Großer Bienenschwarm

    Hallo zusammen,
    mir ist vor einer Stunde etwas Unglaubliches passiert.
    Ich bin normal auf dem Fahrrad gefahren, auf der Suche nach Nachtfalter. Aufeinmal
    hörte ich ein sehr lautes brummen.
    Dann schaute ich in die Luft und ich sah einen mit ca. 6000 Bienen großen Schwarm.
    Sie flogen über der Straße entlang bis sie nach rechts in den Wald einbogen.
    Ich bin ihnen gefolgt und sah wie sie sich auf einem Baum niedergelassen haben.
    Die haben sich alle in ein großes Loch im Baum verzogen.
    Ich frag mich aber wie kann ein Schwarm dieser größe existieren?
    Unfall durch einen Imker?
    Wildbienen?
    Ich weiß es nicht.
    Es war auf jeden Fall ein Erlebnis was ich nie vergessen werde.
    Leider war keine Cam da zum Fotografieren.
    War schon der Hammer!!!
    Mfg Markus

    Die Deutsche Rechtschreibung ist Freeware,das heisst: du kannst sie kostenlos nutzen.
    Allerdings ist sie nicht Open Source, dass heißt du darfst sie nicht verändern oder in veränderter Form veröffentlichen.

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    Hallo Markus,

    da handelte es sich wohl wirklich um eine auswandernde Königing, die bis zu 4000 Arbreiterinnen mitnehmen kann. Meist sind es aber nur 1500 bis 3000 Arbeiterinnen, außer da war ein konkreter Angriff auf den Schwarm gegeben. Ich denke aber der imker hatte seine Königinnen nicht mehr ausreichend unter Beobachtung.

    Viele liebe Grüße
    Franz

    Hatte ich auch mal. Im Wald scheinbar von überall ein Brummen, gesehen habe ich nix. Ein Bekannter hatte mal unliebsamen Kontakt mit einem Wespenschwarm. Außer dem Schmerz erinnerte er sich vor allem an den "irren Sound".

    Hallo Sven,

    viele Grüße an deinen Bekannten.

    Einen "Wespenschwarm", wie der von Markus beschriebene Bienenschwarm, gibt es in diversen Zeichentrickfilmen.
    Dort werden die Cartoonstars bis zum Wasserloch verfolgt und das Atemrohr stundenlang umflogen :winking_face: .

    Nein, wenn man an einem Wespennest manipuliert, wird man von den Verteidigungstieren angeflogen und auf 5-10 Meter verfolgt. Bei einem Wespennest der gemeinen- oder der deutschen Wespe mit etwa 3000 - 7000 Tieren verteidigen lediglich "einige" 100 Tiere das Nest oder den unmittelbarsten Nestbereich bei Störungen. Die restlichen Wespen bleiben im Nest oder befinden sich auf Versorgungsflügen.

    Viele Grüße
    Peter

    Danke der Info und :tschuldigung: für die sachliche und sprachliche Ungenauigkeit,
    aber unterm Strich kommt es fast auf dasselbe heraus, oder? :grinning_squinting_face:
    Sind eigentlich Deutsche Wespen wirklich in einer Weise gefährlicher oder aggressiver als Hornissen, wie man immer hört?

    Hallo Sven,

    Bienen, Hummeln, Wespen (Faltenwespen) sind nicht von Natur aus aggressiv. Bienen und Hummeln ernähren sich vorwiegend von Nektar und Pollen (bzw. natürlich die Larven). Wespen (Faltenwespen) sind Räuber. Die Hornisse bleibt, wie die Feldwespen (Polistes) diesem Motto Räuber zu sein auch weitestgehend treu, sie geht schon mal an austretende Baumsäfte (siehe Beitrag zweite Exkursion Hamburg) aber das ist eher die Ausnahme. Alle staatenbildenden Hymenotpteren haben aber, wie Peter auch schon schreibt ein paar Soldaten, die das Nest verteidigen. Auch bei Polistes war ich wohl schon mal wohl ein wenig zu nah dran (30 cm) nach dem ich aber etwa 3 Meter weggelaufen bin, haben sie von mir abgelassen. Bei einem Hornissen Nest habe ich mich auf etwa 2 Meter rangetraut. Die Entfernung zum Nest spielt absolut eine Rolle. Bei den Erdbewohnenen Vespa Arten kann man sich sogar vors Ausflugloch flach hinlegen, ohne dass man angegriffen wird, doch man sollte sich ein bisschen entfernen bevor man aufsteht :winking_face: .

    Weit weg vom Nest sind bei den Vespa Arten aber die Nahrungsbeschaffer und nicht die "Soldaten" (die es so eigendlich nicht bei den Hymenopteren gibt, sondern es wird abhängig vom Alter des Tieres diese Funktion übernommen) anzutreffen. Im Herbst, wenn die Nahrung knapp wird, gehen deshalb die Tiere auch an andere Nahrungsquellen, wie "frischen Pflaumenkuchen", "leckeres Bier", andere Süßspeisen und süße Getränke, aber auch "Schwarzwälder" oder auch anderem Schinken, und kommen so direkt mit dem Menschen in Kontakt. Dabei kommt es nun mal oft zu Unfällen. Weil die vermeindliche Beute von den Wespen verteidigt wird. Zudem kommt hinzu, dass sie alles durchsuchen, dass irgendwie interessant ist, so zum Beispiel Mülleimer besonders gern! Aber auch wir riechen, und deshalb umfliegen sie auch uns, wir schlagen nach Ihnen und sie verteidigen die vermeintlich gute aber zudem nur gerochene Beute.

    Mir haben meine Eltern immer gesagt, bleib "einfach" ruhig stehen, dann tun sie nicht stechen. Dies ist leider nur ein unvollständiger Tipp. Sobald sie merken, das Ihre vermeidliche Beute, der Mensch, noch lebt, wird aus Abwehr gern mal zugestochen.
    Mit Agressivität hat das aber nichts zu tun. Es ist für uns nur lästig, das sie dauernd um einen herumfliegen und immer wieder von uns "kosten" wollen.

    Agressiv werden sie nur, wenn man dem Nest zunahe kommt, aber das kann ich voll und ganz verstehen.

    Viele liebe Grüße
    Franz

    Danke für diesen tollen und Aufschlussreichen Beitrag.
    Mfg Markus

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