Liebe Actiasgemeinde, bei mir hat sich heute die erste Raupe von Arctia fasciata verpuppt. Will mal in die Runde fragen ob jemand weiß wie empfindlich die Puppe auf Störung reagiert und ob ich sie nach 10 Tagen aus ihrem Gespinst befreien kann. Würde sie dann gerne auf etwas angefeuchtetem Küchenpapier lagern um auch die Entwicklung zu verfolgen. Schon mal Danke für eure Antworten. Liebe Grüße Christian.

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    Am natürlichsten ist es sicher, wenn Du die Puppen so belässt, wie sie sind. Sie bauen das Gespinst ja nicht um Spaß :winking_face:

    Aber wirklich schaden wird es ihnen nicht, wenn Du sie (selbstredend vorsichtig) aus dem Gespinst nimmst. Ich schneide es möglichst großzügig mit eine Nagelschere auf (dabei sollte man die Puppe natürlich nicht erstechen :winking_face: ) und lass sie dann so gut es geht in meine Hand rollen.

    Meistens ist es ja wichtig oder zumindest praktisch, die Puppen aus ihren Kokons/Gespinsten zu nehmen, sei es um Platz zu sparen oder zur Geschlechtsbestimmung und, wie Du schreibst, um die Entwicklung besser verfolgen zu können.

    A. fasciata (bzw. Atlantarctia tigrina) hatte ich noch nicht, 10 Tagen sollten vermutlich reichen, es ist aber auch kein Schaden wenn Du etwas länger wartest, insbesondere kannst Du dann alle auf einmal "befreien" und umlagern, ohne groß darauf achten zu müssen, dass sich manche erst vor einigen Tagen eingesponnen haben und vielleicht noch in Ruhe gelassen werden sollten. Wenn Du in die Gespinste einsehen kannst, ist auch die Färbung der Puppe eine Hilfe.

    Da die Art in Südeuropa heimisch ist, solltest Du darauf achten, die Puppen nicht zu feucht zu halten.

    Falls ich etwas artspezifisches aus Unwissenheit übersehen haben sollte, korrigiere man mich bitte.

    Servus aus München,
    der moe

    Hallo Christian,
    wenn sich bei mir Arctiiden einspinnen nehme ich die noch fressenden Raupen aus dem Behälter und lasse die sich verpuppenden Raupen möglichst ungestört in der Schachtel. Dadurch vermeide ich, daß diese angefressen werden.
    In dem feinen Gespinst siehst du die Puppen. Zuerst sind die Puppen hell (beige), wenn sie 4-5 Tage braun sind, nehme ich sie raus. Schneiden brauchst du da nichts, Pinzette genügt. Die Nagelschere brauchst du eher für Saturniden.
    Je nach Zimmertemperatur müßten die Falter von tigrina nach ca. 3 Wochen schlüpfen. Wenn du sie in einem luftigen Behälter lagerst, kannst du sie ruhig jeden Tag ansprühen, sie müssen ja nicht unbedingt den "Freischwimmer" machen.
    @ moe
    Viele südliche Arten, auch Schwärmer wie Hyles sammuti als Malta, brauchen gerade die Feuchtigkeit als Schlupfreiz. Warum sollten sie bei anhaltender Trockenheit schlüpfen, wenn es keine grünen Futterpflanzen gibt? Wenn es da ein Jahr nicht genug regnet, schlüpft ein großer Teil der Falter erst im nächsten oder übernächsten nassen Jahr.

    Servus

    Dietmar

    Schwammerl: Man braucht nicht gerade einen Presslufthammer für so ein Gespinst, da hast Du recht! Ich persönlich find's mit Schere lediglich etwas einfacher, v.a. wenn sich eine Raupe dann doch mal zwischen Blätter oder Küchenpapier eingesponnen hat...
    Ich meinte eigentlich, dass man zu hohe bzw. stehende Dauerfeuchtigkeit (was z.B. wie Du schreibst durch gute Belüftung verhindert wird) vermeiden sollte, ganz trocken ist natürlich auch nichts. Ich habe bei Arten aus dem Süden immer eher Angst vor zu viel als vor zu wenig Feuchtigkeit, und bin so bisher auch ganz gut gefahren. Du hast es allerdings wesentlich besser erklärt :thumbs_up:

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