Welcher Falter? Amphipoea Oculea ?

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  • jj16 15. August 2023 um 13:39

    Hat den Titel des Themas von „Welcher Falter Amphipoea Oculea ?“ zu „Welcher Falter? Amphipoea Oculea ?“ geändert.

    lucens lässt sich schon mal vom Biotop her ausschließen. Die fliegt meist mitten auf Hochmoorkalotten und entfernt sich nicht weit davon.

    crinanensis ist auch raus.

    oculea ist etwas gedrungener vom Flügelschnitt her als fucosa, ist etwas satter gefärbt und meist lokaler verbreitet als fucosa. Sie kann dafür auf ihren Plätzen aber in größeren Stückzahlen auftreten.

    Oculea hat auch eine gewisse Vorliebe für ausgedehnte Trockenrasen.

    Ich kann beide durchaus optisch trennen, müsste den Falter dazu aber in der Hand haben. Es gibt nunmal Eindrücke wo ein Foto an seine Grenzen stößt.

    In diesem Fall sollte fucosa passen.

    Oculea ist schwerpunktmäßig eine Art des letzten Julidrittels.

    Bloß weil es irgendwo geschrieben steht?

    Ich habe trotzdem kein Problem mit der Gruppe und kriege sie ohne GU auseinander.

    Oculea und fucosa sind für mich ausreichend verschieden und lucens trennt das Biotop .

    Lediglich bei crinanensis- Verdacht ist es tatsächlich angebracht.

    Da geht es dann aber nur um optisch "kleine fucosa" aus SH und Skandinavien im August.

    Südlich davon kann man diese Art ausschließen.

    Genauso wie sich langsam der Schleier um die Epirrhitas lüftet und vieles plötzlich ohne GU möglich ist:

    Wenn man sich jahrzehntelang mit ähnlichen Arten beschäftigt fällt einem oft etwas auf was so nicht beschrieben ist.

    Ich habe nicht umsonst gesagt "ich müsste das Tier in der Hand haben".

    Es gibt einen Gesamteindruck welcher kaum anders zu erkennen ist und sich nicht immer eindeutig in Worte fassen lässt.

    Ich habe im Frühjahr eine Eizucht mit dänischen Tieren gemacht (diese WERDEN genitalisiert, aus gutem Grund).

    Gerne hätte ich Zuchtversuche auch mit den anderen 3 Arten gemacht (das dürfte sehr aufschlussreich sein). Leider sind diese Tiere zumindest bei mir so selten geworden das es kaum noch möglich ist an ein Weibchen zu kommen.

    Genau so habe ich mich früher mal mit den drei Oligias strigilis, versicolor und latruncula befasst.

    Mit genügend Material erkennt man plötzlich so viele Unterschiede dss sich sogar total schwarze Falter zuordnen lassen.

    Noch spannender: die Raupen im Frühjahr zu suchen... Und man erkennt sehr schnell die unterschiedlichen Vorlieben der drei Arten.

    Ok, das war langsam genug neben dem Thema.

    solche "Spezialisten" die Amphipoea am "langen Arm" bestimmen konnten hatten wir auch im Verein. Die sind mittlerweile wieder vorsichtig geworden, nachdem wir mal ein paar Tiere auseinander genommen hatten. Und ordentliche Bestimmungen trennt nicht das Biotop. Dabei kann man auch böse hereinfallen. :thinking_face:

    na dann erkläre mir doch mal was eine fucosa auf einer Hochmoorkalotte will, mit Gräsern die an einen toral sauren Untergrund angepasst sind...

    Dann sind diese Teile noch von einem sehr großen Moorwaldbereich umgeben.

    Da verfliegt sich kaum etwas.

    leben wir nicht in Zeiten, wo man immer staunt, wie schnell neue Arten auftauchen und verschwundene ihr Areal erweitern?

    Du kannst sagen was du willst, Amphipoea, Oligia latruncula und versicolora, Mesapamea secalis und secalella und so weiter sind NICHT, und auch nicht von DIR, ohne GU sicher ansprechbar.

    Das ist ein unwiderlegbarer Fakt.

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