Hallo,
    Ich würde gerne mal versuchen Falter für die Zucht per Lichtfang zu fangen. Man liest ja in einigen Beiträgen hier im Forum, der Betrieb mit Batterie lohnt sich nicht, das gehe nur mit einem Generator.
    Sollte ich eine Leuchtstoffröhre verwenden, wenn ja was für eine? Die Lösung sollte auch nicht allzu teuer sein. Lohnt sich der Kauf von einem fertigen Gerät zum Beispiel bei Ento-Meier?

    Arten wären Nagelfleck, Kiefernschwärmer, Kl. Weinschwärmer o.ä.

    Hat man bei Schwärmern beim Fang an Blüten bessere Erfolge?

    Viele Grüße,
    Jakob

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    Aus meiner Sicht ist der Fang vor einer Geißblatthecke oder an einem Wegrand mit Lichtnelken (natürlich bei den saugenden) Schwärmern wesentlich erfolgreicher. Zum Licht kommen auch viel mehr Männchen als Weibchen. Zumindest bei meiner Lampe.

    Viel Erfolg

    Ähm, da war ich wieder etwas voreilig, in meiner botanischen Unkenntnis. Also, was ich ursprünglich mit "Lichtnelken" meinte, war das gewöhnliche Seifenkraut. Saponaria officinalis. ( Das ist immerhin ein Nelkengewächs). Es findet sich im Sommer (zumindest in meiner Gegend) oft an Ackerrändern in großer Dichte und wird gerne von vielen Schwärmerarten (Kiefern-, Labkraut-, Mittlerer und kleiner Weinschwärmer und von anderen) besucht. Aber diverse Leimkräuter ( Silene ssp.), zu denen auch die Lichtnelken (rote, weiße, Kuckucks etc.) gehören, werden auch angeflogen. Das habe ich schon bei weißer Lichtnelke (Silene latifolia) beobachtet.
    Also wie gesagt, ich persönlich bin ein Fan von Geißblatthecken und von Seifenkraut. Da fliegen immer Schwärmer herum. Wie gut die roten Lichtnelken auf Schwärmer wirken, weiß ich leider nicht. Wenn keine stärker duftenden Blumen zur Verfügung stehen, werden sie aber bestimmt nicht verschmäht!

    Hallo,
    Kann man auch mit einer Halogenbirne (Ich meine die mit eingebautem Reflektor) Schmetterlinge fangen? Ich habe eben gemerkt dass die sich auch mit Autobatterien betreiben lassen. Kann man eine blaue Folie davorhängen, die die Lichfarbe blauer macht?

    Das Arbeiten mit Strom aus der Autobatterie (12 Volt) ist ja eigentlich nicht gefährlich, oder?

    Viele Grüße,
    Jakob

    Hallo,

    grundsätzlich kann man auch eine Halogenlampe nehmen! Aber der Erfolg wird bei Weitem nicht so sein wie bei einer Quecksilberdampflampe oder vergleichbaren Lampen!

    Die Spannung eines Akkus ist sicher ungefährlich aber der mögliche Strom (versehentlicher Kurzschluss) ist es nicht - Funkenflug und Verbrennungen an heißen teilen ist durchaus möglich! Auch sind die meisten Autobatterien nicht auslaufsicher! Gegen letzteres hilft nur ein teureres auslaufsicheres Modell!

    Ach ja - eine blaue Folie hift da auch nicht mehr viel, denn die wandelt das Licht um, sie filtert es nur (deshalb auch Filterfolie)! Und somit ist danach nur scheinbar mehr blau drinn (im Licht)!
    Eine Idee die noch halbwegs bezahlbar ist, ist eine hier auch schon oft angesprochene Leuchstoffröhre mit elektronischen 12V Vorschaltgerät! So etwas gibt es auch schon in Sparlampenform!

    Grüße
    Timo

    Vielen Dank!
    Um wie viel Uhr fliegen die Weibchen vom Nagelfleck, Pappelschwärmer, Lindenschwärmer, Abendpfauenauge und Birkenspinner (Endromis versicolora)?

    Wie viel geringer ist die Ausbeute denn? Und macht es etwas dass er Lichtkegel durch den Reflektor begrenzt ist?

    Macht eine vom Einsatzort sichtbare, aber etwa 1 Kilometer entfernte Stadt (mit viel Licht) was aus?

