Eine innige Beziehung.....

    ....so könnte man die folgende Situation fast sehen.

    Auf der Börse in Kloten bekam ich 3 Puppen-Paare von Daphnis nerii von meinem Freund Uwe Kauz geschenkt, mit dem Hinweis "es doch mal wieder zu versuchen".
    Irgendwie war ich gar nicht so sehr begeistert, freute ich mich doch jetzt mal auf die Winterpause, so schön die Arbeit mit den Schmetterlingen im Sommer auch ist.
    Aber Uwe und Roman ließen keine Ruhe und so waren auf der Rückfahrt nach Dachau die 6 Tiere wohlverpackt auf der Rückbank im Auto.

    Am 7.Oktober schlüpfte dann das erste Weibchen, leider mit einem kleinen Makel am Rüssel, welcher dem Tier im Nachhinein noch Probleme bereiten sollte.
    Dann folgen die nächsten zwei Tage die drei Männchen und am 11. Oktober dann diese beiden Mädels, welche sich heute nach der täglichen Fütterung der Kamera präsentierten.

    Aber zurück zum Beginn.
    Die nächsten drei Tage war nicht viel im Flugkäfig zu beobachten, außer dass einmal früh morgens ein Männchen in etwas komischer Haltung unter einem Weibchen saß, was eine erfolgte Paarung vermuten ließ.
    Da sich dann aber wie gesagt kaum was tat, begann ich den Flugkäfig etwas kuscheliger, also etwas "femininer" zu gestalten. Was bei Faltern von nerii eigentlich nur bedeutet, ein paar Triebe der Raupenfutterpflanze in den Käfig zu bringen.

    Die Weibchen dankten es mir in der ersten Nacht, mit dem ersten und auch einzigen Ei. :grinning_squinting_face:
    In der zweiten Nacht waren es dann schon 7 Eier. Aha, anscheinend war doch zumindest ein Weibchen befruchtet.
    In der dritten Nacht dann, waren plötzlich 100 Eier mehr in den Händen eines glücklichen Schwärmerzüchters.

    So legten die Weibchen, in Gesellschaft der Männchen, bis zum 18. Oktober 400 Eier.
    An sich nicht schlecht, aber so wie es aussah, legten jetzt alle drei Weibchen ab und dann ist diese Menge eher gering.

    So nahm ich zu diesem Zeitpunkt die Männchen aus dem Flugkäfig, damit die Weibchen sich auf´s Eier legen konzentrieren könnten.
    Mann weiß ja, dass Frauen sich manchmal leicht vom Wesentlichen ablenken lassen... :kissing_face:

    Am 21.Oktober begannen dann die ersten Räupchen zu schlüpfen, mit einer Schlupfrate fast an 100% grenzend.

    Zwei Tage später, am 23. Oktober, hatten die Weibchen die 1000er Grenze geknackt. Das kam den Angaben in der Literatur schon mehr näher.
    Am 25. Oktober dann starb das erstgeschlüpfte Weibchen nach 17 Lebenstagen, welches sich aufgrund des Makels am Rüssel nicht so gut ernähren ließ, wie die beiden Schwestern.
    Zu diesem Zeitpunkt hatten alle drei Tiere zusammen 1300 Eier gelegt.

    Die beiden verbliebenen Tiere jedoch zeigen sich bis heute sehr vital und sind mittlerweile 28 Tage alt.
    Am 1.11. haben beide Weibchen die 2000er Grenze überschritten und jede Nacht sind immer noch 30-50 Eier im Flugkäfig zu finden.
    Die Schlupfrate liegt bis jetzt bei weiterhin fast 100% und ein Teil der Nachkommen der drei Schwestern sind über ganz Europa verteilt und erfreuen andere Schmetterlingsbegeisterte.

    Im Sommer hätte ich die Tiere schon lange fliegen lassen, denn wozu sollte jemand soviele Eier benötigen!?
    Nun jedoch wäre ein Freisetzen gleichbedeutend mit Tod und ehrlich gesagt interessiert es mich ungemein, wie lange sie noch ihrem Trieb, jede Nacht ihre Eier an die Gaze und die Blätter zu kleben, noch fortführen werden.

    Ich finde das einfach irre, was diese kleinen Körper so leisten. :respekt:

    Rudi

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    ich bin echt verwirrt....und habe den Bericht 3 mal gelesen.
    Heißt das, dass du dich um 2000 Raupen kümmerst und diese versorgst?
    Das geht doch gar nicht... :bibber:

    Verschickt man bei derartigen Mengen Eier, Raupen und Puppen?
    Ich kann mir den Zuchtvorgang und die Haltung einfach nicht vorstellen :verwirrt:


    Torsten

    Hallo leute,

    Super rudi gluckwunsch Habe ja ein teil der
    Nachkommen gesehen auf der borse wir haven dar uber
    Die vincas geredet du hattest doch recht das problem war das
    Es minor waren

    Fabio mit das die nachkommen durch Europa sind verteilt
    Das Sie weggeben Oder verkauft sind.

    Grus jens

    Hallo Rudi,
    Na viel Spaß mit der Zucht :grinning_squinting_face: . Ich hab ja dann auch welche von der Zucht gekauft, auf der Börse. Meine fressen jetzt übrigens neben dem Ligustrum jetzt auch noch Vinca major. Die haben sich da richtig draufgestürzt :grinning_squinting_face: .

    Viele Grüße
    Johannes

    @ Torsten

    Nein, natürlich habe ich keine 2000 Raupen zu versorgen; zum Glück, denn eine solche Zucht hätte keine Aussicht auf Erfolg.
    Von der Arbeit ganz zu schweigen.

    Die meisten Tiere haben den Weg zu anderen Züchtern gefunden. Als Ei und als Raupe.

    Ich selbst habe im Augenblick so an die 30 Stück in L4 und als Präpuppe und noch so um die 40 als L2.
    Und diese Menge reicht mir mehr als aus, um die Zeit ein bisschen tot zu schlagen.

    Dann habe ich einige Fütterungstests durchgeführt.
    Jens
    Sie fressen ab L4 auch stärker an Vinca minor, allerdings sehr widerwillig. Sie laufen viel herum und die Raupen wachsen bei mir wesentlich schlechter als mit major.

    Johannes.

    Ich drücke dir die Daumen, dass du die Zucht erfolgreich zu Ende führen kannst.
    Und ging noch was am Sonntag mit den suraka?

    Servus
    Rudi

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