13. Februar 2014 um 11:52 - Beitrag: einheimische züchten, Thema: Schmetterlinge züchten: Erfahrungen, Fragen und Antworten
Hallo,
Ich bin neu hier und kam zufällig auf dieses Forum. Da ich auch gerne bei den Schmetterlingen, neben Wildbienen und Hummeln, einen Beitrag zur Arterhaltung beitragen möchte kommen hier und da natürlich Fragen auf.
Mein Insektenhotel das im verwilderten Gartenteil steht, jedes Jahr lockt es weitere Wildbienen an und aus dem Vorjahr schlüpfen welche. Das steht etwa 4-5 Jahre und ich freu mich schon wieder aufs erste summen!!! Jedes Jahr sind mehr Löcher zugekleistert... Das Bild stammt vom ersten Jahr mit noch relativ wenig Besuchern.
[Blockierte Grafik: http://img697.imageshack.us/img697/8108/bienenhotel.jpg]
Dann besitze ich noch etwa 9 selbstgebaute Hummelburgen. Bis jetzt kamen leider nur Steinhummeln, Acker und Wiesenhummeln die auch erfolgreich gebrütet haben. Ich liebe diese Tiere!!! Natürlich gab es auch den ein oder anderen Wachsmottenbefall trotz Wachsmottenklappen. Auf das Bakterium gegen Wachsmotten wird absolut verzichtet! Das wäre falsch verstandener Artenschutz und würde auch Raupen von verschiedenen Faltern vernichten!
Um zum eigentlichen Thema zurück zu kommen. Bei uns gibt es leider keine großen Mengen mehr an Schmetterlingen. Früher hat man relativ häufig welche gesehen, an Buddleja natürlich ohne Ende aber selbst an Buddleja sieht man fast keine mehr!!
Hinten raus haben wir viel Rasenfläche, Ackerland und teilweise auch noch Naturwiesen. Dort sieht man hauptsächlich Kohlweißlinge aber auch selten Zitronenfalter, Admiral, Distelfalter, Tagpfauenauge und sogar den Schwalbenschwanz ( mit vieeeeeel Glück!).
Vor zwei Jahren hab ich im verwilderten Gartenteil viel wilde Möhre gesäht in der Hoffnung das sich vielleicht doch ein Schwalbenschwanz hier her verirrt aber leider vergebens. Eine Wiese wurde Jahre lang nicht gemäht und dort wachsen massig Brennessel. Jahr für Jahr erkennt man dort Fraßstellen von Raupen... Ich hoffe dieses Stück wird noch lange unberührt bleiben. Auch auf den Naturwiesen findet man wilde Möhre, Wiesen Schaumkraut etc. Also rundherum um die zukünftige "Zucht" ist eigentlich genug Lebensraum vorhanden aber durch die Landwirtschaft massiv gestört.
Woher bekommt man (gesunde) Raupen von folgenden Schmetterlingen? Am besten sagt ihr mir mit welcher Art ich anfangen soll. Vielleicht gibt es heiklere Arten....
Apollo, Schwalbenschwanz, Tagpfauenauge, Segelfalter und Zitronenfalter.
Über den Zitronenfalter ( mein absoluter Liebling!) hab ich gelesen das dieser vorwiegend an Faulbäumen Eier ablegt. Gibt es noch andere Nahrungsquellen? Bei uns in der Nähe ist ein kleines Moor und rund herum viel Gestrüpp. Da findet sich bestimmt ein Faulbaum.
Apollo Raupen mögen wohl weissen Mauerpfeffer? Apollos sind bei uns glaub ich ausgestorben zumindest hab ich noch nie einen Live gesehen!
Nahrung für Raupen des Tagpfauenauge hätte ich massig durch das Brennesselfeld!
Schwalbenschwanz Raupen lieben Dill und wilde Möhre was ich auch mehr als reichlich bieten könnte.
Noch eine Frage, bei Wildbienen und Hummeln ist es so das man meist eine Steigerung der Vorkommen im näheren Umfeld erreicht und wahrscheinlich auf Dauer auch im weiteren Umkreis.
Wie verhält sich das bei Schmetterlingen? Kommen diese vielleicht wieder in die Nähe des Geburtsortes zurück oder fliegen diese einige km weiter und sorgen dort für die nächste Generation ( einfach aus Interesse stellt sich mir diese Frage!)?
Besten Dank schon mal für die Auskunft,
Steven