Posts by David.S

    Was der Sinn dahinter ist kann ich auch nicht beantworten, aber eine Art Schutz vor Verletzungen beim Eingraben scheint mir sinnvoll. Alle Schwärmerarten die ich bisher gezüchtet habe zeigen dieses Verhalten. Das ist also definitiv üblich. Abendpfauenaugen habe ich allerdings bisher nicht gezüchtet.

    Beste Grüße, David

    Also bei einheimischen Arten mache ich immer Freilandanflüge, so auch bei den von dir genannten Ligusterschwärmern. Dazu müssen die Arten natürlich auch bei einem vorkommen. Wenn man ruhig daneben sitzt kann man die Männchen beim Anfliegen auch beobachten. Das ist mein persönliches Züchterhighlight. Aber zurück zum Thema. Bei Paarungen mit Exoten bzw. wenn man Männchen und Weibchen im gleichen Flugkäfig hält gehört in der Regel wirklich nicht viel dazu. Die Tiere sitzen bei mir in einem großen Aerarium (180 x 60 x 60 cm). Es scheint wichtig zu sein, dass man die Tiere nicht stört. Daher den Raum mit den Tieren nicht betreten und auch die Dämmerung sollten die Falter natürlich abbekommen. Licht wird überhaupt nicht eingeschaltet. Das stört die Falter extrem. Es heißt ja oft, dass man wegen der Luftzirkulation einen Ventilator ins Zimmer stellen soll, doch das war bei mir nicht nötig. Schaden tut es allerdings auch nicht. Mit natürlichem Tag-Nacht-Rhythmus und ohne Störungen habe ich schon diverse Schwärmer und Pfauenspinner zur Paarung gemacht und das drinnen wie auch draußen im Garten. Vielleicht scheitert es bei dir ja an diesen Punkten. Ich hoffe das hilft dir.

    Beste Grüße, David

    Ich habe mal eine Raupe an Spierstrauch gefunden das ist kein Ölbaumgewächs. Also die ganze Zeit zwischen den Ligusterarten wechseln geht ohne Probleme. Habe ich früher immer gemacht weil ich da nicht wusste dass es zwei verschiedene Arten sind. Ovalifolium ist ergiebiger als vulgare. Daher bevorzuge ich den sogar. Zu nicht Ligusterarten habe ich nie gewechselt. Man hört auch oft dass Ligusterschwärmerraupen einen Futterpflanzenwechsel nicht vertragen. Würde das also nur wenn es nicht anders geht machen.

    Beste Grüße, David

    Hallo Doncefalter,

    Die Zuchtbedingungen sehen furchtbar aus. Ich würde definitiv keine losen Blätter auf den Boden legen. Dann sitzen die Raupen schön in ihren Hinterlassenschaften wo auch ihr Essen ist. Dann kommt Luftfeuchtigkeit über 60% hinzu und du züchtest mehr Schimmel als Raupen. Ich empfehle dir grundsätzlich ganze Zweige in das Zuchtbehältnis zu stellen (am Besten gewässertes Futter gut abgedichtet natürlich, bei Liguster ist das aber nicht unbedingt nötig). Dann können die Raupen an der Blattunterseite sitzen und der Kot fällt zu Boden und kommt nicht mit den Raupen in Kontakt (durch Kotkontakt können Seuchen entstehen!) Geschlossene Boxen sind auch ungünstig. Für hohe Luftfeuchtigkeit nehme ich Dosen mit Gazedeckel worauf feuchtes Klopapier o.Ä. liegt. Bei großen Raupen mache ich dann quasi das gleiche nur im Aerarium und sprühe einmal täglich gut durch. Man kann auch nasse Handtücher herüberhängen, aber da besteht in dem Raum wo das ganze steht durch die Feuchtigkeit erhöhte Schimmelgefahr. Da muss man aufpassen. Auf jeden Fall haben die Tiere so feuchte gut belüftete Bedingungen. Ich empfehle dir sowas in der Richtung zu tun. Deine Raupen sehen wohl nach Seuche aus. Separiere die verbleibenden am Besten. Mit etwas Glück schaffen es die verbleibenden dann. Ich hoffe das hilft dir.

