Das Aussetzen von ortsfremden Arten

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    Der Inhalt dieses Beitrages wurde von Claude Sinner gelöscht.

    wenn ich mir über die Börse Falter bestelle (und sei es aus Bayern) darf ich sie nicht frei lassen bzw. auch nicht die Nachzucht. Tue ich das vermenge ich die DNA...und ich verwässere die Marker einer ortstypischen Art.

    Sehe ich das Richtig?

    Fabio

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    Moin,

    die Problematik ist schon des öfteren aufgetreten. Das beste Beispiel sind verschiedene Saturniidenarten, die nach Italien eingebracht wurden zur Züchtung und zur Gewinnung der Seide. Bei diesen Zuchten sind aber immer auch Arten aus der Zucht entkommen und besiedeln heute wenigstens die Regionen, in denen sie gehalten wurden (siehe z.B. auch Samia cynthia walkeri).

    Setzt man Arten aus, die im eigenen Faunengebiet vorkommen, aber nicht aus diesem stammen, riskiert man nicht nur, dass der Wissenschaft verschiedene Merkmale zur historischen Verbreitung der Arten oder ähnliches verloren geht, sondern auch, dass die regional genetischen Anpassungen an das jeweilige Klima zur Schwächung der Population und im schlimmsten Falle zu derem Aussterben führen kann. Eine Freisetzung sollte immer gut überlegt sein, wobei man aber bezogen auf Verschlechterung der Anpassung an den Lebensraum z.B. sicherlich nicht darüber nachdenken muss, ob der Schwalbensschwanz aus Bayern in Baden-Württemberg ein Problem darstellt.

    Zitat

    Jop, niemand verbietet dir das Freilassen,

    Dem kann ich nicht zustimmen, im Gegenteil. Hier sollte man sehr vorsichtig sein. Das Naturschutzrecht der BRD besagt unter § 20 d allgemeiner Schutz wildlebender Tiere und Pflanzen:

    (2) Gebietsfremde Tiere und Pflanzen wildlebender und nicht wildlebender Arten dürfen nur mit Genehmigung der nach Landesrecht zuständigen Behörde ausgesetzt oder in der freien Natur angesiedelt werden.[...] Die Genehmigung ist zu versagen, wenn die Gefahr einer Verfälschung der heimischen Tier- oder Pflanzenwelt oder eine Gefährdung des Bestandes oder der Verbreitung heimischer wildlebender Tier- oder Pflanzenarten oder von Populationen solcher Arten nicht auszuschließen ist.

    Die einzigen Gründe, weshalb wohl noch niemand versucht hat die Betreiber niederländischer Gewächshäuser für die Freisetzung von Harmonia axyridis zu belangen, dürften die sein, dass es einerseits schwer wird ein niederländisches Unternehmen nach deutschem Recht zu verurteilen (man müßte ja in den Niederlanden klagen), es unmöglich wird nachzuweisen, von welchem oder welchen Betrieb(en) die Freisetzung ausging und last but not least, dass über den Hamburger Hafen eine Einschlappung erfolgte, die uns exakt das gleiche Problem beschert hätte (es ist noch gar nicht klar, ob es ein Problem ist - nach meinen derzeitigen ERkenntnissen eher nicht).

    Ich würde aber fast behaupten, dass der Klageweg beschritten worden wäre, ggfs. von einem der Naturschutzverbände, wenn diese Problematik nicht dagegen stünde und eine Klage aussichtslos machen würde.

    Viele Grüße
    Klaas

    Fabio, du sprichst von einer Aussage von Walter Schön. Ich habe diesen Text bei http://www.schmetterlinge-raupen.de nirgends gefunden.
    In welchem Zusammenhang hat er das geschrieben? Kannst du das Zitat noch wörtlich hinschreiben?

    Ganz allgemein formuliert halten sich Schmetterlinge nicht an Grenzen und andere behördliche Einteilungen. So haben wir in der Schweiz viele Schmetterlinge aus dem französischen Rhonetal, Postillons aus der Provence, italienische Admirale, Totenkopfschwärmer aus der Türkei und viele andere Wanderfalter. Das heisst, man muss diese Thematik in jedem Fall artspezifisch betrachten.

