6. Januar 2009 um 18:22 - Beitrag: Minibiester, Thema: Literatur, Publikationen
Minibiester
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nomihoudai -
6. Januar 2009 um 18:22
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6. Januar 2009 um 20:51 - Beitrag: Minibiester, Thema: Literatur, Publikationen
Mal abgesehen davon, dass ich keinen Menschen oder ein Tier jemals als Biest betiteln würde. Na ja, bei wenigen jungen Damen in meiner Jugend ist mir schon so etwas in die Gedanken gekommen ...

halte ich es für äußerst bedenklich und der Natur für bedrohlich, Tiere, wie Insekten oder Spinnentiere in Plastikwürfel einzugiessen nur um des Kommerz wegen. Aus meiner Erfahrung weis ich das eine Beziehung oder ein Verständnis für diese Tiere nur über das lebende Objekt gewonnen werden kann. Pädagogisch ist so eine Zeitung mit "Beigabe" absolut zu verurteilen!

In Plastikwürfel gehört ausschliesslich Hundekot (frei nach Klaus Hoffmann, LP:"Was fang ich an in dieser Stadt", "Brett vorm Kopf").
Franz
I have no human or an animal ever would entitle a beast. Well, a few young ladies in my youth I have something in the thoughts come ...

Caution irony
I think it is extremely alarming and threatening nature for animals such as insects or arachnids prepared in plastic cubes only because of commerce. From my experience I know that a relationship or an understanding of these animals live only on the object could be obtained. Pedagogically is a newspaper with such a "gift" to condemn absolutely!

