er sich schon mal freuen, was nächstes Jahr vielleicht schlüpft. Und selbst wenn wirklich mal eine Fehlbestimmung vorkommt und ein anderer Falter schlüpft, wäre das wirklich so schlimm? Dann kann Peter sein Schlüpfergebnis mitteilen und wir haben was gelernt.


    Und Falk,


    ich repektiere Dich wirklich und Du hast es voll drauf. Aber Dein Bildchen mit Schnauze halten find ich derb, auch wenn Du Dich mit einbeziehst. Nicht der Bestimmer muß sich Zeit für Erläuterungen nehmen, sondern die, die das Bestimmungsergebnis anzweifeln. Tritt den Gegenbeweis an, warum es nicht Spilosoma lubricipeda ist. Und wenn Du trotz intensiver Bestimmungsbemühungen nicht mehr weiter kommst, können wir gerne zusammen unsere Ergebnisse abgleichen. Aber ist der Aufwand das wirklich wert? Es geht hier nicht um einen Erstnachweis für Deutschland, sondern um eine Frage von Peter, die Du nicht beantworten konntest.


    Etwas offensichtlich Falsches zu berichtigen ist ok, dann muss man das Richtige aber auch tatsächlich wissen. Aber etwas Richtiges aus eigener Unkenntnis in Zweifel zu ziehen ist nicht fair und fördert nicht den wissenschaftlichen Anspruch dieses Forums!


    So, jetzt hab ich für meine Verhältnisse wirklich viel Zeit investiert - eigentlich hab ich die gar nicht - und deshalb werde ich mich für die nächste Zeit wieder zurückziehen.


    Liebe Grüße und gute Zuchtergebnisse


    Bernd


    Nachtrag für Toni, warst ein paar Sekunden schneller als ich.


    Dein Beitrag passt zu dem bereits gesagten, auch Du kannst Deinen Worten nach keine sichere Bestimmung abgeben. Dein Hinweis auf Diacrisia sannio ist falsch! Warum? Das solltest Du erst mal selbst recherchieren. Du hast Deine Gedanken zwar gut erläutert, hast aber andere Schlüsse gezogen als ich.



    Lieber Peter,


    bitte teile uns die fehlenden Fundaten zu der Bärenraupe mit. Bist Du im Besitz einer Puppe? Wenn ja, sie war/ist in einem mit Haaren vermengtem Gespinst, ist unbeweglich, Farbe schwärzlich, leicht glänzend, tönnchenförmig?


    Nochmals liebe Grüße


    Bernd

    Hallo Leute,


    auch wenn ich mich mit meiner Meinung bei einigen jetzt nicht beliebt mache: Mir ist der kurze Beitrag von Nico wesentlich lieber mit einer klaren Feststellung, die mit der Bemerkung, dass er selbst vier Stück gefunden hat, unterlegt ist, als zeilenlanges Gelaber und zum Schluss ist die Bestimmung falsch oder nicht sicher. Leider schreiben bei Bestimmungsanfragen auch Leute, die keine richtige Ahnung haben von dem, was bestimmt werden soll. Auf Hilfen wie "glaub ich" und "mein ich" und "weiß nicht genau" kann ich persönlich verzichten. Durch solche Zeitgenossen werden eindeutige Aussagen anderer automatisch in Zweifel gezogen.


    Die Bestimmung Spilosoma lubricipeda ist auch nach meiner Meinung mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit richtig, um das geforderte minimale Restrisiko einer Fehlbestimmung mit einzubeziehen. Und wer dies überprüfen will, soll sich im Internet Vergleichsbilder anschauen. Es kann nicht Aufgabe des "Helfenden" sein, Bestimmungsmerkmale herauszusuchen, insbesondere bei häufigen Tieren. Hierfür gibt es Literatur und Internet. Phragmatobia fuliginosa ist zwar auch sehr häufig, scheidet aber aus. Warum? Bitte selbst recherchieren!


    Wenn sich nur die zu Worte melden würden, die es tatsächlich wissen, kann in den meisten Fällen auf weitere Erklärungen verzichtet werden.


    Und an Nico:


    1. richtige Bestimmung
    2. Beitrag kurz, knapp und eindeutig - genau nach meinem Geschmack!


    Liebe Grüße


    Bernd

    Hallo Dennis,


    Du schreibst "Außerdem wäre nicht ein extrem abgeflogenes Widderchen einer Art dessen Flugzeit gerade erst begonnen hat nicht genauso unwarscheinlich wie eines das überwintert hat?"


    So ganz verstehe ich den Sinn des Satzes nicht. Ich sagte nichts davon, dass das Widderchen überwintert hat - Zygaenen überwintern nicht als Imago! Meine Aussage war, dass Z. ephialtes später fliegt und aufgrund des langen Winters wird sich die Flugzeit dieses Jahr, außer es bleibt so warm wie jetzt, weiter nach hinten verschieben. Auch gab ich für Z. trifolii als Flugzeit Juni an - der Monat ist zu Ende und hat nicht erst begonnen.


