Eiablage und Zucht von Hyles gallii

    Hallo Forum-Gemeinde,
    gestern ist mir im Garten ein frisches Hyles-gallii- Weib angeflogen. :thumbs_up:
    Jetzt meine Fragen:

    Wer hat bereits Erfahrungen mit der Eiablage für diese Art? Fütterung?
    Mit welcher Futterpflanze wurden die Raupen aufgezogen?
    Ist das Grünfutter im Herbst qualitativ noch in Ordnung, so dass die Zucht komplett auf Grünfutter durchgeführt werden kann? Oder ist Kunstfutter hier zu empfehlen?

    Liebe Grüße und bereits jetzt vielen Dank für die Antworten :winking_face:

    Otmar

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    Hallo,

    ich züchte diese Art momentan.
    Die Raupen sind jetzt schon in L5 und ich
    füttere mit weißem Labkraut,
    denn schmalblättrige Weidenröschen sehen
    jetzt schon nicht mehr so ganz in Ordnung aus,
    aber weißblühendes
    Labkraut gibt's noch in Massen.


    lg. und viel Glück

    nico :smiling_face:


    Sprachliche Bearbeitung dieses Beitrages zur besseren Lesbarkeit HansHelf

    Hallo zusammen,

    Die Raupen entwickeln sich übrigens wesentlich schneller (Entwicklungsdauer 14 Tage), wenn sie bei Temperaturen um die 28 Grad gehalten werden. Ausserdem entwicklen sie sich subitan wenn sie über 14 Stunden Licht bekommen (Langtag). Als Futter kann ich erfahrungsgemäß Galium album und verum empfehlen. Weiterhin rate ich dir, lieber Otmar, das Studium dereinschlägigen Literatur (Friedrich etc.) sowie themenrelevanter Beiträge im Forum.

    Gruß

    Paul

    Du kennst sicher den Ausdruck subito?

    Lateinisch heißt es subitaneus = rasch entstehend.

    Beispiel: Subitan-Eier dienen zum schnellen Populationsaufbau unter
    zusagenden Bedingungen.

    Subitanentwicklung und Dormanz (Überliegen, Verzögerung) sind die gegensätzlichen Entwicklungsformen bei Puppen.

    Servus Otmar.

    Das Weibchen sollte zur Eiablage fliegen können, daher möglichst einen Flugkäfig mit ca. 50cm Durchmesser aufwärts. Mittig an der Käfigdecke dann ein paar lange Triebe von Gallium verum oder album reinhängen. Wenn noch Blüten am Gallium sind, umso besser. Das Weibchen wird seine Eier hauptsächlich an den nach unten hängenden Blüten heften. Die Eier sind ausgesprochen klein und ähneln der Blütenknospen von Gallium täuschend.
    In kleinen Flugkäfigen legt ein Weibchen auch ab, ist aber umso schneller abgeflogen. Falterfütterung jeden zweiten Tag wäre von Vorteil, wenn du mehr Eier erhalten möchtest. Ansonsten hält das Weibchen auch 3-4 Nächte ohne Fütterung durch.

    Die Zucht bis L3 ist auf kurzfristig eingetopften Epilobium parviflorum oder anderen sehr leicht. Die Raupen sind so am leichtesten und verlustfrei zu halten.
    Ab L4 ist die Zucht im Glas und dann in Aquarien, Eimern etc. ohne Probleme möglich.
    Die empfindliche Raupe, wie im Friedrich beschrieben, ist gallii nicht!
    Verpuppung wie elpenor im Bodenstreu oder Klopapier.
    Zuchtdauer bei Zimmertemperatur ca. 4 Wochen.

    Weitere Details gerne am Samstag / Sonntag in Weiden.

    viel Erfolg.
    Tschau
    Rudi

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