Beiträge von David.S

    Das sehe ich anders. Eingeschleppte Arten können enorme ökologische (und wirtschaftliche) Schäden anrichten. Vor allem die besonders heiklen Arten sollten daher bekämpft werden. Da es in vielen Fällen aber quasi unmöglich ist die Art wieder loszuwerden kann der Schaden durch gezieltes Bekämpfen zumindest verringert werden. Da gibt es viele Beispiele zu. So ist es nicht machbar Rotfeuerfische in der Karibik wieder loszuwerden, aber der gezielte Fang mit Harpunen verringert zumindes den Druck auf die dort heimischen Arten. Natürlich ist es deutlich besser das Problem an der Wurzel anzugehen und zu verhindern, dass Arten überhaupt in fremde Gebiete gelangen können. Behandlung von Importgütern vorm Verschiffen, Internationale Regelungen bzgl. Ballastwasser etc. Auch scheint es mir nicht sinnvoll ausländische Zierpflanzen im Garten zu haben, da diese der heimischen Natur wahrscheinlich nichts nützen oder eben sogar Schaden anrichten können.

    Beste Grüße,

    David

    Bei mir machen die eigentlich nur eine Generation im Jahr. Letztes Jahr zum Beispiel haben sich die Raupen im Juni verpuppt und sind trotzdem alle überwintert. Dieses Jahr sind 4 von 24 nach 4 Wochen geschlüpft. Die übrigen überwintern. Bei mir gibt es auch gewässerten Liguster von Anfang an. Die Raupen sind erst in Dosen mit Gazedeckel mit feuchtem Tuch oben drauf (Gute Belüftung und hohe Luftfeuchtigkeit). Später sind sie im Aerarium wo ich täglich zweimal mit der Sprühflasche alles einsprühe. So habe ich letztes Jahr 33 von 34 und dieses Jahr 24 von 24 Raupen durch bekommen. Jetzt aktuell habe ich auch eine Zucht L1 bis L3 bisher auch ohne Verluste. Die Raupen vergraben sich am Besten wenn man schon Löcher in die Erde drückt.

    Beste Grüße,

    David

    Interessant. Das würde sich ja mit meinen Beobachtungen decken. Jedoch halte ich die Raupen eigentlich immer gleich, aber der Anteil dunkler Tiere variiert stark. Etwa 40% war das höchste was ich mal hatte. Da waren auch 3 Mischformen dabei. Bei der letzten Zucht hatte ich gar keine braunen Raupen. Eine genetische Vorzugsfarbe halte ich daher für wahrscheinlich. Das könnte dann ja vielleicht durch Züchtung beeinflusst werden. Die angesprochene Schwierigkeit erkenne ich aber auch. Auch interessant ist, dass man bei Oleanderschwärmern die Farbe durch die Futterqualität beeinflussen kann. Gewässertes saftiges Futter führt zu quasi 100% grünen Raupen. Schnittfutter, welches natürlich recht schnell trocken wird, führte bei mir zu 50 / 50 grünen und braunen Raupen. In beiden Fällen gab es Liguster zu fressen.

    Beste Grüße,

    David

    Graue Raupen hatte ich auch schon. Die sind gar nicht so selten. Hab leider gerade kein Bild da. Nur grüne hatte ich noch nie, da ich die Tiere drinnen züchte. Wie zuvor erwähnt glaube ich dass nur Freilandtiere grün werden. Selten sind Mischvarianten also halb gelb, halb braun. Davon hatte ich auch mal ein paar.

    Ich glaube die Grünen bekommt man nur im Freiland bei viel Licht. Wenn es düster ist bekommt man mehr braune Tiere. Die meisten sind generell gelb bzw. Orange. Das ist zumindest meine Beobachtung.

    Beste Grüße,

    David

    Dem würde ich generell widersprechen. Ich züchte ALLES an gewässertem Futter so auch aktuell Brahmaea hearseyi. Es gab nicht einen Verlust und es sind etwa die Hälfte der Tiere verpuppt. Andere Arten die es eher trocken mögen züchte ich auch so und der Erfolg ist gleich oder sogar größer als früher als ich noch Schnittfutter verwendet habe. Bei S. ligustri oder A. atropos hört man auch häufig dass die kein gewässertes Futter vertragen was auch definitiv nicht stimmt. Ligusterzweige können gewässert ohne Probleme eine Woche lang verwendet werden. Meiner Meinung nach ist das wichtigste eine gute Belüftung und es muss vermieden werden dass die Tiere mit ihren Ausscheidungen in Kontakt kommen. Letzteres gilt besonders für die flüssigen Ausscheidungen kurz vor der Verpuppung. Gerade bei Brahmaeas ist das eine große Menge, die das Futter verseucht!