    Nachweislich ist noch keine einheimische Art ausgestorben, nur weil gleiche Arten fremder Herkunft ausgesetzt wurden.

    Das heisst aber noch lange nicht, dass wir sorglos fremde Falter freisetzen dürfen! Das Risiko einer Verfälschung besteht, so klein es auch ist.

    Das gleiche gilt für das Einschleppen von fremden Krankheiten und Parasiten.

    Noch nie erkrankte eine einheimische Art, weil eingeschlepptes Zuchtmaterial infiziert oder parasitiert war.

    Das ist aber kein Freibrief, unbekümmert Eier, Raupen und Puppen in der Welt herum zu schicken. Da ist jeder Züchter selber verantwortlich, dass er keinen Schaden anrichtet.

    Die nationalen Naturschutzrechte sind zum Teil nicht gerade praxisgerecht. Sie behandeln vor allem den Schutz von Wirbeltieren. Dort sind sie nötig und wichtig.
    Ob wir diese Vorschriften bei Schmetterlingen und anderen Insekten strikte beachten oder nicht, hat wohl kaum Einfluss auf das Wohlergehen einer einheimischen Art. Aber es kostet uns ja nichts, sie wo immer möglich einzuhalten.

    :smiling_face_with_sunglasses:

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    Klaas sieht das Ganze etwas verbissen, finde ich. Die wenigsten Schmetterlingsarten scheinen streng ortsgebunden zu sein, schon dadurch, dass sie fliegen können. Selbst Arten, deren Weibchen nicht fliegen können, haben eine enorme Gebietserweiterung (z.B. Schlehenspinner). Das erklärt u.a., dass Arten, die man lange nicht beobachtet hatte, plötzlich irgendwoher wieder auftauchen können. Und Arten, die in Enklaven vorkommen, haben es schon aus anderen Gründen schwer. Nicht das Aussetzen von ortsfremden Individuen gefährdet sie, sondern der kleine Genpool und die geringe Population. Das Beispiel des Bläulings Lycaena helle ist vielleicht gar nicht mal so schlecht gewählt: Sicher hätte man möglicherweise irgendwelche genetischen Migrationsrekonstruktionen erstellen können, wenn die Art nicht, wie Claude sagt, mittlerweile dummerweise dort ausgestorben wäre. Wollen wir forschen oder den Erhalt fördern?
    Dem Argument, dass man ein lokales Vorkommen genetisch schwächt, wenn man ihm quasi "verweichlichte" Gene aus einer Zucht zuführt, kann ich auch nicht ganz folgen (obwohl denkbar). Die äußeren Bedingungen werden schon dafür sorgen, dass schwache Individuen nicht "weiterkommen". Außerdem ist aus Sicht der Genetik eine "Poolauffrischung" eigentlich immer zu begrüßen. Nicht zuletzt stellt sich vor diesem Hintergrund die Frage, ob nicht vielleicht spezielle Unterarten und endemische Arten nur desahlb gefährdet sind, weil der begrenzte Genpool zu Phänomenen der Inzucht und damit zu einer besonderen Vulnerabilität der Art führen könnte.
    Und zuguterletzt wird es Arten dort geben, wo sie geeignete Bedingungen vorfinden. 10 Falter sind keine Population, aber ein Indikator, dass die Art dort existieren kann und es weiterhin könnte, wenn z.B. das Biotop groß genug wäre. Also muß man das Biotop schützen.

    edit: noch ein Punkt: Wir haben es bei unserer "Umwelt" fast durchweg mit durch die Anwesenheit des Menschen verfälschten Biotopen und biologischen Systemen zu tun. Heidegebiete sind z.B. sowas von Kulturlandschaft. Wenn man sich das vor Augen führt, dann erscheint es fast absurd, sie überhaupt unter Naturschutz stellen zu wollen, und damit nicht genug: um sie zu erhalten, muß man sogar massiv eingreifen. Eine weitere "Verfälschung" solcher Systeme halte ich - nüchtern betrachtet - weder für gut noch für böse. Sie sind Teil eines Kontinuums. Die Sache mit dem asiatischen Marienkäfer ist hingegen (jetzt mal nicht nüchtern betrachtet) eine ganz schöne Katastrophe.

