Freiland-Anflug bei atropos?

    Hallo, Schmetterlingsfreunde!

    Ich habe zurzeit eine Reihe von frischen Puppen von Acheronia atropos. Einige von ihnen möchte ich den Winter über kühl halten (im Kühlschrank bei 6 - 8 Grad, wie es ACTIAS-Mitglieder mir empfohlen haben), damit die Falter erst im nächsten Frühsommer schlüpfen.

    Dazu nun eine Anschlussfrage: Würde sich der Versuch lohnen, ein frisch geschlüpftes Weibchen dann in einen Anflugkasten zu setzen, um aus dem Freiland Männchen anzulocken? Besteht da auch nur eine geringe Aussicht auf Erfolg? Hat jemand von euch das schon mal mit Erfolg gemacht?

    Beste Grüße, Helmut

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    Totenkopfschwärmer paaren sich meist mehr alls einmal bevor sie Eier legen deshalb sollte man die Männchen über die ganze Zeit mit den Weibchen
    zusammen halten. 3 bis sogar 5 Kopulas pro Weibchen ist nicht selten und begünstigt die Fertilität der Eier.

    Für einen Freiland Anflug müssten Eure Weibchen erst (schätze mal gegen ende Mai) schlüpfen wenn die Freilandtiere einfliegen damit es überhaupt klappen könnte.( und eine Kopula ist nicht genug)!
    Dann bin ich mir nicht sicher ob die Männchen überhaupt einfliegen im Frühling oder ob es nur die befruchteten Weibchen in den Norden treibt!?

    Die Falter über mehrere Tage zusammen halten (inkl. Partnertausch), reichlich mit Honigwasser füttern eine Zweig mit Liguster in den Käfig stellen dann klappt die Zucht
    eigentlich fast immer.

    Gruss André

    Vielen Dank, Fabrice und André, für eure Komentare und Tipp. Ebenso wie Fabrice habe ich schon die verschiedensten einheimischen Schwärmerarten gut weiterzüchten können durch den Anflug von Männchen aus dem Freiland. Aber Acherontia atropos ist das ja doch noch eine andere Sache. Man weiss ja nicht mal genau, ob die Weibchen, die aus Nordafrika und Südeuropa in den Norden wandern, bereits befruchtete Eier mit sich führen oder ob die Kopula erst in unseren Breiten stattfindet. Ich werde auf jeden Fall im nächsten Frühsommer mal versuchen, mit einem geschlüpften Weibchen ein Männchen anzulocken. Es wäre schön, wenn jemand mir mitteilen könnte, ob ihm so etwas schon einmal gelungen ist (d. h. speziell bei atropos).

    Einen schönen Abend noch wünscht euch allen Helmut

    Hallo Rudi,

    ja, ich müsste den Versuch schon hier zu Hause in Finnland (an der Südküste) machen. Ich bin mir wohl dessen bewusst, dass die Wahrscheinlichkeit eines gelungenen Anflugs immer kleiner wird, je höher man nach Norden kommt. Aber immerhin sind Totenkopfschwärmer als kräftige Flieger schon bis zum Polarkreis vorgedrungen. Oft kommt das sicherlich nicht vor.

    Beste Grüße, Helmut

    Servus Helmut.

    Auf deine Frage wird kaum jemand eine verbindliche Antwort geben können.
    Allerdings schätze ich die Chance, dass ein atropos-Männchen zum richtigen Zeitpunkt an die Südküste Finlands fliegt und dort noch im Einzugsbereich deines Weibchens landen wird, als ziemlich gering ein.
    Erschwerend kommt hinzu, dass atropos-Weibchen auch in unverpaartem Zustand recht unruhig sind. Damit ergeben sich Probleme, in welcher Art du den Anlockversuch überhaupt gestalten könntest.

    Ich glaube nicht, dass du Erfolg haben wirst, drücke dir aber trotzdem die Daumen, solltest du den Versuch starten.

    Gruß
    Rudi

    Hallo Rudi!

    Du hast sicherlich Recht. Auch ich schätze die Erfolgsmöglichkeit als sehr gering ein und bin mir eigentlich auch unsicher, ob ich den Versuch wirklich machen soll. Höchstwahrscheinlich quäle ich das Weibchen dadurch nur unnötig, wenn es tage- oder wochenlang im Anflugkasten sitzt und sich nach und nach die Flügel völlig abfliegt. Ich hatte im letzten Herbst eine Zucht und habe ebenfalls bemerkt, dass Männchen wie Weibchen von atropos sich recht unruhig verhalten.

    Viele Grüße aus dem hohen Norden, Helmut

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