Hallo im Forum,

    ich habe dieses Jahr mal wieder L. quadra durchgezüchtet. Die Eier erhielt ich von einem Weibchen am Leuchtturm.

    Nun schlüpfte heute das erste Tier, ein Männchen, während andere Raupen erst gerade kurz vor der Verpuppung stehen. Ich konnte bisher nur von einer Generation lesen - späte Falter wurden als Nachzügler interpretiert. Jetzt kann man ja von einer Zucht nicht einfach ähnliches Verhalten im Freiland ableiten. Wie sieht es bei euch mit Erfahrungen bezüglich dem Flechtenbärchen / 1 oder mehrere Generationen aus ?

  • ANZEIGE

    Wie bei den "großen" Bären ergibt sich auch bei Flechtenbären oft in der Zucht eine "illegale" zweite Generation deren Falter in der Regel kleiner sind. Besonders die Verwendung von Kunstfutter begünstigt das Vermeiden der Überwinterung . Einige Arten wie zb. E.griseola akzeptieren auch angewelkten Eisbergsalat. Auch hier verläuft die Zucht rasch und ohne Überwinterung . Besonders interessant ist die Zucht von P.obtusa, der einzigen mir bekannten endophytisch lebenden Bärenart. Sie akzeptiert sowohl Salat als auch Kunstfutter, die Zuchtdauer beträgt in beiden Fällen lediglich 3-4 Wochen. Verwendet man Salat ist die Neigung der Raupen frische Puppen anzufressen allerdings erhöht. Bei Kunstfutter tritt das deutlich seltener auf.

    E. depressa und palliatella: Hier lässt sich die Entwicklung auch mit Kunstfutter kaum beschleunigen. Stockt die Entwicklung für längere Zeit hilft dann nur das Kaltstellen für 3 Monate (Kühlschrank).

    Eigentlich eine ziemlich interessante Gruppe die züchterisch aber leider viel zu wenig Liebhaber findet.

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!