    Moin Soil,

    ich denke, dass du mich etwas zu sehr beim Wort nimmst. Ich sehe kein grundsätzliches Problem darin Individuen aus anderen Populationen in die heimische einzukreuzen. Ich wollte nur darauf hinweisen, dass an einem bestimmten Punkt Probleme beginnen können, die eine vorhandene Population massiv beeinträchtigen können. So würde ich es als unproblematisch betrachten P. machaon aus Österreich z.B. nach NRW einzukreuzen, habe aber meine Zweifel, ob das bei Mittelmeersubspezies noch so klever ist.

    Zitat

    Die Sache mit dem asiatischen Marienkäfer ist hingegen (jetzt mal nicht nüchtern betrachtet) eine ganz schöne Katastrophe.

    In wie fern? Worauf bezieht sich diese Aussage?

    Viele Grüße
    Klaas

    ich denke, dass du mich etwas zu sehr beim Wort nimmst. Ich sehe kein grundsätzliches Problem darin Individuen aus anderen Populationen in die heimische einzukreuzen.

    In wie fern? Worauf bezieht sich diese Aussage?

    Hallo Klaas :winken:,
    so hast Du es aber bereits wiederholt geschrieben :P, und ich finde den Ansatz interessant, Aus diesem Blickwinkel hatte ich das bislang nicht gesehen. Wie gesagt, bei schätzungsweise über 90% der Arten wäre so eine "Geninvasion" durch Aussetzen regional "fremder" Individuen bestimmt nicht schädlich, weil es das natürliche Maß des Genaustausches sowieso nicht übersteigen würde. Das ist aber bloß meine Einschätzung und Meinung. Und damit kann man bekanntermaßen falsch liegen. Papa papillon scheint allerdings einen Überblick über die Datenlage zu haben. Was P. machaon betrifft, würde ich es interessant finden, wie sich Mittelmeerindividuen hier schlagen würden, inbesondere was Generationen und Diapause betrifft. Letztere scheint es nämlich zumindest in Südspanien nicht zu geben.

    Zum Marienkäfer: Er verdrängt den heimischen Käfer massiv. Ich finde in letzter Zeit praktisch keine heimischen Marienkäfer mehr. Das finde ich persönlich 1. schade (daher nicht nüchtern betrachtet) und 2. bedenklich. Die Larven scheinen nicht nur Läuse zu fressen, sondern auch sonstige Weichgetiere, wie ich gehört habe. Und letztes Jahr waren wir in Berlin, da haben wir erlebt, wie das Massenauftreten dieses Käfers konkret aussieht. Innerhalb weniger Minuten saßen hunderte Käfer auf meinem weißen T-Shirt.
    Kurzum: Er ist ein Paradebeispiel für eine Neozoe, die hier (nach menschlichem Ermessen und sicher auch biologisch) absolut nicht herpasst (und das nicht, weil ich mich um mein T-Shirt sorge). Und damit führt dieser Punkt zur eigentlichen Überschrift dieses Themas (Arten und nicht Subpopulationen, auch wenn das ein wichtiger und interessanter Unterpunkt ist) zurück.

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    Abwarten. Jede Art trifft irgendwann auf ihren Meister, soll heißen: natürlich sind Neozoen am Anfang häufig. Eine derartige Ressource bleibt aber nicht lange ungenutzt. Das einzige, was man machen kann, ist darauf zu achten, dass andere, bedrängte Arten in der Zwischenzeit nicht aussterben. Da finde ich, ist as Geschrei größer als die Datenlage.