    Beste Grüße, David

    Konkrete Zahlen kann ich dir zwar nicht nennen, aber damit der Bestand einer Art konstant bleibt muss rechnerisch aus jedem Paar wieder ein Paar hervorgehen, das es zur Fortpflanzung schafft. Wenn ein Weibchen nun 200 Eier legt würden in der Natur also nur 2 Tiere bzw. 1% am Ende selbst zur erfolgreichen Vermehrung kommen. Wenn man in der Zucht alles richtig macht und etwas Glück hat können es (fast) 100% sein.

    Beste Grüße, David

    Hello Naomi,

    first I do not understand your thoughts about the fertilized eggs. Usually you could think eggs a female layed have to be fertilized. But why should the eggs inside the females body also be fertilized? Even in the first case and when you saw the Mating sometimes you dont get a good fertilisation rate. I am not sure if eggs inside a fertilized female could hatch. I have heard that the eggs become fertilized during the laying and not directly at the mating. This makes sense because otherwise females which spread the laying over weaks would have problems with hatching caterpillars inside their body. So I dont think you will get caterpillars out of those eggs. Of course you could use this butterfly in your collection. Usually butterflies get killed directly after the finishing of their wings. So females will always have eggs (at least Spezies like Saturniidae etc...) which do not rot in the collection if dried good. I do not have a collection so I can not guarantee that everything is explained perfectly but I hope it is enough to help you.

    Best regards, David

    Ich erzähle meine Geschichte auch gerne. Auch ich habe mich schon immer sehr für Tiere interessiert und alle möglichen Tierchen gesucht und von Gehwegen oder Straßen gerettet. Das waren meistens Käfer die sonst wahrscheinlich überfahren worden wären. Dann im Alter von 8 Jahren habe ich dann mit einem Kumpel zusammen in seinem Garten Raupen des Zitronenfalters gefunden und erfolgreich in einem Marmeladenglas gezüchtet. Den fertig entwickelten Falter fliegen zu lassen war super toll für mich damals und ist es auch heute noch. Danach habe ich einige Jahre lang keine Schmetterlinge mehr gezüchtet bis ich mich mit 14 Jahren wieder daran erinnerte und erneut Raupen züchten wollte. Zu dem Zeitpunkt hatte ich allerdings keine Ahnung wo man welche finden könnte, hatte aber mal gehört dass es an Brennesseln welche geben soll. An einer Stelle mit vielen Brennesseln bin ich suchen gegangen und nach kürzester Zeit fündig geworden und nahm 6 Tiere mit. Ich wusste nicht was daraus wird bis gute 3 Wochen später 6 Kleine Füchse schlüpften. Rückblickend hatte ich da ziemlich viel Glück gehabt weil es ja auch eine Art gewesen sein könnte, die sich unter der Erde verpuppt... . Ab da begann ich mich immer mehr mit den Tieren zu beschäftigen, zu recherchieren und auch immer mehr zu züchten. So habe ich zur Zeit immer etwa 7 Zuchten pro Jahr. Das ist zwar kein Vergleich zu manch anderen hier, aber ich habe nicht ewig viel Zeit und will mich ordentlich um alle Tiere kümmern können. Daher habe ich selten mehr als 2 Arten gleichzeitig im Raupenstadium hier. So habe ich seit 2015 eine Lindeschwärmerzucht am laufen, die jedes Jahr über Freilandanflüge am Leben gehalten wird. Mit Ligusterschwärmern ist es da ähnlich jedoch hatte ich bis 2018 kein Glück und immer nur männliche bzw. parasitierte weibliche Raupen gefunden. Seit dem züchte ich die jedes Jahr und mache Freilandanflüge. Freilandanflüge finde ich immer besonders spannend und es beeindruckt mich dass die Männchen es schaffen die Weibchen jedes mal zu finden. Was das sammeln angeht teile ich voll und ganz die Meinung von Dennis. Für wissenschaftliche Zwecke ist es das beste Mittel in der Entomologie. Andersfalls sage ich immer Schmetterlinge sind keine Briefmarken die man sammelt sondern lebende Tiere, die nicht einfach getötet werden sollten. Daher dokumentiere ich meine Zuchten immer mit reichlich Fotos in allen Stadien. Die Falter lasse ich sofern sie aus meiner Gegend kamen immer frei. Für Exoten habe ich einen geräumigen Flugkäfig, in dem sie sich neben dem Fliegen auch auf die Fortpflanzung konzentrieren können. So das sollte es soweit sein, falls doch nicht kommt sicher noch was.

