Schimmel an den Eiern von Antheraea pernyi

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    Hallo Lukas,

    dann war die Umgebung wohl zu feucht oder stickig.
    Die angeschimmelten Eier solltest Du auf alle Fälle von den restlichen trennen.

    Gute Belüftung ist jetzt wichtig. Möglicherweise haben alle Eier Sporen abbekommen, daher bewahrst Du die schimmeligen und die "guten" Eier am besten in zwei separaten Döschen auf, welche oben mit feiner Gaze (oder Strumpfhosenstoff) bespannt sind. Solange es nicht zuviele Eier sind, eignen sich (transparente) Filmdosen recht gut.
    Nur 1x täglich leicht mit fein eingestellter Düse besprühen.

    Wie alt sind die Eier?

    Grüsse
    Jörg

    Sevus Lukas.

    Eine andere gute Methode zur Eieraufbewahrung ist folgende:

    Zwei gleich große Joghurtbecher nehmen und bei einem davon die untere Hälfe mit einer Schere wegschneiden.

    Dann in den ganzen Joghurtbecher etwas Wasser einfüllen. Ein Gazetuch nehmen und auf die Öffnung dieses Bechers legen und den abgeschnittenen Becher von oben rein stecken. Dabei drückt sich die Gaze nach unten durch und bildet über der Wasseroberfläche einen feinperforierten Boden, auf dem man die Eier legen kann. Dies sorgt für eine gleichmäsige Luftfeuchte, je nach Umgebungstemperatur. Gleichzeitig kommt genügend frische Luft an die Eier, so dass diese nicht mehr schimmeln können. Zusätzlich kannst du die Eier, wenn du denn meinst, gelegentlich ansprühen.
    Oben mache ich dann meist auch mit einer feinen Gaze und Gummiband dicht.
    Wenn die Raupen kurz vorm schlüpfen sind, tauscht du die Gaze am besten gegen Toilettenpapier aus, da es passieren kann, dass kleine Raupen durch die Gaze schlüpfen und im Wasser ertrinken.
    Oder du füllst die Eier in diesem Stadium in ein anderes Behältnis um.

    Mit dieser Methode habe ich bei Sphingiden und Lasiocampiden sehr gute Erfahrungen gemacht. Und vielleicht funkt´s ja auch bei den Saturniden.

    Außerdem ist es schnell und kostengünstig herzustellen.

    Und wie schon Jörg geschrieben hat: Eier sortieren und zwei Portionen machen.

    Schönen Gruß

    Rudi

    Vielen Dank ja werde es ma probieren hast du vielleciht ein foto da ich mir das nicht genau vorstelle kann .
    Habe die eier sortiert es sind erst 20 leicht verschimmelt gewesen die anderen 500 - 700 sind alle ok.
    Gruß L.B.

    Hallo Lukas.

    Habe im Augenblick kein Foto davon zur Hand. Ich werde aber versuchen dir am Sonntag ein oder zwei hier einzustellen. Vorher komme ich nicht dazu.

    Sorry. Muss jetzt leider Schluss machen.

    Gruss
    Rudi

    PS. Bei der Menge an Eiern würde ich die befallenen entsorgen bzw. den Meisen übergeben. So gehst du weniger Risiko ein, dass die anderen auch noch "angesteckt" werden!

    Hallo Lukas,

    schau mal hier, auf Franz Ziereis' Seite ist unter "Behälter zur Eierüberwinterung" ein ähnliches Prinzip wie das von Rudi beschriebene abgebildet:

    Zuchthinweise von Franz Ziereis


    Bei nicht überwinternden Saturniidae habe ich das aber auch noch nicht getestet, vielleicht aber kann ein anderer Züchter von Erfahrungen damit bei der "normalen" Eieraufbewahrung (ohne Überwinterung) berichten. Ich selbst gehe immer so ähnlich wie ganz oben auf der Seite beschrieben vor - Eier in kleinen Plastikdöschen.

    600 Eier würde ich aber nicht in EINEN solchen Behälter packen....

    Grüsse
    Jörg

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    Hallo Lukas,

    damals hatte ich gesagt, dass ich an Deiner Stelle eine Zucht auf Feuerdorn versuchen würde. Pyracantha sollte eigentlich angenommen werden, da pernyi recht polyphag ist. 100%ig sicher bin ich mir dabei aber nicht.
    Definitiv klappt die Winterzucht an immergrünen Schneeballgwächsen, die Erfahrung habe ich selbst gemacht, nur werden die Falter dabei nicht besonders gross.
    Zur Not wird auch Cotoneaster (Zwergmispel, ein weit verbreiteter, immergrüner Bodendecker) angenommen.

    Grössere pernyi-Raupen sind nicht gerade sparsam im Umgang mit Futter - sollte ein Grossteil der Eier schlüpfen, würde ich an Deiner Stelle nicht mehr als 50 Raupen behalten.

    Grüsse
    Jörg

    Hallo Lukas,

    Deine letzte Frage verstehe ich nicht ganz.
    Du hälst die pernyi-Eier scheinbar bereits seit einiger Zeit unter bestimmten Bedingungen, daher nehme ich an, dass dies auch beabsichtigt und mit Hintergrundwissen geschieht.
    Welche Infos zur Eieraufbewahrung von pernyi hast Du bisher? Bei 600 Eiern sollte man sich frühzeitig Gedanken machen, besser noch vor dem Schlupf der Falter...

    Oben habe ich Dir einen Link genannt, unter welchem Du die nötigen Infos zur Eieraufbewahrung etc. findest. Meiner Meinung nach sollte diese Anleitung von Franz Ziereis als Extra-Dokument auf Actias a'la "Grundlegendes zur Saturniidae-Aufzucht" eingebaut werden, da hier wirklich alles für den Anfänger Wichtige kurz umrissen und gut verständlich dargestellt wird.

    Tipp: Antheraea pernyi überwintert nicht als Ei und in den Herkunftsländern ist es während der Eientwicklung nicht Winter....

    Grüsse
    Jörg

    Hallo zusammen.

    Jetzt hat es doch etwas länger mit den Fotos gedauert. Aber selbst wenn es für die pernyi-Eier zu spät sein sollte, kann man das Verfahren ja auch noch für spätere Zuchten verwenden.

    Foto 1: Bei einem Joghurtbecher wird die unter Hälfe weg geschnitten. Der ander Becher bleibt komplett.

    Foto 2: Auf den ganzen Becher legt man ein feinmaschiges Gazetuch. Es geht auch Toilettenpapier, dünner Stoff, etc.

    Foto 3-5: Nun wird von oben der halbierte Joghurtbecher in den ganzen Joghurtbecher eingesteckt. Dabei wird das Gazetuch nach unten gedrückt und bildet so einen "zweiten" Boden.

    Auf diesen Gazeboden kann man nun Eier legen und bis zum Schlupf aufbewahren. Natürlich muß noch etwas Wasser in den so entstandenen Eibehälter eingefüllt werden. Verschlossen wird das Ganze dann mit Gaze etc.

    siehe auch die anderen Bilder


    Schönen Gruß

    Rudi

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