Frage zu Zucht Acherontia Atropos

    Hallo,

    habe jetzt insgesamt 8 Raupen in der Erde.

    Schlüpfen die Schwärmer noch vor dem Winter oder besteht die Möglichkeit, sie erst im Frühsommer zum Schlüpfen zu bringen?

    Was gilt es zu beachten?

    Würde gerne züchten und brauche dazu dann Falter eines anderen Stammes. Denke, bis zum Frühsommer stehen die Chancen besser, einige Puppen zu tauschen.

    Das Futterproblem wäre dann ja auch beseitigt, weil die jetzigen Raupen hatten ausser Kartoffelkraut kein anderes Futter angenommen

    Gruß Uli

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    Die Falter werden noch im Spätherbst schlüpfen, wenn es nicht gleich kalt wird im Oktober.
    Die anderen erfrieren bei uns im Boden. Sie können auch nicht als Ei, Raupe oder Imago bei uns überwintern.
    Es sei denn du machst dir ein geheiztes Flughaus mit den nötigen Pflanzen und so.
    Dieser Wanderfalter ist sich eben an wärmeres Klima gewöhnt. Nix Frost beim Totenkopfschwärmer.

    :smiling_face_with_sunglasses:

    Hallo Ulrich,

    da ich zur Zeit auch 6 männliche und 3 weibliche Puppen zu liegen habe, sind Deine Fragen sehr interessant.
    Ich würde meine Puppen auch gern überwintern und eine erfolgreiche Nachzucht, mit 2 verschiedenen Zuchtstämmen betreiben. Jedoch müsste ich auch erst tauschen.

    Überwinterung: Da hab ich ein wenig recherchiert, http://www.schmetterlingsfreund.de/html/body_atropos_zucht.html , schau mal da.


    Ansonsten hoffe ich, das mir der Ein oder Andere erfahrene Entomologe in Weiden noch Tipps geben kann.


    Beste Grüße
    Annett


    PS: Ich habe meine A. atropos erfolgreich an Liguster gezogen.

    Mahlzeit zusammen.

    Die Überwinterung von atropos-Puppen geht folgendermaßen:

    Wichtig ist, schon die Raupen in der letzten Haut für atropos relativ kühl zu halten, so knapp über 20°C. Wenn sich die Tiere eingegraben haben, dann diese gleich kühler bei 16-18°C aufstellen.

    Die frisch ausgehärteten Puppen müssen dann innerhalb 10 Tage in Schritten von Zimmertemperatur auf 12°C herab gekühlt werden. Dann zwei Wochen bei gut 10°C halten und dann vielleicht noch ein Stück runter, aber keinesfalls unter 6°C. Beste Lagertemperatur ist bei 8-10°C. FRIEDRICH gibt zwar eine Lagertemperatur von bis zu 4°C an, aber mit so tiefen Temperaturen habe ich Probleme bekommen.

    Sprich das ganze muss natürlich im Kühlschrank oder ungeheizten Raum durchgeführt werden.

    Im Frühjahr dann, macht man dieses Procedere dann genau anders herum. Auf diese Weise hat man die wenigsten Ausfälle, was allerdings keine Garantie darstellen soll, dass es mit jedem Tier funktioniert.

    Euer Problem wird sein, dass eure Puppen schon in Entwicklung sind. Wenn die Puppen nach deren Puppenhäutung noch eine Woche bei Zimmertemperatur gelagert wurden, setzt meist schon die Falterentwicklung ein und die Tiere würden bei den kalten Temperaturen im Kühlschrank absterben.

    Allerdings ist gerade bei atropos auch ohne Probleme eine Herbst- und Winterzucht möglich. Einmal ganz klassisch auf Liguster, der im Herbst nach den ersten Frösten für die Raupenverdauung um einiges verträglicher ist, oder gleich ab L1 auf Kunstfutter. Beide Möglichkeiten klappen bei atropos problemlos. Und sollte bei der Fütterung mit Liguster, der Liguster ausgehen, ist eine Umstellung auf Kunstfutter jederzeit möglich.

    Nun denn, viel Glück mit den atropos.

    Rudi

    Hoffentlich bin ich hier am richtigen Ort.
    Nachdem ich im September eine Raupe des Totenkopfschwärmers auf der Strasse marschierend gefunden habe, habe ich mich um sie gekümmert und mich auch bei einem Schmetterlingsexperten über das weitere Vorgehen erkundigt.
    Man riet mir sie in einen grossen Kübel mit Erde zu tun, zur Sicherheit mit verschiedenen Futterangeboten darin. Sie frass aber nichts mehr, färbte sich nach drei Tagen orange und war verschwunden.
    Man riet mir, sie drei Wochen in der Erde zu lassen und die Puppe dann herauszunehmen. Das habe ich getan. Die Verpuppungswochen war sie draussen. Jetzt habe ich sie in einem Glas in einem Raum der wenig mehr als Aussentemperaturen hat.

    Mir geht es nicht ums Züchten, sondern wie bringe ich die Puppe heil über den Winter?
    Kann mir bitte da jemand vielleicht helfen?

    Hallo!

    Ich habe atropos-Puppen bekommen und würde sie gern heil zum Falter bekommen. Im Moment liegen sie in einem hochkant gestellten Aquarium, dessen offene Seite mit Gaze verschlossen und innen mit Küchenpapier ausgekleidet ist. Die Temperatur ist Raumtemperatur (ca. 25 °C im geheizten Raum). Hin und wieder besprühe ich die Puppen mit Wasser.
    Jetzt meine Frage: Haben die Puppen noch andere Ansprüche an die Luftfeuchtigkeit oder das Licht-Dunkel-Regime? Ich weiß, dass die Puppen unterirdisch sich entwickeln, aber man weiß ja nie. Und gibt es eine Möglichkeit, den baldigen Schlupf festzutellen oder auch dass sie verstorben sind?

    Viele Grüße,
    Daniel

    Hallo Daniel! Prinzipiell paßt das mit der Lagerung. Mit der Feuchtigkeit nur keinen Schimmel entstehen lassen. Nach meinen Erfahrungen hängen sich die schlüpfenden Falter am liebsten an die Decke des Behälters. Da sie meist relativ schwer sind sollten sie sich dort gut festhalten können. Die Puppe bei A. atropos wird vor dem Schlupf völlig schwarz und die Flügelscheiden wirken dann oft verformt. Auch bewegt sich die Puppe nicht mehr so viel. Unmittelbar vor dem Schlupf sieht man gut die Puppendehnung (Hinterleibssegmente ziehen sich auseinander). Wünsche Dir daß sie schön schlüpfen! Ist ein herrlicher Anblick! Liebe Grüße Christian.

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