Eier von Rothschildia jacobaea

    • Offizieller Beitrag

    Hallo zusammen,

    im Rahmen meiner umfangreichen Rothschildianachzuchten in den vergangenen Wochen, ist mir jetzt bei Roth. jacobaea (ich 8 Paarungen mit entsprechender Anzahl an Eiern) aufgefallen, dass obwohl alle Kokons aus einer Freilandzucht stammten, die Weibchen 2 unterschiedlich aussehende Eier - in Größe und Farbe - (siehe Bild) gelegt haben.

    Ich stehe ein wenig auf dem Schlauch. Kann das sein, dass eine Art unterschiedlich aussehende Eier legt?

    Hat einer von Euch hierfür eine Erklärung?

    Gruß,

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    Hallo Eric,

    da die Eier wie Du sagtest, von Freilandzucht-Tieren abstammen,
    könnten in dem Fall womöglich die rezesiven Gene einer vorher
    eingekreuzten Art mit einspielen. Es soll ja auch in der Natur
    vorkommen, das sich 2 unterschiedliche Species kreuzen.
    Bei den Pflanzen ist es noch extremer, womöglich bricht aber bei
    Insekten dieses Phenomen in späterer Generationsfolge durch.
    Eine andere Erklärung hätte ich dafür leider auch nicht.
    Wirklich kurios :winking_face_with_tongue:
    Vielleicht ist hier ja auch ein Biologe oder jemand mit ähnlicher
    Erfahrung im Forum, der dies besser erklären kann. :smiling_face_with_sunglasses:

    Beste Grüsse
    Thorsten

    Hallo Eric,
    ich nehme an, die Puppen waren Geschwister.
    Nach den Mendelgesetzen spaltet die F2 Generation in einem bestimmten ganzzahligem Verhältnis die Merkmale der Parentalgeneration auf.
    Die F1 Generation, also die Puppen der Freilandeltern sind uniform, bei der Bildung der Keimzellen und der Zygotenbidung von F1 nach F2 erfolgt eine Neukombnation der Allele.
    Wie ist denn die prozentuale Verteillung, bei ca.25% kann man von einem rezessiven Erbgang ausgehen.

    Mfg Adrian

    Servus Eric.

    Ich kenne mich zwar mit Saturniden nicht im geringsten aus, aber bei meinen Sphingiden ist das öfter der Fall.
    Die Eigröße variiert oft auch bei ein und demselbem Weibchen.
    Und zur Farbe: Daphnis nerii gelbe und grüne Eier. Genauso bei Celerio hippophaea und Hyloicus pinastri. Sogar bei Sphinx ligustri hatte ich schon grüne Eier.

    Gruss,
    Rudi

    • Offizieller Beitrag

    Hallo zusammen,

    danke für eure Beiträge. Die Raupen sind nunmehr alle geschlüft. Mal sehen, ob sich die unterschiedliche Eigröße in der Raupengröße wiederspiegelt.

    Adrian

    In der Tat waren die Kokons Geschwister. Die Verteilung lag eher bei 30/35% zu 70/65%. Was kann man daraus ableiten?

    Gruß,

    Naja wenn ein rezessiver Erbgang voliegen würde, würden zu 25% Merkmale auftreten, die die Elterntiere der F1 Generation nicht gezeigt habe, ist aber alles Lehrbuchtheorie(Mendelgenetik), in Wirklichkeit natürlich noch etwas komplizierter.

    hier schön erklärt:
    http://www.biologie.uni-hamburg.de/b-online/d08/08a.htm

    Vermutlich einfach Variationen, könnte aber schon rezessiv vererbt sein.

    Mfg Adrian

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