    Beste Grüße, David

    Bei uns an der Nordseeküste habe ich nur ein einziges Mal einen Imago vorbeifliegen sehen. Raupen habe ich noch nie gefunden. In deinem Fall würde ich die Tiere auch retten. Zwar nicht beim Schwalbenschwanz aus den genannten Gründen, aber bei anderen Arten (zwar nicht geschützt) habe ich das auch schon gemacht. Unsere Gemeinde hier hat sich angewöhnt die beliebteste Ablagestelle von Kleinen Füchsen und Tagpfauenaugen pünktlich zur zweiten Generation niederzumähen. Daher bemühe ich mich zu besagter Zeit alle Raupennester einzusammeln, um dann die Tiere umzusiedeln oder zu züchten, um dann die Imagos fliegen zu lassen. An der besten Ablagestelle des Landkärtchens (nie woanders gefunden) steht seit ein paar Jahren ein Haus. Gut ich will auch nicht zu sehr vom Thema ablenken.

    Beste Grüße, David

    Danke für die Erklärung Ulrich. Dann können es wohl tatsächlich 6 Larvenstadien gewesen sein. Häutungen datiere ich allerdings nicht, da es für mich sehr schwer festzustellen ist wann genau sich welches Tier gehäutet hat. Gerade wenn die klein sind kann man das leicht übersehen und die Störungen will ich natürlich gering halten. Ich datiere aber die übrigen Sache wie Verpuppung, Schlupf etc....

    Beste Grüße, David

    Ich habe meine Bilder von früher durchgeguckt. Wenn die Beobachtung falsch ist, ist schwer zu sagen wo genau der Fehler liegt. L1 und L2 waren laut den Bildern schwarz und orange gestreift. L3 war türkisblau. L4, L5 und L6 hatten das das Aussehen der erwachsenen Raupen, aber halt jeweils größer. Ich kann morgen die Bilder vllt noch hochladen.

    Beste Grüße, David

    Schöner Zuchtbericht!

    Eine Frage hätte ich dazu. Hatten die Tiere bei dir definitiv 5 Larvenstadien? Vor 5 Jahren hatte ich die Art auch gezüchtet und mit relativ großer Sicherheit 6 Larvenstadien beobachtet.

    Beste Grüße, David

    Wahrscheinlich hast du recht Walter,

    Gerade auf den beiden neuen Bildern sehen die mittleren Flecke auch verbunden aus was auch für Z. trifolii spricht. Durch den Fundort wird es wohl der sein.

    Beste Grüße, David

    Hallo Jens,

    Ich würde eher auf Z. lonicerae tippen. Die beiden sind aber echt schwer zu unterscheiden. Wo hast du das Tier gefunden? Laut meinem Bestimmungsbuch lebt Z. trifoli auf Feuchtwiesen, während Z. lonicerae auf Trockenrasen vorkommt. Das könnte vielleicht noch hilfreich sein.

    Beste Grüße, David

    Das ist wieder das gängige Streitthema wo jeder was anderes sagt.:D Ich lasse die Kokons immer geschlossen und entferne nur Blattreste etc... die die Reuse blockieren. Dann wird täglich gesprüht damit die Seide "geschmeidig" bleibt. Ob und wenn wie viel das wirklich bringt kann ich nicht sagen, aber Probleme mit Staunässe hatte ich noch nie. Eher dass Falter es nicht aus dem Kokon schaffen. Da da aber wirklich jeder was anderes sagt scheint es da ja viele gute Wege zu geben.

