Saturnia pavonia Aufzucht

    Guten Abend an alle :smiling_face:

    Ich habe seit 2 Tagen 16 Eier von Saturnia pavonia. Ich habe sie in einen Lupenbecher getan den man sicher für Kinder kennt. :smiling_face:
    Sie liegen auf feuchtem Zewa das ich jeden Tag nachfeuchte damit es nicht zu trocken wird. Nun meine Fragen:

    - Braucht man wirklich eine Frischhaltefolie drüber damit es zum erfolgreichen Schlüpfen der Raupen kommt oder geht es auch ohne indem man es einfach nur schön feucht hält?
    - Wie mögen es die Jungraupen vom kleinen Nachtpfauenauge am liebsten also von der Luftfeuchte, Standort des Behälters usw.?
    - Wielang ist die Zeit von der Jungraupe bis zur Puppe in etwa?
    - Wielange brauchen die Puppen zum Schlupf wenn eine 2. Generation im selben Jahr möglich ist ? Die Eier wurden früh gelegt da die Falter beim Züchter zu früh geschlüpft sind.
    Dementsprechend werden sie sich später deutlich eher verpuppen...daher die Frage :smiling_face:

    Vielen dank im vorraus :smiling_face:

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    Hier ist ein Zuchtbericht:

    Saturnia (Eudia) pavonia - Kleines Nachtpfauenauge - SATURNIIDAE

    Ergänzung: Das Besprühen der Eier ist nicht notwendig, auch das Zewa kannst Du weglassen. Die frischgeschlüpften Räupchen nur 1mal ganz fein besprühen denn sie trinken gerne etwas.
    Eine zweite Generation ist nicht möglich. Die Kokons wenn möglich im Freien überwintern, sie vertragen auch problemlos Frost.

    Moin René.

    Zum Thema Zewa kann ich Werner nur unterstützen.
    Nur weil viele Personen dies empfehlen, ist es deshalb nicht besser. Du verwechselst hier "Reden" mit "Sagen".

    Es ist nicht nur unnötig, sondern wenn die Luftfeuchte zu hoch ist und kein Luftaustausch im Behälter möglich ist, auch kontraproduktiv.
    In dem Tuch sind Zellulose und sonstige Bestandteile verarbeitet. Durch die Dauerfeuchte im Behälter zersetzt sich das Tuch langsam, seehr langsam, aber dabei entstehen, wie bei jedem Zersetzungsvorgang, Gase, die wiederum aus einem geschlossenen Behälter nicht entweichen können.
    Kein Ei, das ansonsten an einem Ast oder Blatt abgelegt wird, wird solchen Gasen, zumindest in dieser Konzentration, in der Natur ausgesetzt.
    Machen Eiern mag das nichts ausmachen wie den pavonia, anderen jedoch schon. So wäre es besser, sich gleich die richtige Aufbewahrungsmethode anzugewöhnen.

    Da es auch ohne Einlage von Zewa, Toilettenpapier und Co geht, braucht man das Risiko nicht eingehen.

    Die Eier blank in einem Plastikbehälter aufbewahren, so wie Heiner es hier auf einem Foto in seiner Galerie zeigt:
    Schlupf von Hybridraupen
    Hippotion celerio
    Von unten Feuchtigkeit und von oben Sauerstoff. Das ist am besten.
    Wenn kein Sauerstoff dauerhaft Zutritt hat, dann täglich einmal den Behälter lüften.
    Ansprühen nur gaaaaaanz fein und nur einmal zu Beginn der Aufbewahrung direkt auf die Eier. Dann möglichst nur den Deckel des Behälters einsprühen um die LF zu halten.
    Oder extrem fein und dezent direkt an die Eier sprühen.

    Noch eine Regel: meist sind dickschalige Eier (Saturniiden und Co.) weniger empfindlich, als die dünnschaligen.
    Die pavonia werden also auch ziemlich sicher mit Zewa unterm Ar... schlüpfen, aber bei anderen Arten hättest du womöglich Probleme bei dieser Aufbewahrungsart, wie du sie bevorzugst.

    Tschau
    Rudi

    Das war eine sehr ausführliche Erklärung Dankeschön :smiling_face:
    Wenn ich so recht überlege sind letztes Jahr meine Totenkopfschwärmer Raupen
    auch ohne Hilfe von Zewa geschlüpft , okay gut ich entferne doch das Küchenpapier mal :smiling_face:
    Sauerstoff kommt jedoch durch Löcher dran ist also nicht Luftdicht verpackt :grinning_squinting_face:
    Erkennt man bei dieser Art auch wenn die Raupen sehr bald schlüpfen? Wäre noch wichtig für mich das zu wissen :smiling_face:

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