    Du schreibst weiter: "Allerdings hast du mit den Flecken recht, eigentlich müssten 6 Flecken bei Z. ephialtes zu sehen sein. Da sich dieser Fleck aber genau in der Gegend befindet wo die Flügel ausgefranst und sehr stark abgeflogen sind kann er natürlich auch einfach nicht mehr zu erkennen sein. Insgesamt sehr schwierig eine genaue Bestimmung vorzunehmen, schade das man den Hinterleib nicht genauer sehen kann."


    Der 6. Fleck ist zwar kein Erkennungsmerkmal für Z. ephialtes, er wäre aber trotzdem nicht an den ausgefransten Stellen gewesen sondern daneben. Den Hinterleib kann man nicht mal ungenau, sondern gar nicht sehen! Ich hoffe, dass Du nicht jedes 6-fleckige Widderchen, und das sind die meisten Arten, als Z. ephialtes bestimmst. Auch der rote Hinterleibsring kommt bei anderen Arten vor. Du schreibst selbst von Dir, dass Du kein Experte bist. Du solltest dann aber nicht versuchen, Deine definitiv falsche Bestimmung mit nicht haltbaren Argumenten zu untermauern!


    Zygaenen sind manchmal sehr schwer zu bestimmen, selbst wenn man sie präpariert vorliegen hat. Bei dem Bild von Anne kann man aufgrund der vorliegenden Fakten - Flugzeit, Biotop, 5-fleckig - auf Z. trifolii schließen. Dies wird Ende Juli/August deutlich schwieriger, denn da gibt es wesentlich mehr Arten zu sehen. Die roten Flecken können bei abgeflogenen Faltern von hell bis gläsern aussehen, manchmal sind die Falter so verwaschen, dass die Flecken nicht mehr sichtbar sind.


    actias.de/attachment/15277/


    Viele Grüße


    Bernd

    Hallo Anne, hallo Dennis,


    wie kommt Ihr denn auf Z. ephialtes? Ich kann keine Artähnlichkeit erkennen. Der Hinterleib ist nicht sichtbar und damit auch nicht der typische rote Ring. Außerdem fliegt Z. ephialtes später, sodass ein abgeflogener Falter Ende Juni und auch noch nach dem langen Winter ungewöhnlich wäre. Am ehesten handelt es sich um Z. trifolii - hat 5 rote Flecken auf den Vorderflügeln, Flugzeit bereits im Juni und bewohnt meist etwas feuchtere Wiesen, Lichtungen und ähnliche Biotope.


    Viele Grüße


    Bernd

    Hallo Marc,


    hast Du nochmal von der Raupe etwas gehört?


    Im Internet bin ich durch Zufall auf Bilder der Raupe von Hypercompe scribonia, einem in Amerika vorkommenden Bärenspinner, gestoßen (z. B. hier:


    actias.de/attachment/11346/


    Leider sind die roten Füßchen nicht zu erkennen, dürfte aber trotzdem, zumindest von der Gattung her, an das Exemplar aus der Schweiz hinkommen.


    Viele Grüße


    Bernd

    Hallo Marc,


    diese Raupe gehört sicher nicht zu einer der heimischen, europäischen Arten. Die Raupen der größeren, europäischen Arctiiden hab ich fast alle schon selbst gehabt bzw. sind mir bekannt. Andere heimische Gattungen scheiden nach meiner Kenntnis auch aus. Bleibt also nur eine eingeschleppte oder sonst in Freiheit gelangte Art. Ich vermute eine Arctiidae aus dem asiatischen oder afrikanischen Faunenkreis - und dazu gibt es leider nicht viele Bilder! Dass sie sich auf "Kräutern", die in der Schweiz gezogen wurden, befand, sagt gar nichts, denke ich. Gärtnereien beziehen teilweise Pflanzen aus aller Welt. Eine "importierte" Raupe kann manchmal weit herumwandern, gerade Arctiidenraupen haben oft einen starken Bewegungsdrang.


    Kümmert sich denn jemand um die weitere Entwicklung der Raupe? Wäre sicher interessant, was da mal schlüpft. Würde sie gegebenfalls auch in Pflege nehmen!




    Viele Grüße


    Bernd

    Hallo Marc,


    das ist definitiv keine P. matronula-Raupe (siehe meine Bilder in der Gallerie).


    Ich glaube, Du willst uns testen. Die Raupe stammt, wie Du angibst, aus der Ostschweiz. Wohl aber nur deshalb, weil sie dort gezüchtet wurde. Dies ist keine einheimische Art. Sie passt vom Aussehen her schon zu den Arctiiden und dort zu den Callimorphini. Aglaomorpha histrio oder Callindra principalis ist es jedenfalls nicht - dürfte aber in diese Richtung gehen. Aus dem Bild schließe ich, dass die stachligen Haare bei empfindlichen Personen Hautreizungen verursachen können - tritt z. B. auch bei Aglaomorpha histrio (siehe Bild) auf.



    actias.de/attachment/10029/



    Du wirst uns sicher das Rätsel bald auflösen.


    Viele Grüße


    Bernd