    Hallo Georg,

    Ich habe die Art im Winter 2016/17 gezüchtet. Die Tiere verpuppten sich zwischen 17.11 und 01.12. Die Falter sind dann zwischen dem 12.01 und dem 27.02 geschlüpft. Die Entwicklung hat somit 2 bis 3 Monate gedauert. Die Temperatur war ähnlich und ich habe die Kokons täglich angesprüht. Die Farbe der Kokons ist bei der Art erst weiß und ausgehärtet bräunlich. Die Kokons auf dem Bild sehen beide normal aus. Der Farbunterschied könnte durch einen Unterschiedlichen Verpuppungsplatz zustande gekommen sein (Lichtverhältnisse, Feuchtigkeit vllt auch optische Anpassung an die Umgebung?)

    Beste Grüße, David

    Lustig dass andere auch solche Erfahrungen gemacht haben.:D Totenkopfschwärmermännchen haben auch einen unbändigen Fortpflanzungstrieb. Dass die die Weibchen regelrecht durch den Flugkäfig jagen und letztere quietschend fliehen bin ich ja gewohnt. Aus Mangel an Flugkäfigen war ich zweimal in der Situation dass sich ein Totenkopfschwärmermännchen alleine mit einem Weibchen einer anderen Art im Flugkäfig befand ehe die eigentlich gedachten Partner geschlüpft sind. Denken tut man sich ja nichts dabei aber die anscheinend schon. Am nächsten Morgen fand ich den Totenkopfschwärmer mit einem Wiener-Nachtpfauenaugenweibchen zusammengekoppelt vor. Im Dunkeln sehen die eh alle gleich aus dachte sich das Männchen sicher. Das ist auch kein Einzelfall gewesen. Ein Nachkömmling des Männchens (leider war das Nachtpfauenauge nicht die Mutter:D) kam im Folgejahr auf die gleiche Idee. Da aber kein Großes Nachtpfauenauge mehr da war musste es halt ein Oleanderschwärmer sein. Begeistert war sie anscheinend nicht davon wie man auf dem Bild sehen kann.

    Auch wenn es wohl zu spät ist bei deinen Faltern möchte ich mitteilen wie sich die Tiere bei mir natürlich paarten. Ich habe ein Aerarium der Maße 60 x 60 x 180 cm benutzt. Darin befanden sich alle Tiere also so 2 bis 3 Falter pro Geschlecht. Der Flugkäfig stand im Zimmer bei permanent geöffnetem Fenster. Im Winter war ein Ventilator am anderen Ende des Raumes. Wie bei vielen Arten scheint es auch hier wichtig zu sein, dass die Tiere die Dämmerung mitbekommen. Also kein Licht anmachen und kein Rollo etc. Runtermachen. Dazu vermeide ich es in die Nähe der Tiere zu gehen. Bei Atlasspinnern kann man auch den Käfig mit der Sprühflasche einsprühen. Ob das wirklich nötig ist kann ich nicht sagen. Aber mit dieser Methode habe ich fast alle Arten die ich gezüchtet habe zur Paarung bekommen. Also verschiedene Pfauenspinner- und Schwärmerarten. Nur Rothschildia lebeau wollte nicht. Ich hoffe dir hilft das fürs nächste Mal. Ich drück die Daumen.

    Beste Grüße, David

    Dass die teilweise eine zweite Generation machen habe ich schon gehört (nicht aber erlebt trotz jährlicher Zucht der Art). Ich hätte aber nicht gedacht dass sich das so weit in den Herbst ziehen kann. Bei uns gibt es maximal noch gelbe Lindenblätter. Da hätten die Raupen jetzt ein Problem.

    Beste Grüße, David

    Hallo Niels,

    Ich würde auch auf Mimas tiliae tippen. Ich finde das erstaunlich, dass du eine Raupe zu dieser Jahreszeit gefunden hast. Meine Zuchttiere (Freilandhaltung natürlich) haben sich bereits vor 3,5 Monaten vergraben. Ich wohne allerdings auch viel weiter nördlich als du. Hast du da öfter so späte Funde von Raupen?