TV-Tip INSEKTEN als LECKERBISSEN

    Hallo ein gesundes Neues Jahr für alle Insektenkundler lokal und international,
    Hier ein TV-Tip für alle Freunde des gehobenen Geschmacks...
    Freitag, den 18.01.2013 um 07:00 UHR auf ARTE..."Insekten als Leckerbissen" (frankreich 2002, 52 Minuten), Regie: Yann Martineau...in deutscher Sprache


    Insekten als Leckerbissen
    (Frankreich, 2002, 52mn)
    ARTE F
    Regie: Yann Martineau



    In einigen Regionen Asiens
    gelten Insekten als Delikatesse beziehungsweise als Heilmittel. Der
    Dokumentarfilmer Yann Martineau hat sich bei den Insektenessern in Thailand
    umgesehen. Seine kulinarische Erkundungsreise beschreibt aber nicht nur Fang
    und Zubereitung von Insekten, sondern geht dieser Vorliebe auch mit Hilfe eines
    Anthropologen auf den Grund. Warum findet ein Volk Speisen lecker, die ein
    anderes verabscheut?

    Das Spezialgebiet des jungen
    Anthropologen Kanwee Viwapanich ist die Entomophagie, das ist der Verzehr von
    Insekten. Je nach Region gelten unterschiedliche Insekten als Leckerbissen. In
    der Provinz Isan in Thailand werden beispielsweise Insekten - und auch
    Vogelspinnen - traditionell lebendig verzehrt. Der Forscher möchte nun
    herausfinden, wie es zu dieser Gewohnheit gekommen ist, die sich auch in der
    traditionellen Heilkunde niederschlägt. Während seiner Studien wohnt Kanwee bei
    Tao und Noo. Deren Großmutter Mae Yai ist der letzte Mensch in der gesamten
    Region, der lebendige Vogelspinnen verspeist. Und folglich ist sie die Einzige,
    die ihm zeigen kann, wie man das gefahrlos macht.

    Und Bank, der früher Garnelen gezüchtet hat, verkauft nun
    Insektenfertiggerichte. Die Werbetrommel für sein Geschäft rührt er in
    Fernsehshows und bei öffentlichkeitswirksam inszenierten Insektenwettessen. Die
    Dokumentation räumt außerdem mit dem weit verbreiteten Vorurteil auf, dass
    Insekten als Nahrungsquelle viel Protein liefern. Und sie macht deutlich, dass
    ein vermehrter Verzehr von Insekten das ökologische Gleichgewicht gefährden
    könnte, da sich unter den als Delikatesse geltenden Exemplaren zahlreiche
    durchaus nützliche Insektenarten befinden, die Schädlinge verzehren.

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    Da es gerade passt und es mir wieder in dieser unsachlichen Zusammenfassung oben aufgefallen ist:

    Zitat

    In der Provinz Isan in Thailand werden beispielsweise Insekten - und auch

    Vogelspinnen - traditionell lebendig verzehrt.

    Wie der Autor im Film selbst feststellen mußte, trifft das für Vogelspinnen ebne nicht mehr zu! Müßte also für Spinnen "wurden" statt "werden" heißen (Falls es denn überhaupt so war - was wohl sowieso nicht stimmt.). Inwieweit Insektenhier lebendig gegessen werden, habe ich noch nie gesehen oder gehört. Mag aber sein oder nicht. Definitiv wurde auch die gezeigte Vogelspinne von der Großmutter zwar roh, jedoch nicht lebendig gegessen.
    Bei so viel Unsinn in bzw. zu einer Arte-Doku kann ich nur mit dem Kopf schütteln! Und unbedarften Zusehern prägen sich dann solche "Informationen" ein. :crying:

    Viele Menschen sind zu gut erzogen, um mit vollem Mund zu sprechen,
    aber haben keine Bedenken, dies mit leerem Kopf zu tun,

    Orson Welles

    Hallo,
    meine Antwort kommt etwas spät, aber ich wollte nochmal was zur Doku und den Kommentaren von "spinne" sagen:
    es stimmt, dass einige Details da durcheinandergehauen wurden. Aber deine Kritik geht zu weit finde ich. Ich habe mich einigermaßen ausführlich mit dem Thema Entomophagie beschäftigt, ich kenne Kanvee und war sogar in dem Dorf und habe die Frau getroffen, die Vogelspinnen roh isst. Lebendig trifft insofern zu und wieder nicht, als der Spinne die Giftklauen ausgerissen werden, was recht schnell dazu führt, dass sie stirbt. Aber wenn sie gegessen wird, bewegt sie sich unter Umständen noch ein bisschen, je nachdem wie viel Zeit vergangen ist. Es stimmt, dass viele junge Leute in Thailand nicht mal mehr eine gegarte Spinne essen würden (ich hab's probiert - schmeckt total gut!), aber im Isan und auch in Laos wurden (und in manchen Fällen: werden) Insekten roh gegessen, ganz sicher!
    Die Doku hat wohl ihre Schwächen, ist aber im Vergleich zu vielem anderen, was zu dem Thema durch die Medien taumelt, ziemlich gut - vor allem dafür, dass sie über 10 Jahre alt ist.

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