Zuchtbericht Samia Cynthia

    Hallo liebe Züchter

    Ich stellte mir vor anzufangen Zuchtberichte von Schmetterlingen zu erstellen. Hier mit fange ich mit meinem Zuchtbericht von Samia Cynthia an. Ich werde laufend Fotos schiessen und meine Kommentare dazu abgeben. Ich fände, dass noch mehr Actias Mitglieder anfangen könnten solche Zuchtberichte im Forum zu gestalten. So können sich andere Mitglieder viele Zuchttipps holen und wenn eine Zucht schlecht läuft können andere Mitglieder gleich Tipps geben damit es besser Läuft. Hoffentlich kommen dann auch Berichte von spezielleren Sorten wie Graellsia Isabellae, Actias chapae, Morpho Peleides u.s.w. dazu bei denen man fast nichts im Internet findet.

    Ich bekam vor etwa einer Woche ca. 100 Eier von Samia Cynthia. Leider sind ein paar wahrscheinlich während dem Versand zerdrückt worden. Jedenfalls sind die ersten zwei heute Mittag geschlüpft. Gleich danach habe ich ein Blatt von der Lorbeerkirsche geholt und längs zerschnitten damit es die Räupchen besser fressen können. Ich halte sie jetzt noch in einer kleinen Dose, werde sie aber in etwa einer Woche in ein kleines Gazekäfig zügeln.

    Hier noch die Bilder:

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    Gleich danach habe ich ein Blatt von der Lorbeerkirsche geholt und längs zerschnitten damit es die Räupchen besser fressen können.

    Interessant! Aber es muss nicht unbedingt funktionieren. Gerade Lorbeerkirsche kann bei Befrass oder auch beim Einschneiden der Blätter chemisch so reagieren, dass die Schnittkanten ungeniessbar werden. Kann, muss nicht.
    Aber denk an die Räupchen in der Natur. Niemand hilft ihnen, die erste Nahrung mundgerecht vorzuschneiden.
    Die müssen sich erst ganz schön rein beissen - manchmal geht es ein paar Tage, bis sie zum ersten saftigen Happen kommen.
    Ich serviere in der ersten Woche Lorbeerkirsche immer an Ästen, die im Wasser stehen. So bleiben die Blätter lange frisch, und ich muss das Futter erst nach etwa 10 bis 14 Tagen ergänzen und erneuern.

    • Offizieller Beitrag

    Hallo,

    zu dem in Streifen schneiden möchte ich noch was sagen: ich hab mal irgendwo gelesen, dass die Schnittstellen fester zusammengedrückt sind, als normal. Die beschnittenen Ränder/Streifen sind also härter als der eigentliche Pflanzenrand. Das kommt daher, dass viele Scheren und Messer eine unzureichende Schärfe haben, bevor das Blatt geteilt wird, wirken die Metallkanten wie Schraubenzangen und pressen das Material unwesentlich zusammen - aber bei kleinen Eiräupchen kann es den Hungertod bedeuten.
    Ach so, noch was: seit einer misslungenen Zucht durch Futterverweigerung stelle ich Eiräupchen der Häutung L1 und L2 bei Spinnern immer dunkel in einen Schrank - so wenden sich die Raupen dem Futter und nicht dem Licht zu. Verluste können so vielfach verringert werden.

    @Papa papillon:
    Besteht nicht die Gefahr, dass die jungraupen vertrocknen, wenn man sie kaum aus dem Ei an Futteräste setzt?

    Schöne Fotos übrigens!

    Lucas

    Dass mit dem zerschneiden habe ich jetzt auch gemerkt, dass dies nichts bringt. Jetzt haben nämlich alle begonnen zu fressen an allen Seiten der Blätter, also auch an denen die nicht geschnitten sind.

    Ich dachte, ich zerschneide sie, da sie relativ hart sind. Beim richtigen Seidenspinner sollte man ja am Anfang die Blätter zerschneiden. Aber dieser Schmetterling kann sich ja nur noch mit Hilfe vom Menschen fortpflanzen, da dieser völlig überzüchtet ist.

    Jedenfalls habe ich jetzt einen kleinen Ast Lorbeerkirsche geholt und die Räupchen darauf gesetzt.

    Dies sind jetzt vermutlich die letzten Bilder bis die Raupen in L2 sind.


    Leider kann ich den Zuchtbericht nicht mehr weiterführen, da die Räupchen verstarben. Ein paar schrumpften einfach zusammen und starben. Andere konnten sich nicht richtig häuten, also die Haut nicht richtig abstreifen. Die Raupen kamen wir recht schwach vor. In 2.5 Wochen sind sie gerade mal auf eine Länge von 9 mm gewachsen. Keine Ahnung wieso diese Räupchen so schwach waren, bei früheren Zuchten hatte ich mit Samia nie Probleme. :loudly_crying_face:

    Giani

    PS: Fieleicht wird bald ein Zuchtbericht von A. Pernyi und S. Pyri folgen mit hoffendlich mehr Erfolg.


    Besteht nicht die Gefahr, dass die Jungraupen vertrocknen, wenn man sie kaum aus dem Ei an Futteräste setzt?


    Schon möglich. Richtige Temperatur, Feuchtigkeit und Licht sind Faktoren, die das Überleben bestimmen.
    Niemand hilft den Räupchen in der Natur gegen die Kälte der Nacht, gegen zähes Futter, Regen oder Trockenheit.
    Die Starken überleben, einige gehen ein.
    Unbewiesene Behauptung von mir: Raupen, die sich in klimatisch idealen Laborbedingungen entwickeln, verpuppen sich vielleicht schneller. Es gibt aber schwächere Falter davon. Die nächste Generationen werden möglicherweise weniger widerstandsfähig.

    Ich habe die Raupen in einem Aerarium bei konstanten 23 - 24 Grad gehalten. Zu den Lorbeerkirschenzweigen stellte ich noch Ligustrum Ovalivolium dazu welchen sie bevorzugten. Hoffe, dass ich dieses Jahr nochmals die Möglichkeit habe Samia Cynthia zu züchten.

    • Offizieller Beitrag

    Hallo,

    Zitat

    Die Starken überleben, einige gehen ein.

    Ja, das ist leider so. Nur: versucht eine Zucht nicht genau das zu verhindern? Man kann wohl damit rechnen, das von gelegten Eiern nicht mal 10% Falter ergeben, die sich paaren - so ist es in der natur. Wenn ich unter natürlichen bedingungen züchte und am Ende nur minimale Erfolge erziele kann ich auch Ende des jahres in dwen Wald gehen und mir 2 Puppen von einer Art holen. Ich züchte eigentlich um die Sterblichkeitsrate von 90% auf wenigstens 50% zu minimieren.

    Lucas

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    Hallo Giani,

    na klar hast Du noch die Chance, Samia cythia (ricini) dieses Jahr zu züchten. Ich züchte sie an Ligustrum ovalifolium in zwei Liter Plastikboxen und kann die ein "paar" Jungraupen gerne abgeben. Die erten zwei raupen spinnen derzeit einen Kokon. Bitte schicke mir Deine Adresse per PN oder eMail und ich schicke Dir ein paar, sie lieben die Geselligkeit, L1 / 2 Raupen, Ok? Weiter so!

    Viele liebe Grüße
    Franz

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