    Noch sind wir zwar keine gefährdete Art, aber es ist nicht so, dass wir nicht oft genug versucht hätten, eine zu werden. (Douglas Adams)

    Moin Soil,

    es soll kein Vorwurf sein, aber Deine Informationen und Beobachtungen zu Harmonia axyridis sind besten Falles semioptimal. Ich beobachte die Art hier bei mir am Niederrhein nun seit etwas mehr als fünf Jahren (erster Nachweis für mich im April 2004). Die Art nahm sehr schnell sehr stark zu, aber ohne erkennen zu lassen, dass die heimischen Arten durch diese irgendwie negative Entwicklungstendenzen gezeigt hätten. Das einzige, was ich feststellen konnte war und ist, dass die heimischen etwas nach der Vermehrungsperiode des H. axyridis im April/Mai erscheinen und sich auf andere Bereiche verdrängen ließen. So habe ich hier, wenn ich z.B. blühenden Weißdorn nach Käfern abgeklopft habe, zu ca. 90% H. axyridis gefunden, sobald ich aber in die Wiesen gegangen bin, zu ca. 90% heimische Arten. Auch haben alle Jahre bisher ergeben, dass ich die heimischen Arten nicht weniger finde, sondern im üblichen Rahmen, nur H. axyridis hat in den ersten Jahren stark zugenommen. Seit letztem Jahr muss ich nun feststellen, dass H. axyridis scheinbar weniger wird, sein extremes Maximum überschritten hat und auf dem absteigenden Ast ist, sich also gewissermaßen auf einem Level einpendelt, welches nicht weiter ins Gewicht fällt. Des weiteren habe ich auch schon erste H. axyridis gefunden, die von Braconiden, die üblicherweise an Marienkäfer gehen, befallen waren. Erkennbar daran, dass der Käfer tot ist, mit einem bräunlichen Gespinst an der Unterlage festgeklebt ist, in dem sich die Larven der Braconidae verpuppt haben. Erste parasitoide sind also vorhanden. Interessant ist auch zu beobachten, dass in den letzten drei Jahren die Spatzen hier häufiger werden. In der Literatur fand ich einen Hinweis, dass Spatzen wohl in einer bestimmten Entwicklungsphase der Aufzucht sehr viel oder sogar fast ausschließlich Coccinellidae an die Jungvögel verfüttern. Ob ich diese Information mit dem verstärkten Auftreten von Spatzen in Verbindung bringen kann weiß ich allerdings nicht, müßte untersucht werden.

    Was den Anflug auf Dein weißes T-Shirt betrifft, so würde ich vermuten, dass Du letztes Jahr im Herbst in Berlin warst, an einem der letzten schönen Tage. H. axyridis ist ein wunderbarer Winteranzeiger. Die Art nutzt die letzten schönen Tage des Jahres um sich ein Winterquartier zu suchen. Bisher war es dabei immer so, dass sie etwa drei oder vier Tage vor einem Kälteeinbruch ihr Winterquartier aufsuchen. Wenn der Kälteeinbruch dann kommt, war es bisher immer so, dass dann auch gewissermaßen der Spätsommer im Herbst vorbei ist, die Temperaturen nur noch leidlich im Bereich von 10° C liegen oder eben darunter, respektive knapp darüber und es nur noch regnerisch trüb ist. Also das typisch deutsche Novemberwetter.

    Was die Überwinterung von H. axyridis betrifft, muss man wissen, dass die Art in der angestammten asiatischen Heimat bevorzugt Felswände anfliegt um hier in Spalten und Nieschen zu überwintern. Felswände leuchten vorallem im Herbst hell in der Landschaft und sind auch für die Käfer visuell gut auszumachen. Die Käfer fliegen eine solche Felswand an und verströmen ein Pheromon, wenn sie dort sind, welches weitere Artgenossen anlockt, die ihrerseits auch das Pheromon frei setzen. Auf diese Art und Weise kommt es im Herbst zu den immer wieder beobachteten Massenauftreten, bei denen in Extremfällen wohl mehrere hundertausend oder gar millionen Käfer an einer Hauswand sitzen. Ich kenne keinen Fall, wo die Käfer was anderes als hell gestrichene Hauswände oder helle Fensterrahmen angeflogen haben. Sie reagieren immer auf weiß oder beige oder ähnliches. Paradebeispiel ist eine Untersuchung unseres Vereins in einem Wald in der Nähe. Dort hatten wir zwei Malaisefallen stehen um die Fauna des Bereiches insgesamt zu erfassen. Harmonia axyridis hat diese Fallen kaum tangiert, unter tausenden gefangener Insekten war kaum mal ein H. axyridis. Nur im Herbst, in der Woche mit den letzten schönen Tagen, waren mal eben locker flockig in einer Falle fast 2.000 Individuen (die andere ist noch nicht ausgewertet!).