    Beste Grüße,

    David

    Last night I saw a pairing. In the middle of the night I woke up and checked and they were still together. I don't know how much later it was. In the morning they were already apart from each other. Tonight I will see if the female starts laying eggs. I think there is a way to see if they are fertilized. Thank you all for helping me.

    Best regards,

    David

    Hallo alle zusammen,

    Nach knapp einem Jahr schlüpfen nun die Falter von Brahmea hearseyi bei mir. Ich habe beide Geschlechter in einem großen Aerarium seit nun 2 Nächten. Die Tiere erleben den Sonnenuntergang mit und werden nicht gestört. Gestern habe ich zudem über den Tag verteilt ein paar mal in den Käfig gesprüht, um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen. Bisher gab es definitiv keine Paarung. Kennt sich wer mit der Paarung der Art aus und kann mir Tipps geben?

    Beste Grüße,

    David

    Das Tier sieht für mich weiblich aus. Die Weibchen haben einen dicken runden Körper, während die Männchen recht schlank sind. Außerdem riechen die Männchen komisch, was bei den Weibchen weniger der Fall ist. Ein Freilandanflug gelingt höchstwahrscheinlich nicht. Die Weibchen sind anders als die meisten anderen Schwärmer nicht direkt nach dem Schlupf fruchtbar, sondern je nach Lichtverhältnissen der Larvenentwicklung erst nach 10 Tagen bis mehreren Wochen. Da die Tiere nur sehr selten weit in den Norden wandern, ist es ziemlich unwahrscheinlich dass ein Männchen kommt, selbst wenn das Weibchen lockt. Falls du noch weitere Puppen hast, würde ich versuchen die bei dir schlüpfenden Tiere miteinander zu verpaaren.

    Beste Grüße,

    David

    Edit: Falls du den Anflug in Griechenland versuchen willst stehen die Chancen denke icb besser. Mit Freilandanflügen bei der Art kenne ich mich allerdings nicht aus.

    Hallo alles zusammen,

    Ich würde mich generell dem anschließen was Toni gesagt hat. Zum Punkt der Sinnhaftigkeit des Aussetzens kann ich jedoch sagen, dass das in vielen, wenn nicht sogar den meisten Fällen gar nicht der Grund ist. Klar kann man denken ich lasse hier Art X frei um die lokalen Populationen zu stärken. Dass das etwas bringt mag ich ebenfalls anzweifeln, da das Problem für Populationsrückgänge einen Grund hat, der damit nicht behoben werden würde. Der meiner Einschätzung nach häufigere Grund fürs Freilassen der Tiere ist das Tierwohl. Falter in der Freiheit können viel besser fliegen als bei wem im Wohnzimmer in einem Flugkäfig. Das ist der Grund aus dem zumindest ich alle Falter (ggf. Nach Paarung und Eiablage) freilasse. Außerdem ist es schön anzusehen, wie die liebevoll aufgezogenen Tiere davonfliegen. Sammeln tue ich persönlich nicht, also warum sollte ich die Tiere unnötig lange in einem begrenzten Käfig halten? Selbstverständlich lasse ich nur jene Tiere frei, die ich auch bei mir in der Gegend gefunden habe.

    Beste Grüße,

    David

    Ich hab jetzt einen Drahtkäfig gebaut, in welchem sich das Aerarium befindet. Letzteres ließ sich ganz leicht zunähen. Außerdem sind die letzten Lindenschwärmer geschlüpft. Glücklicherweise sind beide Geschlechter dabei, also verpaare ich die Tiere miteinander um noch eine Nachzucht zu bekommen.

