Hallo liebe Actias-Mitglieder

    Da ich in geraumer Zeit für 2 Wochen nach Kroatien fahren werde, spiele ich stark mit dem Gerdanken dort den ein oder anderen Lichtfang-Abend zu vollziehen.
    Den Transport der evtl. gefangenen Tierenach Deutschland, lassen wir jetzt einfach mal außen vor.
    Ich habe ein Weißes Bettlaken, welches links und rechts zu Laschen umgenäht wird und durch zwei Stangen/Besenstiele o.ä. gespannt und so auch fixiert wird, im Kopf.
    Dovor einen Baustrahler.
    Wäre das ganze so geeignet, oder muss das Laken in eienr bestimmten Weise angebracht werden?
    Reiht der Straher aus? oder bedarf es etwas anderen mit einem vll anderen Lichtspektrum?
    Ich bin für jeden Tipp und jede Anregung außerordentlich dankbar!

    Liebe Grüße :falter:

    Patrick

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    Hallo

    Die "Position" des Tuches hängt vom Ort ab,es soll so aufgehängt werden,dass das Licht möglichst weit sichtbar ist.
    Was das Licht angeht,sollte es möglichst viel UV Licht enthalten:Leuchtröhre,QHL,Mischlichtlampe(verwende ich),Blacklight....
    Hoffe ich konnte helfen.

    Lucien

    Hallo Patrick,
    Die Baustrahler haben den Nachteil, daß durch den Reflektor der Lichtstrahl nur in eine Richtung abgegeben wird. Besser wäre eine Lampe ohne Gehäuse, die rundum frei abstrahlen kann. Dann sind alle Seiten abgedeckt, und Du wirst Falter anlocken können, die sonst einfach vorbeifliegen. Ich würde auch auf den Boden ein zweites weißes Bettlaken legen. Das macht sich immer gut, weil viele Falter sich einfach vor der Lampe fallen lassen. Im Gras sind sie dann nur schwer auszumachen. Viel Glück.
    Stefan

    Hallo

    Vielen Dank für die Antworten...
    HAbe dennoch nich Fragen.
    Das mit dem optimalen aufhängen/stellen ist mri bekannt.
    Umso mehr Strahlung (welche Art und Stärke sowie Spektrum lassen wir erstmal außen vor) umso besser die Lockwirkung.
    @ Lucien -> Wie verwendest Du genau die Mischlichtlampen? Es sind ja eigentlic Birnen? wie installierst Du sie?

    @Stefan-> Was für eine Lampe kämen denn besser in Frage? Eine Art "Handlaterne"?

    MFG

    Patrick

    Hallo Patrik,

    Früher hatte ich auch ein umnähtes Bettlaken als Reflektor. Ob zwischen zwei Bäumen aufgespannt oder mit Besenstielen in der Erde befestigt, die Aufstellerei war mir immer ein Grauen. Außerdem streben viele anfliegenden Falter zum oberen Rand des Tuches. Haben diese den Rand erreicht und werden dort nicht durch eine umnähte Pfalz gestoppt, sind sie auch schon, hinter der Lampe, im Dunkel verschwunden.
    Man kann auch mit 2 Lampen arbeiten um das zu vermeiden eine vor und eine hinter dem Tuch. Jedoch sitze ich lieber im Dunkeln um anfliegende Falter besser beobachten zu können.
    Das Zusammenspiel zwischen abstrahlender Fläche, Lichtintensität und Lichtfarbe ist entscheidend für eine große Lockwirkung.

    Also habe ich mir vor ein paar Jahren entschlossen einen Marktschirm oder Ampelschirm (aus dem Baumarkt für 19 Euro) auszuprobieren.

    Vorteile :
    -stabiles und dennoch leichtes Gestell
    -aus einer Rolle von 1,50 m wird ein Reflektor mit 3 m Durchmesser, welcher mit einem Klack aufgestellt und auch schnell noch einmal ( bei Bedarf ) in eine andere Richtung gedreht werden kann
    -die Falter sammeln sich in den Randfalten und bleiben dort sitzen
    -wenn man müde wird und nach Hause will ist alles im nu wider Abgebaut
    Als Lichtquelle verwende ich eine Hochdruck-Halogenquecksilberdampflampe von Narva mit 400 Watt. Der UV-Anteil ist dabei ziemlich hoch im Vergleich zu den heute üblichen Natrondampflampen, welche in der Straßenbeleuchtung eingebaut werden.
    Habe da auch schon mal ein paar Bilder eingestellt.

