Behandlung und Lagerung von Eiern

    Hallo zusammen,

    ich oute mich jetzt mal in Bezug auf die Schmetterlingszucht als Anfänger - gerade was "ex ovo" angeht :hilfe:

    Leider habe ich einige Eier von speziellen Arten entsorgen müssen :böse:
    z.B. habe ich Eier vom Oleanderschwärmer ab und an besprüht ... und mußte mir dann sagen lassen, dass sie das nicht vertragen
    Den Eiern von Imbrasia belina hat das z.B. überhaupt nicht geschadet, da hatte ich mit dieser Methode eine Schlupfrate von 98 % (allerdings ist die Zucht im Anschluss völlig schief gelaufen)
    Auch noch ein paar andere Eier von Exoten mochten wohl keine leichte Feuchtigkeit (Attacus atlas und Samia cynthia ricini). Obwohl ich beim A.atlas irgendwo gelesen habe, dass jemand diese Eier auf feuchtem Küchenpapier ausschlüpfen läßt.

    Von den Eiern von Saturnia pyri sind unter meinen Bedingungen 3 Raupen bislang geschlüpft (vor gut 1 Woche) und seitdem tut sich nichts mehr. Liegts an meiner Methode oder ist da einfach kein befruchtetes Ei mehr dabei oder brauche ich mehr Geduld? Eier von E.versicolora mochten die Feuchtigkeit (zumindest bei mir) sehr - top Schlupfrate.

    Wo kann ich denn nachlesen, wie mit Eiern der unterschiedlichen Arten zu verfahren ist? Meistens finde ich nur Anleitungen, wie später die geschlüpften Raupen zu behandeln sind.

    Über ein paar Hinweise freue ich mich riesig, damit es demnächst wieder besser läuft :daumenja:

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    Hallo,

    Pannen können vorkommen - nicht entmutigen lassen! Und manchmal schlüpfen die Raupen aus anderen Gründen nicht; ist im Ei nichts drin, kann auch nichts rauskommen...
    Im Prinzip sollten alle Eier Wasser (zumindest in gewissen Mengen) vertragen können, da es ja in der Natur auch öfter regnet oder taut bzw. feucht ist; allerdings ist das Besprühen zu Hause in einem geschlossenen Raum problematisch, da die Tröpfchen evtl. nicht trocknen und Dauernässe (+Infektionen oder Ertrinken) verursachen. Andererseits tut eine gewisse Feuchtigkeit den Eiern durchaus gut - aber da reicht die Luftfecuchtigkeit vollkommen aus - am besten dicht verschließen (Plastik) und leicht anhauchen. (Es gibt aber auch Fälle, in denen die Eier dann verkleben und die Raupen nicht richtig schlüpfen.) Allgemein ist de Sache schwer zu beurteilen, weil es so viele artspezifische Unterschiede gibt; A. yamamai Eier z.B. können richtig "baden", jenen von A. polyphemus gefällt nicht einmal das "Anhauchen" - wie wir aus einer Zuchtanleitung von Herrn Jindra wissen. Zarte grüne Schwärmereier sind eher kurzlebig und nicht so wasserfest wie die viel hartschaligeren Nachtpfaueneier, v.a. kurz vor dem Schlupf.
    Manchmal ist es besser, sich weniger um die Tierchen zu kümmern - und nur das Allernötigste einzuhalten.
    Mich hat es früher immer geärgert, daß aus den Eiern, die nebst geschlüpften und bereits fressenden Raupen lagen, nichts mehr geschlüpft war - man sollte die Räupchen und das Futter unbedingt von ihnen trennen; warum, kann ich mir auch heute noch nicht richtig erklären...