    Beste Grüße,

    David

    Hallo alle zusammen,

    Da mir jetzt etwas sehr blödes passiert ist, will ich euch warnen, dass ihr nichts ähnliches erleben müsst. Dass Nachtfalter, die frei sitzen von Vögeln gefressen werden ist ja nichts neues. Auch wenn man Freilandanflüge macht sollte man den Käfig schließen bevor es hell wird, da sonst die Vögel vor einem da sind. Das hatte ich schon erlebt und stehe deshalb seit dem bei Freilandanflügen 1 Stunde vor Sonnenaufgang auf um das Aerarium wieder zu schließen. Dieses Jahr nun haben Vögel (ich denke Maisen, hab die nie auf frischer Tat ertappt) gelernt geschlossene Aerarien kaputt zu machen, um die geschlüpften Falter zu fressen. Das hatte ich vorher noch nie erlebt, aber nun bereist drei mal in zwei Tagen. Die Aerarien sind nun hinüber und ich musste die Schlupfkäfige in die Garage stellen. Nun werde ich Metallgitterkäfige bauen müssen, um sowas zukünftig zu vermeiden. (Falls einer sowas schon mal gemacht hat, würde ich mich um Tipps freuen, ich versuche jedenfalls Drahtgitter vom Baumarkt in Form zu bekommen.) Meine 11 jährige Lindenschwärmerzucht ist damit wahrscheinlich vorbei, da jetzt fast alle Tiere weg oder tot sind und nur noch einzelne Puppen übrig sind. :loudly_crying_face:

    Beste Grüße und hoffentlich weniger Pech wünsche ich euch.

    David

    Moin alle zusammen,

    Wie waren eure Erfahrungen bezüglich Freilandanflüge die letzten Jahre. Wegen des verfrühten Schlupfs habe ich nach 2024 die Puppen wieder bei meinen Eltern an dem exakt gleichen Platz überwintert wie früher. Trotzdem sind die Lindenschwärmer letztes Jahr bereits ab dem 1.05 geschlüpft. Freilanfanflüge gelangen dennoch ohne Probleme. Dieses Jahr sind die Falter ab dem 2.05 geschlüpft. Wie zuvor erwähnt haben die Puppen bei meinen Eltern überwintert, wo sie 9 Jahre lang in Folge immer erst um den 20.05 herum geschlüpft sind. Letztes Jahr war es Anfang Mai sehr warm was das erklären könnte. Dieses Jahr hingegen ist es super kalt und trotzdem sind jetzt fast alle Falter geschlüpft. Freilandanflüge hatte ich seit Sonntag täglich versucht, aber leider komplett ohne Erfolg. Schlüpfen bei euch die Tiere in den letzten Jahren auch deutlich früher als vorher üblich? Das einzige was jetzt anders ist, ist dass die Raupen in Oldenburg statt Sande aufwachsen und die Verpuppungsbehälter (Ende Juni) 2 Wochen im Haus statt draußen stehen. Die gesamte Zucht findet sonst wie gewohnt draußen statt. Ich kann mir kaum vorstellen, dass die Verpuppung den Schlupfzeitpunkt im Folgejahr groß beeinflusst. Was meint ihr dazu?

    Beste Grüße,

    David:smiling_face:

    Eigentlich sollte eine möglichst genaue Herkunftsangabe gegeben werden, aber es scheint auch ohne zu gehen. Bei Exoten jedenfalls steht fast ausnahmslos sowas wie "Thailand ohne Details" oder gleich "unbekannt". Eine solche Angabe sollte ok sein. Hat zwar nichts mehr mit der Frage zu tun, aber ich finde es sehr schade, dass die Leute nicht darauf achten wo ihre Tiere herkommen. Wenn jeder das machen würde, gäbe es immer exakte Fundorte. Das ist jetzt allgemein gesagt und bezieht sich nicht auf deinen konkreten Fall. Bei einer Ausstellung mag es sehr schwer sein die Herkunft bei sämtlichen Tieren genau zu bekommen.

    Beste Grüße,

    David

    Du kannst die Fenster abdecken sodass kein Licht rein kommt. Dann fliegen die Falter nicht zum Fenster. Ein Fenster oder eine Tür die nach draußen führt und geöffnet werden kann kannst du dann auf machen und wenn das Wetter passt fliegen die Tiere dann dadurch nach draußen. Falls das nicht geht könntest du die Tiere auch mit einem Netz vorsichtig einfangen und nach draußen bringen bzw. Das von jemandem erledigen lassen. Das sollte nur nicht unbedingt bei sehr kalter Witterung geschehen. Ich drücke dir die Daumen.

    Beste Grüße,

    David