Starklicht Petroleum Fanglaterne ?

    Guten Abend liebe Gemeide .
    Ich wollte mir demnächst eine mobile Lichtfanganlage zum leuchten im Urlanb anzuschaffen ,dann stoß ich auf die seite Starklicht-Fanglaterne - Fiebig Lehrmittel und auf deren Starklicht Petroleum Fanglaterne . Auf der Seite steht beschrieben das diese Fanglaterne besonders für extreme Witterungsverhältnisse geeignet ist da sie keine Stromquelle benötigt denke ich ist es das ideale für Reisen.
    Noch dazu soll sie gute Anflugergebnisse liefern und ist auch relativ Kostengünstig.
    Wäre also perfekt für mich als Anfänger. :face_with_rolling_eyes:

    Nun wollte ich Fragen ob jemand von euch Erfahrung mit dieser Fanglaterne hat oder mir ggf. eine andere Methodik nennen kann ,die gute Ergebnisse erziehlt .
    Würde sich diese Fanglaterne auch für Heimischen Einsatz lohnen ?

    Würde mich freuen wen ihr mir gute Tipps geben könntet :grinning_squinting_face:
    Schon mal Danke im Vorraus und Lg
    Chris

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    Hi!

    ich habe damit nur einmal geleuchtet und es war keine Freude. Im Vergleich dazu hatten wir um die Ecke ca. 500m weiter eine HQL 125 und da kam deutlich mehr.

    Es kommt sicher etwas aber bei mir war es nicht der große Erfolg.

    Dazu kommt das gefummel mit dem Brennstoff. Für Flugreisen wird es dann auch ausfallen. Dann seh ich da noch die Feuergefahr - gerade im Sommer auf trockenen Flächen.

    Dann doch lieber eine elektrische Leuchtanlage! Dafür gibt es hier schon viele Beispiele und Erfahrungsberichte.

    Grüße
    Rigo

    Bin aber auch gespannt, ob Andere auch andere Erfahrungen gemacht haben.

    Noch in den 60iger-Jahren war das Leuchten mit einer Starklichtlampe - Petromax - weit verbreitet. Ich besorgte mir damals als junger Anfänger auch so eine Lampe. Die Handhabung war relativ umständlich. Petroleum einfüllen, mit Spiritus vorheizen, das Petroleum mit einer Pumpe unter Druck setzen.
    Langsam den Regulierknopf öffnen und die einströmenden heißen Petroleumdämpfe mittels Streichholz anzünden. Bei Wind war das eine nervige Prozedur. Das Petroleum entzündete sich an einem sogenannten Glühstrumpf. Dieser Glühstrumpf war nach Gebrauch sehr empfindlich gegen Erschütterungen
    deshalb war ein Ersatzglühstrumpf immer dabei. Das Licht selber war sehr hell, der Anflug gegenüber den damals verwendeten Mischlichtlampen aber sehr bescheiden. Ich nehme an daß das Petroleum keine UV-Strahlung erzeugen kann. Der einzige Vorteil war daß man von einer Stromquelle unabhängig war. Erst als die ersten tragbaren Stromaggregate auf den Markt kamen war der Lichtfang auch ergiebiger.

    Werner

    Ich kenne keinen Entomologen, der mit solchen Petroleumlampen in der heutigen noch Zeit arbeitet. Ich würde vom Kauf abraten. Es stellt sich zuerst die Frage, was ich machen will und mit welcher Intensität? Ich habe selbst in den letzten 20 Jahren weit über 150 Nächte in den Tropen an Lampen gesessen und denke, dass ich einige Erfahrungen habe. Wenn man in der Nähe von Stromquellen leuchten kann, die auch über 100 m entfernt liegen können, dann reicht ein Kabel, dass man auch in Leichtbauweise aus Deutschland im Koffer mitnehmen kann, es wiegt dann nicht sehr viel. Eine weitere Möglichkeit ist, wenn man nicht sehr oft und nur ab zu leuchten möchte das Auto. Dazu benötigt man einen Spannungswandler, der nicht viel kostet und man schließt die Leuchtquelle an die Autobatterie an und fertig. Ansonsten leuchtet jeder den ich kenne mit Generatoren. Honda FX350 oder 500 ist da für Entomologen ein Standardmodell. Früher habe ich den im Handgepäck mitgenommen. Heute geht das nicht mehr. So ein Gerät gibt es nur noch gebraucht für etwa 200 Euro. Die Erfahrungen der letzten Jahre haben aber gezeigt, dass man in den meisten Ländern für diesen Preis auch einen Generator kaufen kann. Den lässt dann zurück oder gibt in als Gepäck auf.

    Nun zum Leuchtmittel: Da werden viele ihre eigene Meinung haben. Ich benutze seit vielen Jahren nur noch Mischlichtlampen mit 160 Watt Leistung. Größere Leuchtmittel (400 Watt) kann man nehmen, aber sie bringen definitiv nicht mehr an Fangergebniss. Ich gehe soweit zu behaupten, dass eine 1.000 Watt Lampe sogar weniger bringt. 160 Watt Mischlichtlampen bekommt man überall im Handel z.B. von Osram für 15 - 20.-Euro. Außerdem verbraucht man zu viel Sprit bei einer großen Lampe und der Generator läuft ja bis zu 12 Stunden. Was sich bewährt hat, jedenfalls beim Fang von Saturniiden, ist die Installation einer zweiten Schwarzlichtlampe. Diese Lampe positioniere ich mindestens 30- 50 m weit weg. Geeignet sind Schwarzlichtlampen von Silvana weil man Röhren schwer transportieren kann.

    Hallo,

    genau - das hatte ich noch vergessen - der Transport diese Starklichtlampe war wirklich schwer zu machen, denn einmal stark aufgesetzt und zerrissen war der einmal benutze Glühstrumpf. Bei den Glühstrümpfen gibt es verschiedene - nicht nur für die Leistung, sondern auch für die Lichtfarbe. Allerdings wird auch der mit der höchsten Farbtemperatur nicht an die Zusammensetzung des Mischlichtlampenlichts herauskommen.

    Und ja - mehr als 160W Mischlicht braucht es wirklich nicht! Für den Transverter-betrieb 12V auf 220V wäre auch zu überlegen, ob es nicht auch eine 100W Mischlichtlampe tut, denn dann reicht auch der doch recht schwere Akku länger - wobei das im Regenwald oder weit weg vom Auto eher was für Masochisten ist :smiling_face: . Wir hatten im Regenwald auf einer wirklich großen Lichtung auch schon 400W HQL aber wenn dann der Unterstand und das Tuch recht klein ist, dann sitzt am Tuch nicht mehr als bei der 160er. Ich hatte schon das Gefühl, das etwas mehr kam aber auch nur etwas. Dafür saßen aber viele Falter nicht am Tuch, sondern irgendwo im Umkreis von 10 - 20 m, wo dann kein Tuch mehr war und so das Absuchen der Umgebung auch anstrengend wird.
    Auch 1000W HQL hatte ich in Dt. aber das ist wirklich sinnfrei, denn der eben beschriebene Effekt bei der 400er ist dann nur noch größer.

    Schwarzlichtlampen (richtige mit Quecksilberbrenner und Glühwendel - nicht die wo nur ein Glühwendel drin ist) gibt es auch als Mischlichtlampen und so spart man sich auch da das schwere Vorschaltgerät. Wie aber bei allen Mischlichtlampen sollte man für einen Regenschutz sorgen, damit sie nicht platzen wenn Wasser auf das heiße Glas kommt.

    Grüße
    Rigo

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