Kleine Raupen im Zaum halten?

    Hallo Zusammen,

    ich habe eine eher praktische Frage: Wenn man Eier von Insekten bekommt und nach dem Schlupf im wahrsten Sinne des Wortes kleine Räupchen hat, wie kann man diese am besten unterbringen ohne das sie durch das Drahtgewebe des Raupenkastens krabbeln? Im Moment habe ich meinen Raupenkasten noch zusätzlich mit Nylonstrumpfgaze "ausbruchssicher" gemacht, habt ihr noch andere Ideen?

    Das "Problem" besteht ja nur so lange bis die Tierchen so gross sind, das sie nicht mehr durch das Drahtgewebe passen, aber wenn sie noch so klein sind /z.b. Räupchen von Widderchen, habe ich immer Sorge, das sie ausbüchsen können, obwohl ich immer frisches Futter zur Verfügung stelle.

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    Hallo Inge

    Mein Lieblingsthema: das Sozialleben von Raupen.
    Da gibt es die wildesten Unterschiede.

    Wenn Raupen schon am ersten Tag die
    Futterpflanze verlassen und sich etwas anderes
    - nötigenfalls auch ausserhalb des Zuchtkastens -
    suchen, dann sollte das zu denken geben.

    Entweder stimmen die Bedingungen am Schlupfort
    nicht - zu heiss, zu kalt, zu wenig Sonne,
    kein Wind*... oder ist das Futter ungeniessbar?
    Oder reicht es nicht für die ganze Familie?

    Sie sagen es dir nicht - aber etwas experimentieren
    macht manchmal Sinn.

    Jungraupen von vielen Schmetterlingsarten sind
    gesellige Geschwister und trennen sich erst später von
    einander.

    Ich lege Eier immer in eine kleine Dose, die innen mit
    weichem Haushaltpapier belegt ist.
    Dann kommt täglich ein Blatt der Futterpflanze dazu.
    Ich gebe die Raupen erst am 3. oder 4. Tag in den
    Zuchtkasten, wo das frische Futter (meist in einer
    oben abgedichteten Vase) bereit steht.

    Dann ist das Gewebe des Raupenkastens ausbruchssicher.
    Warum sollten sie auch den Futterplatz verlassen?

    Das Problem der Gitter ist dann vielmehr, ob keine Raupenfliegen
    oder andere Parasiten von aussen eindringen können.
    Aber das ist eine andere Geschichte.

    Gruss, Marc


    * PS:
    Ich weiss, das ist nicht wissenschaftlich erhärtet, was ich da schreibe:
    Aber ich behaupte, dass die meisten Raupen Luftbewegungen mögen.
    Das wirkt irgendwie appetitanregend. - Raupen in Windstille fressen weniger.

    :blume:

    Hallo Marc,

    das ist sehr interessant, das Raupen ein Sozialleben haben, da habe ich bisher noch nicht drüber nachgedacht. Aber das mit dem Wind meine ich auch schon beobachtet zu haben.

    Ich werde in Zukunft die Räupchen etwas länger im Schlupfbehälter lassen, ich achte auch sehr darauf, das der Raupenkasten luftig, aber nicht zu zugig steht und nicht nur Sonne oder nur Schatten abbekommt.

    Bisher sind mir auch nur einmal Raupen von der Kupferglucke abgewandert, habe Sie aber alle wiedergefunden und dann in den Raupenkasten verfrachtet.

    Danke auf jeden Fall für die Tipps und die Anregungen

    LG
    Inge

    • Offizieller Beitrag

    Hallo Inge,

    bei der sehr schön von Marc beschriebenen Methode unbedingt darauf achten, dass die Eibehälter, in denen die Eirauepn zunächst verbleiben sollten, täglich gut gelüftet werden und nie der prallen Sonne ausgesetzt werden, sonst gehen sie sofort ein! Auch den Kot regelmäßig entfernen, sonst gibt Schimmelbildung!

    Ist ja interessant, wozu manche Frauen Ihre Nylonstrümpfe verwenden! Das gibt doch Laufmaschen!! :winking_face:

    Hallo Robert,

    sorry, das ich jetzt erst antworte, hab deine Nachricht erst gestern abend gelesen.
    Das mit der Sonne leuchtet mir ein, werde darauf achten. So allmählich realisiere ich immer mehr, wie wichtig das Zusammenspiel der einzelnen "Faktoren" wie Licht, Wärme, Belüftung usw. bei der Raupen-Aufzucht ist.

    Ach ja (schmunzel), das mit den Luftmaschen ist kein Problem :-), falls man die später noch sehen sollte, habe ich ja vielleicht eine neue Mode kreiert.

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