Pachypasa otus - Überwinterung

    • Offizieller Beitrag

    Hallo zusammen,

    gestern und heute sind 30 otus Räupchen geschlüpft.

    Jetzt habe ich die Wahl, entweder ich ziehe sie durch bei Zimmertemperatur oder versuche sie an Kiefer ab Stadium ? zu überwintern.

    Da ich diese Art gerne 2008 nachzüchten möchte, stellt sich nunmehr die Frage, welcher Weg der besser ist.

    Wer kann mir diesbezüglich helfen?

    Ach ja, die otus stammen aus Israel. Sofern das eine Rolle spielt.

    Danke schon einmal im Voraus.

  • ANZEIGE

    Hallo Eric,
    ich habe die Raupen bei Zimmertemperatur auf gewässerter Kiefer gehalten. Die Raupen fressen den ganzen Winter hindurch. Das Futter habe ich alle 1-2 Wochen gewechselt.
    Im Frühjahr den Raupen frische Eiche geben dann wachsen die Raupen sehr schnell. Die Zucht dauert aber auf jeden Fall mehrere Monate.
    Ob die Raupen Frost vertragen weiß ich leider nicht. :bibber:

    Gruß Dirk

    Hallo Eric,

    otus aus Israel hört sich gut an. Bin in 2000 an Raupen von dem Zuchtstamm aus Samos gekommen und habe noch 2 Folgegenerationen nachgezogen, bis ich das Jucken nicht mehr ertragen konnte von den Raupenhaaren beim Futterwechsel.

    Habe stets mit Kiefer durchgefüttert, Futterwechsel 1 x wöchentlich. Sind bekanntlich nicht immer ganz sauber, die Kiefernadeln, deshalb habe ich sie vorher stets länger in einem Eimer mit lauwarmem Wasser abtauchen lassen, ordentlich gereinigt und danach zum Trocknen aufgehängt. So verschwinden dann auch die diversen Kleintiere, die nicht unbedingt in unserem Zuchbehälter rumwuseln sollen. Wichtig auch, die Astenden mit Papier zu umwickeln, das mit einem Gummi gehalten wird, sonst kleben die Raupen am Harz. Die Zuchtbehälter sollten luftig sein. Eine Lage Küchentuch wie üblich für die Bodenauslage riskieren und Feuchtigkeitsbildung vermeiden. Aquarien mit Gazedeckel sind gut, dann bleiben die Raupenhaare unter Kontrolle. Im Winter standen die Behälter im hellen Flur, unbeheizt. Schätze, dass die Temperatur da bis 5 Grad über Null runter ging. Im Sommer blieben die Behälter ebenfalls im Haus und da, wo es am wärmsten war. Habe stets Angst, dass meine Tiere draußen parasitiert werden.

    So brauchten die Zuchten jeweils fast ein Jahr und die Weibchen kamen auf stattliche 11 cm Spannweite.

    Viel Spaß beim Wiederfinden der Meister der Tarnung zwischen den Kiefernadeln und viel Erfolg,

    Detlef

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!