Interessanter Fund!

    Hallo,

    am heutigen Sonntag (06.04.14) war ich mal wieder unterwegs..... , in der Nähe von Bad Münster am Stein (Rheinland-Pfalz)...
    da lief meiner Freundin eine ca. 5 cm lange behaarte Raupe vor die Füße: ...eine Raupe von Artica villica!! Hätte nie gedacht, diese Art einmal in freier Natur zu sehen....
    So kann der Start in die neue Saison beginnen.... :thumbs_up:

    Gruß Klaus

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    • Offizieller Beitrag

    Hallo Klaus,

    das ist ja eine sehr erfreuliche Nachricht.

    Arctia villica (der Schwarze Bär) gehört nämlich im Moment neben z. B. dem Augsburger Bär Pericallia matronula zu den sogenannten "streng geschützten" Schmetterlingsarten in Deutschland.

    Erstaunlich ist, dass alle einheimischen Bärenspinner unter Schutz stehen, selbst der doch recht häufige Braune Bär Arctia caja.
    Der steht zwar "nur" unter "besonderem" Schutz nach der Bundesartenschutzverordnung in Verbindung mit dem Bundesnaturschutzgesetz; aber egal, ob "besonders geschützt" oder sogar "streng geschützt", besagt § 44 Bundesnaturschutzgesetz:

    Es ist verboten,

    1. wild lebenden Tieren der besonders geschützten Arten nachzustellen, sie zu fangen, zu verletzen oder zu töten oder ihre Entwicklungsformen aus der
    Natur zu entnehmen, zu beschädigen oder zu zerstören,
    2. wild lebende Tiere der streng geschützten Arten und der europäischen Vogelarten während der Fortpflanzungs-, Aufzucht-, Mauser-,
    Überwinterungs- und Wanderungszeiten erheblich zu stören; eine erhebliche Störung liegt vor, wenn sich durch die Störung der
    Erhaltungszustand der lokalen Population einer Art verschlechtert,

    3. Fortpflanzungs- oder Ruhestätten der wild lebenden Tiere der besonders geschützten Arten aus der Natur zu entnehmen, zu beschädigen oder zu zerstören, ...

    Hallo Robert,

    über den rechtlichen Status der Art weis ich bescheid (falls dies ein Wink mit dem Zaunpfahl war)........hätte ich die Art am Fundort erkannt, wäre diese nicht mit zu mir gekommen.....wer rechnet auch mit so einem Fund.
    Sollte das Tier frei von Parasiten sein, werde ich mich freuen, dieses nach dem Schlupf und einer ausgiebigen Fotosession am Fundort frei zu lassen....Dies praktiziere ich schon immer so, da ich nicht am "auf´s Brett spannen" interessiert bin.
    Letztendlich bin ich nur froh, dass diese Art bei uns in Rheinland-Pfalz vorkommt.


    Gruß Klaus

    Hallo Klaus,

    die beachtliche Größe der Raupe spricht für ein weibliches Tier. Ich würde auf jeden Fall einen Freilandanflug versuchen. Die Jungraupen (mindestens 300) kannst Du ja dann immer noch am Fundort aussetzen.

    Werner

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