Ich wollte hier einfach mal ein bisschen Erfahrungsaustausch über Oleanderschwärmer(raupen) betreiben. Mich interessiert, was für Erfahrungen ihr mit welcher Futterpflanze gemacht habt. Momentan habe ich Oleander und Liguster.

    Ersteren habe ich nur in begrenzter Menge und bin auch nicht sicher, ob der vor dem Kauf mir irgendwas behandelt wurde. Deswegen habe ich mal nur 5 Raupen in die "Oleander-Gruppe" gesteckt.

    Den Rest (21 Raupen) wollte ich mit Liguster versorgen, weil hier bei mir leicht (und kostengünstig :grinsen: ) zu beschaffen.

    Jetzt zum traurigen Teil: Von den 5 sind 2 Stück und von den 21 sind 18 Stück innerhalb der ersten 3 Tage eingegangen. Ungefähr zwei Drittel der Tiere auf dem Liguster haben nach etwa 1,5 Tagen zu fressen begonnen, was aber anscheinend nicht mehr viel genützt hat. Die drei Überlebenden sind auch wesentlich kleiner als die auf dem Oleander.

    Nun mal meine Fragen:
    Wer von euch hat schon mal Oleander (oder allgemein gefragt: Bei einer beliebigen Art eine beliebige Pflanze) aus dem Gartenmarkt verfüttert und gab's da Probleme mit Pflanzenschutzmitteln etc.?
    Hattet ihr vergleichbare Ausfallquoten auf den verschiedenen Pflanzen (Oleander 40%, Liguster 86%)?
    Welche Umweltbedinungen könnten noch eine Rolle gespielt haben für den hohen Ausfall (Aufzucht in kleinen Plastikboxen im Zimmer)?
    Entwickeln sich die Tiere auf dem Liguster langsamer und werden genauso groß oder sind die Falter kleiner als auf Oleander?

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    Hallo, aus Deinem Profil kann ich nicht entnehmen , wie alt Du bist, daher eine ganz allgemeine Antwort auf die Frage: Im Allgemeinen sind die Oleander aus den Garten-
    märkten mit einem Langzeitdünger (depotdünger, der über eine ganze Zeit wirksam ist ) versehen. Das KANN einen Einfluß auf die Raupen haben, muss aber nicht ...
    Kleine Plastikboxen, wenn genug Luftaustausch ist, sind für den Anfang ok, später müssen die Raupen es luftig haben -also Gazekäfig o.Ä.
    Nach meiner Erfahrung sind bei Zucht an Liguster die Raupen resp. die Falter später kleiner - kommt aber wahrscheinlich auf die Zuchtbedingungen (Temp. / Luftfeuchte) auch an...und schließlich die Frage: Ist es eine Nachzucht /die wievielte oder Eier aus Freilandeltern. Bei Nachzucht ist irgendwann der Saft raus und die Raupen/Puppen/Falter bleiben kleiner.
    Viel Glück :daumenja:und herzliche Grüße Roland Seefried / Dresden

    Hallo Seefried,

    mir wachsen zumindest schon graue Haare :bibber: (Vielleicht wegen meiner Räupchen...).

    Tja, der Depotdünger wird wohl auch bei mir drin sein; mal sehen, was das so für Auswirkungen hat. Beim Kauf wurde mir zumindest zugesichert, dass keine Gift oder ähnliches auf der Pflanze ist (Zuallerst wurde ich allerdings darauf hingewiesen, dass das egal ist, weil Oleander an sich giftig ist :grinsen: ).

    Die kleinen Plastikboxe verwende ich nur für den Anfang, habe ich vergessen zu erwähnen. Später dann Gazekäfige, ganz genau. Gerade habe ich wieder einen neuen gebaut.

    Ob's eine Nachzucht ist, oder Freilandeltern weiß ich leider nicht, aber daran habe ich noch garnicht gedacht, danke für den Hinweis!

    Danke aus München!
    moe

    Hallo,
    ich habe D. nerii dieses Jahr vom ersten bis zum letzten Kleid in Plastikboxen, welche nur einmal täglich zum Futterwechsel geöffnet wurden, mit gutem Erfolg gezogen, von ca. 30 Eiern waren es 21 Falter.
    Allerdings wurde als Futter Vinca minor und Vinca major gereicht. Ich habe eine große Fläche im Garten und zwei ebensolche 200 m vom Hause entfernt im Wald. Zugegebenermaßen ist dies ein Vorteil.
    Allerdings sind die Tiere m. E. ein wenig kleiner als üblich.
    Ich erreichte in einem luftigen Gazekäfig (draußen) 3 Paarungen, die Tiere legten trotz ausreichendem Füttern nur weniger Eier ab. Die Ablage selbst erfolgte auf Oleanderzweigen. Die geschlüpften Räupchen fraßen auch an den frischen Zweigen. Die Tierchen wurden an Kollegen weitergegeben, Futter wurde auf V. minor umgestellt und alle Raupen gingen ein. War es die Futterumstellung, die soundso vielte Inzucht oder was ?
    Eine Düngung gekaufter Pflanzen wird wohl weniger das Problem sein, als eine Spritzung gegen - ich mag es gar nicht aussprechen - "Fraßschädlinge".
    Gruß
    Rudi

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