Einer meiner letzten Kokons Samia ricinis hatte Probleme beim Schlupf. Ich hatte bereits die gesponnene Seide entfernt und stellte dann fest, dass der Kokon mittig gerissen ist, statt vorn am Kopf…. Da hing er nun ich weiß nicht wie lange. Vorsichtig pulte ich ihn aus dem Kokon (17:00 Uhr)



    Komplett ohne Verletzungen. Hing ihn etwas später an die Decke des flugkäfigs und wartete 45 Minuten. Es passierte absolut überhaupt gar NICHTS mit den Flügeln. Also dachte ich, ich hab dann halt jetzt nen flugunfähigen Wurmling, weil ja immer wieder erwähnt wird, dass die Falter nur kurze Zeit haben um das Blut in die Flügel zu pumpen. Setzte ihn auf ein Handtuch im flugkäfig und dachte das wär’s.



    Gerade eben - also 3 Stunden nach Schlupf - guckte ich nochmal rein und er sieht beinahe fertig aus.





    Wie lange haben die Falter denn nun effektiv Zeit die Flügel aufzupumpen?

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    I think it varies by species species with larger wings have I think longer than small but as long as the wings haven't become hard yet I think they can still pump them up.
    I'm not sure but it seems logical to me

    Ich hatte mal gelesen, dass gerade bei Nachtfaltern das Aufpumpen der Flügel genetisch verzögert wird.

    Macht auch Sinn, wenn der Falter aus seiner Erdhöhle kriecht oder sich aus dem Kokon zwängt, da wäre es nicht gut, wenn während dieses Vorgangs schon Blut in die Adern gepumt wird.

    LG

    Peter

    Interessant. Ich hatte schon einige Male erlebt dass es Falter nicht selbst aus dem Kokon geschafft haben, aber noch nie dass sie die Flügel danach noch aufpumpen konnten. Meiner Erfahrung nach müssen die Tiere quasi unmittelbar nach dem Schlupf mit dem Pumpen beginnen sonst wars das. Aber scheinbar kann das doch deutlich länger sein. Der Faktor ist dann wahrscheinlich dass die Flügel vorm aufpumpen beschädigt werden wenn der Falter nicht selbstständig aus dem Kokon kommt und man nachhelfen müsste.

    Beste Grüße

    David

    Der Faktor ist dann wahrscheinlich dass die Flügel vorm aufpumpen beschädigt werden wenn der Falter nicht selbstständig aus dem Kokon kommt und man nachhelfen müsste.

    Beste Grüße

    David

    Also wie gesagt hab ich ihn komplett rausgepult mit den Fingernägeln ohne Hilfsmittel und ohne Schäden. Heute übrigens den zweiten. (Hatte ich schon beinahe mit gerechnet, weil beide eine sehr helle (vermutlich dünnere?) Stelle mittig des Kokons besaßen, an welcher Stelle der Kokon dann auch geplatzt ist

    Das war auch alles total einfach, kann mir gar nicht vorstellen, dass man so grob motorisch ist und irgendwas kaputt macht dabei. Beim zweiten dauerte das aufpumpen auch länger als bei den selbst geschlüpften aber nicht ansatzweise so lange wie bei dem ersten Hilfebedütftigen - welchen man übrigens in kleinster Weise mehr von den normal geschlüpften unterscheiden kann.

    Vielleicht waren die Tiere bei dir so positioniert dass sie leicht befreit werden konnten. Bei mir waren die Falter teilweise mitten in diversen Seidenfäden, die sich kreuz und quer durch die Flügel zogen. Das dauerte eine Weile um den Falter da unverletzt heraus zu bekommen, aber wahrscheinlich waren die Flügel da bereits getrocknet oder die Flügel wurden durch das kämpfen des Falters und die Fummelei doch beschädigt.

    Moin,

    ich kann zum Thema etwas echt Verrücktes beitragen: ich hatte vor vielen Jahren, als ich noch Schüler war, mal einige Segelfalter gezüchtet. Leider haben etliche Rp. die Verpuppung nicht ordnungsgemäß vollzogen, sodaß die Fühlerscheiden wie Hörner aus der Pppe. herausragten (Wahrscheinlich mangelnde Feuchtigkeit während des Ppp.Häutungsprozesses.). Wie ich schon befürchtete, konnten sich die Falter während des Schlupfes nicht von dem Puppenteil, das die Fühler beinhaltete, befreien, sodaß nur "Krüppel" resultierten. Dann habe ich in meiner Verzweiflung die schlupfreifen Falter abends aus der Ppp. befreit. Sie saßen dann die ganze Nacht über an der Gaze, ohne die Flgl. aufzupumpen. Auch am nächsten Morgen, als ich in die Schule mußte, war die Situation unverändert. Doch wie groß war meine Überraschung, als ich gg. Mittag wieder nachschaute: alle Falter hatten die Flgl. einwandfrei entwickelt! Ich hätte nicht in meinen kühnsten Träumen erwartet, daß ein Falter nach so langen Stunden in der Lage war, sich noch zu entwickeln! Fazit: die Natur läßt sich ihre Geheimnisse nur sehr schwer entlocken:winking_face:.

    VG, HM

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