    Gruß und viel Erfolg
    Falk

    Hallo

    Also die Von Andreas genannte Methode bzw. Birne wäre doch einfach nur in einer transportablen Röhrenfassung anzubringen, oder?

    Die Methode von Falk finde ich auch total klasse, jedoch müsste ich mir hierzu EXTRA einen Schirm besorgen, das Laken stände schon bereit und kostet mich nichts :augenrollen:
    Aber vll lässt sich ja auch noch ein älterer gebrauchter Schrim organisieren...

    Genauso wie super aktinischen Lampe finde ich bei der halogenquecksilberdampflampe auch jeweils nur immer Birnen bzw. Röhren , wenn ich danach google. Was für Fassungen bräuchte ich denn dazu?

    EDIT: Die dazu benötigten Fassungen stehen ja meist dabei, sorry habe ich überlesen...

    Wie hast Du , Falk, die Lampe in der Mitte des Schrimes befestigt?

    Fragen über Fragen :augenrollen:

    Patrick

    Hallo Patrick,

    auch ich habe früher mit an transportablen Wäscheständern befestigten Laken und diversen Lampen intensiv Lichtfang betrieben. Doch irgendwann passte zum Wäscheständer, den Lampen, den diversen Stromquellen, einfach die Koffer für die Kleidung, die für eine mehrwöchige Reise, trotz Rei in der Tube, nötig war, nicht mehr in den Kofferraum.

    Ich habe danach einfach mir einfach die Mühe gemacht, eine möglichst platzsparende und trotzdem effektive Leuchtanlage, zu bauen.

    Den Leuchturm!

    Größter Vorteil gegenüber den gespannten Laken war das er eigendlich fast überall aufbaubar war. Im Zentrum eines Kreises wurde ein Pfahl in den Boden gerammt / geschlagen. An diesem war ein Rohr zur Aufnahme einer Stange (zerlegbare Zeltstangen). An deren oberen Ende nur eine kleine Spitze, eben wie bei Zeltstangen. An der obersten Stange war zusätzlich ein haken an die Stange gelötet bzw. geschweißt, um dort die Lampe aufhängen zu können.
    Wenn Standstab und Lampe installiert waren, konnte man problemlos einen aus weissen Gardinenstoff gefertigten Schlauch(etwa 1m im Durchmesser) darüber stülpen. In diesen Schlauch sind am oberen und unteren Ende je ein Federstahlbandreif eingenäht. Die obere Fläche war auch Gardinenstoff, die ich mit Leinenbändern und in der Mitte mit einer Zeltöse (Niete) verstärkt habe. An den unteren Rand habe ich etwa einen 30 cm breiten Rand aus weißen Lakenstoff und weiter nach aussen einem etwa 20 cm breiten Streifen schwarzen Stoffes (Taft) angenähnt.
    Das Ganze ist etwa 1,50 cm hoch. Bei Wind konnte man den Turm durch Gewichte (Steine aus der Umgebung) im Gelände fixieren.
    Die Tiere flogen so aus allen Richtungen an den Turm und auch diejenigen, die sich bei Berührung des Stoffes nach unten fallen liessen, waren auf dem weissen Lakenstoff leicht absammelbar.
    Als Lampen habe ich immer drei "superaktinische" Leuchtstoffröhren (60cm) verwendet. Bei der Verwendung von Netzstrom 230 V hatte ich eine normale von allem unötigem befreiten Fassung (Nur ein Messingrohr in der Mitte, alles selbst hartgelötet, mit den Fassungen an den Enden, bei der Verwendung der Röhren mit 12 V Gleichstrom hatte ich eine handelsübliche Fassung mit Schaltungen für den Betrieb von Leuchtstoffröhren mit 12 V von "Conrad" ausgestattet. Alle anderen Leuchtmittel (Wie HQL) fressen einfach zuviel Strom.
    Mit ein wenig Geschick war der Schlauch mit den eingenähten Federstahlbändern so zu verdrehen, dass man nur noch eine etwa 34 cm kreisrundes Bündel hatte. So konnte ich viel Platz sparen.
    Vorzugsweise habe ich auf Reisen mit dem Auto die 12 V Variante verwendet. Dazu besorgte ich mir ein Bleiakku, das dem Typ des Bleiakkus meines Autos entsprach. Durch regelmäßiges Wechseln des Akkus aus dem Auto zum Leuchten und umgekehrt. hielten diese Akkus mehr als 4-5 Jahre!

    Die Anlage liegt noch in meinem Keller. Mal sehen, dass ich sie nächstes WE, mal raushole und fotografieren kann. Ich stelle dann vielleicht ein Bild ein.

    Viel Erfolg

    Franz

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