Entfernen von Weinpflanzen

  • Hallo zusammen,


    ich habe ein Problem. :hilfe:


    Unser Wein (mit Haft"füssen") wird zu groß und verstopft mittlerweile regelmäßig die Regenrohre. :fluchen:


    Wir wollen ihn daher kurz über der Erdoberfläche abschneiden und hoffen, dass er im Laufe diesen Jahres soweit abtrocknet, das sich insbesondere die Haftfüße leichter von der geputzten Hauswand lösen lassen.


    Wer kann mir sagen, ob meine Hoffnung :bibber: berechtigt ist oder ob es egal ist, in welchem Zustand sich der Wein befindet - er geht gleich schlecht ab. :evil:


    Bin für jeden Ratschlag dankbar.

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  • Hallo Eric.


    Am leichtesten lösen sich die Saugnäpfchen, wenn der Wein gerade eben wieder am Austreiben ist. Also ca. Mai. Das betrifft aber leider fast nur die letztjährig gewachsenen Triebe. An diesen sind die Saugnäpfchen meist noch etwas saftiger und damit auch elastischer. Bei älteren Trieben sind diese Näpfchen eingetrocknen und reißen beim Entfernen der Triebe richtig schön ab und bleiben am Mauerwerk hängen.
    Und dann dauerts meistens Jahre, bis die Dinger von alleine abfallen. Je nach dem, wie diese Mauer dem Wetter ausgesetzt ist.


    In der Gärtnerei haben wir die Dinger schon mit nem Dampfstrahler von den Mauern geblasen. Aber da geht natürlich dann auch so einiges von der Farbe und ev. des Putzes flöten.
    Und es ist eine Schei...arbeit. :wut:


    Vielleicht gibt´s ja mittlerweile auch chemische Entferner in Malergeschäften!?


    Trotzdem schönen Gruß
    Rudi

  • Hallo Eric,


    Ist es der japanische dreigezackte wilde Wein (Parthenocissus tricuspidata) oder der amerikanische fuenfgefingerte wilde Wein (Parthenocissus quinquefolia) ?


    Also ich bin zur Zeit in Nordamerika, der Heimat von dem fuenfgefingertem wilden Wein. An dieser Weinart leben ja enorm viele interissante Sphingidae Arten dran. Wenn man ein paar von denen an der Hauswand halten wuerde, brauechte man sich bestimmt nicht mehr ums Zurueckschneiden kuemmern!
    Nur mal so ne Idee...
    Ich habe Eumorpha pandorus an dem Wein gezuechtet...wirklich nen schoener und grosser Schwaermer in jedem Stadium!


    Mfg

  • Hallo Eric,


    Handwerker lösen das Problem thermisch, d.h. durch abbrennen mit Lötlampe oder Gasbrenner (ist im Baumarkt erhältlich)


    Gruß Archie (und nicht die Finger verbennen)

  • Hallo Julian.


    Da du dich mit Pflanzen anscheinend gut auskennst, müsstest du eigentlich wissen, dass P. quinquefolia kaum Saugnäpfe ausbildet und so auch keine solchen Probleme beim Entfernen von Hausmauern macht. Nicht einmal die Sorten "Engelmannii" und "Boskoop" machen solche Probleme, verglichen mit P. tricuspidata!
    Ausserdem wird in Deutschland unter "Selbstklimmerwein mit Haftfüsschen" eigentlich ausschließlich Parthenocissus tricuspidata "Veitchii" grossflächig vermarktet.


    Er erfüllt seinen Zweck, für den er gepflanzt wird so gut, dass man ihn danach auch kaum mehr los werden kann. :fluchen:


    Schönen Gruß
    Rudi

  • Hallo Rudi,


    Ja, die quinquefolia hat definitiv weniger Saugnaepfe. Wenn ich allerdings an den Zaun meiner Nachbarn gucke, hat der trotzdem ziemlich viele Saugnapfreste von der heruntergeschnittenen quinquefolia. Der Zaun ist leider aus Holz und ich kann nicht mit einem Gasbrenner ankommen um die Saugnaepfe zu entfernen... :augenrollen:
    Man muesste mal ausprobieren ob die Schwaermer Arten die quinquefolia fressen, auch tricuspidata annehmen! Hat jemand schon mal Deilephila elpenor (Mittlerer Weinschwaermer) an tricuspidata versucht?


    Mfg

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