    Viele Grüße,
    Jakob

    Nach meiner bisherigen nicht allzugroßen Erfahrung fliegen die Weibchen der Frühlingsarten eher in den frühen Abendstunden, wenn es noch einigermaßen warm ist. Hier scheint mir in jedem Fall die Hauptaktivität zu sein . Einen einzelnen Fall hatte Fall hatte ich gerade eben, da war die Nacht gleichbleibend mild und da ist ein Birkenspinnerpaar sogar irgendwann nachts um 03:00 in Kopula gegangen!

    Macht es was wenn der Lichtkegel begrenzt ist? --> Ja und Nein. Schmetterlinge fliegen trotzdem an, aber ganz logischerweise weniger.

    Macht die Stadt was aus? Immer. Wieviel musst Du ausprobieren. Die Schmetterlinge suchen sich die Lichtquelle, die ihnen am stärksten und nähesten erscheint.

    Und jetzt heißt's raus ins Feld und selber probieren!

    Übrigens: Die Chancen Weibchen ans Licht zu bekommen sind immer wesentlich kleiner, als Männchen ans Licht zu bekommen! Das heisst. Du brauchst eine gewisse Geduld gegenüber Misserfolgen!

    Ich möchte noch eine Ergänzung nachschieben, zu der Frage, ob es was macht, wenn der Lichtkegel begrenzt ist:

    Der Anflug ist natürlich etwas geringer, wenn Du mit deinem gerichteten Lichtkegel nur auf eine Wand strahlst oder ein weißes Tuch vor die lampe legst, weil das ja von der rückwärtigen Seite nicht zu sehen ist. Aber:

    Du kannst auch ein Leuchtzelt /Leinwand in ein bisschen Entfernung zu Lampe, aufstellen, so, dass der Brennpunkt des Lichtes genau auf der Tuchmitte liegt. Dann ist sozusagen das angestrahlte Zelt oder Leuchttuch die Lichtquelle, die die Falter als "Mond" wahrnehmen.

    Und, hast Du gestern mal geleuchtet?

    • Offizieller Beitrag

    Hi Jakob,
    Zu deiner Frage mit der Flugzeit:
    Also die meisten Schwärmer fliegen erst ab Anfang Mai - Juni.
    Das Abendpfauenauge fliegt dabei meißt erst spät gegen 0 Uhr. Der Lindenschwärmer flog bei mir meist immer etwas eher, so gegen 22 Uhr. Birkenspinner war bei mir bis jetzt erst einer am Licht, ebenfalls so gegen 22:30. Pappelschwärmer kam bei mir auch erst einer gegen 0:45.
    Doch das mit den Zeiten ist so eine Sache. Bei den meisten Faltern kann man sich da nicht auf einen genauen Zeitpunkt festlegen, sondern die besitzen eher eine große Zeitspanne. Natürlich gibt es auch wolche Arten, wie z.B. dem Braunen Bär, der nicht vor Mitternacht fliegt, doch ich denke, das bekommst du am Besten mit, wenn du selbst häufiger mal leuchtest.

    Aber mal noch eine Frage zur Lampe -ich habe zwar eine sehr gute, aber es war ein Geschenk...somit habe ich darüber keine genauen Angaben.
    Gibt es den eigtl. eine bestimmte Frequenz oder Wellenlänge, welche die Falter bevorzugen?
    MfG,
    Toni

    Rechtschreibefehler sind gewollt und dienen zum Test der Leseaufmerksamkeit und Erheiterung des Forums :winking_face:

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    Eine schöne Ausarbeitung des Themas findest Du hier:

    Zur Anlockwirkung öffentlicher Beleuchtungseinrichtungen auf nachtaktive Insekten / Helmut Höttinger & Wolfram Graf - Wien, Dezember 2003

    http://www.wien.gv.at/umweltschutz/pool/pdf/lichtquelle.pdf

    Dort steht dann auch "Nachtfalter nehmen Wellenlängen im Bereich zwischen ca. 330 und 800 nm wahr. Die für sie attraktivsten Spektralbereiche liegen zwischen 350 und 550 nm. Die spektrale Empfindlichkeit variiert von Art zu Art. Häufig finden sich Maxima um 410 - 480 nm und um 500 - 540 nm, also vor allem im blauen und ultravioletten Spektralbereich (CLEVE 1964, 1966, 1967, MIKKOLA 1972, EBERT 1994)."

    @ Toni: Beim Abendpfauenauge und beim Pappelschwärmer scheint mir die Flugzeit sogar in zwei Aktivitätsphasen geteilt. Ich hatte mehrfach Männchen abends sehr früh am Licht (gg.22:00 Uhr) und dann erst wieder nach 00:00Uhr! Aber ich will aus meinen Einzelbeobachtungen nicht gleich eine Regel erstellen...

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