    Alles in allem kann ich die Befürchtungen, dass H. axyridis die heimischen Arten verdrängen wird, nicht erkennen. Es sind aber gerade mal fünf Jahre hier am Niederrhein mit dieser Art ins Land gegangen, so dass ich auch nicht behaupten möchte, dass man Entwarnung geben kann. Es spricht derzeit aber alles gegen die befürchteten Negativauswirkungen.

    Viele Grüße
    Klaas

    Du hast Recht! Ich habe noch mal auf der Seite http://www.schmetterling-raupe.de/ nachgesehen. Unter "Zucht" habe ich mir damals die ersten Informationen über das Züchten von Schmetterlingen angesehen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass damals dort so etwas stand, denn eigentlich bin ich nur auf deiner Seite oder auf der von Hr. Schön.

    Ich selber stecke so wenig in der "Schmetterlingsmaterie", dass ich mir das selber nicht ausgedacht haben kann. Ich meine damals stand er dem Thema Züchten etwas distanzierter gegenüber. Ich glaube der liest auch heimlich die Berichte hier und ändert dann seine Meinung...hehe

    Fabio

    Alles in allem kann ich die Befürchtungen, dass H. axyridis die heimischen Arten verdrängen wird, nicht erkennen. Es sind aber gerade mal fünf Jahre hier am Niederrhein mit dieser Art ins Land gegangen, so dass ich auch nicht behaupten möchte, dass man Entwarnung geben kann. Es spricht derzeit aber alles gegen die befürchteten Negativauswirkungen.

    Ich muß zugeben, dass ich kein Käferexperte bin. Aber man liest (bei aller Vorsicht gegenüber den Medien) ganz überwiegend so etwas über den Käfer. Und meine Beobachtungen waren wirklich unsystematisch, aber ich sehe fast nur den asiatischen Marienkäfer, das Prädikat "semioptimal" lasse ich mir daher gerne gefallen.

    Nein, ich meine, wir waren damals im Sommer in Berlin.

    Moin Soil,

    Zeitungsberichte kann man, sobald es um komplexere Themen geht, aus meiner Erfahrung heraus immer in die Tonne treten. Da werden die Experten namentlich falsch geschrieben und das Gesagte vollkommen falsch wieder gegeben. Habe ich selber schon erlebt, selbst in Medien wie Film und Funk und weiß daher aus eigener Anschauung, dass die Geschichte entweder so gedreht wird, wie man sie braucht, damit es reißerisch genug ist oder andere Ziele erreicht werden oder es ist die mangelhafte Kenntnis und der mangelhafte Umgang des Reporters mit der eigenen Muttersprache. Wenn solch reißerische Worte, wie "die rote Flut" in einer Repotage erscheinen, dann ist eigentlich klar, worum es geht. Jedenfalls nicht um die Fakten. Und was macht man mit der "schwarzen Flut" der gleichen Art? Man sollte diesen Leuten empfehlen ihre Reportagen den Interviewten nochmal vorzulegen, damit diese gnadenlos den Rotstift ansetzen können, ohne wenn und aber. Aber da die Welt mit Eitelkeiten gepflastert ist, macht Reporter das nicht, denn er will sein Werk ja so, wie er es toll findet, unabhängig davon, ob es richtig ist...

    Viele Grüße
    Klaas

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