Ein Schätzchen zu finden, wenn gar nichts fliegt

    Hallo, möchte euch eine kleine Geschichte erzählen, die so passieren kann, wenn man total unvorbereitet ist.

    Zum 4. Mal war ich heuer auf diesem Berg bei Altaussee. Ich wollte unbedingt die ludifica finden! Aber anscheinend gibt es sie dort nicht mehr. Was ich dabei aber feststellen konnte war der enorme Unterschied zwischen Tag- und Nachfaltern ... so quasi wie Tag und Nacht :winking_face:

    Während der Anflug, besonders beim Leuchten Mitte Juni bei idealen Bedingungen, enorm war, sah man tasüber fast nichts ... tote Hose!

    Bei diesem letzten verzweifelten Versuch ludifica zu finden, stellte ich die Türme nochmals anders auf ... leider wieder nichts! Die Bedingungen waren nicht ideal. Um 0:30 hatte es nur mehr 11-12 Grad; dann ging erst endlich der Mond unter. Der Anflug war zwar gut, aber nicht so wie beim Leuchten zuvor. Interessant waren die 5 Arten der Cucullien (lactucae, lucifuga, Scrophulariae, asteris und campanulae). Die ganze Nacht konnte ich nur ca. 2 Stunden dösen, dann baute ich die letzten Türme ab.

    Vormittags machte ich mich auf die Pirsch, wollte ein gutes Foto von quadrifaria schießen, da einzelne bei der Hütte herumflogen. Das Bild bei den Tagfaltern war erschreckend:

    einige abgeflogene euphrosyne

    ein paar kleine Füchse (urticae)

    erebia oeme

    bei den Dickköpfen: tages und malve

    bei den Bläulingen: minimus, semiargus und überraschend in dieser Höhe bellargus.

    zum Schluss noch ein paar nicht bestimmte Weißlinge

    Beim Rückweg zum Auto saß wieder so eine "euphrosyne" auf einer Kuhflade ... dachte ich zuerst. Als ich ein Foto schießen wollte, öffnete er kurz seine Flügel und ich konnte es kaum glauben ...

    ein frisches Männchen von Euphydryas intermedia!

    Eigentlich möchte ich schon seit Jahren cynthia vor die Linse bekommen, finden tue ich aber nur intermedia :thinking_face: :smiling_face: .

    Obwohl er sich nur unten knipsen ließ, war das ein versöhnlicher Abschluss einer intensiven Tour.

    LG Leo

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    Lieber Leo. Liebes Forum

    da möchte ich eine Geschichte erzählen die schon einige Jahre zurück liegt. Es war meine dritte Madagaskarreise im Jahr 1988 im alter von 24 Jahren. Es war Januar 1988 als ich auf dem Heimweg aus dem Regenwald war zu meinen Hotel. Da war eine Steintafel am Straßenrand wo eine Straßen Lampe brannte. Es war ein Hölzener Vorbau gestanden und traute meinen Augen nicht als ich unterhalb in einen Strauch einen abgeflogenen Argema mittrei den Kometenfalter sah. Ich wusste das die Art im August und September fliegt aber es war mir nicht bewusst das die Art eine zweite Generation hervorbringt. Ich konnte die Art in über einen dutzend Tiere danach sammeln.

    Eine weitere Überraschung kam wenige Tage später als ich Abends am Hotel an einer kleinen Lampe an der Front des Hotels die Silhouette eines großen Schwärmers sah. das Tier war zu Hoch für meinen Käscher mit Stecken. Ich trug einen Tisch heraus und stellte einen Stuhl darauf. Stieg darauf und schlug mit dem Stecken hin und her als das Tier aufflog und sich auf die Straße setzte. Ich sprang vom Stuhl und Tisch und scheuchte das Tier in den Käscher. Mit einen Stich in den Thorax stellte ich das Tier ruhig. Ich holte das Tier aus dem Käscher und hielt einen Xanthopan (morganii) praedicta in der der Hand. Diese Art wurde von Charles Darwin vorausgesagt für Madagaskar im Jahr 1862 als Charles die Orchidee den Stern von Madagaskar gezeigt bekam. Die Orchidee blüht im August und September und konnte 2 Tiere in der Zeit sammeln.

    Ein Rückblick in Perinet wurde von Paul Denso im Jahr 1942 80% der Orchideen bestäubt worden gefunden worden. 1991 von PRof. Wasserthal Uni Erlangen.auch in Perinet nicht mal mehr 1% der Orchideen bestäubt worden. Der Regenwald wurde zur 80% zerstört worden. Wasserthal konnte als erster diese Art an der Orchidee fotografieren was Paul Denso 1942 in Frage stellte.

    LG Michi

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