    Gruß und viel Glück

    Hallo Alexandra,
    als langjähriger Züchter von verschiedenen Schmetterlinge habe ich es unterlassen
    Eier egal welcher Art mit Wasser zu besprühen oder überhaupt mit Wasser zu behandeln.
    Es ist wichtig die Eier möglichst auf einem sauberen Grund z.B (gut gereinigte Plastikschale)muss nicht steril sein aber eben sauber zu lagern (legen)!
    Bei trockener Luft (im geheizten Zimmer z.B) können die Eier 1-2 mal
    pro Tag angehaucht werden und dass sollte auch schon genügen mehr Feuchtigkeit
    schadet höchstens. In der Natur werden Eier zwar nass aber sie trocknen durch Sonne und Wind schnell wieder ab zudem kommen im Freien auch nicht alle durch.
    Weiter sollten die Eier direkt auf dem Plastikboden also nicht auf Papier,Pflanzenteile,
    (ausser sie sind daran gut festgeklebt) liegen.Gerade Papier ist von Pilzsporen und Bakterien schnell behaftet.
    Eine Sauerstoff zufuhr (Lüftung ist auch wichtig aber es reich da eine minimale Öffnung.
    Wenn die ersten Raupen schlüpfen diese aus dem Beälter nehmen und nicht etwa Futter dazulegen wo noch andere noch ungeschlüpfte Eier sind dass kann schädlich sein für
    diese .(Pilzschimmel z.B.).
    Hoffe etwas geholfen zu haben und wünsche Dir viel Glück bei Deinen Zuchten

    Freundliche Grüsse
    André

    Hallo Bostjan und André,

    vielen Dank für Eure informativen Antworten.

    Dann habe ich es zu gut gemeint und versucht, der Natur nachzuahmen.
    Bei einigen Zuchten ist es auch prima gelungen.

    Ich werde Eure Ratschläge beherzigen und meine zukünftig geplanten Zuchten nach der "Hauchmethode" züchten :winking_face:

    Besten Dank

    Hallo Alexandra,

    viele Eier und auch Raupen möchten eine hohe Luftfeuchtigkeit. Gerade bei der Zucht im geheizten Zimmer greift man dann gerne zu Wasserzerstäubern oder ähnlichem.
    Ich halte schon einige Jahre Orchideen, die auch gern hohe Luftfeuchtigkeit mögen. Die Befeuchtung durch eine Bestäuber tut Ihnen, wie auch vielen Eiern von Schmetterlingen nicht wirklich gut.
    Eine Sprühflasche sprüht nämlich auch Sporen von Pilzen und auch Bakterien aus der Luft gezielt auf die zu befeuchtenden Gegenstände.
    Der wichtigste Punkt ist, dass nicht Feuchtigkeit sondern Luftfeuchtigkeit gefragt ist.
    Ich benutze für die Aufbewahrung von Eiern zwei einfache Platikbecher(wie man sie aus Kaffeeautomaten bekommt). Einen (Der Untere) zur Aufnahme von Wasser, den zweiten zur Unterbringung der Eier. Beim zweiten Becher entferne ich etwa 5 cm des Bodens und dichte den offenen Boden mit etwas Gaze ab. Darauf kommen dann, bei den auf einander gesteckten Bechern, die Eier drauf.
    Optimal als Gaze hat sich übrigens ein Stück einer Nylonstrumpfhose oder Strumpfes bewährt. Die Laufmaschen dürfen allerdings noch nicht zu groß sein! :cool:

    Ein kleines Kristall Tymol an der Oberkannte des inneren Bechers mit Doppelklebeband befestigt, kann zusätzlich Schimmelbildung verhindern. Wer es natürlich möchte, sollte ein bisschen frischen Tymian und Kapuzinerkresse (Angedrückte Blütenknospen) auf die Konstruktion geben. Diese Pflanzen haben antibiotische und auch antifungide Wirkung.

    Viele Grüße
    Franz

    Hallo Alex.

    Diese Fehler, die du hier nennst, haben wohl so gut wie alle Züchter und Schmetterlingsbegeisterte zu Anfang ihrer Tätigkeit gemacht. Von ein paar ultimativen Ausnahmen vielleicht abgesehen. :grinsen:
    Somit befindest du dich bei 1800 Mitgliedern in guter Gesellschaft. :grinsen:

    Also, welcher "Fehler" einem auch immer unterläuft, man/frau ist selten der/die erste. Somit ist auch hier im Forum wirklich kein Pranger nötig! :freudentanz:

    Gute Nacht noch und in Zukunft mehr Erfolg!

    Rudi

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