In plastic cubes belongs exclusively dog shit (interpreted from Klaus Hoffmann, LP: "Was fang ich an in dieser Stadt", "Brett vorm Kopf").
Franz
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7. Januar 2009 um 22:53 - Beitrag: Minibiester, Thema: Literatur, Publikationen
Ich habe soeben den Werbespot für diese Aktion im Fersehen gesehen!!! Finger weg! (ist meine Meinung!)
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22. Januar 2009 um 11:13 - Beitrag: Minibiester, Thema: Literatur, Publikationen
Moin,
das Folgende ist mein Statement zu dieser Angelegenheit, welches ich in einem anderen Forum hinterlassen habe. Also nicht alles direkt perönlich auf hier beziehen, sondern nur den allgemeinen Kontext zur Angelegenheit verinnerlichen:
ZitatAlles anzeigenMoin,
insgesamt finde ich hier in den meisten Fällen die Aussagen, die ich erwartet habe. Vordergründig reflektiert und wohl überlegt, hintergründig, wenn man sie hinterfragt, klar ganz schnell in ein Horn gestoßen, dass im Sinne der öffentlichen Meinung am hellsten glänzt. Man ist bemüht "political correct" zu sein.
Wie sieht es aber aus, wenn man das ganze hinterfragt?
Die präsentierten Tiere sind ausnahmslos Zuchttiere. In so fern, ob sie nun sterben, weil sie gegessen werden sollen, oder weil sie jemand in Kunstharz gießt, damit man sie angaffen kann, ist relativ schnuppe. Der zweite Punkt hat aber den ungemeinen Vorteil, dass er erzieherischen Wert hat.
Es ist eigentlich vollkommen egal, ob die Eltern der Kinder tote oder lebende Invertebraten zuhause haben oder ob ein Insektarium in erreichbarer Nähe ist oder nicht. Der Mensch hat Besitz- und Anspruchsdenken und unsere Kinder befinden sich in einem stetigen Prozess sich von ihren Eltern abzunabeln. Jeder Tag und jede Erfahrung bringt sie ihrer Selbständigkeit näher. Da ist es nur natürlich, das der Sammler in ihnen das sammelt, was ihn fasziniert und das sie etwas machen wollen, was sie von ihren Eltern abgrenzt.
Wunderbar, Kinder werden an die Invertebraten heran geführt, ohne Gejammer, dass da jemand ganz Böses welche für tötet. Nach Jahrzehnten der Warmduscherei wird auch mal eine andere Meinung vermittelt und vertreten. Was wird daraus resultieren? Ich denke eine Generation, die wieder ein paar mehr Entomologen mit Fleisch und Blut hervorbringt. Egal, ob sie Züchter oder eher wissenschaftlich tätig sein werden.
Das Heft selber kenne ich nicht. Aber alles, was ich hier dazu höre, klingt nicht verkehrt und spricht für das Heft. Natürlich sind da Fehler drin, obwohl man diese eigentlich eher nicht erwarten sollte, wenn ein renomiertes Museum wie das Londoner Museum daran mitarbeitet. Ich muss aber zugeben, dass ich denke, dass diese Fehler gewollt und psychologisch wertvoll sind. Die Kinder fangen an sich für das Viehzeug zu interessieren, lesen das Heftchen (Kinder lesen - Wahnsinn!!!) und lernen was. In ein paar Monaten oder Jahren, je nach Alter, werden sie die Fehler selber bemerken, was sie über das Heft erhebt, denn unbewußt befinden sie sich auch in einem Konkurenzkampf mit dem Heft ("Mein großes Vorbild hat 'nen Fehler gemacht! Ich weiß was besser!").
Die Kinder haben ein Erfolgserlebnis, welches sie bei der "Invertebraten-Stange" hält. Das heißt nicht, dass sie weiterhin das Heft kaufen. Es wird sehr schnell der Punkt kommen, wo das Heft nicht mehr befriedigt und eine neue Generation danach greifen muss. Sie werden diesen "Schuhen entwachsen" sein und tiefer in die Materie eindringen.
Zum Namen des Heftes: würden die Kinder es haben wollen, wenn es "Invertebraten" hieße??? Wenn ich mir ansehe, dass Tierdokumentationfilme höchste Einschaltquoten aufweisen, wenn in ihnen "reißerische" Jagdszenen sind, und ansonsten im dunkelsten Eck des Quotenhimmels rumdümpeln, muss ich sagen: hätte es nicht noch etwas reißerischer sein können???
Ich lese hier ständig die Kritik, dass das Heft zu teuer ist. Die meisten, die hier schreiben, sind bereit 2,95 Euro auf den Thresen zu legen, weil das ein Preis ist, den man für Zeitschriften kennt. Da ist aber auch noch ein Präparat drin enthalten, dessen Aufzucht und Präparation Kosten verursacht, die eingespielt werden müssen. Man muss sich keinerlei Ilusionen machen: 2,95 ist ein Preis, bei dem das Unternehmen drauf zahlt, der nur als "Lockangebot" Sinn macht.
Wer sich hier über 2,95 aufregt, dem kann ich nur empfehlen jeden Insektenkauf über 2,95 zu verweigern. Der muss aber auch einsehen, dass jeder Preis über 2,95 als Verkaufspreis seiner Insekten absolut unseriös ist. Im Vehältnis zum Heft gesehen, das ja noch ein Heft mitliefert, dürfte von Euch keiner bereit sein für Zuchtinsekten mehr als 1,50 Euro zu bezahlen. Wenn ich dann höre, dass für Eure Lieblinge teilweise bis zu dreistellige Summen bezahlt werden, muss ich mich fragen, böswillig ausgedrückt, ohne eigentlich jemanden dafür wirklich angreifen zu wollen, was dieses heuchlerische Getue soll.
Ich habe das Gefühl, dass ich was vergessen habe, komme aber nicht drauf, was es sein könnte. Es wird sich dann aber wohl aus der folgenden Diskussion ergeben.
Fazit: Bei allem, was ich höre, würde ich sagen, eine geile Zeitschrift, die ich jederzeit, wenn ich Kinder hätte, für diese kaufen würde. Sie werden nicht dümmer davon und ich kann nichts finden, wessen sie sich schämen müßten.
Viele Grüße
KlaasVielleicht sollten wir Entomologen mal in uns kehren und nicht immer gleich alles verteufeln, was auf den ersten Blick schlecht aussieht. Wir jammern unentwegt darüber, dass es an Nachwuchs mangelt. Macht dann aber mal einer was, was für Nachwuchs sorgen kann, und sei es nur aus Kommerzgründen, ist das immer gleich alles Scheiße. Ich behaupte mal, dass es an uns ist, aus den Voraussetzungen, die dieses Heft liefert, was für die Zukunft zu machen.
Viele Grüße
Klaas
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4. März 2009 um 08:32 - Beitrag: Minibiester, Thema: Literatur, Publikationen
[Blockierte Grafik: http://www.aktiontier.org/uploadimages/s…ini.biester.jpg]
Nachdem bereits das vierte Heft erschienen ist, haben auch die Leute der Tierschutzorganisation aktion tier diese Publikation entdeckt:
Tierschützer entsetzt: Tausende Tiere sterben für Kinderzeitschrift Mini-Biester
Ob die Forderung von aktion tier, die Vermarktung echter Tiere sofort einzustellen und auf Gliederfüßer aus Kunststoff zurück zu greifen, Erfolg haben wird, muss bezweifelt werden. Die eingegossenen Viecher im Mini-Biester werden eifrig gesammelt.
Das Interesse der Kinder an Insekten und Spinnen ist offensichtlich da.
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